#157 Ein Leben geprägt von Krebsdiagnosen
Shownotes
** Ein Leben geprägt von Krebsdiagnosen - im Gespräch mit Britta **
Britta war erst Mitte 20, als sie 1994, ein Jahr nach ihrer Hochzeit, die Diagnose Leukämie erhielt. Die Symptome waren starke Knochenschmerzen und konnten von den Ärzten zunächst nicht eindeutig zugeordnet werden. Es war eine schwere Zeit. Ihre Zwillingsschwester spendete ihr damals Stammzellen – eine Spende, die ihr das Leben rettete.
Viele Jahre später erkrankte ihre Schwester selbst an metastasiertem Brustkrebs. Kurz darauf wurden auch bei Britta Auffälligkeiten in der Brust entdeckt. Sie entschied sich bewusst für eine beidseitige Mastektomie.
Doch auch damit war ihre Geschichte noch nicht vorbei. Einige Jahre später folgte die Diagnose Zungengrundkrebs.
Britta erzählt von einem Leben, das immer wieder von Krankheit geprägt war – und davon, wie eng Angst, Verlust, Hoffnung und Zusammenhalt manchmal miteinander verbunden sind.
In dieser Folge erfährst du:
- wie Britta ihre Leukämie-Diagnose erlebt hat
- welche Rolle ihre Zwillingsschwester auf ihrem Weg spielte
- warum sie sich für eine beidseitige Mastektomie entschieden hat
- wie sie mit weiteren Krebsdiagnosen umgegangen ist
- warum genetische Beratung und Früherkennung so wichtig sein können
Ich hoffe sehr, dass auch diese Folge für dich wertvoll ist und du einige Impulse für dich selbst mitnehmen kannst.
Vielleicht kennst du das Gefühl dich selbst nicht mehr richtig zu erkennen - besonders nach einer intensiven Zeit wie einer Krebstherapie. Genau darüber sprechen wir an meinem kostenfreien Zoom-Abend "Zurück zu dir" am 04. Juni um 19:00 Uhr. Ein Abend für Frauen nach einer Krebstherapie - über den eigenen Körper, Veränderungen und den Weg zurück zu sich selbst. Alle Infos und die Anmeldung findest du hier: https://www.franziskaguentherfotografie.de/zurueckzudir
Wenn du mehr über Britta erfahren oder Kontakt zu ihr aufnehmen möchtest, findest du sie auf Instagram @brit.ta351.
Wie immer freue ich mich riesig, wenn du deine eigenen Erfahrungen oder deine Gedanken zur Folge auf Instagram @franziskaguentherfotografie mit uns teilen möchtest, schreibe gerne in die Kommentare. Hinterlasse mir auch super gerne 5 Sterne und abonniere & teile den Podcast mit deinen Freunden und deiner Familie. So hilfst du dabei den Podcast LEBE SELBSTVOLL weiter in die Welt zu tragen.
Alle Infos zu meiner fotografischen Arbeit, den schön & stark Einzelshootings und dem Podcast "lebe selbstvoll" findest du auf https://www.franziskaguentherfotografie.de Hier kannst du dich auch für das 6. schön & stark Fotoevent am 15. Juni 2026 anmelden.
Ich wünsche dir alles Liebe, lebe selbstvoll, deine Franziska
Transkript anzeigen
00:00:09: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Liebe selbstvoll, dem schönen und starken Podcast für mehr Selbstfürsorge.
00:00:17: Hier geht es um Frauen die an Krebs erkrankt sind – um die Erfahrungen, die sie während der Therapie gemacht haben, um ihre Sorgen und Nöte aber auch um mögliche Richtungswechseln, die eine Krebsdiagnose mit sich bringen kann!
00:00:30: Wir sprechen darüber, was dir das Leben erleichtern kann.
00:00:33: Welche Erkenntnisse betroffene Frauen im Laufe der Zeit gewonnen haben und wo die Prioritäten im Leben liegen?
00:00:38: Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Zuhören!
00:00:43: Hallo und herzlich willkommen!
00:00:44: Mein Name ist Franziska Günter-Güldenpfennig.
00:00:47: ich bin Fotografin und begleite Frauen nach einer Krebserkrankung dabei wieder einen neuen Blick auf ihren Körper zu finden.
00:00:55: Ich freue mich dass du eingeschalten hast.
00:00:58: In der heutigen Folge erzählt uns Britta ihre Geschichte.
00:01:01: Sie hat eine lange Krebsreise hinter sich und einige verschiedene Diagnosen erhalten.
00:01:06: Herzlich willkommen, liebe Britta!
00:01:08: Schön, dass du da bist.
00:01:10: Hallo Franziska, vielen Dank für die Einladung.
00:01:14: Liebe Britta, wenn ich das richtig gelesen habe dann ist deine erste Diagnose schon einige Zeit her denn Du hast sie schon im April nineteenhundert vierundneinzig erhalten.
00:01:25: Ist das richtig?
00:01:27: Genau, das ist richtig.
00:01:32: Das war ein Jahr nach meiner Hochzeit.
00:01:35: Da habe ich die Erste Diagnose bekommen und da war ich so zwanzig Jahre alt.
00:01:42: Wie hast du denn damals bemerkt, dass etwas nicht gestimmt hat?
00:01:48: Weil wenn ich jetzt richtig informiert bin, hast du zu dieser Zeit die Diagnese Leukämie bekommen.
00:01:53: Was hattest du für Symptome?
00:01:55: Das ging tatsächlich schleichend an.
00:01:58: Also es fing an mit diffusen Knochenschmerzen, mal in der Schulter, mal im Bein, einmal in der Hüfte und Schweißausbrüche.
00:02:09: Ich hatte massiv mit Nachtschweiß zu tun, musste mehrfach in der Nacht nachher schon mein Nachtern wechseln.
00:02:18: Das war pfitschenhaft alles und später bekam ich das dann auch tatsächlich... Tagsüber noch dazu.
00:02:25: Ich habe in einer Praxis gearbeitet, in einer gynäkologischen Praxis als Arztmelserin und wenn ich mich dann ein bisschen zurückgezogen hab um Privatrechnungen zu schreiben, dann lief mir tatsächlich so das Schweißnüssen runter.
00:02:38: Und ich habe das aber trotzdem irgendwie nicht wirklich realisiert dass da eine ernsthafte Krankheit hintersteckt.
00:02:49: Das ist dann eines Nachts passiert.
00:02:50: Da wollte ich aufstehen, weil ich so Schmerzen im Bein hatte und sagte dann zusammen, dass das Bein mich nicht mehr trug.
00:02:58: Und dann bin ich mit meinem Mann zum Hausarzt gefahren und der meinte, es wäre ein Nakuta-Ich hier.
00:03:07: Hat mir Schmerz tabletten gegeben und hat mich wieder nach Hause geschickt.
00:03:13: Ich bin dann auch zu meinem Chef also dem Gönäkologen gefahren abklären, dass da vielleicht irgendwas im Unterleid nicht in Ordnung ist.
00:03:22: Der macht auch Ultraschall und alles und meinte dann das wären wohl nur festgesetzte Blähungen und ich wollte dann wieder nach Hause.
00:03:31: Dann bin ich wieder nachhause, war aber nach wie vor das Bein so schmerzhaft, dass ich noch zum Orthopäden gegangen bin.
00:03:39: Der tippte auch auf den Akku.
00:03:42: Es gab eine Spritze, die das Bein noch mehr betreut hatte als es eh schon tauchbar war und entgieß mich dann nach Hause.
00:03:52: Zuhause lag ich auf der Couch und wusste vor Schmerzen einfach nicht mehr, wie ich lieben sollte.
00:03:58: Und dann habe ich nochmal den Hausarzt angerufen, er kam dann auch zu mir jetzt nach Hause und meinte ein bisschen... Ich würde mich wohl anstellen, aber wenn er mir jetzt nicht weiterhelfen könnte dann würde er den Fettungswagen rufen.
00:04:12: Das hat er dann auch gemacht, da bin ich in so eine Vakuummatratie gekommen und ja ins Krankenhaus gekommen.
00:04:20: Und lag dann tatsächlich aufgrund der Einschätzung der Ärzte auf der orthopädischen Station.
00:04:33: Klapp und am Bein, um die Beine zu erhöhen.
00:04:35: Und ich habe alle sechs Stunden noch Schmerzmittel geschehen.
00:04:39: Ich habe dann einen Mandant bekommen, das hielt eine Weile... Ja, da brauchte ich wieder Schmerzen.
00:04:46: Dann hat man ein MRT gemacht.
00:04:49: Da musste ich eigentlich in der Zeit in diesem MRT erholt liegen was ich aber total nicht konnte.
00:04:57: Man hat mich nach einer Weile wieder rausgezogen.
00:05:00: Dann kam aber nachmittags der Arzt und meinte, wir müssen das doch mal machen.
00:05:05: Ich komme jetzt aber mit und ich bediere sie Und das haben die dann auch gemacht.
00:05:11: und am nächsten Tag kam ein Arzt in meinem Zimmer den fand ich gar nicht noch nicht und er machte Ja wir haben da jetzt was gefunden hier auf der Ottobüdie.
00:05:25: bist du falsch?
00:05:26: Ich hole dich einmal auf meine Station Filmer und da lag eine Patientin um eine Haare.
00:05:36: Und da habe ich immer noch bedacht, dass es nicht so falsch war.
00:05:39: Ja und dann hat man aber eben auch weitere Untersuchungen gemacht.
00:05:43: Man hat eine Sternalfunktion gemacht also aus dem Brustkopfhorn, Knochenmarm punktiert nochmal zittiv mehrere Untersuchung und letztendlich kam der Oberarzt, der mich auf die Station holte an akuter, myologischer Leukämieerkrankten schon in schwerer Form und dringend eine Knochenmarspende brauchen würde.
00:06:14: Oh mein Gott das Willen!
00:06:15: Und dass alles
00:06:17: in
00:06:17: so einem jungen Alter... Ich hatte hier im Podcast schon mal das Gespräch mit Patientinnen die an Leukamieerkranken waren.
00:06:29: Die waren auch sehr jung Und da hat sich das aber geäußert mit Zahnfleischbluten zum Beispiel.
00:06:36: Das hattest du gar nicht, nie?
00:06:38: Nee, Blutung hatte ich komischerweise gar nicht und bei mir war es wohl näher, dass die Leukozüten oder die Unterstufen der Leukozyten sich schon so intensiv vermehrt haben, dass sie auf die Knochenhaut gedrückt haben also aus dem Knochemark heraus auf den Knochehaut und das hat bei mir diese Knochenschmerzen verursacht
00:07:01: Und das ist wahrscheinlich ja für die Ärzte auch, naja nicht die naheliegendste Diagnose gewesen in dem Moment mit deinen Symptomen.
00:07:09: Genau!
00:07:09: Das denke ich eben halt auch.
00:07:11: deswegen waren wir immer mit Orthopädie und Knochenknochen also irgendwas mit den Knochern müsste es zu tun haben.
00:07:17: Und damit eben halt lange... Also mindestens eine Woche lag ich auf der orthophysischen Station und habe mich eigentlich... Ja, haben die Diagnosen nicht plötzlich gefunden?
00:07:30: Und der Oberarzt, der war super, super nett.
00:07:35: Er hat dann zu mir gesagt ... Wir müssen jetzt hier gleich loslegen und einen Spender brauchen wir ganz dringend.
00:07:47: Den haben wir aber, sagt er.
00:07:50: Hängt?
00:07:51: Ja, in Form meiner Zwillingschäfte.
00:07:53: Gott sei Dank!
00:07:54: Ich bin ein Ein-Eiger-Zillen.
00:07:57: Ja.
00:07:58: Meine Zwillinschäste waren halt ... sofort parat.
