#159 Vom Polypen zur Darmkrebsdiagnose

Shownotes

** Vom Polypen zur Darmkrebsdiagnose - im Gespräch mit Theresa **

Als Theresa 17 Jahre alt war, bemerkte sie Blut im Stuhl. Ein Symptom, das sie abklären ließ. Es wurde ein Polyp entdeckt und entfernt. Die Diagnose: eine Krebsvorstufe.

Theresa nahm die regelmäßigen Kontrolltermine wahr, doch einige Jahre später kehrten die Symptome zurück. Wieder bemerkte sie Blut im Stuhl. Diesmal lautete die Diagnose: Darmkrebs.

Mit Anfang 20 fand sie sich in einer Situation wieder, mit der die wenigsten Menschen in ihrem Alter rechnen. Es folgten Operationen, Chemotherapie und die Hoffnung, die Erkrankung hinter sich lassen zu können.

Doch nur wenige Wochen nach Abschluss der Behandlung wurden Metastasen entdeckt.

In dieser Folge erzählt Theresa von ihrem Weg durch die Erkrankung, von Rückschlägen, großen Operationen und den körperlichen Veränderungen, die geblieben sind. Sie spricht darüber, wie es sich anfühlt, als junge Frau an Darmkrebs zu erkranken, warum Vorsorge und Früherkennung so wichtig sind und wie sie gelernt hat, trotz all der Unsicherheiten nach vorn zu schauen.

Heute ist Theresa krebsfrei.

In dieser Folge erfährst du:

  • welche ersten Warnsignale Theresa bemerkt hat
  • warum Darmkrebs auch junge Menschen betreffen kann
  • wie sie die Zeit zwischen Diagnose, Therapie und Metastasen erlebt hat
  • welche körperlichen und emotionalen Folgen die Erkrankung mit sich brachte
  • wie sie sich heute selbst wahrnimmt
  • was Narben mit ihr machen

Ich hoffe sehr, dass auch diese Folge für dich wertvoll ist und du einige Impulse für dich selbst mitnehmen kannst.

Vielleicht kennst du das Gefühl dich selbst nicht mehr richtig zu erkennen - besonders nach einer intensiven Zeit wie einer Krebstherapie. Genau darüber sprechen wir an meinem kostenfreien Zoom-Abend "Zurück zu dir" am 02. Juli um 19:00 Uhr. Ein Abend für Frauen nach einer Krebstherapie - über den eigenen Körper, Veränderungen und den Weg zurück zu sich selbst. Alle Infos und die Anmeldung findest du hier: https://www.franziskaguentherfotografie.de/zurueckzudir

Wenn du mehr über Theresa erfahren oder Kontakt zu ihr aufnehmen möchtest, findest du sie auf Instagram @theresamariaweiss.

Wie immer freue ich mich riesig, wenn du deine eigenen Erfahrungen oder deine Gedanken zur Folge auf Instagram @franziskaguentherfotografie mit uns teilen möchtest, schreibe gerne in die Kommentare. Hinterlasse mir auch super gerne 5 Sterne und abonniere & teile den Podcast mit deinen Freunden und deiner Familie. So hilfst du dabei den Podcast LEBE SELBSTVOLL weiter in die Welt zu tragen.

Alle Infos zu meiner fotografischen Arbeit, den schön & stark Einzelshootings und dem Podcast "lebe selbstvoll" findest du auf https://www.franziskaguentherfotografie.de Hier kannst du dich auch für das 6. schön & stark Fotoevent am 15. Juni 2026 anmelden.

Ich wünsche dir alles Liebe, lebe selbstvoll, deine Franziska

Transkript anzeigen

00:00:09: Hallo und herzlich

00:00:10: willkommen zu einer neuen Folge von Liebe selbstvoll, dem schönen und starken Podcast für mehr Selbstfürsorge.

00:00:17: Hier geht es um Frauen die an Krebs erkrankt sind – um die Erfahrungen, die sie während der Therapie gemacht haben, um ihre Sorgen und Nöte aber auch um mögliche Richtungswechseln, die eine Krebsdiagnose mit sich bringen kann!

00:00:30: Wir sprechen darüber, was dir das Leben erleichtern kann.

00:00:33: Welche Erkenntnisse betroffene Frauen im Laufe der Zeit gewonnen haben und wo die Prioritäten im Leben liegen.

00:00:38: – ich wünsche dir ganz viel Freude beim Zuhören!

00:00:44: Hallo und herzlich willkommen!

