#155 Wohlfühlen ohne Brust

Shownotes

** Wohlfühlen ohne Brust - im Gespräch mit Sarah **

Mit 37 Jahren erhielt Sarah die Diagnose Brustkrebs.

Während ihres Zyklus bemerkte sie immer wieder Veränderungen an ihrer Brust, die sie zunächst an eine Brustentzündung erinnerten. Ein Gefühl, das Sarah ernst nahm und abklären ließ. Es folgten Untersuchungen beim Gynäkologen und im Brustzentrum.

In dieser Folge erzählt Sarah von ihrem Weg durch die Erkrankung und warum für sie schnell klar war, dass sie keinen Wiederaufbau möchte. Sie entschied sich bewusst für eine Mastektomie und dafür, auf einer Seite flach zu bleiben. Eine Entscheidung, mit der sie sich auch heute vollkommen wohl fühlt.

Besonders geprägt hat sie dabei der Austausch mit anderen Betroffenen und die Unterstützung durch ein sehr empathisches Behandlungsteam.

Sarah spricht offen über Selbstbestimmung, Körpergefühl und darüber, wie unterschiedlich Behandlungs- und Operationswege mit einer Brustkrebsdiagnose aussehen können.

In dieser Folge erfährst du:

  • welche ersten Veränderungen Sarah bemerkt hat
  • wie sie die Diagnose erlebt hat
  • warum sie sich gegen einen Wiederaufbau entschieden hat
  • welche Rolle Austausch und Unterstützung für sie gespielt haben
  • warum sie sich heute wohl mit ihrem Körper fühlt

Ich hoffe sehr, dass auch diese Folge für dich wertvoll ist und du einige Impulse für dich selbst mitnehmen kannst.

Vielleicht kennst du das Gefühl dich selbst nicht mehr richtig zu erkennen - besonders nach einer intensiven Zeit wie einer Krebstherapie. Genau darüber sprechen wir an meinem kostenfreien Zoom-Abend "Zurück zu dir" am 07. Mai um 20:00 Uhr. Ein Abend für Frauen nach einer Krebstherapie - über den eigenen Körper, Veränderungen und den Weg zurück zu sich selbst. Alle Infos und die Anmeldung findest du hier: https://www.franziskaguentherfotografie.de/zurueckzudir

Wenn du mehr über Sarah erfahren oder Kontakt zu ihr aufnehmen möchtest, findest du sie auf Instagram @sarahr87.

Schau dich gerne bei https://amsob.de/ um, wenn du dir Unterstützung und Austausch wünschst.

Wie immer freue ich mich riesig, wenn du deine eigenen Erfahrungen oder deine Gedanken zur Folge auf Instagram @franziskaguentherfotografie mit uns teilen möchtest, schreibe gerne in die Kommentare. Hinterlasse mir auch super gerne 5 Sterne und abonniere & teile den Podcast mit deinen Freunden und deiner Familie. So hilfst du dabei den Podcast LEBE SELBSTVOLL weiter in die Welt zu tragen.

Alle Infos zu meiner fotografischen Arbeit, den schön & stark Einzelshootings und dem Podcast "lebe selbstvoll" findest du auf https://www.franziskaguentherfotografie.de Hier kannst du dich auch für das 6. schön & stark Fotoevent am 15. Juni 2026 anmelden.

Ich wünsche dir alles Liebe, lebe selbstvoll, deine Franziska

Transkript anzeigen

00:00:09: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Liebe selbstvoll, dem schönen und starken Podcast für mehr Selbstfürsorge.

00:00:17: Hier geht es um Frauen die an Krebs erkrankt sind – um die Erfahrungen, die sie während der Therapie gemacht haben, um ihre Sorgen und Nöte aber auch um mögliche Richtungswechseln, die eine Krebsdiagnose mit sich bringen kann!

00:00:30: Wir sprechen darüber, was dir das Leben erleichtern kann.

00:00:33: Welche Erkenntnisse betroffene Frauen im Laufe der Zeit gewonnen haben und wo die Prioritäten im Leben liegen?

00:00:38: Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Zuhören!

00:00:43: Hallo und herzlich willkommen!

00:00:44: Mein Name ist Franziska Günter-Güldenfennig.

00:00:47: ich bin Fotografin und begleite Frauen nach einer Krebserkrankung dabei wieder einen neuen Blick auf ihren Körper zu finden.

00:00:54: Ich freue mich dass du eingeschalten hast.

00:00:56: In der heutigen Folge erzählt uns Sarah ihre Geschichte.

00:01:01: Herzlich willkommen und schön, dass du da bist.

00:01:04: Hallo Franziska!

00:01:06: Ich freue mich sehr, dass ich heute hier sein darf um meine Geschichte mit euch teilen kann.

00:01:11: Sarah wie lange ist denn deine Diagnose her?

00:01:16: Und was war überhaupt der Grund warum Du zum Arzt gegangen bist?

00:01:21: Genau also meine Diagnase habe ich letztes Jahr im Februar bekommen.

00:01:28: Der erste Startpunkt sozusagen war aber schon im Sommer, also so ganz genau kann ich den Zeitpunkt gar nicht sagen.

00:01:38: Also ich habe selber was getastet allerdings jetzt nicht so dass ich so dachte okay da ist ein Knoten und das muss sich ja sofort abklären lassen sondern es war eigentlich eher über einen gewissen Zeitraum.

00:01:51: Ich hab gemerkt irgendwie fühlt sich das komisch an.

00:01:54: Ich hatte allerdings auch vorher schon immer, dass meine Brust im Laufe des Zyklus sehr unterschiedlich war.

00:02:00: Und deswegen habe ich mir am Anfang gar nicht so viel dabei gedacht und hab dann irgendwie gemerkt, das ist irgendwie doch ein bisschen mehr.

00:02:07: Also ich habe mehrere Knötchen

00:02:09: gefühlt

00:02:10: und es hat sich so ein bisschen angeführt wie zu dem Zeitpunkt als ich noch gestillt habe.

00:02:17: Ja wenn man so ein bißchen Milchstau hatte, da merkt man ja auch die Gänge und so war das eigentlich eher.

00:02:24: Und dann habe ich mir überlegt, okay, ich lass das vielleicht mal vorsichtshalber abklären.

00:02:28: War da beim Gynäkologen gewesen im Sommer und er meinte aber auch so ja ok, das fühlt man auf jeden Fall.

00:02:35: Ich hab halt auch eine sehr kleine Brust.

00:02:36: Er meinte, aber das hört sich nicht nach was Bösartigen an.

00:02:39: Das werden wahrscheinlich Verkalkungen sein.

00:02:41: Das ist nicht ungewöhnlich in meinem Alter.

00:02:43: also ich war zu dem Zeitpunkt siebendreißig Und ich hatte aber sowieso für September einen Vorsorgetermin und dann haben wir halt ausgemacht, okay.

00:02:50: Dann bin ich ja sowieso noch meiner Praxis und dann gucken wir mal ob sich da was verändert hat oder halt nicht und beobachten das halt erstmal weiter.

00:03:02: Du hast gerade schon erzählt du hast die Diagnose Brustkrebs erhalten?

00:03:06: Du warst Ende dreißig und es waren auch gar nicht so lange her dass du ein Baby bekommen hast.

00:03:13: Nee, das war schon länger her.

00:03:15: Aber

00:03:16: es hat mich einfach für mich so da dran erinnert und dadurch dass ich halt wirklich bei jedem Zyklus war das eigentlich immer so, dass die Brust halt wieder ein bisschen mehr weht hat, ein bisschen fester wurde und so und dadurch habe ich das gar nicht so als selbst das bedrohliches wahrgenommen.

00:03:33: Aber hast du denn deine Bruste mal regelmäßig abgetastet?

00:03:35: Also ich kenne das zum Beispiel auch von mir, dass sich das zyklusbedingt immer einmal verändert Aber das kennen bestimmt viele Frauen, also zumindest ist es das was ich so wahrgenommen habe.

00:03:48: Aber wenn man dann die Brust abtastet... Man sollte das ja immer regelmäßig machen ungefähr zur gleichen Zeit immer, jeden Monat.

00:03:57: und ist es denn so dass du das so deutlich getastet hast, dass dir klar war du musst das abklären lassen?

00:04:04: Nee!

00:04:04: Also ich hab's auch ehrlich gesagt nicht jetzt vorher regelmäßig gemacht oder sowas.

00:04:09: Und ich habe einfach nur gedacht, irgendwie fühlt sich das anders an und wie es dann so oft ist, dann verdrängt man das erst mal ein bisschen oder schiebt's zur Seite und denkt ach ja, müsstest du vielleicht mal machen?