00:08:02: Deswegen konnten die auch sofort mit diesen großen vier Blöcken Chemotherapien ausleben.
00:08:11: Wir wären damals das sechste Zwillingspaar, mit einer zündigen Knochenmark Transplantation gewesen.
00:08:24: Das heißt also dass nicht dem Spender das Klochenmarkt richtig ausgezogen wurde sondern meine Zündlicherzeit ist sozusagen zu einer Art Dialyse gegangen, die hat vorher ein Medikament bekommen was alle Kriegspartnern vielleicht auch kennen dieses Neupogen das man sich spritzt um eben das Blut wieder so'n bisschen in Wallung zu bringen.
00:08:46: Das hatte sie spritzen müssen und dann hat man wie eine Art Dialysel links das Blutt rausgenommen rechts wieder rein und hat währenddessen die Leukozidenstammfellen aus diesem Blut gefiltert.
00:09:00: Und damals war das eben noch nicht so.
00:09:04: Heute, glaube ich, macht man das sogar bei Eigenständern.
00:09:08: Also wenn wir es selber durchstellen und die Knochen abstellen dazu.
00:09:12: Genau wie eine Blutwürsche?
00:09:14: Richtig!
00:09:16: Ich habe dann angefangen... also ich habe dann erstmal mal eine Leberfunktion bekommen, mit einer Knochermarkfunktion diesen sogenannten Hickmen-Katheter gelegt bekommen, der wird in der oberen Heißschlagade eingeführt und geht dann in den oberen Herzkreislauf hinein.
00:09:32: Und kommt oben im Brustkorb wieder raus, das war der KT, was ich mal mitgelegt hatte.
00:09:37: Dann ging die großen Chemoblöcke auch schon los.
00:09:41: Schon nach einer Woche hatte ich alle Haare verloren.
00:09:46: Meine Blutwerte waren dann so schlecht, dass ich in die sogenannte Schleuse musste.
00:09:52: Das heißt natürlich wurde eingeschläust, lag separat für mich allein Und mein Besuch durfte nur eben mit Vollschutz feiern, also mit Kittel, Haube suchen und Mundschutz.
00:10:06: Und wie lange lagst du da?
00:10:09: Letztendlich insgesamt achtundfünfzig Tagen.
00:10:13: Ach Gott!
00:10:14: Du weißt noch genau die Anzahl.
00:10:16: das muss furchtbar gewesen sein.
00:10:17: Ja
00:10:18: ich habe ja in der Zeit meinen Geburtstag.
00:10:20: es war Ostern.
00:10:21: Es war so viel und man musste halt einfach... Die Zeit der Therapie war schon ganz ganz schlimm, weil es waren immer verschiedene unterschiedliche Chemotherapien.
00:10:36: Mit viel viel Übelkeit hatte das zu tun.
00:10:40: Belhaar verwirbt hat mich damals auch mit Vierundzwanzig sehr beschäftigt und ich habe dann nachher tatsächlich auf den Spiegel in meinem Schlapp-In-Mein-Badezimmer abgehängt.
00:10:51: Ich wollte das eigentlich einfach nicht sehen.
00:10:56: ein paar Mützchen gestrickt, weil es komischerweise, ich weiß nicht ob andere das auskennen, nachts wenn man schläft dann hat man einfach eine Unwahrscheinlichkeit gekopft.
00:11:10: Und dann war die Therapie eigentlich vorbei.
00:11:13: aber da musste man ja warten dass überhaupt ein paar Leukozyten im Knochenmarkt zu sehen sind damit man eben diese hohe Infektanfälligkeit nicht mehr haben.
00:11:24: und das hat echt lange gebaut.
00:11:28: Und jeden Tag wurde das Blut kontrolliert und jeden zweiten Tag.
00:11:31: Man guckte dann immer, wenn der Arzt reinkam... ...und war ganz gespannt, was passiert ist, was passierte?
00:11:37: Nie, immer noch auch nie!
00:11:41: Das war schon sehr belastend.
00:11:43: Diese Zeit warten.
00:11:45: Das glaube ich.
00:11:46: Hast du denn diese Chemotherapie bekommen?
00:11:49: Ich meine, man muss ja das Immunsystem komplett runterfahren aber... Und danach hast du dann erst die Stammzellenspende deiner Schwester erhalten oder schon währenddessen?
00:12:00: Nee, das waren tatsächlich... Das waren jetzt vier Blöcke zur Vorbereitung auf die eigentliche Konsidigierungstherapie.
00:12:10: Also auch die eigentlich große Schemo vor Klochenmordtransitzen.
00:12:16: Okay, das heißt diese Tage in Isolation und so weiter.
00:12:21: Das war eigentlich erst mal nur die Vorbereitung?
00:12:24: Das war noch gar nicht...
00:12:27: Genau!
00:12:29: Als ich nach diesen achtundfünfzig Tagen nach Hause gekommen bin haben sie gesagt, jetzt dürfen sich so ein zwei Tage ausruhen Und dann geht es in die... Da bin ich auch in eine andere Klinik fürgekommen.
00:12:41: Dann geht's in die Klinika in der dann die Knochenmark Transplantation stattfinden wird.
00:12:47: Das heißt, du musstest nach den Chemoblöcken erstmal wieder so stabil werden, dass du überhaupt in der Lage bist eine Knochomachspende zu erhalten?
00:12:57: So ist es genau!
00:12:58: Also das Knochtemark musste sich ein Stück weit zumindest wieder erholen.
00:13:05: Das ging dann ungefähr ne Woche, da musste ich einmal im Meimeklinik nochmal Es wird nochmal das Knochenmark punktiert und es wurde noch mal geschaut.
00:13:17: Und dann hat man leider schon wieder ein Rezeptiv entdeckt.
00:13:20: Nein!
00:13:21: Also, es waren schon wieder Blasten im Knochomarkt zu sehen.
00:13:27: Das bedeutete für mich dass ich ganz zur Knochemarktransplantation komme.
00:13:31: Oh nein... Ich musste also wieder in die alte Klinik zurück und man hat mir noch einmal einen neuen Schema gegeben Und dann hat der Professor sich mit eingeschaltet und gesagt, wir machen das jetzt damit die Wartezeit auf die nächste Knochenmarkttransplantation nicht doch so groß wird.
00:13:54: Wir nehmen jetzt die Substanz, die wir von deiner Zwillingsschwester schon bezogen hatten.
00:14:02: also das war ja schon vorbereitet.
00:14:05: Die nehmen wir jetzt und die geben wir dir nachdem wir die Chemo gegeben haben Deine Blutwerte wieder schneller aufbauen und deine Schwester spendet noch ein zweites Mal.
00:14:19: Das legen wir dann wieder kalt,
00:14:21: so!
00:14:22: Und das ist dann auch tatsächlich passiert.
00:14:24: also man hat mir die Chemotherapie gegeben.
00:14:27: Dann ist diese Blutkonserve von meiner Schwester mit dem Taxi in unsere Klinik gefahren worden.
00:14:33: Ich habe sie dann bekommen Und dann hat es eben halt nicht ganz so lange gedauert, bis sich auch Werte wiederfangen in meinem Knochenmarkt.
00:14:43: Und dann bin ich von dort direkt in die Klinik zur Transplantation gefahren.
00:14:50: Und hat das alles so funktioniert wie es funktionieren sollte?
00:14:54: Das hat tatsächlich so funktioniert, wie's funktionieren sollte.
00:14:58: Ich war dann eben direkt an dieser Schleuse, die man noch... Stück weit sterile als das, was ich jetzt vorher hatte.
00:15:07: Also auch so mein Zeug, die haben zu mir gesagt, bringen wir die alteste Klamotten mit, die sie anziehen möchten, Leggings-T-Shirt weil es wurde vorher alles sterilisiert bevor ich das bekam und auch so die Bücher und sowas, das wurde vorher ein bisschen gereinigt.
00:15:27: Ich durfte auch keine Geschenke oder sowas mehr annehmen Und es durften nicht eigentlich nur drei Personen besuchen, aufgrund des Wohninfektionsmusikros.
00:15:37: Dann habe ich gesagt, ob ich dann bitte vier haben dürfte, nämlich mein Mann, meine Zwillingschwestern und meine Eltern.
00:15:46: Und das haben die dann auch erlaubt.
00:15:49: Weil ich von diesen Vieren nicht entscheiden hätte wollen wir mich da nicht versuchen dort?
00:15:54: Ja klar!
00:15:56: Zu meiner Zwilling-Schwester hatte ich sowieso ein so hohes Band.
00:16:00: also Wir waren immer einst und durch diese Geschichte jetzt noch viel, viel mehr.
00:16:07: Und mein Mann, der war auch... Das war mein Fels in Abrandung, den brauchte ich einfach.
00:16:13: Ja und meine Eltern halt auch.
00:16:15: Na klar!
00:16:16: Ja und dann ging die eigentliche Chemotherapie tatsächlich los.
00:16:23: Da weiß ich noch, da kam morgens um neun die Schwester rein.
00:16:26: Auch in voller Mautur mit doppelt und dreifach Handschuhen an.
00:16:31: Sie wollte sich ja nicht vergitzen!
00:16:34: Und dann habe ich diese Chemo bekommen... ...und eine Stunde später ging das mit der Übelkeit los und passiert bis nachts um zehn.
00:16:44: Also ich durfte gar nicht die Augen auch machen, da musste ich mich überziehen.
00:16:50: In der Nacht nach zehn war dann etwas ruhig Und dann hat man sich natürlich noch mal das Pontat angeguckt und es hat auch ein, zwei Tage gedauert.
00:17:00: Dann war ich auf Lull wieder, hatte nicht ... Und dann pelten mir die Füße ab und ich hatte da noch so'n kleines Tandem drin.
00:17:10: Ich hab immer gedacht, tach's überhaupt, steh ich auf und setz mich in den Stuhl!
00:17:13: Ich mein, ich wollte so einen Tag nachdrücken muss irgendwie einhalten im kleinen Kämmerlein.
00:17:19: Man hatte auch kein DC, sondern ein DC-Stuhl.
00:17:22: Man musste immer klingeln bei Urin und Stuhl, dann wurde alles immer untersucht.
00:17:27: Und ja trotzdem eben einmal versucht mich tagsüber auf den Stuhlen zu setzen und nachts ins Bett zu liegen und tagsüber tatsächlich auch am Anfang noch auf dieses Tandem zu gehen.
00:17:38: Aber meine Scheide war nachher auch so wundig.
00:17:41: Da wurde alles rot, konnte ich da nicht mehr.
00:17:44: Zahnfleisch, also man durfte sich auf die Zähne nicht mehr putzen.
00:17:48: Das Risiko, das man Zahnfleischblüten kriegt war einfach fit und groß.
00:17:52: Man muss immer so eine komische Pilz-Mundspülung machen, die ganz eklig schmeckt sich.
00:17:59: Aber es kann man halt machen und sich möglichst viel Eingrehen mit better Iodona dick eingreben um die Haut ein bisschen zu schützen.
00:18:07: Und ansonsten habe ich da gesessen und gelesen und ab und an Besuch von einem meiner... meine Lieblingsmenschen bekommen.
00:18:18: und das größte und ganz ganz schlimmste für mich war eigentlich Heinrich.
00:18:23: Ich bin so unlern alleine schon dadurch, dass ich vielleicht mit meiner Zivilfläche groß geworden
00:18:29: bin.
00:18:29: Ja!
00:18:30: Ich bin unwahrscheinlich unlernen allein geregelt.
00:18:34: also der Abschied das war immer das Schlimmste für ihn.
00:18:38: Aber... Das Knochenmarkt wurde mir dann infundiert und mit so riesigen Spritzen Und dann hat sie wirklich nicht lange gedauert, um die ersten Wolkozückenwahnen zu finden.