00:00:45: Mein Name ist Franziska Günter-Gödenpenig.

00:00:48: Ich bin Fotografin und begleite Frauen nach einer Krebserkrankung dabei wieder einen neuen Blick auf ihren Körper zu finden.

00:00:55: Ich freue mich dass du eingeschalten hast.

00:00:57: Heute erzählt uns Theresa ihre Geschichte.

00:01:00: Sie ist vor wenigen Jahren an Darmkrebs abkrankt.

00:01:03: Herzlich willkommen, liebe Theresa und schön dass du da bist!

00:01:06: Ja hallo Franziska freut mich auch sehr das ich hier sein darf.

00:01:11: Etwa fünf bis sechs Prozent der Menschen in Deutschland erkranken im Laufe ihres Lebens am Darm Krebs.

00:01:16: Ich finde das es eine wirklich große Zahl Und dabei liegt aber das mittlere Erkrankungsalter bei über siebzig Jahren.

00:01:24: Du liebe Teresa bist deutlich jünger.

00:01:27: Wie war das bei dir?

00:01:28: Wann hast du erste Symptome bemerkt, also wie hast du überhaupt gespürt dass da was nicht stimmt.

00:01:36: Ja ganz richtig!

00:01:37: Also ich komme zwar aus Österreich aber bei uns ist es natürlich auch diese Studien sehr ähnlich.

00:01:45: Es war bei mir tatsächlich dann so, dass sich mit siebzehn Jahren... Das war im Jahr zwanzig während des Corona Lockdowns des ersten Zirkans Blut im Stuhl bemerkt hatte.

00:01:59: Ich hatte auch Verdauungsbeschwerden nach dem Essen und das hat mich natürlich dann schon gleich stutzig gemacht, ich war dann schon so... also hab das mit meiner Mutter auch gesagt und dadurch dass aber Corona war haben wir dann quasi erst circa, ich sag drei Monate nach Beginn der Symptome einen Arzttermin ausmachen können.

00:02:23: Die Symptome waren auch nicht so stark, dass ich akut Hilfe bräuchte.

00:02:29: Und dann war ich bei einer Internistin die nach einem Ultraschall eine Raumforderung gesehen hat bei meinem Diktarm wo sie schon ein bisschen nervös geworden ist bzw.

00:02:46: man hat gleich gemerkt okay da ist etwas nicht ganz so wie es sein sollte und deswegen hat sie mich dann an die Klinik weitergeleitet.

00:02:54: Und in der Klinika nach Untersuchungen war man sich dann sicher, dass das ein Bolüb ist, der was auf alle Fälle weg muss.

00:03:02: Das war sehr verrückt und beängstigend weil ich bis zu dem Zeitpunkt nie im Krankenhaus war.

00:03:08: Ich immer war ich ein sehr gesundes Kind und hab mir nie einen Arm oder irgendwas gebrochen heißt dann war halt irgendwie das sehr plötzlich und beängstigend.

00:03:19: Und im Endeffekt hat sich dann herausgestellt, dass das ein... Ich glaube es war echt ein acht Zentimeter großer Polypwa.

00:03:26: Das waren sie koloskopisch nicht mal unter einer Behandlung quasi entfernen haben können sondern das waren insgesamt zwei Koloskopien mit einem Abstand dazwischen und man hat also bis zu dem Zeitpunkt habe ich noch gar nicht daran gedacht, dass dies bösartig sein kann und es war zum Glück auch noch nicht bösartig.

00:03:49: Allerdings hat man dann auch eben, es waren die Warnsignale da weil es eine Vorstufe zum Krebs war, dieser Polyp und die Ärzte waren zwar... Also ich glaube wenn ich eine Strichliste darüber führen hätte müssen wie oft mir die Ärtze gesagt haben also das ist sehr untypisch und du bist eigentlich so jung.

00:04:13: aber Ich war für viele oder alle Ärzte ein bisschen ein Mysterio, weil es vor allem bei uns familiär auch keine Vorerkrankungen gibt.

00:04:24: Also keine offensichtlichen Daumkripsfamilien im Familienstammbaum quasi vorgekommen ist und deswegen genau war das dann alles... Das hat so der erste Stein da was vieles in uns Rollen gebracht hat.

00:04:39: Weil dadurch war ich dann weil es eine Vorstufe zum Krebs war, jährlich bei der Koloskopie-Untersuchung.

00:04:47: Einfach damit man das im Auge behält sollten neue Polypen kommen.