00:04:19: Ja und dann hab' ich immer gesagt okay jetzt mach ich mal einen Termin dass das abgeklärt

00:04:24: wird.".

00:04:25: Aber ging das denn dann immer wieder weg?

00:04:27: also ich kann mir vorstellen wenn man sowas tastet Dann fests man ja öfter mal hin und guckt, ob das vielleicht noch da ist oder ob sich das verändert hat.

00:04:34: Hat sich das bei dir im Laufe deines Zyklus verändert?

00:04:38: Es wurde schon, aber es war eigentlich immer so irgendwie zu führen.

00:04:42: Aber es wurde dann halt wieder fester ... Ja.

00:04:46: Aber wie gesagt mein Arzt hatte dann auch gesagt, dass jetzt nichts Schlimmes ist.

00:04:51: Und dann war ich im September wieder da.

00:04:55: Sie hat sich das auch nochmal alles ganz genau angeguckt mit... Ultraschall und so weiter.

00:05:00: Und war aber eigentlich der gleichen Meinung.

00:05:03: Hatte aber gesagt, wir können einfach vorsichtshalber nochmal eine Marmografie machen lassen, dass das noch mal geklärt wird.

00:05:10: Ja, es dauert dann ja auch immer ein bisschen bis man den Termin hat.

00:05:13: Das habe ich im Herbst gewesen... ...und da war ich zur Marmographie.

00:05:21: Da war aber eigentlich auch wieder das gesagt worden.

00:05:23: Nee, also ich habe halt ein sehr dichtes Drübengewebe und es sieht jetzt aber nicht besonders auffällig aus.

00:05:31: Ich müsste dann mit meiner Gynecologien besprechen ob wir weiter irgendwas machen oder einfach.

00:05:38: Wieder das nur beobachten weiterhin.

00:05:40: Na ja und ich meine, man lässt sich auch gerne beruhigen ne?

00:05:43: Also selbst wenn du denkst, oh das ist komisch da ist was aber wenn die Ärzte sagen nie dass es nicht bedenklich okay das nimmt man ja gerne an ne?

00:05:53: Genau!

00:05:54: Und ich hatte auch ein sehr gutes Vertrauen zu den Ärzten.

00:05:56: also ich war auch bei denen schon gewesen als ich meine beiden Kinder bekommen hatte.

00:06:01: wir waren immer sehr gründlich und deswegen also... und ich hatte noch nicht das Gefühl Kopfhör war, dass ich dachte auch er ist doch irgendwas Schlimmes.

00:06:11: Sondern ich hatte das wirklich vielleicht auch einfach danken danken, dass

00:06:15: es so

00:06:15: ist.

00:06:16: Und ja und dann hatte ich das mit meiner Gönäkologin besprochen und sie meinte dann Ja Ich kann dir halt anbieten Das ich dich dann einfach nochmal zu einer biopsie schicke einfach damit du Die beruhigt werden kannst dadurch weil sehr gesagt man kann halt das nie ... per Bild quasi hundertprozentig sagen.

00:06:39: Man kann es immer erst hundert prozentig... ... sagen, wenn man halt wirklich dann auch Gewebe entnommen hat.

00:06:45: Und dann war halt erstmal so Weihnachten und so was.

00:06:48: Dann haben wir gesagt naja ok komm dann mach ich das mal am Anfang des Jahres vorsichtseilbar nur damit das halt geklärt ist wird ja eh nicht sein.

00:06:57: Genau da hatte ich dann am Anfang ... ... zwei tausendfünfundzwanzig den Termin um die Biopsy machen zu lassen.

00:07:04: Ja, oh man das ist ja noch gar nicht lange her bei dir.

00:07:08: Ich finde es sehr, naja irgendwie erstaunlich dass also im Ultraschall und in der Mammografie das erstmal nicht bedenklich war und dann trotzdem aber so eine Diagnose rausgekommen ist die du ja dann im Endeffekt erhalten hast.

00:07:23: Da ist man ja dann auch null vorbereitet.

00:07:25: Richtig,

00:07:25: ich war auch gar nicht drauf vorbereitet.

00:07:28: also deswegen bin auch alleine zur Biopsy gefahren und hab das dann machen lassen.

00:07:34: die waren auch super lieb und die Breska Nurse war auch ganz süß und hatte dann weil ich jetzt alleine war als ihr mir noch angeboten habt dass sie meine Hand hält und hat mich halt dann auch die ganze Zeit abgelenkt und noch ein bisschen Smalltalk gemacht und das war sehr süß.

00:07:53: Ja, die Ärztin war allerdings... Hatte mich dann etwas irritiert.

00:07:56: Die hatte das sich angeguckt und meinte dann auch so irgendwie ja da bin ich ja mal gespannt was dabei rauskommt.

00:08:04: Will man eigentlich nicht von den Experten an dass sie das so sich einschätzen können?

00:08:11: Und genau dann wurde die Biopsy gemacht Und das war ja auch das erste Mal, dass ich sowas überhaupt hatte.

00:08:18: War natürlich alles sehr aufregend aber es fand ich auch weiter nicht schlimm.

00:08:22: die haben mir das gut erklärt habe mich auch vorher schon gesagt okay jetzt gleich kommt ein lautes Geräusch nicht erschrecken und es wurde halt betäubt ja vorher.

00:08:29: also das war alles nicht so wildes war in Ordnung.

00:08:35: dann sollte ich eigentlich eine Woche später die Ergebnisse bekommen hab dann aber schon vorher Anruf bekommt ob ich nicht den nächsten Tag ... kommen könnte.

00:08:44: dann zur Besprechung.

00:08:46: Oh nein, war dir da schon klar was los ist?

00:08:50: Ich hatte ein bisschen, ich konnte es gar nicht so richtig einschätzen, ob das jetzt schon eine Bedeutung hat oder nicht... ...und ob das einfach nur so schneller ging.

00:08:58: und ja... ...dann bin ich aber auch da alleine hingegangen,... ...weil mein Partner das jetzt nicht mal eben schnell umgibt.

00:09:07: Da habe ich gerade gedacht, ach ich fahre jetzt so dahin, das kriegen wir schon hin und... Ja und dann hieß es aber, als die Ärztin dann kam.

00:09:16: Es war auch nicht die Ärstin, die die Untersuchung gemacht hatte sondern die Leiterin von dem Brustzentrum kam dann wo ich schon dachte so oh okay wenn sie jetzt schon extra kommt ja und dann ließ es nie ist tut uns leid das ist leider doch Brustkrebs.

00:09:32: Oh Gott

00:09:33: genau!

00:09:34: Das war dann erstmal wirklich ein Schock weil ich wirklich nicht damit gerechnet hatte Ja, sie waren aber sehr einfühlsam.

00:09:41: Es war eine Brustschwesteraufnahme mit dabei und ich habe dann auch schnell gesagt okay es ist quasi noch so dass hier schon ein bisschen hormoneabhängig und langsam wachsen nicht aggressiv.

00:09:57: also Konnt mich da dann schon mal so in dem ersten Moment ein bisschen beruhigen und haben auch gesagt, dass wir halt an die Anthermontherapie machen werden.

00:10:06: Dass ich keine Chemo brauche das war in dem moment erstmal sowohl was mich sehr erleichtert hat weil das ist ja etwas wo man dann doch auch immer sehr viel Respekt vorhat soweit man das Wort Krebs hört Was einen da dann ja erwartet.

00:10:20: Und Ja Das musste ich dann erst Mal irgendwie Verarbeiten.

00:10:26: Wurde denn bei diesem Termin, wo dir die Diagnose mitgeteilt wurde auch schon darüber gesprochen?

00:10:32: Also wann die Therapie losgeht was für Schritte auf dich drauf zukommen oder das?

00:10:37: okay ich kann mir mal also ich selbst bin ja nicht betroffen und ich stelle mir dass immer sehr schwierig vor an dem tag wo du die Diagnose erhältst.

00:10:48: also wenn du diese worte hörst bist du da überhaupt noch aufnahmefähig für alles was dann noch kommt

00:10:55: Wenig, also das war wirklich ein bisschen schwierig.

00:10:57: Also im Nachhinein hätte ich auch gesagt da hätt ich auf jeden Fall besser wären wir doch lieber zu zweit hingegangen.

00:11:03: aber sie haben das wirklich sehr sehr toll gemacht und ich musste dann auch erst mal die Tränen geflossen und so was wo die auch nachher nehmen sich die Zeit alles okay haben das dann langsam erklärt die wichtigsten Sachen.