00:18:53: Auch dann hat es wieder eine Woche gedauerte und ich war über hundert.
00:18:59: Überhundert bedeutete... Ich durfte wieder raus!
00:19:05: Ach Gott das klingt schrecklich was du da durchmachen musstest?
00:19:09: In der Zeit jetzt rückblickend würde ich auch sagen, also was der Körper durchgemacht hat.
00:19:16: Das war schon echt ganz grausam aber das habe ich einfach so gemacht.
00:19:20: Das hab' ich einfach getan.
00:19:23: wie für mich war, dass Heimweh viel größer ist als allein sein.
00:19:27: und ich weiß noch die Schwester sagt es an Pöttern morgen darfst du mal hauen und heute Abend gibt's hier noch die Kieler Woche.
00:19:38: passen wir schön auf.
00:19:40: Das Feuerwehr hat viel, das ist extra für dich.
00:19:44: Und da habe ich mich tatsächlich abends an den Fenster gesteckt und hab die Feuerwehr geschaut.
00:19:50: Und gewartet, dass mein Mann am nächsten Tag kaum um mich mit nach Hause.
00:19:54: Ja... ja!
00:19:56: Und als du dann wieder zuhause warst also ich weiß, dass man ja auch viele Dinge beachten muss wenn man nach so einer Therapie wieder nach hause kommt?
00:20:04: Wie ging es dir dann?
00:20:06: Hast Du denn Schritt-für-Schritt in dein Leben zurückgefunden?
00:20:11: Ja, das habe ich.
00:20:13: Dadurch dass ich Arzthelferin bin war mir natürlich vieles vertraut.
00:20:18: Ich konnte auch meinen Hickmen selber pflegen und den Durchspielen.
00:20:22: Und ich musste nicht ständig in die Klinik dafür.
00:20:26: Zu Hause mussten alle Blumen entfernt werden.
00:20:29: Man darf auch keine Haustiere haben.
00:20:30: Also man muss schon gucken, dass man alles wirklich eliminiert.
00:20:35: Wenn man raus ging, musste man selbst immer mit Mundschutz also bis Tag hundert war man in ständiger Kontrolle auch in der Klinik, die haben dann immer wieder Pontate gemacht vom Knochenmark.
00:20:48: Haben geschaut wie sich das entwickelt und man musste mehrere Medikamente nehmen gegen Pilze, also Antibiotika und Zogirats gegen Viren und den Katheter pflegen um sich möglichst auch isoliert halten.
00:21:07: und das habe ich ja gemacht.
00:21:09: Und nach Taghundert war dann aber alles soweit okay, dass sie gesagt haben jetzt darfst du wieder in die Welt hinaus und musst halt... Aber diese regelmäßigen Kontrollen in der Klinik blieben halt.
00:21:23: Genau!
00:21:27: Ich fühlte mich dann auch relativ schnell wieder so weit, das ich dachte ja jetzt möchte ich eigentlich wieder zurück in das alte Leben.
00:21:37: Ich bin dann in meine Praxis marschiert und habe gesagt, ich würde jetzt gerne wieder anfangen zu arbeiten.
00:21:44: Nach dem Hamburger Modell also erst ein paar Stunden und dann gern wieder voll einsteigen.
00:21:50: und dann hat mein Chef die Kündigung hingelegt.
00:21:55: Nein!
00:21:56: Hat gesagt ja wir sind eine kleine Praxis gewesen und du warst hier meine Hauptkraft aber ich hab in der Zeit zwei neue eingestellt.
00:22:04: Ich musste jetzt leider bekümmen gehen.
00:22:11: Das war noch mal richtig ... so, richtig fies?
00:22:15: Weil dann hab ich natürlich gesagt, gut, dann suche ich mir eine neue Stelle als Arzthelferin aber eben halt.
00:22:22: dann ... wer sucht schon ein Hamburger Modell?
00:22:25: also ich habe dann Praxen besucht die für dreißig Stunden suchten und hat mich auch wieder beworben in gynäkologischen Praxien Also quasi fast voll wieder einsteigen.
00:22:40: Und hat das so geklappt?
00:22:43: Ja, für vier Monate und dann habe ich gesehen, dass wir es noch nicht schaffen.
00:22:47: Ich habe eine Stelle gefunden und die haben natürlich auch gesehen wobei ich hatte schon einen pfiffigen Kurzschlitz sag' ich mal.
00:22:56: also ich hätte jetzt nicht gut sagen müssen was ich kann war.
00:23:00: aber ich hab's gesagt Das war eine sehr nette Praxis und die hat gesagt, ja, umgenehmen Sie.
00:23:05: Und sie haben ein super Zeug ist und das versuchen wir.
00:23:09: Und das habe ich dann auch gemacht.
00:23:10: aber ich hab dann schnell gemerkt dass es doch ein bisschen über meine Grenzen ging.
00:23:16: Und habe dann eine Praxis gefunden in der ich für nur zwanzig Stunden arbeiten konnte und das war für mich dann auch okay.
00:23:27: habe ich dann auf eine Weile durchgezogen, bin dann auch wieder tatsächlich in einer gynäkologischen Praxis gelandet.
00:23:34: Nach fünf Jahren nach meiner Transplantation bin ich dann auch zum meinem Gynäcologen gegangen und hab gesagt so jetzt haben wir uns überlegt um Kinder zu bekommen.
00:23:49: Und da hat man mir gedacht nie das wird auch nichts mehr.
00:23:56: Durch diese hohe Schimo sind ihre Eizellen weg, sie sind steril.
00:24:02: Oh nein!
00:24:03: Und das war mir bis dahin gar nicht so bewusst.
00:24:07: Ich weiß dass es heute oft so läuft, dass viele Patienten ihre Eitzellen einklären und... Das musste damals aber vielleicht auch alles viel zu schnell gehen als dass man da mich noch auf so was hätte vorbereiten können.
00:24:21: Aber für mich war's nicht bewusst, Stereose werdet durch diese Hochdosis.
00:24:29: Ach, ist das traurig!
00:24:31: Ja und habe ich aber trotzdem in dieser Praxis, in der gynäkologischen Praxis noch eine Weile weitergemacht auch aus dem Grund... ...Mann, meine Schwester war bei meinem Gynäcologen im Behandlung und ich weiß auch einfach dass er super gut war.
00:24:52: Ich guckte nur in seiner Augen, als er die Brust meiner Zwillingschwester abtastete.
00:24:58: Und der sagte dann da ist was?
00:25:01: Das müssen wir abklären.
00:25:02: und da war für mich auch gleich klar... Da ist was das ist nicht gut!
00:25:07: Sie ging dann auch an die Untersuchungssäkli
00:25:09: usw.,
00:25:10: wie ob sie Mama und Waffi alles geguckt und letztendlich war es tatsächlich ein Mama-Kazimom bereit, sie mit Lymphkröpen zu fallen.
00:25:22: Das war für mich ganz grausam.
00:25:24: und wir haben dann die Chemotherapie, die tatsächlich in der gönäkologischen Praxis meine Chefs gemacht.
00:25:29: Also ich habe dann bis dann in die Praxis bekommen.
00:25:34: Wir haben die Chemo gemacht und ich hab sie damit nach Hause genommen.
00:25:37: Und wir haben da eben quasi das zweite Mal das Ganze durchgemacht nur diesmal andersherum.
00:25:48: Letztendlich, wenn ich das so sehe muss ich sagen den eine Person zu begleiten die man unwahrscheinlich liebt und diese sehr krank ist war für mich viel viel schwieriger als selber in der Situation zu sein Und diesen Kampf zu führen
00:26:06: weil von außen nur zuschauen kann.
00:26:07: genau Man kann ja eigentlich nicht helfen.
00:26:11: und Als meine Schwestern diese Therapien durch hat Da habe ich tatsächlich auch, wenn man Chef gesagt hat, dass ich da nicht mehr arbeiten könnte.
00:26:24: Was der total verstand, er hatte mich um Abend und alles.
00:26:27: Und es waren so zwei Dinge.
00:26:28: Einmal war das eben die Therapie, die ich in dieser Praxis mit meiner Schwester durchgemacht habe aber auch – und jetzt war das viel größere Problem – Ich wusste ja, dass sich selber nie schwanger werden würde und hatte nur mit schwangeren einen glücklichen Paum zu tun Und auch mit Abtreibung.
00:26:45: Also wir haben auch die Abtreiber in der Praxis gemacht und es konnte ich einfach vom Herzen her nicht mehr.
00:26:51: Absolut verständlich!
00:26:54: Ja, und habe dann eine neue Praxis gesucht und bin dann in der Alles zu viel gesandet.
00:26:59: Das hat mir aber auch ganz viel schlafen gemacht.
00:27:02: Hast du denn in der ganzen Zeit Britta?
00:27:04: Das ist ja so eine unfassbare emotionale Belastung, die du da durchlebt hast.
00:27:09: Hast Du Hilfe gehabt?
00:27:10: Warst du im Psychologischer Behandlung?
00:27:12: oder wie hast denn du das alles
00:27:13: ausgehalten?".
00:27:15: In der Zeit habe ich tatsächlich noch keine psychologische Hilfe gehabt!
00:27:18: Ich habe auch bewusst nach der Leukonomie hat man natürlich gesagt jetzt dürfen sie ein Reha machen und schlafen die Leute.
00:27:25: Ich war jetzt solange allein und solange von meiner Familie weg.
00:27:30: Ich will das nicht.
00:27:31: Ich möchte bitte wieder an mein normales Leben.
00:27:34: Und da bin ich dann auch einfach so reingesprungen.
00:27:37: Ich habe für mich das Gefühl eigentlich, dass wäre alles wieder gut
00:27:41: soweit.".
00:27:42: Dann kam ja wie gesagt mit meiner Schwester – das hat nochmal einen richtigen Eindruck gebracht aber auch da hab' ich mir noch keine Hilfe geholt!
00:27:51: Ich war natürlich aufgrund der Zwillingsgeschichte sehr in Untersuchungen was meine Brüste angeht Und bin auch tatsächlich zu Mama MRT's gewesen, wo immer schon eine kleine Auffälligkeit war.
00:28:08: Die aber dann immer nur Kontrolle bedürftig war.
00:28:12: und im Zweiten Fünf Bin ich dann auch noch mal wieder zur Namografie gewesen was bei mir nicht leicht war die Teil kleine Brüste hatte.
00:28:25: Also ich war, das Mama-Emmativ fand ich als viel entspannter für mich weil dann liegt man quasi auf dem Bauch und die Brust zu kommen in so Mulden rein, dann kriegt man Kontrastmittel und dann geht man ins Emmatier rein.
00:28:38: Das fand ich für mich entspanner als Marmografie.
00:28:41: Nun habe ich auch selber tatsächlich in meinem Berufsleben, als hab' ich auch Marmographien selber durchgeführt bei denen.
00:28:49: Und nun durfte ich da dann meine eigenen Bilder an der Wand sehen und habe genau gleich gesehen, was da los war.
00:28:58: Das nennt sich Nikokalk.
00:29:00: Das heißt also so weiße Sprenkelchen in der Brust.
00:29:04: das ist eine Vorvorsprüche von Brustkrebs.
00:29:08: Beide Bruste waren voll damit.
00:29:11: Es gab eigentlich keine Stelle die nicht damit getroffen war.
00:29:16: Radiologen eben auch gesagt und zusätzlich haben wir noch ein Dexis, das ist eben ein Dekapsel der Mamatomor.
00:29:24: Der war dann so noch dazwischen.
00:29:27: Und er müsste jetzt biopziert werden und dann muss man mal gucken.
00:29:34: Das hat man dann auch gemacht.
00:29:36: also man hat die Prost tatsächlich wieder in diese Mammografieplatten gemacht und da oben einen Loch drin dieses Dekapselt im Mamakazinom und haben wir genau da mit fünf Metallnadeln eingestockt.