00:04:55: Genau!

00:04:56: Also ja... Das war schon sehr früh alles aber es hat damals noch nicht so viel mit der tatsächlichen Krebsdiagnose für mich persönlich zu tun gehabt.

00:05:05: Weil die tatsächliche Krebs Diagnose war.

00:05:07: dann als Als ich frisch in Wien war beim Studieren und frisch eben an eine neue Stadt gekommen bin, ich komme eigentlich aus Tirol.

00:05:19: Und ich wollte einfach in die große Stadt... ...und dann habe ich wieder Blut im Stuhl gehabt!

00:05:23: Dann war es für mich klar, oh das ist ein Symptom dass ich ernst nehmen muss und hatte dann vor lauter Studienstart und neue Stadt konnte ich da nicht sofort zum Arzt gehen.

00:05:38: Ich hab das dann erst im Dezember gemacht, weil ich dann eben das erste Mal wieder daheim war in Tirol, in Innsbruck bin ich dann gleich in die Klinik weitergeleitet worden von meiner Ärztin wo ein CD gemacht wurde.

00:05:53: also dann war für mich das auch mal klar.

00:05:55: okay das könnte eventuell ein längerer Weg werden aber wie lange er wirklich wird?

00:06:00: Das waren wir sicher noch nicht klar zu dem Zeitpunkt.

00:06:08: Ja, gerne.

00:06:10: Nachdem bei dir im Jahr ... ... die Kolpuskopie gemacht wurde, waren dann deine Beschwerden weg?

00:06:18: Ja!

00:06:19: Ich denke schon nicht.

00:06:20: Es ist jetzt schon sechs Jahre her.

00:06:23: Ich hab definitiv sehr normal weitergelebt und ich hatte auf alle Fälle kein Blut mehr im Stuhl.

00:06:32: Und das war halt quasi für mich das größte Warnsignal Und verdauungstechnisch war eigentlich auch alles relativ normal, soweit ich mich erinnern kann.

00:06:44: Und dann hast du ja gerade erzählt dass du zwanzig dreiundzwanzig wieder Blut im Stuhl hattest?

00:06:49: Ab wann ist denn das ein Wahnsignal?

00:06:52: also ich meine wenn man jetzt mal einmal blut im stuhl hat ist das schon... Also sollte das schon ein Alarmzeichen sein und vielleicht den nächsten Arztbesuch einleuten oder kommt das häufiger vor?

00:07:03: wie war das bei dir?

00:07:03: Also hast du jedes Mal Blut am Stuhll gehabt Und hattest du auch in den Jahr- und zwanzig wieder diese Verdauungsbeschwerden dazu?

00:07:11: Gute Frage!

00:07:13: Es ist tatsächlich oft normal, wenn man einmalig oder für eine kurze Zeit mal Blut im Stuhl hat.

00:07:23: Wenn man zum Beispiel Hämorrhiden hat.

00:07:25: Also es können mehrere Ursachen dafür verantwortlich sein, dass man Blut am Stuhle hat.

00:07:33: Ich wusste einfach... Ich mit meiner Vorgeschichte, mit diesen Polypen.

00:07:40: Dass das für mich ein Wahnsignal ist, weil das dann vor allem auch soweit ich mich erinnern kann bei jedem Stuhlgang so war.

00:07:48: Es war auch frisches Blut Das heißt es war sehr hell und ich hatte zwar nicht so starke Verdauungsschwierigkeiten Es war für mich immer schwierig, weil ich hatte immer schon ein eher stressiges volles Kohl gepacktes Leben Deswegen vielleicht auch öfter etwas eine unruhige Verdauung gehabt.

00:08:12: Heißt, die Beschwerden der Verdauungsbeschwerden waren jetzt nicht so groß.

00:08:20: und genau deswegen kann ich jeden der was vielleicht mal Blut im Stuhl bemerkt vorerst beruhigen dass es einfach mehrere Ursachen haben kann.

00:08:32: nur wenn das eben länger und häufiger.

00:08:36: Und über einen langen Zeitraum, längeren Zeitraum ist das also länger meine ich da mit über Wochen dann ist es natürlich schon etwas was man unbedingt abklären muss.

00:08:47: Auf jeden Fall Gut dass wir das jetzt noch mal so besprochen haben weil das habe ich mich tatsächlich schon gefragt wobei sich ja auch Darmkrebs nicht wirklich ankündigt

00:08:58: Richtig?

00:08:58: Ja?