00:11:16: Ich habe aber auch direkt einen Ordner bekommen, wo halt auch noch mal die wichtigste Sachen drin standen und so gesagt, soll ich mir alles mal in Ruhe angucken?

00:11:24: Und haben auch gesagt, wir sagen Ihnen zwar jetzt gerade die Termine, aber es werden Sie wahrscheinlich schon wieder nicht mehr wissen.

00:11:31: Wir haben alles genau aufgeschrieben, wann sie wo sein müssen.

00:11:34: Es wären erst einmal noch Untersuchungen gemacht.

00:11:37: Genau, ich wusste aber auch schon dass... dass ich dann auch direkt anfangen werde mit der Anti-Hormontherapie und das der Brustkrebs.

00:11:48: Also, ich hatte jetzt eine etwas besondere Art.

00:11:50: deswegen konnte man die auch so schlecht erkennen in der Bildgebung.

00:11:56: Sie hat mir das erklärt es ist ein Schleimbildender Tumor gewesen.

00:12:00: also das ist halt nicht ein Einzelner sondern sind mehrere kleine gewesen, die dann so Schleim abgeben und wie in so einem Schleimsäel sind.

00:12:11: Deswegen war die Fläche halt auch sehr groß und deswegen stand halt eigentlich auch... Also wenn ich mich richtig erinnern stand wirklich an dem Tag auch schon fest dass sich davon ausgehen kann das die Brust entfernt werden muss komplett.

00:12:22: Dass wir nicht brüsterhaltend operieren können.

00:12:24: Ja genau.

00:12:26: Warst du denn vorher schon mal mit dem Thema Krebs konfrontiert?

00:12:30: Also gibt es bei dir in der Familienkrebsfälle.

00:12:35: Ja, meine Tante ist auch zweimal mittlerweile am Gusskrebs erkrankt.

00:12:42: Die war aber so Mitte-fünfzig bei der ersten Diagnose und hatte dann vor ein paar Jahren Noch mal eine, da wusste ich das.

00:12:51: Mein Papa hat Darmkrebs vor ein paar Jahren gehabt.

00:12:56: Das war so in der Familie ... Allerdings haben wir auch ... Ich hab nur ne sehr kleine Familie, meine ... Ich habe keine Geschwister, meine Mama hat keine Geschmister und mein Papa hat nur diese eine Schwester.

00:13:06: also ... Da gab's halt wenn oft nicht viel mehr Möglichkeiten wo was sein könnte.

00:13:10: ja aufgrund dessen wurde dann auch so einen Gentest

00:13:15: gemacht Und wie ist er ausgefallen?

00:13:17: Ich habe zum Glück keine Gehenveränderung, also es gibt irgendwie in diesem Palt II-Gehen was ja auch dafür zuständig ist.

00:13:26: Ja, es ist wohl keine richtige Mutation.

00:13:27: Aber irgendwas ist da auch nicht so ganz regulär.

00:13:30: aber das kann man mit heutigen Wissenstand halt noch nicht genau sagen.

00:13:33: also ich bin da jetzt halt weiter dass sich betreut werde und wenn muss mich halt informieren ob dann wieder neue Sachen bekannt sind als es wird wahrscheinlich schon irgendwie ein bisschen.

00:13:45: was damit zu tun haben könnte man sich vorstellen aber man weiß es gerade noch nicht Genau.

00:13:51: Okay, also du hast die Diagnose bekommen.

00:13:54: Du warst allein dort vor Ort?

00:13:56: Du wusstest schon auf dich wird eine Mastektomie drauf zukommen und du hast einen Ordner mit nach Hause bekommen um alles nochmal nachzulesen und dich zu informieren und quasi ein Fahrplan für die Termine wie es jetzt weitergeht.

00:14:08: Genau!

00:14:08: Und sie waren auch wirklich sehr lieb und haben halt immer wieder gesagt dass ich mich auf keinen Fall alleine ... fühlen soll und dass die Bruschschwestern halt wirklich... ...Vierundzwanzig Sieben da sind.

00:14:20: Ich kann mich jederzeit melden, egal was es ist,... ...egal welche Uhrzeit, das wäre halt immer jemand erreichbar.

00:14:27: Und also ich hätte auch direkt... ...psychionkologische Treuung in Anspruch nehmen können.

00:14:34: oder ihr könnt mich auch... ...jederzeit melde wenn ich das Bedürfnis danach habe.

00:14:39: Also da hab' ich mich ganz gut aufgehoben

00:14:41: geführt.".

00:14:42: Sie sagen.

00:14:43: Ja, das klingt auch total empathisch und ich finde es sollte überall so sein weil ich im Podcast also und auch bei mir im Fotostudio wirklich da schon Geschichten gehört habe man sich denkt oh mein Gott was müssen die Armfrauen alles ertragen wenn sie dann auch noch allein gelassen werden mit dieser Diagnose und ja mit den ganzen Fragen die haben?

00:15:04: ne?

00:15:06: Ja genau das denke ich mir auch immer.

00:15:08: Wie war das denn danach?

00:15:11: Du musstest ja dann dein Partner davon erzählen.

00:15:14: Dein Kindern, wie alt waren deine Kinder zu der Zeit?

00:15:17: Also zu dem Teilpunkt waren sie sechs und neun Jahre alt.

00:15:21: Mein Sohn ist neuen und er wusste auch dass ich zu einer Untersuchung muss weil er sowieso immer alles mitbekommt und alles genau wissen will.

00:15:29: also da bringt es sowieso nichts irgendwie zu verheimlichen.

00:15:32: Der wusste das auch und hat das natürlich dann auch sofort gemerkt, als wir zu Hause waren.

00:15:38: Dass halt irgendwie was los ist, dass nicht regulär ist.

00:15:43: Das haben wir dann wirklich versucht den beiden... So gut es geht, nahezu bringen ohne Panik zu machen.

00:15:49: Also bei meiner Tochter die war zu dem Zeitpunkt noch im Kindergarten, im letzten Kindergartner haben wir jetzt erst so ein bisschen das Wort Krebs vermieden weil's dann ja doch irgendwie schnappen die das dann halt hier doch mal auf wenn irgendwelche Geschichten erzählt werden.

00:16:03: Wir haben halt eher gesagt okay da ist in der Brust hat der Arzt was entdeckt das muss halt entfernt wendet werden weil es mir nicht gut tut und dann haben das so ein wenig so.

00:16:11: dann versucht zu erklären

00:16:15: Und wie hat der Rest deiner Familie reagiert?

00:16:17: Also vor allem jetzt zum Beispiel dein Vater, der ja selbst eine Krebserkrankung durchgemacht hat.

00:16:23: Ja die waren auf jeden Fall total schockiert.

00:16:26: also das waren keine leichten Gespräche.

00:16:29: ich habe es eigentlich auch wirklich... also ich bin da sehr offen mit Umgang gehabt ist auch weil an sich erzählt aber hab das halt immer versucht dann so in Gesprächen separat zu machen also nicht was Telefona oder sonst was eigentlich wegen gefahren dass man halt das auch dann einordnen kann.

00:16:47: Es war jetzt ja immer ganz gut, da die sich sagen, okay ich hab Brustkrebs aber meine Prognose und was ich bis jetzt weiß sehen sehr gut aus.

00:16:56: also brauche natürlich mal die Zeit um das dann so ein bisschen einordnet zu können.

00:17:02: Aber es war gerade für meinen Papa auch schon eine Herausforderung das dann zu hören, dass die Tochter jetzt auf einmal Krebs hat.

00:17:10: Ja, das stell ich mir furchtbar vor.

00:17:12: Ja, wobei ich sagen muss dass er auch sehr gut damit umgegangen ist und das aus sehr gut weggesteckt hat.

00:17:20: Und meine Tante auch also habe ich sie positiv Beispiele vor mir gehabt.

00:17:27: Wie viel Zeit hast du gehabt um das Ganze erstmal für dich zu verarbeiten?

00:17:32: Wann ging es los mit deiner Therapie?

00:17:36: Also die Therapie, die Tabletten hab' ich ab dann genommen Die Spritze, die dann dazukam, kam ein bisschen versetzt.

00:17:43: Genau und dann war es ja sowieso erst mal so das dann ja dieses Staging gemacht wurde, dass ich die Termine hatte zu den genaueren Untersuchungen, sodass sich dann Mitte März das nächste Gespräch im Brustzentrum hatte um die Ergebnisse von den anderen Untersuchung zu besprechen.