00:29:56: Oh
00:29:56: mein Gott!
00:29:58: Ja, die dann oben rausguckten damit die Operateur wussten an welcher Stelle dieser Tumor war.
00:30:06: Und dann bin ich so in die OP gefahren worden.
00:30:11: Dann hat man eben erst mal nur diese kleinen Tumoren entfernt ist jetzt bestätigt und dann habe ich gesagt, ja okay.
00:30:22: Ich hab an dieser Einstelle des Kleinen gekapselte.
00:30:25: Ich habe aber beide Brüste voll mit der Vorvorstufe und was dazu kam meine Zwillingschwester war bereits in einem metastasierten Stadion.
00:30:39: Und dann habe Auch wenn das jetzt für sie eine Vorsprache ist.
00:30:48: Und dann haben die mich dreimal eingerufen zu besprechen, da waren vier, fünf Ärzte und immer wieder haben sie versucht auch nicht einzubeben und warum?
00:30:59: Das wäre ja auch nicht sinnvoll und man müsste ja nicht... Ich habe gesagt doch ich möchte das!
00:31:09: Dann hat man tatsächlich auch diese große Operation gemacht.
00:31:12: Man hat mir beide Brüste entfernt und hat mir dann im Plantator ein Gesicht.
00:31:20: Und dann wacht ich wieder auf, und dann hat man hier gesagt ja alles gut!
00:31:23: Wir haben das so schön entfernt und wir haben auch den Wächter-Lymphnoten entfernt, der war ohne Befund.
00:31:30: Aber was wir gesehen haben dass wir quasi dieses Mikrokalp, den haben wir eigentlich auch in ihrer Brusthaut gefunden auf der richtigen Seite Nehmen Sie mir bitte die Implantate wieder raus und nehmen bitte auf die Hauptbänder.
00:31:51: Da gab es noch mal ganz viele Gespräche, und der eine Arzt weiß ich noch, da sagte warum wollen sie das jetzt hier eigentlich alles machen?
00:31:58: Sie kriegen sowieso wiederkriegt.
00:32:00: Was?
00:32:01: Das hat der Arzt zu dir gesagt?
00:32:03: Das hatte der Arz bei mir gesagt.
00:32:06: Und dann habe ich gesagt gut, das ist mir jetzt aber... Ich hab nochmal die Situation geschildert dass meine Schwester schwer schwer kann schon war.
00:32:14: Ich habe gesagt, ich möchte für mich in dieser Situation einfach alles tun und vorzubeugen.
00:32:22: Auch wenn es vielleicht geführt ist für sie zu spät, ist es gerade richtig
00:32:26: so.
00:32:27: Und dann hat man diese Operation auch noch mal gemacht und deswegen habe ich jetzt gar keine Brüste.
00:32:33: Ich hab links noch ein bisschen Gewölbe also mehr Haut ja und rechts eben richtig stramm die Haut mit weg.
00:32:43: Und im März, es ist meine Zwillingschlösterin gestorben.
00:32:50: Ach du!
00:32:52: Ach das tut mir so leid...
00:32:54: Das war ganz grausam an sie.
00:32:57: Die hatte nachher schon überall in die Metastasen und ich weiß noch den Tag, also sie hatte nach her auch Knochenmarks-Metastasens, d.h.
00:33:04: sie brauchte immer wieder neue Blutkonserven und sie durfte dann nach Hause einen Tag weil ihre Tochter Geburtstag hatte, die wurde drei Jahre alt.
00:33:15: Und dann habe ich das noch alles organisiert, dass wir am Tisch saßen und sie lag halt auf der Couch und dann hab' ich sie ins Bett gebracht.
00:33:23: und dann fragt sie sich auch, morgen kommst du morgen nach der Arbeit?
00:33:27: Ich sag' hier natürlich!
00:33:29: Und mich sind ich aber morgens an und sag', bringe Sie mich bitte in die Klinik, mir geht's wieder so schlecht und das habe ich auch
00:33:36: gemacht.".
00:33:39: Dann kamen sie in so ein glödes Tierbettzimmer Und es ging ja richtig schlecht.
00:33:44: und dann habe ich darum gebeten, sie doch in ein ruhigeres Zimmer zu verliegen.
00:33:51: Vor allem wenn man doch sieht wie schlecht sie ginge... Ja!
00:33:55: Und dann hätten die dann noch einen Zimmer gefunden und haben ihr dann eines zubereitet.
00:34:00: Das war aber ein bisschen außerhalb der eigentlichen Bäume dort.
00:34:07: Dann habe ich sie abends noch eingeredet auf dem Brücken und er fragte, sind ich wieder?
00:34:12: Kommst du morgen wieder?
00:34:13: Ich dachte ja, es kommt morgens sofort nach der Arbeit.
00:34:16: Und dann habe ich morgens aufgestrungen, habe in den Spiegel geguckt, hab mich angeguckt und hat gesehen, du musst jetzt in die Klinik.
00:34:28: Da bin ich in die klinik gefahren, wollte mit dem Fahrstuhl hoch auf die Station, dann ging die Fahrstühltür auf und dann lag sie im Bett.
00:34:36: Die Ärztinnen wollten sich gerade in den Schockraum fangen Sie war nicht mehr ansprechbar.
00:34:44: Und ich habe dann noch gehört, wie sie versucht haben, sie zu reagieren und dann war sie halt.
00:34:50: Das war für mich ganz grausam.
00:34:53: Also das klingt so unglaublich traurig!
00:34:58: Für meine Eltern war es auch ganz schlimm weil wir haben schon... ...neunzehnhundert acht neunundachtzig unseren Bruder verloren durch einen Autounfall.
00:35:08: also für meinen Eltern war alles ganz schwer zu greifen.
00:35:13: Sie hatten auch Schwierigkeiten, uns zu begleiten bei unseren Erkrankungen weil sie einfach diese Kraft nicht hatten.
00:35:20: Und jetzt red ich meine Eltern an und mein Mann und ihren Mann und hab gesagt komm bitte!
00:35:31: Meine Eltern kamen dann und die geht's hier und ich konnte denen gar nichts sagen wie sie es eben gerade gestorben.
00:35:39: Ich habe dann die Ärztin gesagt kann sie meiner Mutter bitte in Beräufe zu gehen?
00:35:44: Und danach haben sie ihr das dann erzählt.
00:35:51: Ja, und dann, wie gesagt im März ist meine Zylingschreste verstorben... ...und in September bin ich wieder zu einer Nachsorgeuntersuchung begangen in die Klinik um wegen meiner Brüste.
00:36:03: Dann hat man geschallt und dann hat man gedacht, oh, Sie sind auch völlig bewünscht worden!
00:36:08: Und der hat man punktiert und dann hatte ich da mal ein paar Tage gewinnt
00:36:13: geworden.".
00:36:14: Trotz entferner Brust
00:36:16: Mhm.
00:36:18: Und dann hat man gesagt, das hat mein betreuerender Hausbynäkologe ... Hat zu mir gesagt, ja, da hat man damals nicht erkannt, dass das gekapselte Katzinom doch schon aufgebrochen war.
00:36:34: Denn ich hätte eine Chemotherapie haben.
00:36:36: Ja!
00:36:38: Habe ich ja nicht bekommen.
00:36:40: Also waren Zellen da die übrig geblieben sind?
00:36:43: Die sich jetzt über die Blutbahnen ... in die Lymphknoten verteilt hatten.
00:36:50: Ja, dann habe ich ... In der Zeit hab ich angefangen zu sagen so wie wär's normal mit einer Humangenetik?
00:36:59: Ich würd jetzt gern mal was testen lassen und bin dann in die Human-Genetik gekommen, hab diesen Spannbaum aufgestellt weil ich wusste federlicherseits waren sämtliche Kusinen, Tanken, Ohmas, Uromas Die ganze Generation, da waren überall schon totes Fälle.
00:37:20: Durch Krebs um Gottes.
00:37:22: Ja und dann hat man eben festgestellt dass ich das BRCA II-Gen in mir trage.
00:37:29: Das ist ja eins dieser beiden geholfenen Buskrebs-Gene Und hat dann festgestellt, dass mein Vater tatsächlich auch dieses Gen hat.
00:37:40: Also es war wirklich die väterliche Sililie, wie wir da gesehen haben Und das war für mich auch noch gar nicht so bewusst, dass eben der Vater auch diesen Gehen weiter transportieren kann.
00:37:52: Ich hab dann auch allen in meiner Familie und mein Vater immer wieder gesagt, lass euch testen!
00:37:58: Viele wollten das aber auch gar nicht... ...und viele waren auch schon erkannt.
00:38:03: Also viele meiner Cousinen sind ja selber schon in dem Zeitraum auch erkannt gewesen.
00:38:12: Das hat mir jetzt letztendlich in mir selber nicht mehr viel gebracht, weil ich wusste... Ich hatte ja eigentlich schon das getan.
00:38:18: Was man vielleicht erst dann macht, wenn man weiß, dass man sich die Brüste entfernt.
00:38:24: Ich war ja schon eigentlich einen Schritt weiter.
00:38:27: Na ja aber deine Schwester hat ja eine kleine Tochter,
00:38:29: ne?
00:38:30: Ja so ist es, genau!
00:38:34: Ich habe dann tatsächlich zur Aufklärung wieder vor den Ärzten gesessen.
00:38:40: Der Oberarzt hatte sich noch als ich stationär war von mir verabschiedet, hat gesagt wir sehen uns in fünf Tagen und das sprechen wir über die Therapie.
00:38:48: Ja okay dann kam mein Mann und ich da an und dann war es ein ganz fremder Arzt vor mir der sich erst in meine Akte einlesen musste und der dann sowas komisches sagte wie letztendlich weiß man ja gar nicht auch diese Lymphknoten Ob das vom Brustkrebs konnte, ich hätte ja keine Brüste mehr.
00:39:08: Ja, sagt mein Mann, woher dann?
00:39:11: Das wüsste man jetzt noch nicht.
00:39:14: Man müsste eigentlich auf Tumorsuche gehen und da waren wir beide so irritiert und auch enttäuscht, dass man mir nicht gesagt hat, dass ich da wieder einen fremden Arzt vor mir sitzen habe.
00:39:30: haben wir uns auf den Weg einer Zweite Meinung gemacht.
00:39:33: Also ich habe dann an viele Kliniken geschrieben, hab geschildert und ich selber komme aus der Nähe von Lübeck und ein Klinik aus Freiburg, die hat mir geantwortet sehr zeitnah und da hatte Chefarzt geschrieben ja und ich versteh das alles und es geht mir auch so nah mit ihrer Züllingsschwester kommen sie her, wir helfen
00:39:52: ihnen
00:39:54: und dann sind wir nach Freibur gefahren.
00:39:56: Wir haben eine Zelte in Lüberg abgebrochen und sämtliche Unterlagen mitgegeben lassen.
00:40:02: Meine Rentenbildertüte, die war so groß ... Das kann man nicht mal als Tüte bezahlen.
00:40:08: Es waren Riesenkartons.
00:40:09: Und wahrscheinlich schwer!
00:40:10: Die Bilder sind ja schwer... Ja dann sind wir nach Freiburg gefahren und haben dann doch meine Aufklärung bekommen welche Therapien man machen sollte
00:40:21: usw.,
00:40:22: weil ich ja nur schon viele Therapien vorab hatte von denen auch viele gerade dieses Epi-Rubizin, was viele aus der Brustpilzerkrankung kennen.
00:40:31: Dieses rote Mittel ist sehr herztoxisch.
00:40:35: Das hatte ich schon.
00:40:36: Man musste ja jetzt noch überlegen wie geht die Therapie jetzt überhaupt weiter?
