#144 HPV zwischen Panik und Realität

Shownotes

** HPV zwischen Panik und Realität - im Gespräch mit Simone & Christine **

HPV. Drei Buchstaben, die viele Frauen irgendwann einmal hören – oft beiläufig im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung.

In dieser Folge spreche ich mit Simone Hotz, sie ist Sexualpädagogin, und Christine Peters, sie ist Zytologieassistentin und beurteilt täglich die Zellabstriche unter dem Mikroskop. In dieser Folge geht es weniger um medizinische Grundlagen, sondern um das, was eine solche Diagnose emotional auslösen kann.

Wir sprechen darüber, warum ein positiver HPV-Test noch kein Krankheitsbild ist, warum der Pap-Wert bei der Einordnung so wichtig ist und weshalb der Körper in den meisten Fällen selbst mit dem Virus fertig wird. In etwa 90% der Fälle heilt eine HPV-Infektion von allein aus - aber diese Zeit des Abwartens kann psychisch belastend sein.

Es geht auch um die Art der Kommunikation. Wie werden Befunde erklärt? Was fehlt oft im Gespräch? Und was würde Frauen wirklich helfen, um ruhig zu bleiben und sich gut informiert zu fühlen?

Diese Folge soll einordnen, aufklären und beruhigen. HPV ist nicht Exotisches, nichts "Selbstverschuldetes" - sondern etwas, mit dem sehr viele Menschen im Laufe ihres Lebens in Kontakt kommen. Wichtig ist, informiert zu sein. Und sich selbst nicht in Panik zu versetzen.

In dieser Folge erfährst du:

  • was ein positiver HPV-Test bedeutet
  • warum HPV allein kein Krankheitsbild ist
  • weshalb der Pap-Wert für die Einordnung entscheidend ist
  • wie häufig HPV tatsächlich ist und warum Stigmatisierung fehl am Platz ist
  • warum viele Frauen trotz ärztlicher Beruhigung in Angst geraten
  • wie der Körper in den meisten Fällen selbst mit einer Infektion fertig wird
  • welche Schutzmöglichkeiten es im Umgang mit Sexualität gibt

Ich hoffe sehr, dass auch diese Folge für dich wertvoll ist und du einige Dinge für dich selbst mitnehmen kannst.

Wenn du Kontakt zu Simone aufnehmen möchtest, findest du sie auf Instagram @hpvpositivevibes, Christine findest du unter @diagnosehpvdysplasie.

Höre auch gerne in die folgenden Folgen zum Thema rein: #91 HPV & Sexualität mit Simone Hotz & Dr. Caterina Schulte-Eversum - https://lebe-selbstvoll.podigee.io/91-new-episode #87 Was bedeutet HPV positiv? mit Simone Hotz - https://lebe-selbstvoll.podigee.io/87-neue-episode #82 Was ist HPV? mit Christine Peters - https://lebe-selbstvoll.podigee.io/82-new-episode

Wie immer freue ich mich riesig, wenn du deine eigenen Erfahrungen oder deine Gedanken zur Folge auf Instagram @franziskaguentherfotografie mit uns teilen möchtest, schreibe gerne in die Kommentare. Hinterlasse mir auch super gerne 5 Sterne und abonniere & teile den Podcast mit deinen Freunden und deiner Familie. So hilfst du dabei den Podcast LEBE SELBSTVOLL weiter in die Welt zu tragen.

Alle Infos zu meiner fotografischen Arbeit, den schön & stark Einzelshootings und dem Podcast "lebe selbstvoll" findest du auf https://www.franziskaguentherfotografie.de Hier kannst du dich auch für das 6. schön & stark Fotoevent am 15. Juni 2026 anmelden und dich zu meinem neuen digitalen Angebot, der Fühl-Dich-Reihe, informieren.

Wenn du auf der Suche nach einer kleinen Auszeit für dich bist, nach Momenten der Ruhe, Achtsamkeit & inneren Balance, dann könnte mein neuer auditiver Begleiter Fühl dich wertvoll genau das Richtige für dich sein. Er enthält fünf von mir gesprochene Meditationen und ein liebevoll gestaltetes Begleitheft mit Fragen zur Selbstreflexion und einfachen Atemübungen, die dich darin unterstützen, deine eigenen Grenzen zu spüren und achtsam mit dir selbst zu sein.

Ich wünsche dir alles Liebe, lebe selbstvoll, deine Franziska

Kommentare (3)