00:18:03: Wenn du gesagt hast mit der Antihomontherapie direkt dann angefangen Hast du da schon Veränderungen bemerkt?

00:18:12: Ja, so langsam.

00:18:13: Also es war jetzt nicht so von jetzt auf gleich aber die Hitzewallung wurden dann langsamer.

00:18:20: also das ist das was ich auch als Nebenwirkung am meisten spüre sind wirklich diese Hitze Wallung nachts aber dadurch dass sich nicht sofort die Spritze für die Eierstöcke bekommen hat klingelt erst ein bisschen langsam an.

00:18:33: Das ging dann erstmal noch her.

00:18:36: Und hast du in der Brust eine Veränderung gespürt?

00:18:41: Nee, erst mal nicht.

00:18:42: Das hat gedauert bis ich da einen Unterschied gemerkt habe.

00:18:47: Also es war dann ja so dass ich im März dann halt zu der Besprechung war wo ich dachte okay jetzt darüber reden wir nur was so alles ist.

00:18:53: und ja da wars dann allerdings nochmal das sich dann die Information bekam man.

00:18:58: ok es wird jetzt noch einmal etwas an der anderen Brust auch gesehen bei den Untersuchungen.

00:19:04: Ja, das war auch wirklich dann erst noch mal so ein Schock.

00:19:06: Und wo sie gesagt hat okay wir machen jetzt da auch direkt eine Biopsy um zu gucken was es da ist und das hat mir auch wirklich nochmal so bisschen den Boden unter dem Füßen weggezogen weil ich hatte mich bis dahin damit beschäftigt und habe gedacht ok so wie's jetzt ist Komme ich, glaube ich gut damit klar und ich brauche keine Chemo.

00:19:24: Das hat mir viel Mut

00:19:25: gegeben.".

00:19:26: Und dann hieß es auf einmal okay wenn's jetzt ist kann halt was Gutartiges sein das kann aber leider auch halt etwas Bösartige sein und dann kanns halt auch eine ganz andere Art von Krebs sein.

00:19:37: Dann war halt auf einmal wieder alles an Therapien offen die kommen könnten oder wie es weitergehen könnte?

00:19:44: Bist du denn zu diesem Termin auch wieder alleine gegangen?

00:19:47: Nein,

00:19:47: da war mein Mann dann dabei.

00:19:49: Da war ich da noch ganz so.

00:19:50: Ja, Gott sei Dank!

00:19:50: Genau.

00:19:51: Da haben wir gesagt, nee das mach' ich nicht nochmal.

00:19:54: Jetzt wird jetzt Gemeinde gemacht und der hat mich schon mal begleitet.

00:19:58: Ja richtig.

00:20:00: Und dann mussten wir ja nochmal wieder drei Tage halt warten... ... bis der Anruf dann kam, nee Entwarnung.

00:20:05: Auf der anderen Seite ist es nur ein Fibo-Adeno.

00:20:07: Ach Gott

00:20:07: sei

00:20:08: Dank!

00:20:08: Ja da war ich auch wirklich sehr erreichter gewesen.

00:20:11: Dann können wir jetzt weitermachen wie geplant.

00:20:16: Bei einem Fibo Adeno macht man nichts, ne?

00:20:18: Ne genau Sie haben gesagt also... Man kann es uns auch ausoperieren lassen und ansonsten würde das halt jetzt erst mal weiter beobachtet werden.

00:20:27: Da hat sich jetzt momentan noch nichts geändert.

00:20:31: Ich hätte gedacht, dass sich das im Zweifel auch vielleicht zurückbildet unter der Therapie die du ja da bekommen hast.

00:20:38: Ja aber da hat sich nichts verändert.

00:20:40: nehmen.

00:20:42: Wie ging es weiter?

00:20:44: Genau, dann haben wir halt überlegt wie es jetzt sehr zeitlich weitergeht.

00:20:49: Es wurde mir direkt auch ja als ich an dem Tag wo ich die Diagnose bekommen habe, haben sie halt auch extra noch mal betont dass sich halt alles machen soll was mir irgendwie gut tut von dem ich denke das ist bei einer Psyche hilft dass einfach mehr von der Seele her gut geht und natürlich braucht keine so jetzt keine irgendwelche komischen Diäten oder sonstwas machen sondern einfach wonach einem ist.

00:21:14: Deswegen und ich gehe regelmäßig tanzen.

00:21:18: Wir haben immer im September eine große Ballettaufführung von der Tanzschule im Theater, das war so etwas wo ich gedacht habe, dass würde ich total gerne mitmachen können.

00:21:29: Das geht mir auch jetzt auf dem Weg bis es alles überstanden ist Kraft da halt weiter mitmachen zu können.

00:21:37: Und das hatte ich halt dann bei meinem nächsten Arztgespräch erwähnt, weil ich eigentlich dachte dass sie vielleicht sagt naja dann operieren wir jetzt Zeit nach bis ich bis September wieder fit bin.

00:21:49: Die Ärzte meinten allerdings wir können das so machen dass wir die OP dann erst im September machen Und bis dahin halt jetzt so die Antiehormontherapie richtig starten, sodass wir sehen können ob sich der Krebs dadurch verändert.

00:22:02: Ob er schrumpft was ja wünschenswert wäre und damit man auch weiß ob die Medikation die Richtige ist.

00:22:09: Ja und dann war ich erst etwas überrascht weil ich dachte okay September ist ja noch ganz schön lang hin.

00:22:15: Aber sie meinte, nee das wäre jetzt kein zusätzliches Risiko weil ich ja sowieso meinen Krebs hier überhaupt nicht aggressiv war und sehr langsam wachsend.

00:22:23: Und wir würden ja was machen.

00:22:24: ist es ja nicht so als wenn man jetzt einfach wartet und nichts tut.

00:22:27: Ja dann habe ich gesagt okay dann würde ich das gerne so machen mit dem Zeitplan.

00:22:33: Genau da musste ich halt immer ich weiß nicht mehr genau alle zwei Monate war ich.

00:22:37: dann hatte ich dann wieder einen Kontrolltermin um zu gucken ob der Tumor vielleicht beschrumpft

00:22:41: ist.

00:22:43: Das Problem war, dass ich halt dieses multizentrische Jahr hatte und es musste dann festgelegt werden was man jetzt eigentlich misst also welchen von den Knobeln.

00:22:55: Und das war halt ein bisschen schwierig und dann kam leider hinzu, dass meine Ärztin selber krank geworden ist oder auf jeden Fall nicht da war und irgendwie auch keiner so richtig wusste wann sie wieder kommt.

00:23:07: Und dann hatte ich halt mal jemand anderes da.

00:23:11: Das hat es natürlich nicht leichter gemacht, weil immer wieder festgelegt werden musste was wird denn jetzt überhaupt gemessen und wie wird gemessen?

00:23:16: Dann kommt's ja auch auf Kleinigkeiten an.

00:23:19: das war ein bisschen ungünstig.

00:23:22: Es war so dass der Tumor nicht gewachsen ist aber man konnte jetzt auch nicht genau sagen ob es ein bisschen weniger ist.

00:23:28: Dann haben wir noch die Medikamente umgestellt So, dass ich dann jetzt das Letrozol genommen habe und halt weiterhin meine Spritzen für die Eierstöcke.

00:23:41: Dann wurde wieder gewartet, man musste wieder Geduld haben und dann wird halt wieder geguckt bis dann Juli... ja, Juli-Zw.

00:23:49: Jahrzehntausendfünfzwanzig hatte ich dann wieder ein Kontrolltermin und da hatte ich auch eine von den Ärztinnen, auch wieder eine andere da Und die hatte dann halt geguckt und hat gesagt, naja also so wirklich wirkt das nicht als wäre das geschrumpft.

00:24:06: Dann hat sie auch gefragt ja aber warum wurde denn noch nicht operiert?

00:24:10: Die war irgendwie ein bisschen irritierter drüber und dann habe ich ihr das halt erzählt.

00:24:15: Das fand ich jetzt auch nicht so schön weil sie hat es dann so ein bisschen dargestellt als wenn es nur meinen Wunsch gewesen wäre und ich jetzt das Tanzen über meine Gesundheit gestellt hätte.

00:24:26: Ich hab gesagt, so war das jetzt nicht.

00:24:28: Es war schon anders abgesprochen.

00:24:30: Aber wenn sie empfehlt, dass es doch früher operiert werden soll, dann würde ich das natürlich auch

00:24:37: machen.

00:24:39: Das war Mitte Juli bei der Termin Montag und zwei Wochen später hatten wir vor Ewigkeiten gebucht, dass wir in den Urlaub fahren.