00:40:40: Also er hat jetzt nochmal sich auf die Pathologie und alles angeschaut und hat gesagt Nein!
00:40:46: Der Haupttumor ist der Brüstkrebs gewesen.
00:40:49: wir behandeln auch jetzt mit den Therapien auf Brustkrebs Und weil sich aber schon so viel von den Epirobezien hatten, machen wir nur zwei davon und machen dann weiter mit Paklita-Zol.
00:41:06: Ja gut!
00:41:07: Und die erst gesagt hat sie können Sie auch hier schon kriegen?
00:41:10: Also was mir damals schon aufgefallen ist, ist dieses Nord-Südgefälle und das hat sogar der Arzt gesagt jetzt tatsächlich auch ehemals aus dem Norden kam.
00:41:19: er gesagt Wir haben hier noch ein bisschen anderes Gesundheit zu geben Wir haben hier noch ein bisschen mehr Zeit, und das hat man auch wirklich gemerkt.
00:41:27: Die Ärzte und die Patienten hatten da noch mehr Zeit für
00:41:31: einen.
00:41:32: Es war sehr unglaublich!
00:41:34: Ja?
00:41:34: Das war wirklich noch bewundernswert.
00:41:37: Und er hat dann gesagt, wir fangen ja an... ...und dann können sie heimatnah das Ganze weitermachen.
00:41:44: Dann habe ich tatsächlich die erste Chemo dort bekommen.. ..und dann hat mein Mann mich eingepackt und dann ist der in rasender Geschwindigkeit total blassend ihr Frau an der Seite nach Hause, wir rast und wollte mich in mein Haus um meinen Bett bringen.
00:42:02: Und das hat er dann auch gemacht.
00:42:04: Dann habe ich mir eine Praxis gesucht und hab die Therapie hier weitergemacht.
00:42:10: Angegangen!
00:42:12: Wenn du dich in diesen Gesprächen wiedererkennst und merkst dass sich dein Blick auf deinen Körper verändert hat, dann gibt es bei mir einen Raum dafür.
00:42:21: zurück zu dir
00:42:22: ist ein kostenloser
00:42:23: Zoom-Abend für Frauen nach einer Krebserkrankung.
00:42:26: Ein geschützter Raum, in dem genau das Platz haben darf!
00:42:30: Deine Gedanken, deine Gefühle, dein Körper.
00:42:34: Wenn du dabei sein möchtest findest Du alle Infos über den Link in den Shownotes.
00:42:48: Ein
00:42:53: Detis ist ein doktalis carcinoma in situ.
00:42:57: Das heißt, es ist ein Tumor der ordentlich abgekapselt ist oder was?
00:43:01: So ist das.
00:43:02: Genau!
00:43:02: In situ also in sich gekapselt aber schon katinum.
00:43:06: Und dem man aber dann entsprechend relativ leicht den Anführungszeichen rausoperieren könnte.
00:43:12: Genau, in der Regel ja weil meistens ist es so dass man denen auch gut an einer Brust erkennen kann.
00:43:18: er wird mit einem gesunden Rand entfernt Und wenn der Rest der Brust frei und ordentlich ist, dann macht man auch in der Regel keine Therapie.
00:43:26: Vielleicht eine Anti-Hormontherapie?
00:43:29: Aber ansonsten keine Therapien!
00:43:31: Du hast aber vorhin ja erzählt nachdem die dir die Silikonimplantate eingesetzt hatten also danach wurde festgestellt in der Haut es auch was untersucht man das nicht vorher?
00:43:43: Das hat man, aber das hat man mir nicht erzählt.
00:43:46: ich habe ja danach gefragt Wie weit haben sie dann hier irgendwo einen gesunden Rand durch die Operation?
00:43:53: Und er glätterte, und er sagte ja.
00:43:56: Und tatsächlich warten Sie mal... Nee in der Haut ist auch!
00:44:01: Also wir haben keinen Rand.
00:44:04: Das heißt, die hätten dir das gar nicht erzählt wenn du nicht gezielt nachgefragt hättest?
00:44:09: Nein weil sie Mikro kalt für sich natürlich als nicht operativ oder behandelbar entschieden hätten.
00:44:17: so Ja.
00:44:19: Okay, Gott sei Dank hattest du dieses Vorwissen?
00:44:22: Einmal das und natürlich mag es auch sicherlich daran liegen dass ich diese Genetik hatte die dann auch noch dazu geführt hat dass sich sowieso weiterentwickelt.
00:44:32: Aber den Gentest also dass Du Genträgerin bist das wusstest du doch erst danach oder?
00:44:38: Das wusste ich erst danach weil auch da hat man mich ja noch nicht gut.
00:44:43: bei Zwillingschwestern hätte man vielleicht gedacht Ich hab diese ganze Vorgeschichte.
00:44:49: Natürlich ist man sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass man jetzt sagt zu Leute wir müssen mal hier auf meinen Standaum gucken und ich möchte mal eine Testung machen.
00:44:57: Das ist mir tatsächlich erst im Laufe der Zeit auch selber bewusst geworden das ich gesagt habe wir können ja mal gucken ob da vielleicht auch ein Problem hintersteckt.
00:45:09: Aber auch das wundert mich weil mit deiner Vorgeschicht.
00:45:15: Müssten da nicht im Zweifel die Ärzte drauf kommen, mein Gentest durchführen zu lassen?
00:45:20: Also das mit deiner Schwester.
00:45:21: Das wird ja bekannt gewesen sein oder?
00:45:24: Ja, das habe ich ja erzählt klar und sie war in derselben Klinik ein Wahnsinn.
00:45:29: Das ist tatsächlich so.
00:45:31: aber man hat dann noch nicht auf genetische Problematik geschaut
00:45:36: Und ich glaube dass es auch noch gar nicht So lange her, dass man gedacht hat das kann von der väterlichen Seite nicht übertragen werden oder?
00:45:45: Ja das glaube ich auch.
00:45:47: Ich weiß zum Beispiel meine Kusine die hat es dann auch erwähnt bei ihrem Gönnekologen und hat gesagt oh so viele krank und vom Vater.
00:45:54: und ja da sind die Väter nicht in den hier die brauchen wir uns sich anschauen.
00:45:57: Das hat man weit ja tatsächlich auch gesagt.
00:45:59: ja Und das war auch zwei tausend rechs also das war zu viel Zeit.
00:46:06: Also ich habe dann wenigstens die Therapie weitergemacht in einer Praxis, wo tatsächlich der Stationsarzt, der mich damals auch in der Klinik behandelt hat.
00:46:16: Der hatte sich niedergelassen in einer Arztpraxis und bei dem bin ich jetzt wieder gelandet.
00:46:21: Den fand ich immer ganz toll, den habe ich sehr vertraut und er hat mit mir jetzt die ambulante Chemotherapie
00:46:27: gemacht.".
00:46:28: Was mich daran auch noch wundert ist... Du musst es dich da selbst drum kümmern.
00:46:32: Ich kann mir das gar nicht vorstellen, weil wenn man so eine schwere Diagnose hat, dann muss man noch losziehen und sich selbst kümmern, wo man die Therapie macht, wann man welche Termine hat usw.
00:46:46: Ja also was einem oft an die Hand gegeben wird ist ... Sie können das hier ambulant bei uns in der Klinik machen.
00:46:54: Es gibt ja die Chemoambulanz in den Kliniken und viele machen das dann ja da.
00:47:00: Nun hatte ich mich ja sowieso ausgesorgt, weil ich gesagt habe, das hat mir jetzt hier gar nicht gefallen wie ihr gerade mit ihr umgeht und da tun wir auch von sonst wo kommen.
00:47:10: Dadurch dass ich mir selbst meinen eigenen Weg gesucht habe durch die Zweitmeinung, hab ich mir auch mein eigenes Weg für die Praxis genutzt.
00:47:17: Das ist vielleicht sehr individuell vom Ablauf her.
00:47:22: Das kann ich mir schon vorstellen.
00:47:25: Ich glaube aber trotzdem, dass viele Patienten selber auch sagen hier in der Klinik möchte ich die Therapie nicht.
00:47:31: Ich suche mir jetzt einen Onkologen.
00:47:32: Aber natürlich ist es so, dass sie sich den Onkologen selber suchen
00:47:36: müssen ja.
00:47:37: Okay lass uns gerne da weitermachen.
00:47:39: du bist also von Freiburg wieder nach Lübeck gefahren und hast in dieser Praxis von dem niedergelassenen Arzt dann... Also hast dich da weiter behandeln lassen?
00:47:49: Genau da habe ich erst nochmal dieses Epirovizin mit Zykophosphamid bekommen alleine noch Und dann habe ich das Pakt Itazol bekommen und da sollte ich zwölf Stück bekommen.
00:48:01: Bei den letzten war es aber auch so, dass meine Knochenhaut nicht mehr mitmachte durch die Vorschädigung.
00:48:08: Ich rutschte quasi in die Leukopenie – also sie wurden immer weniger Leukozücken – und ich habe einmal noch eine halbe Dosis bekommen die letzte mit Abstand machen müssen.
00:48:22: Da musste ich mir dann schon wieder mittelspritzen, dass sich die Leukos wieder erholen und dann hat man mir noch die letzte Therapie geleben können.
00:48:31: Je habe ich aber relativ gut vertragen das muss ich sagen.
00:48:34: also ich bin dann auch ... hab die Chemo gekriegt bin nach Hause gefahren.
00:48:38: der Tag war natürlich nicht so schön da war am nächsten da hatte ich ein Hund.
00:48:42: in der Zeit bin dann auch viel spazieren gegangen, also die habe ich relativ gut vertragen.
00:48:52: doch und danach hab ich denn auch gesagt Gut, dann mache ich auch meine Reha.
00:48:59: So und dann habe ich auch eine Reha-Bibikation gemacht und bin auch an die Küste in eine Klinik gekommen Und da war der Chefarzt Der damalige Chefart der mich als ich auf der Ottobüdie lag Du bist hier falsch, ich hol mich mal in einer Stadt zu.
00:49:19: Der war dort.
00:49:21: Und er lachte dann zu mir und da will ich meinen Arm nehmen.
00:49:24: Das war ganz toll.
00:49:26: Er hat sich auch sehr gekümmert.
00:49:28: Und der hat sich aus sehr gekümmert dass ich dort eine Psychotherapie auch in Einzeltherapie bekomme weil in der Regel kriegt man das ja selten.
00:49:35: Man tritt dich in der Gruppe und man hat Gruppentherapien.
00:49:39: Ich habe dann auch mehrere Einzeltherapiene haben dürfen Abschied von meiner Schwesterin.
00:49:47: Vorher einfach gar keine Zeit dazu hatte.
00:49:50: Na klar, war es vorher ja völlig mit dir beschäftigt?
00:49:53: Ja und das war für mich damals nochmal ganz wichtig eben halt auch wirklich loszulassen.
00:50:04: Aber wenn ich das richtig verstanden habe Britta ist ja deine Geschichte da noch nicht zu Ende.
00:50:10: So ist es!
00:50:11: Also ich hab dann weitergearbeitet wieder, bin tatsächlich diesmal in meiner alten Praxis, in der ich aufhören musste.
00:50:18: Auf meine Erkrankung.
00:50:19: Wieder sehr herzlich auch genommen worden!
00:50:21: Ich habe da lange weiter gearbeitet und habe dann aber noch mal in die Urologie gewechselt.
00:50:28: Hat mir auch super gefallen.
00:50:30: Ich mochte mit alten Menschen auch.
00:50:32: Ich habe den Katheter gewechselst.
00:50:35: Ich hab auch die Chemos bei denen gemacht.
00:50:37: also es war schon... Ein richtig, richtig schönes Arbeiten für mich.
00:50:41: Und dann kam ja die Corona-Zeit und man arbeitete nur noch mit Maske.