Simone Hotz

Liebe Heidi, vielen Dank für deinen ergänzenden Kommentar zu unserer Podcast-Folge. Es tut mir sehr leid zu hören, was du durchmachen musstest, und ich danke dir, dass du deine Perspektive als Betroffene mit uns teilst. Du hast in beiden Punkten völlig recht, und es ist mir ein Anliegen, das hier noch einmal klar zu differenzieren, da in einem Podcast komplexe medizinische Themen manchmal stark vereinfacht werden (müssen). Man kann schlicht nicht alles erzählen... Zur Vorsorge: Unsere Aussage im Podcast, dass HPV-assoziierter Krebs durch Vorsorge effektiv verhindert werden kann, bezog sich primär auf den Gebärmutterhalskrebs. Hier gibt es ein organisiertes Screening, mit dem Vorstufen frühzeitig und gut erkannt werden können. Für den Analbereich gibt es ein solches Standard-Screening für die breite Bevölkerung leider nicht. Deshalb wird ein Analkarzinom dort möglicherweise nicht rechtzeitig antizipiert, und auch eine normale Darmspiegelung (die primär auf den Dickdarm abzielt) erfasst dies ggf.nicht. Ein wichtiger medizinischer Hintergrund dazu: Frauen, die in der Vergangenheit hochgradige Vorstufen bzw. (noch relevanter) Krebs am Gebärmutterhals hatten, gehören allerdings zu einer Risikogruppe für das Analkarzinom und sollten hier genauer hinschauen. Proktologische "Highresolution-Untersuchungen" machen hier z.B. Sinn sowie Pap-Testungen im Analbereich. Unsere Intention im Podcast war es, Menschen zu motivieren, die existierenden Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen – keinesfalls wollten wir das Gefühl vermitteln, dass Betroffene wie du eine Mitschuld tragen, wenn trotz aller Sorgfalt eine Erkrankung auftritt. Zum Thema Analverkehr und Analkrebs: Deine Richtigstellung ist extrem wichtig, um mit einem großen Tabu und Stigma aufzuräumen. Ein HPV-bedingtes Analkarzinom wird keineswegs nur durch Analverkehr übertragen. Das Virus kann sehr leicht durch eine sogenannte "Autoinokulation" (also eine Schmierinfektion z.B. vom Vaginal- zum Analbereich) übertragen werden. Viele Frauen, die niemals Analverkehr hatten, erkranken genau auf diesem Weg. Wenn in der Aufklärung über Hauptrisikogruppen gesprochen wird (z.B. HIV-pos. Männer, die Sex mit Männern haben) dient das dazu, das Bewusstsein dort zu schärfen – es bedeutet aber niemals, dass es nur diese Gruppen betrifft. Aus meiner Sicht ist das Thema HPV nicht "snackable" und äußerst individuell. (Deshalb mein Buch zu HPV). HPV ist nicht gleich HPV. Das bezieht sich auf bestimmte Körperstellen - und v.a. auf individuelle Schicksale. Somit: Danke fürs Nacharbeiten + deinen Input! Ich wünsche dir alles Gute! :) LG Simone

Simone Hotz

Liebe Heidi, vielen Dank für deinen ergänzenden Kommentar zu unserer Podcast-Folge. Es tut mir sehr leid zu hören, was du durchmachen musstest, und ich danke dir, dass du deine Perspektive als Betroffene mit uns teilst. Du hast in beiden Punkten völlig recht, und es ist mir ein Anliegen, das hier noch einmal klar zu differenzieren, da in einem Podcast komplexe medizinische Themen manchmal stark vereinfacht werden (müssen). Man kann schlicht nicht alles erzählen... Zur Vorsorge: Unsere Aussage im Podcast, dass HPV-assoziierter Krebs durch Vorsorge effektiv verhindert werden kann, bezog sich primär auf den Gebärmutterhalskrebs. Hier gibt es ein organisiertes Screening, mit dem Vorstufen frühzeitig und gut erkannt werden können. Für den Analbereich gibt es ein solches Standard-Screening für die breite Bevölkerung leider nicht. Deshalb wird ein Analkarzinom dort möglicherweise nicht rechtzeitig antizipiert, und auch eine normale Darmspiegelung (die primär auf den Dickdarm abzielt) erfasst dies ggf.nicht. Ein wichtiger medizinischer Hintergrund dazu: Frauen, die in der Vergangenheit hochgradige Vorstufen bzw. (noch relevanter) Krebs am Gebärmutterhals hatten, gehören allerdings zu einer Risikogruppe für das Analkarzinom und sollten hier genauer hinschauen. Proktologische "Highresolution-Untersuchungen" machen hier z.B. Sinn sowie Pap-Testungen im Analbereich. Unsere Intention im Podcast war es, Menschen zu motivieren, die existierenden Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen – keinesfalls wollten wir das Gefühl vermitteln, dass Betroffene wie du eine Mitschuld tragen, wenn trotz aller Sorgfalt eine Erkrankung auftritt. Zum Thema Analverkehr und Analkrebs: Deine Richtigstellung ist extrem wichtig, um mit einem großen Tabu und Stigma aufzuräumen. Ein HPV-bedingtes Analkarzinom wird keineswegs nur durch Analverkehr übertragen. Das Virus kann sehr leicht durch eine sogenannte "Autoinokulation" (also eine Schmierinfektion z.B. vom Vaginal- zum Analbereich) übertragen werden. Viele Frauen, die niemals Analverkehr hatten, erkranken genau auf diesem Weg. Wenn in der Aufklärung über Hauptrisikogruppen gesprochen wird (z.B. HIV-pos. Männer, die Sex mit Männern haben) dient das dazu, das Bewusstsein dort zu schärfen – es bedeutet aber niemals, dass es nur diese Gruppen betrifft. Aus meiner Sicht ist das Thema HPV nicht "snackable" und äußerst individuell. (Deshalb mein Buch zu HPV). HPV ist nicht gleich HPV. Das bezieht sich auf bestimmte Körperstellen - und v.a. auf individuelle Schicksale. Somit: Danke fürs Nacharbeiten + deinen Input! Ich wünsche dir alles Gute! :) LG Simone

Heidi

Zum Gespräch mit Simone und Christine möchte ich allerdings noch ein paar Anmerkungen machen. Im Podcast wird erwähnt, dass HPV-induzierter Krebs durch Vorsorgeuntersuchungen vermeidbar sei. Das ist leider nicht immer der Fall. Ich habe regelmäßig alle empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen wahrgenommen und sogar noch ein Jahr vor meiner Diagnose eine Darmspiegelung durchführen lassen. Dabei wurde nichts Auffälliges festgestellt. Außerdem möchte ich der Aussage widersprechen, dass HPV-bedingter Analkrebs durch Analverkehr übertragen wird. Ich selbst hatte nie Analverkehr und bin dennoch an HPV-bedingtem Analkrebs erkrankt. Mir war es wichtig, diese Perspektive zu ergänzen, damit deutlich wird, dass die Zusammenhänge nicht immer so eindeutig sind und Betroffene sehr unterschiedliche Erfahrungen machen können.

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