00:24:49: Wir wollten auf dem Bauernhof.

00:24:51: Wir fanden immer nicht weit von hier nur vierzig Minuten entfernt im Sauerland.

00:24:55: Ja, das war halt auch noch so ein bisschen.

00:24:57: Ich dachte naja okay dann wenn es halt so ist, dann kann ich das halt nicht machen.

00:25:01: aber ja und habe gesagt aber wenn jetzt operiert werden soll und also sie wollte das da nochmal mit ihrem Chef abklären und auch eine Meinung dazu holen.

00:25:11: Dann würde ich halt ganz gerne möglichst zeitnah operieren dass das dann nicht noch wieder dauert.

00:25:17: und ja was ich dann hinter mir hab Ja, das war halt Montags und dann war es, dass sie mich Dienstag anrief.

00:25:24: Und sie dann wirklich alle Hebel in Bewegung gesetzt hat und dafür gesagt hat, dass ich schon am Donnerstag operiert werde.

00:25:31: Oh, okay!

00:25:31: Oh wow!

00:25:33: Ja

00:25:35: genau.

00:25:36: Damit hatte ich auch überhaupt nicht gerechnet?

00:25:39: Hast

00:25:39: du's dann so schön?

00:25:40: Ich hab gesagt ok, ich spreche das mal kurz... würde ich den Termin gerne annehmen.

00:25:49: Wurdest du denn vorher schon aufgeklärt, was jetzt genau gemacht wird?

00:25:52: Ich meine man hat ja viele verschiedene Möglichkeiten.

00:25:54: Du kannst dir die Brust abnehmen lassen oder gleich wieder aufbauen mit Eigengewebe und Silikon usw.

00:26:01: Ja stimmt das recht!

00:26:03: Das wurde vorhin schon gemacht.

00:26:04: Das wurden eigentlich schon ziemlich früh... gemacht.

00:26:07: Da war auch meine ursprüngliche Ärztin noch da gewesen, weil dadurch das wir ja schon vorher wussten dass die Brust komplett abgenommen werden muss hatte sie mir dann alle Möglichkeiten auch hervorgestellt und ich war aber ziemlich schnell zu dem Schluss gekommen dass also ein Implantat für mich eigentlich nicht in Frage kommt weil ich wollte eigentlich so schnell wie möglich wieder fit werden und ich wollte auf keinen Fall noch irgendwelche zusätzlichen OPs haben.

00:26:35: Das wäre ja selbst, wenn es gut läuft.

00:26:37: Irgendwann muss das dann wieder gewechselt werden und deswegen konnte ich mich mit dem Gedanken nicht so anfreunden.

00:26:43: Und das Eigengewebe fand ich im ersten Moment, hörte sich auch eigentlich ganz sinnvoll an.

00:26:49: wo ich mich dann aber halt damit ein bisschen näher beschäftigt hat ... mitbekommen habe, was es dann doch für eine große OP ist.

00:26:56: Und dass man dann ja auch wieder noch... ...ne andere Stelle hat als Wunde und ... ...wäre ich auch glatternäht.

00:27:01: das will ich eigentlich auch nicht.

00:27:03: Dann war ich eigentlich sehr klar da drin,... ...dass ich einfach flach bleiben möchte.

00:27:09: Ja

00:27:09: also ich hab mich halt... ...das war halt ganz gut dadurch, dass sich so viel Zeit hatte bis zu der Operation.

00:27:17: Viel Zeit mich damit auseinanderzusetzen.

00:27:19: Ich hab mir halt viel zum Beispiel auch dein Podcast angehört.

00:27:21: Das hat mir... sehr geholfen, mir Geschichten von Frauen anzuhören.

00:27:27: Ja weil es wird halt schnell so bei den Ärzten dargestellt dass das ja alles so einfach ist.

00:27:31: Das ist ja kein Problem.

00:27:32: wir können ja einen Aufbau machen und wenn man dann aber die Geschichten vor dem Frauen hört wo's vielleicht auch nicht immer so perfekt gelaufen ist.

00:27:40: Ja sieht man das vielleicht noch mal ein bisschen anders wenns da nur mein selbst geht?

00:27:47: Am fünften Juni findet mein schön und stark Foto-Event für Frauen mit einer Krebserkrankungsstadt.

00:27:52: Gemeinsam entstehen an diesem Tag Gruppenaufnahmen in der Natur, die zeigen wie unterschiedlich Krebserkrankungen sein können.

00:28:00: Welche Spuren sie auf dem Körper hinterlassen und wie viel Lebensfreude möglich ist.

00:28:05: Viele Frauen nehmen aus diesem Event nicht nur schöne Bilder mit nach Hause sondern auch das Gefühl Teil einer starken Gemeinschaft zu sein.

00:28:13: Sichere dir jetzt deine Teilnahme auf www.franciska-günder-fotografie.de.

00:28:21: Wurdest du denn im Krankenhaus, also als du aufgeklärt wurdest?

00:28:24: Wurde dir das auch als Option genannt dass man einfach flach bleibt?

00:28:30: Ja da war meine Ärzte noch wirklich super.

00:28:35: Sie hat das gesagt und ich habe aber dann auch wirklich nochmal genauer nachgefragt weil es halt für mich schon ein Thema war und sie hat mir das ganz toll die Sachen erklärt.

00:28:48: Wir wissen halt nicht bei dir, wie das jetzt ist.

00:28:50: Du hast eine kleine Brust die... Das ist sehr groß es ist sehr nah unter der Haut wir wissen nicht viel Haut wir behalten können.

00:28:58: und hat halt wirklich bei den Sachen da drauf eingegangen wie die Situation wirklich individuell bei mir wäre.

00:29:05: ... hat dann halt wo sie gemerkt hat, dass dieses Thema ... ... flach bleiben wirklich für mich eine Alternative ist.

00:29:12: Mir zum Beispiel auch die Internetseite von dem Verein AMSOP ... ... empfohlen, das

00:29:18: selbstberusste und ohne

00:29:19: Brust.

00:29:20: total super!

00:29:21: Also ich meinte guck dir vielleicht lieber das an... ... weil wenn man halt einfach nur Google, ... ... dann kriegt man leider halt auch auf der Ergebnis ... ... was vielleicht nicht so schön ist.

00:29:30: Und da hat man halt wirklich noch mal gute Informationen.

00:29:34: realistische Sachen.

00:29:36: Und ja, das habe ich dann zum Beispiel gemacht und hat mich so damit beschäftigt und dann lief das eigentlich auch... Also ich hatte da noch mal die Möglichkeit dass mir auch angeboten wurde, dass sich ein Gespräch mit dem Schönheitschirur haben könnte.

00:29:52: aber das hab' ich dann schon komplett abgelehnt weil ich gesagt habe Ich bin da schon fest in meiner Meinung und ich brauche das nicht.

00:29:57: also ich möchte das nicht und das wollte man auch akzeptieren

00:30:01: Und du wurdest dann operiert.

00:30:03: Wie war denn das für dich danach?

00:30:05: Das war für mich vollkommen in Ordnung, also ich hatte eine große Hilfe.

00:30:11: Ich war bei meinen Recherchen und sowas war ich dann halt auch über das Busenkollektiv gestolpert und das hat mir zum Beispiel auf wahnsinnig geholfen dieser Austausch mit den anderen Betroffenen und von denen halt auch Sachen zu hören.

00:30:24: und da hatte ich halt eine Frau kennengelernt die auch eine Mastectomie hatte Und die hat gesagt, okay wenn jemand da Fragen hat dann können sie mich auch gerne privat anschreiben.

00:30:36: Das hatte ich gemacht und mit der hatte ich ganz viel Austausch und sie hätte mir auch so lieb und hat mir ein Bild von sich geschickt.

00:30:42: Sie hatte eine ähnliche Figur wie ich.

00:30:44: Hatte auch halt die eine Seite flach und das hat mir wahnsinnig geholfen weil ich habe dieses Bild gesehen und hab gedacht ok so kann ich mir das für mich vorstellen damit wer echt fein in das so aussehen würde Und es hat mir sehr viel Angst genommen.

00:30:58: Das glaube ich und ich finde gerade dieser Austausch untereinander, da merkt man jetzt in deinem Fall mal wieder wie unglaublich wichtig das ist auf was für einer tiefen Ebene man da so kommuniziert?

00:31:09: Ich meine das kann dir ja kein gesunder Mensch so sagen und zu zeigen wie Frauen die selbst betroffen sind und was Ähnliches erlebt haben.

00:31:17: Ja, ganz genau.