00:50:46: Dann bekam ich Halsschmerzen.
00:50:48: Das war zwanzig, einundzwanzig wenn ich extreme Halschmerzen bekommen.
00:50:53: Da hat man schon gesagt, ach, wir arbeiten hier immer mit Mundschutz und du trinkst zu wenig.
00:51:00: Du inhalierst immer wieder eine eigene Kohle oder Kohlmann auf den Paltetel Luft.
00:51:08: Das wird daran liegen.
00:51:10: Die Halsschmerzen gingen dann aber über vier Wochen, und sie sich merkte ich, dass ich meinen Speicheln nicht mehr schlucken konnte.
00:51:18: Der ging einfach nicht mehr runter.
00:51:19: Ich konnte mich mal etwas abschlucken.
00:51:22: Und dann habe ich in Termin meiner Haaren-Orzten gemacht und der guckte rein und dachte so, ja, Überweisung verdacht auch zum Grund Karzimen mit Walibu la
00:51:34: beteiligen.".
00:51:36: Dann habe ich mich ins Auto gesetzt und hab irgendeine Kopfhaut geholfen.
00:51:41: Weil für mich in dem Moment einfach ... Da hab' ich gesagt, was?
00:51:45: Nee nicht stimmen!
00:51:46: Nicht schlucken!
00:51:47: Nicht sprechen!
00:51:48: Nein bitte nicht!
00:51:50: Und bin dann mit dieser Beweisung nach Hause und hat meinen Chef angerufen und sagt da nein das kann ich nicht glauben... Das ist eine Erkannung.
00:51:58: die haben Säufer und Raucher und das glaubt, das stimmt nicht!
00:52:02: Das stimmt nicht.
00:52:03: und wir gucken mal dass wir hier ein CT organisiert kriegen.
00:52:07: Und dann hat er das versucht und zeitgleich habe ich aber auch in der Klinik angerufen.
00:52:11: Hallo, Angolanze hatte eben geschildert was auf dem Überweisungschein steht und dann haben die Appelappen gesagt, nie dann komm sie bitte heute!
00:52:21: Das war dann um zwei Uhr und ich bin dann auch hingefahren und hab gesessen bis abends bis zu den letzten Patienten weg war.
00:52:30: also man kommt da immer dran im Notfall das weiß nicht mehr falls jetzt schon machen müssen Aber man muss warten bis zum letzten Patent.
00:52:39: Und ich saß und saß da, und wurde dann als Letzter aufgerufen... ...und das war dann aber auch nicht ganz wie bei Ärztin und die Schraube rein und dachte, ja, das kann ich nur bestätigen!
00:52:52: Und dann hat man mir einen Termin gegeben von der Biopsie.. ..und dann bin ich eine Woche später zur Biopsiedabe gewesen, hat man eine Biopsies gemacht.
00:53:04: Wenn man dann in den Hals und hinten was entfernt, muss man halt auch über Nacht eine Nacht bleiben.
00:53:10: Und dann kam der Oberarzt rein und sagte zu mir Ja!
00:53:14: Es ist ein Zungegrund Katzinom Aber das ist ganz klein Das kriegen wir eventuell sogar weggedesagt und das kriegen wir gut hin.
00:53:26: Komischerweise nach sechs Wochen habe ich dann erst die Termin zur Operation bekommen.
00:53:34: Hattest du die ganze Zeit weiterhin deine Beschwerden, Halsschmerzen und Schluckbeschwerden?
00:53:39: Ich hatte meine beschwärzten tierische Halsgeschwerden.
00:53:42: Ich wusste, ich habe da etwas in meinem Mund.
00:53:44: Mein Mann hat auch gesagt, ich fiel hier ganz toll aus dem Mund weil natürlich das Ganze sich auch mit einem Pilz überlagert hatte.
00:53:52: Und ich hab auf diesen Tag der Operation gewartet und im Nachhinein Hab ich von dieser Klinik mir mal einen Webinar angeschaut, wo du Oberärztin eben halt auf zu diesem Zungengrundkatinum Webinar gehalten hat.
00:54:09: Und die hatte auch gesagt wenn wir bei Patienten dieses Plattenübeteekatinum also das Zungen-Katinum entdecken dann müssen wir uns ganz toll beeilen.
00:54:19: innerhalb von zwei Wochen sollte unser Patient auf den OPT schieben.
00:54:25: Und dann habe ich den auch geschrieben Hallo und ja, ich bin bei euch behandelt worden.
00:54:31: Es war lief dann letztendlich auch alles super aber... Ich habe sechs Wochen warten müssen.
00:54:35: Warum?
00:54:36: Ja das ist ja unglaublich!
00:54:38: Und dann tritt sie nur ja als Täter ihr Leid und man hätte... Sie wüsste jetzt auf den Grund nicht, aber vielleicht hätte man bei mir noch diverse Voruntersuchungen machen müssen.
00:54:47: Hat man aber gar nicht.
00:54:50: Also ich glaube es hat irgendeiner verdattelt dass sich schnell und zügig auf die OP-Liste muss.
00:54:57: Und als ich dann zur OP-Aufklärung kam, da hat man mir vier OP Aufklärungen gelegt für die Entfernung des Tumors.
00:55:06: Für eine Tracheal-Tubuslegung also diesen Luftröhrenschnitt.
00:55:11: Für ein Lappenplastik also Hauttransplantation und für eine Nectis-Section.
00:55:18: Also dass man sämtliche Würfknoten aus allen Bahnen des Halses entfernen muss.
00:55:25: Also links, rechts und vorne.
00:55:27: Diese Operation zur Aufführung musste ich dann unterschreiben und bin dann ein paar Tage später eben halt auch zu OP gegangen.
00:55:36: Also das wurde nicht einfach nur weggelasert?
00:55:39: Nein, ich habe eine acht Stunden OP gehabt.
00:55:44: Man hat den Tumor entfernt, der mittlerweile vier Zentimeter hoch war ganz hinten am Rachen und man musste auf dem Kieldeckel mit entfernen.
00:55:55: Das heißt... Wenn ich jetzt schlucke, fehlt mir die Abdeckung zur Luftwürre wenn man runter schluckt.
00:56:03: Das heißt du verschluckst dich dann ständig?
00:56:06: Ständig!
00:56:08: Ja also ich musste das lernen.
00:56:10: Ich kann es jetzt relativ okay aber auch wenn ich trinke und so gelang kleinste Tröpfchen halt immer auch in der Luftwörre.
00:56:19: Der einzige Schutz den ich habe sind meine Stimmenwände Die das abdecken die ja automatisch zugehen, wenn man schluckt.
00:56:29: Also hat man diese Operation gemacht.
00:56:30: ich bin dann aufgebracht konnte nicht sprechen weil sich ein Tubus liegen hatte Morphiumpumpe der Hals links rechts vorne alles mit Schnitten wie man sieht.
00:56:43: und das hat der Direktor noch entschieden.
00:56:46: er hat gesagt wir nehmen keinen Hautlappen aus dem Unterarm.
00:56:51: Das war geplant da mitgenommen, weil wir uns auch ja auf den Blutzufruhr für diesen Hautlappen.
00:57:02: Sondern man hat meinen schrägen Halsmuskel von innen, von links nach rechts übergezogen und damit den Effekt abgedeckt.
00:57:14: also ich habe auch einen unwahrscheinlichen Zug in meinem Hals aber es war der sichere Weg dass die Haut besser durchblutet war.
00:57:25: Ja,
00:57:26: aber also wenn ich mir das jetzt so versuche vorzustellen dann hast du also ein Tumor hinten an der Zunge oder?
00:57:36: Genau ganz ganz ganz hinten
00:57:39: und was sollte denn da für einen Hautlappen... Der sollte dann da eingefügt werden wo der Tumorausgeschnitten wurde.
00:57:46: oder wie kann nicht mehr das vorstellen?
00:57:47: So ist es weil man sonst ein großes Loch drauf hat.
00:57:52: Und die Zunge, also andere, die eben an der Seite oder so oder vorne ein Stück von der Zunge entfernt bekommen.
00:57:59: Bekommen auch immer dort wieder was drauf zu geben.
00:58:04: Damit man eine ungefähre Zunge ... Wenn man sich mal so ne Zunge vom Rind vorstellt, weiß ich nicht, ob man das früher noch kennt und sie sind ja relativ groß.
00:58:14: Sie sind ja hiesig!
00:58:15: So... Und wenn man da einen Stück abschneidet dann wird das wieder ersetzt durch einen Hautstück.
00:58:24: Damit man quasi wieder eine einigermaßen Zunge macht und das hat man bei mir auch gemacht, weil sonst wäre da hinten ja ein großes Loch gewesen.
00:58:36: Das heißt du hast also jetzt schon noch die Nachwirkungen, die du immer spürst in dem du so'n Zug im Hals hast?
00:58:44: Wenn du den Kopf drehst
00:58:46: oder
00:58:46: wie?
00:58:48: Eigentlich immer!
00:58:50: Ich sag immer... Ich komme vollfältig ins Schrank geschluckt.
00:58:55: Also es ist unterschiedlich, ab und zu schwülte Hals ein bisschen an, dann merke ich das mache ich n bisschen Lymphdrainage, dann geht das wieder weg.
00:59:04: aber letztendlich habe ich den Zug immer also immer des Spanntesbewerbs was natürlich auch noch verschärft wird durch die spannende Situation im Oberkörper.
00:59:20: Also letztendlich bin ich bis da alles bestraft und gespannt.
00:59:28: Ich habe dann im Krankenhaus zwei Wochen mit diesem Tachyaltubus leben müssen, konnte also nicht sprechen und wurde über Sonde ernährt und hab dann aber auch schnell mir zeigen lassen wie ich diesen Tubus den konnte man vorne öffnen und da musste man sich selbst den Schleim absaugen.
00:59:48: Man glaubt ja gar nicht, wenn man nicht schlucken kann wie viel Schlein sich sammelt.
00:59:55: Das heißt es lief dann immer vorne über diesem Tubus raus.
00:59:58: also man war immer total verschleint und hatte auch teilweise dadurch das Gefühl man erstickt gleich um den hat man sich selber immer ein Stück weit abgesaugt.
01:00:07: dass er am Anfang auf der Intensivstation die Schwestern gemacht und dann haben sie gesagt ob du kommst ja aus dem Gebiet wird so mal gucken möchte ich das selber versuchen.
01:00:17: Ich habe nur mit Kugelschreibern ein Stift gearbeitet und hab dann mir das selber beigebracht.
01:00:25: Und bin dann auf Normalstationen verlegt worden, dann habe ich eine Magensonde bekommen also eine Pack die über den Magen wurde dir einen Schlaf gelegt der direkt in den Mage führt weil ich ja noch bestrahlt werden musste.
01:00:44: In der Zeit kann man auch nicht essen und nicht schlucken Und deswegen hat man hier eine Magensonde gelegt für zu Hause.
01:00:54: Der Turbus vorne, der große wurde entfernt und man hat dann gelernt... Das sollte das jeder Patient lernen.
01:01:02: Man hat dann vorne so einen kleinen Stöpsel, sag ich jetzt mal wie ein Abflussstöpselforne in die Luft reingekommen, dass wenn man mal das Gefühl hatte, man würde ersticken oder so, dass man ihn vorne aufmachen kann weil dann die Luft darüber weg fließen kann.
01:01:18: Jetzt fällt das mal zu doll anschild alles im hals.
01:01:20: Ja, ja Und diesen kleinen stöpsel den musste man sich aber täglich selber wechseln.
01:01:28: Das heißt den hat man vorne rausgezogen.
01:01:30: dann sah man dort tatsächlich des furcht fleischer dort die luftröhre längst laufen und Hat ihn dann gesäubert und mit ein bisschen betreuungsmittel gel eingedingt und dann wieder in den in das loch rein gesteckt.