00:31:18: Also das muss ich auch immer wieder sagen also... ...das ist halt einfach nochmal was ganz anderes wenn du jemand hast der das alles selber gemacht hat und für mich war es halt auch ja alles neu.

00:31:29: also ich wurde noch nie operiert.

00:31:31: also das war halt dann sofort so eine große Operation und ich wusste gar nicht was auf mich zukommt.

00:31:36: und da hat mir dieser Kontakt einfach so viel gegeben weil sie mir so viel Angst genommen hat und hat auch gesagt hier soll ich dir das noch erklären oder wenn du ... ins Krankenhaus nehmen, das und das mit.

00:31:47: Und ja oder auch wie das mit den Drainagen dann ist und so was.

00:31:51: Und so wusste ich okay das kommt auf mich zu... ...und es hat mir wahnsinnig geholfen.

00:31:55: also.

00:31:57: Ja voll schön und super wertvoll und super wichtig!

00:32:01: Genau

00:32:02: Wie ging das weiter?

00:32:03: Du wurdest dann also operiert.

00:32:05: eine Frage habe ich noch für vorher Hast du dich von deiner Brust verabschiedet?

00:32:09: hast du irgendwie so ein... Ich weiß nicht.

00:32:11: manche Frauen machen so einen Ritual irgendwie um Machen nochmal einen Abdruck, lassen sich noch mal fotografieren.

00:32:16: Habe ich häufiger im Studio?

00:32:18: Hast du sowas auch gemacht?

00:32:20: Ja gehört habe ich so was auch und hatte auch überlegt aber das habe ich nicht gemacht.

00:32:25: für mich war das so.

00:32:26: Ich hab nochmal Fotos so für mich einfach gemacht um dann später noch mal zu sehen.

00:32:31: Aber ansonsten habe ich jetzt nicht noch irgendwas gemacht.

00:32:34: Das war irgendwie für mich in Ordnung!

00:32:36: Ich war irgendwie dankbar dafür dass ich die Möglichkeit habe dass es einfach wegoperiert werden kann.

00:32:43: Und dann war es mir irgendwie lieber, dass die Brust halt einfach weg ist.

00:32:47: und ja damit war ich irgendwie.

00:32:50: das war für mich in Ordnung.

00:32:51: Das war keine schwere Abschied.

00:32:54: Und als du dann die Operation hinter dir hattest wie hat sich das angefühlt?

00:32:59: Als du zum ersten Mal die Narbe gesehen hast?

00:33:04: also ich war schon ein bisschen aufgeregt aber Okay, also es war so dass das war.

00:33:10: ein Tag nach der Operation kam dann die Bruschschwester und die Dame von dem Sanitätshaus.

00:33:19: Und wir haben das dann im Bad zusammen gemacht, dass sie mir den Verband abgenommen haben.

00:33:28: Ich war schon aufgeregt muss ich sagen aber ich habe den ersten Blick im Spiegel gesehen.

00:33:33: Das ist okay.

00:33:35: Ich finde gut, es sieht gar nicht schlimm aus und ich wusste jetzt wird auch eine sehr große Narbe sein aber ich hatte vorher vor der OP wo das eingezeichnet wurde vom Arzt.

00:33:46: Er hat mich noch gefragt, es gibt so ein bisschen unterschiedliche Varianten wie das dann ja gemacht werden kann.

00:33:50: Und ich habe mir das einfach nur glatt und flach haben und wenn's geht halt nicht irgendwelche Würste... Das hat er wirklich super angesetzt!

00:33:57: Also ist es wirklich nicht irgendwo irgendwelchen Unebenheiten.

00:34:02: Da war ich schon sehr erleichtert als ich dann gesehen hab okay, so siehts aus.

00:34:06: Ich war auch wirklich überrascht wie schnell das dann hergeht.

00:34:08: also wir haben da noch mir ja den neuen BH gegeben und dann hieß es auch, wir können jetzt direkt dem Verband ablassen.

00:34:15: Und ja... Dann war das halt

00:34:18: direkt schon so.

00:34:19: Es ist unglaublich wie schnell das alles geht und wie schnell man dann wirklich einen Tag nach der Operation wieder Physiotherapie und sowas machen kann sich schon wieder bewegen soll.

00:34:31: Hätte ich vorher nie gedacht, wie schnell mal dann doch wieder fit wird?

00:34:34: Und hast du an diesem Tag, du hast ja gerade eben gesagt da war eine Dame vom Sanitätshaus mit dabei Wurdest du gleich schon beraten, wie es aussieht mit der Epithesenversorgung?

00:34:45: Also ich habe da dann ja so eine Erstversorgungen quasi bekommen.

00:34:50: Die ich dann erstmal nehmen kann und mir wurde aber dann erklärt dass sich später die Möglichkeit hat, dass das ja von einer Krankenkasse unterstützt wird.

00:34:59: Dass ich mich dann im Sanitätshaus quasi beraten lassen kann.

00:35:04: Und hast Du das in Anspruch genommen?

00:35:05: Bist Du danach hingegangen und hast Dich beratenlassen?

00:35:08: Ja, das habe ich dann später gemacht.

00:35:09: Genau!

00:35:10: Da war ich dann im Sanitätspaus gewesen und hab mir die BHs zeigen lassen.

00:35:16: Und hat mich auch für eine Epithese entschieden und bin da sehr zufrieden mit dich.

00:35:22: Ich trage sie nicht immer, es ist immer so ein bisschen je nach Tageslaune was ich vorhab... Genau, weil ich meine dadurch dass ich halt jetzt keine große Brust vorher hatte.

00:35:34: Habe ich halt nicht so dieses Problem, das sich jetzt irgendwie vom Rücken oder sowas dann schwierig halten.

00:35:38: Ja,

00:35:39: dass du ein Ungleichgewicht hast?

00:35:40: Ja genau!

00:35:41: Ich glaube das ist halt sonst noch mal was anderes.

00:35:43: wenn man jetzt eine große Brut hat und diese Asymetrie dann irgendwie da ist ja.

00:35:48: Ja... Und kannst Du Dich jetzt wieder ein halbes Jahr später so richtig bewegen und fühlst Du dich in deinem Körper wohl?

00:35:58: Total wohl, muss ich sagen.

00:36:00: Ich kann alles machen!

00:36:03: Es war dann ja so dass ich an dem Donnerstag operiert worden bin und anderthalb Wochen später sind wir dann wirklich in den Urlaub gefahren.

00:36:12: Das war wirklich der Hammer.

00:36:14: Es war natürlich jetzt auch nicht so weit, aber wir waren schon öfter da und ich wusste was mich erwartet dass wir eine schöne Wohnung einfach da haben und ich mich sonst auch da hätte ausruhen können Aber es war gar nicht großartig nötig.

00:36:25: Ich habe halt dann direkt angefangen meine Bewegung zu machen die ich machen sollte sodass ich wirklich sechs Wochen nach der OP auch an meiner Aufführung teilnehmen konnte ... gemerkt von den Zuschauern, dass da irgendwie eine Einschränkung wäre.

00:36:44: Also das war wirklich beeindruckend, dass das geklappt hat also... Das hat mich wirklich sehr gefreut und hat mir natürlich auch viel Motivation gegeben.

00:36:53: Und das

00:36:54: machen wir natürlich.

00:36:55: Also deswegen und jetzt merke ich es gar nicht so an.

00:36:59: Ich bin da sehr froh mit dieser Entscheidung weil's einfach mich überhaupt nicht einschränkt

00:37:05: ist!

00:37:06: Aber die Medikamente nimmst du noch weiter, oder?

00:37:08: Also diese Antihormontherapie, die läuft noch.

00:37:12: Ja genau!

00:37:12: Die Antihomotherapie die läuft weiter.

00:37:14: da merke ich natürlich schon auch Nebenwirkungen.

00:37:18: aber ich denke mir immer es hätte halt auch ganz anders gelaufen können und da komme ich halt echt ganz gut mit ... zurecht und ich versuch's halt immer so ein bisschen zu sehen, dass... ...ich mich nicht auf die Nebenwirkung als nur was Schlechtes konzentriere.

00:37:32: Sondern es hat mal eine Bekannte zu mir gesagt, die auch bekommen hat und jetzt gesagt das sind einfach meine kleinen Lebensretter!

00:37:39: Und so versuche ich es halt einfach auch zu sehen ne?

00:37:43: Es hat halt ja viel Positives was es bewirkt, dass sich diese Tabletten nehmen kann und da bin ich eigentlich dankbar, dass es das gibt auch wenns natürlich Nebenwerkungen gibt.