01:01:44: das klingt gruselig.
01:01:47: Das klingt gruselig, weil man tatsächlich unwahrscheinlich ruck- und pustenartig dabei gekonnt.
01:01:53: Weil man steckt sich selber was in die Luft, oder so wie wenn man von oben ein Finger reinstecken möchte, weil ich gucke mich zu diesem Reiz hat man ja.
01:02:05: Und das habe ich aber diese über vier Wochen nicht noch länger fünf Wochen so Zuhause machen müssen.
01:02:17: nochmal dreißig Tage bestrahlt, da war ja eh nichts möglich mit Essen und Trinken.
01:02:23: Und das habe ich dann alles über die Sonde gemacht.
01:02:28: Dann brauchte ich auch noch eine ganze Weile bevor das abgeheilt war, bevor ich überhaupt wieder in der Lage war, oral etwas zu mir zu
01:02:38: nehmen.".
01:02:39: Die Bestrahlung – die erste Woche war noch okay und nach der zweiten merkte ich schon, ich hatte nachher am Ende Verbrennungen dritten gerade, sowohl im Inneren als auch im Aus.
01:02:52: Ich habe mich hoch dosiert alle sechs Stunden mit Morphium behandelt weil anders war das gar nicht auszuhalten.
01:02:59: und ich merkte immer wenn ich an diese Grenze kam so kurz vor sechs Stunden kam ich husten attacken wie lief aus der Nase oder aus den Augen überall Liefenträgen weil es einfach so oberanstrengend für den Körper war.
01:03:15: dann war ich damit fertig mit der Bestrahlung und man hat, ich wollte auch kurz vor der letzten Woche dann auch abgrechen.
01:03:22: Da wollte man da nochmal ganz kontrolliert nur noch auf die Zunge bestrahlen Und dann haben wir gesagt doch bitte halten Sie durch.
01:03:35: das habe ich dann auch gemacht und bin dann nach Hause und hab mir dann nochmal eine Klinik gesucht, die ein spezielles Verfahren hatte was nicht viele Kliniken haben.
01:03:52: Das nennt sich Fotodynamische Therapie.
01:03:56: das ist eine Untersuchung.
01:03:57: da kriegt man ein bestimmtes Mittel über Infusion in den Körper gespritzt das lagert sich dann ab und zwar dort wo eventuell Tumorzellen sind Und die würden dann unter OP, der wird abgedunkelt.
01:04:16: Die leuchten dann und da habe ich gesagt das mache ich noch mal um ganz sicher zu sein dass hier nichts mehr ist.
01:04:25: Dafür sind mein Mann und ich in den Harz gefahren.
01:04:32: Ich war leider immer nicht weit weg aber war wichtig für mich.
01:04:38: Mein Mann hat sowieso alles mitgemacht.
01:04:40: Er hat alles nicht gemacht, er war immer an meiner Seite.
01:04:44: Hat das alles durchgehalten?
01:04:47: Hat es ertragen und ... Das war einfach Wahnsinn!
01:04:53: Und dann sind wir in den Harz gefahren.
01:04:54: Da hatten wir auch noch mal einen super netten Arzt.
01:04:57: Der hat mein Mann ins Dimmer genommen und hat alles von vorne bis hinten erklärt.
01:05:03: Auch da war wieder ein anderes Patientenarztgefüge eine tolle Praxis.
01:05:08: Da hatte man auch wieder das Gefühl, ihr hätt mehr Zeit für einen.
01:05:11: Ich weiß nicht warum das so ist... Das lief dann ganz toll und dann hatten wir es auch noch mal durchgeführt und bin dann immer okay gekommen.
01:05:20: und am nächsten Tag hat er gesagt alles glatt, alles schirrt da leuchtet nicht.
01:05:25: Oh Gott sei Dank!
01:05:26: Du bist sauer.
01:05:28: Ja.
01:05:30: Das war für mich ganz voll.
01:05:33: ja Und in der Klinik hat man auch noch ein großes CT gemacht, wo man diese Zuckerlösung bekommt.
01:05:40: Auch die Knochen und so alles war schick.
01:05:46: Jetzt kommst du nach Hause um dich wieder aufzupetten.
01:05:50: Am Anfang ist es wirklich schwierig ... Nach einer Strahlung hatte ich dann gar kein Speichel mehr.
01:05:56: Weil die Speicheltüsen halt alle mit angegriffen waren.
01:05:59: also ich musste nach bis zu zehn, zwanzigmal im kleinen Schluck Wasser nehmen.
01:06:03: Weil die Zunge einfach am Gaumen klebt, weil das einfach nur Staubpocken da drin war und es hat sich zum Glück ein bisschen wieder erholt.
01:06:13: also man nimmt jetzt diverse Mittelchen und man versucht ja immer wieder Neues.
01:06:19: und ich habe jetzt eine Schiene gefunden womit ich gut klar komme mit Lösungen, mit Igeels für den Nacht und mit nochem Öl für die Schleimhäute.
01:06:29: Und so haut es einigermaßen hin, was geblieben ist, dass ich nicht scharf essen darf.
01:06:35: Nicht salzig, nicht zu süß und nicht zu sauer.
01:06:39: Kein Fleisch, kein Brot... Also schon sehr eingeschränkt.
01:06:45: Aber man lernt damit zu leben?
01:06:47: Man lernt, damit zu Leben tatsächlich!
01:06:51: Und letztendlich ist mein Leben natürlich total anders geworden aber nicht nur schlechter Es war schwieriger, aber trotzdem schön.
01:07:05: Okay... Schwierig ist eigentlich wenn man sich wieder so aufgerappelt hat und da wieder rausgekommen ist und es war vorher schon sehr sportaffin.
01:07:18: Ich habe mal ein Yoga gemacht ich bin geworgt das habe ich ja schon im Brustkrebs Zeit gelernt zu was für dich Und das habe ich immer, immer gemacht.
01:07:29: Ich war auch jetzt in dieser Klinik, hat man gesagt fünf Wochen Aufenthalt und bin nach drei Wochen nach Hause gegangen.
01:07:35: Ich bin da über den Firm gestratzt, sobald es ging... Der Professor, der war auch ein ganz lieber und er hatte dann als man mir diesen kleinen Tourus eingeführt hat, hat er gesagt lassen Sie mal heute noch vorne den Deckel auf.
01:07:49: Das ist auch wieder eine Umstellung wenn sie den Druck haben.
01:07:52: Die waren raus.
01:07:53: Ich bin ins Badezimmer, hab den Stöpsel zugemacht und dann habe ich ganz leider ein, zwei, drei ... Weil ich konnte ja vorher die ganze Zeit nicht sprechen.
01:08:01: mit diesem Ding konnte ich wieder reden Und da hab' ich immer eine Stimme gehört!
01:08:04: Ich hab mir eine Stimmel gesagt!
01:08:06: Dann ist auch so der Stöpfel lässt sich jetzt zu.
01:08:09: Und dann bin ich mit meinem Mann als er kam über den Führer gegangen und dann guckte der Professor und er ging da grad... und dann machte der Daumen hoch und dachte super was da du hast ja schon den Schöpfen zu.
01:08:21: Ja und ähm Das war halt so meine Art, möglichst schnell wieder fit zu werden.
01:08:27: Und das habe ich auch immer gut hinbekommen und das mache ich auch jetzt so!
01:08:30: Ich gehe worgen, ich gehe laufen, ich geh zum Aquatraining... ...und sehe dadurch Anführungsstrichen gesund aus.
01:08:39: Also jeder.. und das ist das was schwer fällt nach außen hin.
01:08:44: Auch du bist so fröhlich und machst so viel und siehst so gut aus und du bist zu gesund.
01:08:49: Aber wenn die Tür zufällt Dann ist es schon auch so, dass Tränen kommen und das Trauer da ist.
01:08:55: Das G-Muja ist die Instabilität und die Grauer auf das alte Leben.
01:09:00: Weil das alte leben kriegt man nicht zurück.
01:09:05: Das ist einfach nur ... Auch wenn ganz viele, glaub ich immer sagen, jetzt bin ich wieder fit, jetzt möchte ich in das alteleben zurück.
01:09:12: Aber das alte ... Man muss glaube ich ganz doll lernen, dass man ein neues ... Lebenswertes Leben hat so, wie es halt geht.
01:09:28: Ich glaube das ist auch wirklich eine unwahrscheinlich wertvolle Botschaft weil es ja wahrscheinlich auch dich überhaupt nicht weiterbringt wenn du daran festhältst in das alte Leben zurück zu wollen was aber einfach nicht möglich ist.
01:09:46: Du kannst ja nur lernen dich anzupassen um zumindest dein Leben auch lebenswert zu gestalten, oder?
01:09:53: Genau so ist es.
01:09:57: Was schwierig noch mal war, ist dass die Krankenkasse irgendwann nicht zukam und gesagt hat, hier sind jetzt bald die siebzig Wochen Arbeitsunfähigkeit rum und entweder gehen Sie jetzt zur Reha und wir gucken mal, dass wir wieder arbeitsfähig werden oder wir kürzen Ihnen das Krankengeld!
01:10:16: Und das war für mich natürlich eine entsprechende Ganz ganz schwierig, weil ich wusste Ich habe es ja vorher immer geschafft so und wenn's nur für von uns was stunden waren wieder zu arbeiten.
01:10:28: Mir war aber jetzt bewusst erschaffst du nicht Das schaffe ich nicht.
01:10:33: Ich musste dieses viele trinken ich brauche auch immer mal wieder Arbeit ist ja auch trotz allen immer mit einem Stück weit Dresspähe verbunden weil man will ja auch gut sein, in dem was man macht.
01:10:47: Das war ja auch immer mein Bestreben und ich wusste ich schaffe das nicht.
01:10:52: Und dann bin ich aber zu einer Reha gekommen die eben halt auch eine Abteilung wirklich nur für Kopfhals Mundhumore hatte und habe dort auch zwei ganz ganz tolle Menschen kennengelernt, die meine Erfahrungen gemacht haben, was ja auch nochmal ganz toll war.
01:11:10: wenn das ist schon eben Wenn ich das jetzt so auch auf Instagram sehe, eine Erkrankung die nicht so häufig diskutiert wird.
01:11:19: Und ... Das war toll mal mit jemandem zu reden der Ähnliches spürt.
01:11:24: Der eben auch einen Fundbutter in den Mund nimmt, weil es gut tut!
01:11:29: Ja?
01:11:31: Und ... Eben auch weiß, wie's darum ist mit dem Schlucken und so.
01:11:38: Und das war richtig schön.
01:11:40: Da habe ich natürlich auch ein Gespräch gehabt seitdem es um wieder Eingliederung beruf, ja nein.
01:11:46: Und der Chef hat mich dann dort einmal und dann guckte er sich meine Akte an... ...und dann sagte er, sie können nicht wieder arbeiten?
01:11:55: Und die sagte, das sehe ich genauso!
01:11:58: Da brauchen Sie überhaupt keine Angst haben, da schreibe ich Ihnen hier aus, Ziel gehen in die Erwärtsmeldung.
01:12:03: Und dafür bin ich ein Stein vom
01:12:04: Herzen.".
01:12:05: Weil ich echt Angst hatte.
01:12:06: Ja klar, weil der den Druck los war?
01:12:08: Ich war den Druck lossen.
01:12:09: Denn ich hatte gewusst wenn ich wieder anfangen wollte zu viel weniger Stunden und damit würde ja auch irgendwann meine Rente immer kleiner werden mit dem was ich nur noch arbeiten kann.
01:12:20: man denkt ja trotzdem auf an die Zukunft.
01:12:24: Das ist ja auch total richtig.