00:37:53: Ja, ich habe das in einer der letzten Podcastfolgen auch gehört wo die liebe Sandra, die an Darmkrebs erkrankt ist gesagt hat dass sie immer wenn sie die Chemo bekommt so eine Art Meditation macht und sich vorstellt wie Heilung in ihren Körper fließt.

00:38:08: Und ich glaube dass es total gut ist wenn man das sowieso realisieren kann.

00:38:11: und auch wie du sagst dass es glaub ich auch ein ganz anderes Gefühl ist wenn du dir denkst okay ich bekomme diese Antihomontherapie aber Die gibt mehr Heilung.

00:38:22: Ich meine, okay das hat Nebenwirkungen aber wenn du dich auf das Gute fokussierst glaube ich ist das alles irgendwie viel leichter so zu durchlaufen finde ich gut dass du das so machst.

00:38:32: Danke ja

00:38:33: Wie hat sich denn dein Leben seitdem verändert?

00:38:36: Also Du hast die Diagnose bekommen!

00:38:39: Du wurdest operiert!

00:38:41: Du bekommst die Antihormontherapie!

00:38:43: Du sagst du fühlst dich in deinem Körper wieder wohl!

00:38:45: Du bist total fein damit, dass du diese Mastektomie ohne Wiederaufbau hattest.

00:38:51: Hat sich denn in der ganzen Zeit nur ein Anführungszeichen dein Körper verändert oder hast du auch irgendwelche Dinge in deinem Leben verändert?

00:39:03: Eigentlich habe ich nicht viel so in meinem Leben verändert, weil ich mich eigentlich eher in dem bestätigt gefühlt hab wie wir es vorher schon gemacht haben.

00:39:11: Also ich bin hauptsächlich zu Hause und kümmere mich um die Kinder.

00:39:15: Ich habe einen Nebenjob noch... und bin eigentlich froh, dass wir das vorher auch so gemacht haben.

00:39:19: Weil ich glaube, ich könnte oder hätte mehr Nebenwirkungen wenn ich jetzt halt auch noch Vollzeit arbeiten müsste oder sowas.

00:39:27: also das ist natürlich jetzt im Vorteil, dass ich zu Hause bin Ich schaffe es dadurch ein bisschen Zeit für mich auch zu haben darauf achte ich jetzt auf jeden Fall noch mehr dieses eigene Bedürfnisse wahrnehmen und auch da drauf zu reagieren.

00:39:42: Das hat sich auf jeden fall noch mehr geändert.

00:39:45: Ja, ich merke irgendwie... Ich habe glaube ich noch mal ein anderes Selbstbewusstsein da durchbekommen.

00:39:52: Weil man gemerkt hat was man doch alle schaffen kann, was man vielleicht vorher auch nicht so gedacht hätte.

00:39:57: Man kriegt ja auch sehr viel positiven Zuspruch was es auch sehr gut tut und das hat sich glaube ich geändert.

00:40:05: So vom Grundgerüst des Lebens hab ich da jetzt nichts verändert

00:40:11: Genau.

00:40:12: Aber du hast, wenn ich das jetzt richtig verstanden hab den großen Vorteil dass du nicht einen super vollen Alltag hast sondern einfach dein Leben in einem niedrigeren Stresspegel leben kannst?

00:40:25: Ja ganz genau, ganz genau!

00:40:27: Das war halt vorher schon so und da bin ich wirklich sehr dankbar dafür dass sich die Möglichkeit habe... das ist ja auch immer so weil ich glaube das macht halt schon ganz viel aus wie gut man dann auch mit diesen ganzen Sachen umgehen kann.

00:40:41: Also das merke ich auch.

00:40:42: Das ist zu viel Stress, dass es nicht gut und ich brauche auch so meine Zeiten dann wo's einfach ein bisschen ruhig ist, wo ich für mich sein kann.

00:40:51: also das merken glaube ich die Kinder da noch manchmal, dass man vielleicht doch nochmal schneller gereizt ist wenn irgendwelche Streitigkeiten dann da sind.

00:40:57: und

00:40:58: ja

00:40:59: das tut mir auf jeden Fall sehr sehr gut her.

00:41:02: Ja das glaub' ich.

00:41:03: Wie hat sich denn deine Partnerschaft durch deine Erkrankung verändert?

00:41:08: So was geht ja wahrscheinlich jetzt nicht so ganz spurlos an einem vorbei?

00:41:12: Nee, genau.

00:41:14: Also ich glaube, wir waren schon immer sehr nahe beieinander würde ich mal sagen und ich glaube es ist noch intensiver geworden.

00:41:21: also man weiß es halt einfach war das was vielleicht sonst manchmal so ein bisschen als selbstverständlich gegeben ist wird einem dann bewusst dass das nicht ist.

00:41:31: deswegen sind wir da sehr nah.

00:41:33: also mein Mann Die ganze Zeit hat mich in allem unterstützt, wie ich was machen wollte und da bin ich auch einfach sehr dankbar.

00:41:44: Hattest du denn als du deine Diagnose erhalten hast oder auch so im Laufe der Therapie mal den Gedanken dass dein Leben plötzlich zu Ende sein könnte?

00:41:54: Oder hattest Du das gar nicht?

00:41:57: Ja, zwischendurch schon mal.

00:41:59: Aber ich glaube dadurch dass ich halt jetzt keinen aggressiven Tumor hatte und von allen Seiten gehört habe das die Prognosen einfach sehr gut sind hat sich das glaub ich so ein bisschen zur Seite geschoben.

00:42:11: also Ich glaube es wäre wirklich was anderes wenn ich auch eine Chemotherapie bekommen hätte.

00:42:15: ich glaube das wäre für die Kinder nochmal etwas ganz anderes gewesen weil so seh man sieht's mir ja nicht an Es glaubt ja dann meistens keiner, dass man jetzt Krebs hat oder hatte.

00:42:28: Und ich glaube das würde nochmal einen Unterschied machen.

00:42:32: und seit ich ... Ich hab ja... Das war irgendwie auch für mein Mann immer sehr schwer zu greifen als wir auf einmal diese Diagnose hatten und uns über die Sachen unterhalten haben und er gar nicht dieses Gefühl hatte, dass ich krank bin.

00:42:47: also es hat sich gefühlt nichts geändert gehabt.

00:42:49: du kriegst auf einmal gesagt, dass du schwer krank bist Christoph einmal, ich hab einen selbst schwerbietenden Ausweis von achtzig Prozent.

00:42:57: Wo man denkt so ist das irgendwie irgendwie verrückt.

00:43:01: also ja so surreal.

00:43:03: Ja genau es ist glaube ich was anderes wenn man sich wirklich auch selbst krank fühlt.

00:43:07: aber Das war bei mir gar nicht gegeben.

00:43:12: Du hast vorhin oder eben gerade gesagt, dass du auch irgendwie so ein anderes Selbstbewusstsein entwickelt hast.

00:43:19: und du hast mir im Vorgespräch erzählt.

00:43:21: Dass du jetzt als Model arbeitest?

00:43:24: Ja genau das hätte ich mir vorher auch glaube ich nie vorstellen können.

00:43:29: aber ich hatte durch Zufall halt gesehen von einem Unternehmen was halt auch so diese Spezial-BHs macht und die Prothesen Frauen suchen, die als Model oder Botschafterin arbeiten.

00:43:43: Aber halt immer nur Frauen, die halt auch selbst wirklich erkrankt sind.

00:43:46: und ja ich hatte das gesehen und hat das irgendwie mein Mann erzählt.

00:43:49: und dann hab ich gesagt so ja melde dich doch einfach mal mach doch ne das wird sowieso nicht.

00:43:55: und ja und dann habe ich grad ach komm es kannst du ja mal machen und der sitzt sowieso Total weit weg.

00:44:03: und dann war es aber so, dass ich die Ausniedensmitarbeiterin gemeldet hatte.

00:44:07: Die zufälligerweise aus dem gleichen kleinen Ort kommt wie ich.

00:44:14: Wir haben sehr gedacht und das ist ja wirklich ein verrückter Zufall, dass sich jetzt jemand genau auch hier aus dem Ort melde.

00:44:20: Und es passte dann irgendwie... Jetzt bin ich zwischendurch einmal unterwegs ... Modenschauen in Sanitätshäuser mit oder helfe dabei, wenn die so Seminare für die Mitarbeiter vom Sanitäthaus.