01:12:27: Und also da war wirklich... Da war ich sehr erleichtert dass sich tatsächlich Zuhause bleiben darf Da, dass ich mich noch holen darf.
01:12:39: Und das war ... da war ich schon froh drüber.
01:12:44: Ich hab dann eine neue Arbeit in Anführungsstrichen gefunden.
01:12:49: Ich hatte hier noch zwei Jahre Psycho-Onkologie.
01:12:52: Die habe ich auch gebraucht.
01:12:54: Also, da hatte ich wirklich ne Phase.
01:12:56: Da brauchte man nicht nur antippen und ich hab geweint.
01:12:59: Ich wusste gar nicht mehr warum und wieso.
01:13:02: Da waren nur noch Weinen angesagt einen tollen Therapeuten gefunden, habe da meine Psychotherapie gemacht und der ist auch Onkologe auf einer Palliativstation.
01:13:15: Und irgendwann kam mir drauf dass er auf dieser Station eine Dame hätte die Biografien arbeiten machen würde für die Patienten dort und die würde jetzt aber aufhören weil sie so alt war.
01:13:30: und dann hatte ich ihnen gesagt das können wir vorstellen.
01:13:34: Und dann habe ich noch einmal mit der Dame gesprochen, die total nett war.
01:13:39: Die hat mir gesagt, worum es geht und wie es läuft.
01:13:43: Dann bin ich quasi ins kalte Wasser besprungen.
01:13:46: Er hat mir einen Aufnahmebesitz gegeben und dann bin ich in diese Klinik zu einem Patienten, der das auch wollte.
01:13:53: Also die Patienten werden ja gefragt.
01:13:55: Ich hab eine Stunde beim Gesessen und seine Geschichte aufgenommen Hab das dann verschriftlich, hab da ein kleines Buch draus gemacht.
01:14:06: Er durfte mir sagen wie viele Bücher erhaben wollte.
01:14:08: Er hatte zwei Kinder eine Ehefrau, er wollte drei Bücher.
01:14:11: Das wird alles getragen von dem Palliativförderverein.
01:14:15: Dann bin ich zu ihm und hab ihn das einmal vorlesen dürfen Und er war total begeistert.
01:14:22: und einen Tag später hielt mich der Arzt an Mein Psychotherapeut und dachte, dass hast du mich super gemacht.
01:14:32: Der Patient hat sich mehrfach immer wieder Spücke aus seinem Buch vorlesen lassen und ist gestern wenig eingeschlafen.
01:14:39: Und das mache ich jetzt seit zwei Jahren, und habe schon über zwanzig Viecher geschrieben.
01:14:45: Und wahrscheinlich unglaublich viele Menschen glücklich gemacht damit?
01:14:49: Ja!
01:14:49: Und auch mich, dem natürlich glücklich... ...und die gehen auf teilweise so entspannt in die letzte Phase dass sich davon kann man sich auch ein Stück weit abschneiden, weil es hat ja keinen Sinn.
01:15:05: Ich sehe beide Seiten verbittert und mit Krampf und Kraft in die letzte Phase zu gehen oder... Es ist gut so!
01:15:14: Wir wissen alle das unser Leben endlich ist.
01:15:17: aber es ist halt auch unendlich wertvoll und man muss jeden Tag Schätzen lernen mutige Wege gehen manchmal auch Entscheidungen treffen auch für mich immer wieder selber getroffen habe, um sein Leben in die Hand zu nehmen und das so erfüllt wie möglich zu machen.
01:15:34: Und dann irgendwann sagen zu können ja jetzt ist es okay so.
01:15:40: Ich gehe mit warmen Härten.
01:15:43: In Frieden ne?
01:15:44: Wenn man das hinbekommt... Das kann's einfach nur besser machen!
01:15:49: Und ich weiß dass das fürchterlich schwierig ist gerade durch junge Menschen die kleine Kinder Zuhause haben.
01:15:56: Man will ja nicht.
01:15:58: Und ich will auch jetzt eigentlich nicht... Ich würde jetzt nicht sagen, mein Leben ist so scheiße dass ich auch sterben kann.
01:16:06: Nein!
01:16:07: Und gerade dieses Ehrenamt zahlt mir auch immer wieder.
01:16:10: schlimmer geht auch noch.
01:16:13: Man kann ja an diesem Leben noch teilen.
01:16:18: Das hast du schön gesagt?
01:16:20: Ja.
01:16:22: Britta, ich finde ganz erstaunlich das man es dir Gar nicht anhört, dass du diese Wahnsinns-OP hattest.
01:16:31: Also wie du sprichst und so das merkt man nicht ne?
01:16:36: Ja!
01:16:36: Das ist tatsächlich... Da war ich auch richtig glücklich drüber, dass sich quasi meine alte Stimme wiederbekommen hat.
01:16:42: Ich habe am Anfang ganz tief gesprochen.
01:16:45: Es freut mich wirklich oft, wenn es jetzt so bleibt.
01:16:47: Mein Mann hat immer gesagt, oh die ist so sexy die Stimme.
01:16:49: Oh nein!
01:16:54: Das mag daran liegen, dass tatsächlich mein Teil der Zunge ganz hinten ist.
01:16:59: Der eigentlich so für dieses Lispeln oder was auch andere dann manchmal haben nicht sorgt.
01:17:06: Also die Patienten, die Metallzungen entfernen und weiter vorne oder an der Seite haben, sprechen meist oft unbeutlicher.
01:17:14: Auch die lernen natürlich in der Logo-BDI wie zu sprechen ist.
01:17:18: aber das musste ich nicht lernen.
01:17:20: Ich musste eigentlich nur das Schuppen lernen.
01:17:24: Ja, nur in Anführungszeichen auf jeden Fall.
01:17:28: Was mich sehr beeindruckt also neben dir jetzt und deiner Geschichte und wie du das alles so nimmst weißt du?
01:17:40: So ohne Kampf!
01:17:42: Also so hört sich das für mich auf jeden fall an sondern Du nimmest es einfach so wie's ist weil so ist es halt nicht dagegen arbeiten.
01:17:55: Ich finde es aber auch sehr beeindruckend, was du es über deinen Mann sagst und wenn man sich das mal überlegt, du hast ihn damals geheiratet mit Anfang zwanzig und er ist immer noch an deiner Seite dass es nicht selbstverständlich ist.
01:18:09: Das finde ich ganz großartig!
01:18:13: Er ist auch nicht selbstverständlich.
01:18:15: Der hat so viel durchzuhalten, der hat sich seine Zukunft sicherlich oft mit mir ganz anders vorgestellt und er macht alles für mich.
01:18:26: Also er sagt, wenn du hier einen Pferd in Fuhr haben willst ich stelle dir ja auch ein Pferdd in Fuher.
01:18:32: Das ist unwahrscheinlich.
01:18:35: dankbar bin ich für diesen Menschen, der in mein Leben getreten ist.
01:18:42: Tatsächlich sind wir jetzt schon über thirty-fünf Jahre verheiratet.
01:18:49: Ja, was für ein Geschenk also wirklich?
01:18:52: Ein ganz großes Geschenkt.
01:18:54: und das darf man auch immer nicht vergessen dass der Partner die Partnerin auch unter so emotionalen Druck steht und ganz selten gefragt wird wie geht es dir denn?
01:19:05: sondern es wird immer gefragt wie geht's bei einer Frau?
01:19:07: oder wie gehts dein Mann?
01:19:09: Der wird so ein bisschen hinten fallen gelassen.
01:19:12: und was wir beide immer gut hinbekommen, ich habe ihn immer mit allen bezogen in meine Krankheit.
01:19:20: Ich hab ihm meine Narben gezeigt wenn es ist immer schwierig für ihn, weil sowas kann er eigentlich gar nicht sehen.
01:19:25: aber ich habe den immer mit eingezogen und habe auch mal gesagt mag ich mir hier mal einen Pflaster wechseln und so dass er sich nicht außen vor fühlte.
01:19:36: Und er hat es eben halt alles live miterlebt und ist auch mehrfach für sich selbst, auch mal zusammengebrochen.
01:19:44: Aber wenn er mir den Überstand immer gesagt hat hier nicht was kann ich für dich tun?
01:19:50: Das ist einfach das größte Geschenk, was wir haben.
01:19:54: Ja absolut!
01:19:57: Liebe Britta Möchtest du zum Ende unserer Folge noch der ein oder anderen Hörerin etwas mit auf den Weg geben, worüber wir jetzt vielleicht noch gar nicht so gesprochen haben?
01:20:08: Ja da fällt mir spontan eigentlich gar nicht wirklich was ein.
01:20:12: Aber ich sehe es ja bei allen anderen und vielen auch dass sie viel zu kämpfen haben.
01:20:19: das was ich halt auch gemacht habe immer wieder... Das Kämpfen ist ja nicht kämpfen um sein Leben.
01:20:26: Das Kämpfen ist mir dieses Kämpfe nach außen hin, weil das Gesundheitssystem leider Gottes immer schlimmer wird.
01:20:32: Also jeder muss auch wenn er vielleicht gar nicht mehr so die Kraft hat sich Kletze suchen, sich Therapien suchen und sich Gedanken machen aufpassen ob der Arzt wirklich alles in sich angeschaut hat, weil sie einfach überlastet sind und wenig Zeitmodus sind dass man trotzdem nie den Mut verlieren sollte einfach an sich selber glauben sollte, weil das vielleicht in all der Situation einen immer am besten trägt.
01:21:02: Wenn man dann ein gutes Netzwerk um sich herum hat ist es das A und O Und wenn man da noch den Arzt seines Verbrauchens findet, das ist natürlich das I-Typelchen auf dem Ganzen Um lebenswert im Leben zu bleiben.
01:21:20: Ich danke dir, dass du deine Geschichte mit uns geteilt hast.
01:21:23: Das ist ja wirklich eine ganz außergewöhnliche Geschichte.
01:21:25: Sehr
01:21:26: gerne!
01:21:27: Und liebe Hörerinnen vielleicht bist du auch selbst mit einer Krebsdiagnose konfrontiert worden.
01:21:35: am fünftzehnten Juni findet mein sechstes schön und stark Foto-Event statt.
01:21:40: es ist ein Tag an dem Frauen zusammenkommen die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
01:21:45: Gemeinsam posiert ihr für ein Gruppenfoto.
01:21:48: Es entstehen Einzelaufnahmen und das alles ist natürlich begleitet von Gesprächen, gemeinsam tanzen, Makeup und Styling gutem Essen und ganz vielen Momenten die euch ja hoffentlich noch lange begleiten werden.
01:22:04: Alle Infos zum Foto-Event findest du auf meiner Website.
01:22:07: ich verlinke das natürlich alles in den Show Notes Und dir liebe Britta Wünsche ich von Herzen alles, alles
01:22:15: Gute.
01:22:16: Vielen Dank!
01:22:20: Ich hoffe sehr, dass auch diese Folge für dich wertvoll war und du einige Dinge für dich selbst mitnehmen konntest.
01:22:26: Auf www.franciska-günder-fotografie.de findest Du mehr über mich und meine Arbeit.
01:22:32: Informiere Dich gerne zu schön und stark ein Fotoprojekt für Frauen mit oder nach einer Krebserkrankung Den schönen und stark Einzelshootings, dem Podcast Lebe Selbstvoll und weitere Projekte Die Frauen auf ihrem Weg stärken.
01:22:46: Teile gerne diese Folge mit deiner Familie und deinen Freunden und hilf so dabei den Podcast Lebeselbst voll weiter in die Welt zu tragen!
01:22:54: Lass mir auch supergerne fünf Sterne da und teile deine Gedanken und Erfahrungen zu dem Thema auf Instagram et Franziska Günter Fotografie mit mir.
01:23:02: Ich wünsche dir alles Liebe, Lebe selbstvoll, deine Franziska.
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