00:44:36: Wenn die geschult werden, dass sie das halt einfach ein bisschen üben können den Umgang mit dem Patienten und oder mit den Kunden... Und dass die da halt auch so ein bisschen diese Angst vor dem direkten Kontakt verlieren weil es doch wohl für manche doch auch schwierig ist das einzuschätzen.

00:44:54: wie Kann ich jetzt damit umgehen?

00:44:56: Und ja, es macht mir viel Spaß.

00:44:58: Ich habe dadurch sehr viele tolle Leute, nette Leute kennengelernt und so verändert sich dann manchmal der Weg wie man das vielleicht vorher gar nicht erwartet hätte.

00:45:09: Ja

00:45:09: auch großartig!

00:45:15: Liebe Sarah hast du denn nach deiner Operation warst Du auch zur Reha oder hast du das für dich jetzt gar nicht so ein Anspruch genommen?

00:45:23: Doch, genau.

00:45:24: Ich habe auch die Anschluss-Heilbehandlung dann gemacht.

00:45:27: Das war dann acht Wochen.

00:45:29: nach meiner Operation bin ich nach Bad Öxen gefahren weil ich dachte, dass ich noch so viel Positives gehört hatte und ja Schwester Bierte natürlich schon bei Instagram gesehen hatte.

00:45:40: Ja, da hat sich gesagt okay wenn ich das mache, weil eigentlich hab' ich ehrlich gesagt zwischendurch erst so gedacht Mir geht es ja eigentlich gar nicht schlecht und ich brauche das eigentlich ja gar nicht unbedingt, aber ich muss sagen im Nachhinein kann ich jedem nur empfehlen diese Möglichkeit zu nutzen.

00:45:57: Das hat mir wahnsinnig gut getan.

00:45:58: also ich habe die Zeit sehr genossen.

00:46:00: Ich hab's auch so haben wir es geregelt bekommen dass sich wirklich alleine fahren konnte ohne die Kinder weil man jetzt mit den Kindern zu Hause geblieben wo es ja auch tolle Möglichkeiten gibt.

00:46:10: Also er hat dann die drei Wochen unbezahlten Urlaub genommen, was dann aber wiederum von der Rentenversicherung bezahlt wurde.

00:46:19: also wir haben dann komplett den Verdienstausfall erstattet bekommen was ja auch immer mal ganz gut zu wissen ist, dass es diese Möglichkeit

00:46:26: überhaupt gibt.

00:46:27: Auf

00:46:27: jeden Fall!

00:46:28: Also

00:46:29: das ich

00:46:29: wirklich super fand und so konnte ich halt diese drei Wochen mich mal wirklich nur auf mich konzentrieren und sich an gemachten Tisch setzen quasi fast als ich auch sehr genossen habe.

00:46:40: Und das tat mir wahnsinnig gut.

00:46:42: Ja und du hast ja da sicherlich dann auch andere Frauen kennengelernt die ja auch an Brustkrebs erkrankt waren

00:46:49: Ja, richtig.

00:46:50: Ganz ganz tolle andere Frauen habe ich kennengelernt und auch diese Alterseinteilung die sie da ja haben war halt wirklich super und es war eine sehr schöne Zeit.

00:47:07: Das freut mich sehr.

00:47:11: Liebe Sarah!

00:47:13: Gibt es zum Ende unserer Folge noch etwas, was du vielleicht der ein oder anderen Hörerin oder dem ein oder andere Hörer mit auf den Weg geben möchtest?

00:47:21: Ich möchte eigentlich nur nochmal sagen dass man vielleicht wenn man so eine Diagnose bekommt also gerade jetzt auch bezüglich Brustkrebs.

00:47:30: Das ist halt nicht Brustkriebs gleich Brust Krebs.

00:47:33: Es gibt so viele Unterschiede und Das sollte man, glaube ich versuchen wirklich sich auf seinen Weg zu konzentrieren und einfach dass man vielleicht auch dankbar ist das es so viele unterschiedliche Behandlungsmethoden mittlerweile gibt.

00:47:45: Und es geht halt auch irgendwie dann noch weiter und dass ich jedem nur nahe legen kann diesen Austausch mit anderen Frauen zu nutzen.

00:47:54: Das hat mir wirklich sehr viel gegeben Das würde ich vielleicht noch nahe legen.

00:48:00: Und dass es halt auch nicht immer nur diesen einen richtigen Weg gibt, sondern das muss jeder für sich mit sich selbst ausmachen, was da das Richtige ist und man dann einfach so ein bisschen auf sein Herz hört und sich nicht von anderen zu selber beeinflussen lässt dabei.

00:48:15: Ja,

00:48:16: das würde ich noch sagen.

00:48:18: Ganz wichtig!

00:48:19: Ich danke dir, dass du deine Geschichte mit uns geteilt hast.

00:48:27: positive Geschichte, also wenn man das positiv nennen kann.

00:48:31: Also natürlich ist mir klar, dass ein Brustkrebsdiagnose was furchtbar Schlimmes und sehr einschneidendes ist.

00:48:37: aber so wie du es jetzt erlebt hast und wie du's erzählt hast, finde ich im Beispiel dafür, dass es auch gut gehen kann.

00:48:47: Gut in Anführungszeichen natürlich!

00:48:49: Ja genau deswegen habe ich auch gedacht wäre es ganz gut, dass vielleicht einfach... dass man es nicht nur die ganz schlimm fährt.

00:48:54: Ja,

00:48:55: genau absolut!

00:48:57: Und ich finde das auch so schön, dass du auch so darüber gesprochen hast, dass Du Dich für eine Mastektomie ohne Wiederaufbau entschieden hast, weil ich finde auch... Das ist ja oft eine Möglichkeit, die nicht ganz so häufig genannt wird wie der Wiederaufbauer.

00:49:11: also zumindest ist das was die Frauen mir erzählen, dass es oft wenn man sich beraten lässt von seinem Arzt Na ja, nicht so als gleichwertige Möglichkeit aufgezeigt wird.

00:49:22: Und du hast damit jetzt so positive Erfahrungen gemacht und deswegen finde ich ganz großartig!

00:49:28: Wenn du liebe Hörerinnen jetzt gerade zuhörst und vielleicht selbst eine Krebserkrankung oder eine Krebstdiagnose erhalten hast dann möchte ich dir noch mitgeben dass am fünftzehnten Juni das sechste schön und stark Foto-Event stattfindet.

00:49:43: An diesem Tag entstehen Gruppenaufnahmen und auch Einzelporträts in der Natur im Freien.

00:49:49: Und genau darin liegt etwas ganz Besonderes, es geht darum sich zu zeigen so wie man heute ist.

00:49:57: Es ist ein Tag mit anderen Frauen die ähnliche Erfahrungen gemacht haben Mit Gesprächen, mit Begegnung Ja oft Momente die man gar nicht planen kann.

00:50:08: Die Bilder am Ende zeigen wie unterschiedlich wir alle sind und wie wenig man eine Krebserkrankung von außen sieht.

00:50:17: Aber auch, wie kraftvoll und heilend es sein kann die Perspektive zu wechseln und mit anderen gemeinsam vor der Kamera zu posieren.

00:50:26: Wenn du spürst dass das ein Tag für dich sein könnte dann findest du alle Infos auf meiner Website unter www.franciskagünter-fotografie.de.

00:50:36: Ich verlinke das natürlich gerne in den Show Notes.

00:50:40: Und jetzt danke ich dir, von Herzen fürs Zuhören und dir liebe Sarah wünsche ich alles Gute.

00:50:47: Ganz vielen Dank Franziska!

00:50:48: Ich wünsch dir auch alles GUTE!

00:50:51: Ich hoffe sehr dass auch diese Folge für dich wertvoll war und du einige Dinge für Dich selbst mitnehmen konntest.

00:50:57: Auf www.franciskagünter-fotografie.de findest Du mehr über mich und meine Arbeit.

00:51:03: Informiere Dich gerne zu schön und stark.

00:51:05: ein Fotoprojekt für Frauen Mit oder nach einer Krebserkrankung Den schönen und stark Einzelshootings, dem Podcast Lebe Selbstvoll.

00:51:13: Und weitere Projekte die Frauen auf ihrem Weg stärken!

00:51:17: Teile gerne diese Folge mit deiner Familie und deinen Freunden und hilf so dabei den Podcast Lebeselbst voll weiter in die Welt zu tragen.

00:51:25: Lass mir auch supergerne fünf Sterne da und teile deine Gedanken und Erfahrungen zu dem Thema auf Instagram et Franziska Günther Fotografie mit mir.

00:51:33: Ich wünsche dir alles

00:51:34: Liebe,

00:51:35: Lebe selbstvoll, deine Franziska.

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