00:08:59: Ich denke Also ich bin da ein Ich sag mal Glücksfall, weil mein Körper mit diesem Blut im Stuhl... Damals, also ich dachte damals es war sehr früh.

00:09:14: Also das wird sich dann wenn ich noch mehr erzähle ein bisschen erklären worum's dann im Endeffekt doch relativ weit ausgebreitet schon war aber jedenfalls was aber.. Ich bin sehr froh dass mein Körper mir Warenzeichen gegeben hat.

00:09:29: Weil ich denke ist jeder jede Woche oder vielleicht sogar jeder Tag zählt in dem Fall, wo man Diagnose und die Therapien anfängt.

00:09:41: Also was ich aber alle für gelernt habe ist es auf meinem Körper zu

00:09:44: hören.".

00:09:46: Okay du bist also aufgrund dieser Symptome, die Du hattest Ende im Jahr zwanzig-dreiundzwanzig zum Arzt gegangen?

00:09:53: Wie ging das weiter?

00:09:54: Genau!

00:09:54: Es war genau genau am Ende des Jahrzehntausends zweiundzwanzig.

00:09:58: Genau!

00:09:58: Also es war dann nur Anfang des Jahr zehntasend dreiundzwantzig dass ich zum Arzt gegangen bin und sich dann dieser Diagnoseprozess mit meinem CT-Bild dahingehend entwickelt hat, dass ich eine große Operation geplant war im Februar.

00:10:21: Und zwar hat man einen Polypen nach außen wachsen, sehen am CT also quasi nicht wie es davor war.

00:10:30: Nach innen Richtung Dickdarm drinnen sondern nach am äußeren Dick-Darm und hat dann auch in vielen gleich dass man ich glaube damals war die Rede von circa ein Meter vom Dick-darm entfernen will.

00:10:48: Einfach aus dem Grund, dass es bei mir quasi klar war, dass ich durch eine genetische Veränderung dazu neige diese Polypen zu bekommen und dann als Vorsichtsmaßnahmen man gesagt hat das Risiko unternutzen.

00:11:09: besser wäre diesen Dickdarm um ein großes Stück zu verkleinern.

00:11:15: Für alle, die das vielleicht nicht wissen.

00:11:17: Der Dickdarm eines Menschen ist ungefähr insgesamt ein bis anderthalb Meter lang.

00:11:24: Das heißt wenn du jetzt gerade sagst sie wollten ungefähr einen Meter davon entfernen?

00:11:29: Also heißt es eigentlich fast alles oder?

00:11:31: Ja also es war schon relativ viel!

00:11:37: Richtig ja.

00:11:38: aber zu dem Zeitpunkt war es für mich klar dass wenn die Ärzte sagen es ist so besser dann machen wir das so.

00:11:44: Ja.

00:11:45: Ich hatte das vor einiger Zeit auch im Podcast, dass man das ja so operieren kann, dass der Dickdarm entfernt wird und den Dünndarmen dann die Aufgaben des Dickdarms übernimmt?

00:11:57: Genau!

00:11:58: Also es war aber zu dem Zeitpunkt noch nicht – also bei dieser Operation – noch nicht nötig.

00:12:03: Sie haben meines Wissens nach noch einen Teil des Dickdarms mit dem Dündarm gemeinsam zusammen nähen wieder können und haben einen Tumor entfernt.

00:12:17: Und dann war ich aber... Also, mir ist es nach der Operation ziemlich schlecht gegangen weil ich diese Narkose nicht vertragen habe.

00:12:26: also das war so ein was anscheinend vor allem bei Frauen häufiger Auftritt ist dass eine gewisse Art von Narkoße nicht vertragen wird man deswegen danach viel erbrechen muss und einem extrem schlecht ist.

00:12:42: Das war bei mir der Fall Und es war dann sehr demütigend für mich, das Ganze irgendwie nach der Operation zu verarbeiten.

00:12:55: Also du bist dann ans Bett gebunden weil dadurch dass dir ein Teil des Dickdarms einfach genommen wird kommt da viel einfach ohne dass man es zurückhalten kann eben hinaus an Positheit auch noch von der Operation.

00:13:12: Dementsprechend hatte ich Windeln Und dann liegt man halt da mit wie alt war ich da, einundzwanzig Jahren und ... Nein, zwanzig war ich sogar.

00:13:21: Ähm, glaub' ich?

00:13:22: Nein!

00:13:23: Es kann nicht grad nicht mehr rechnen.

00:13:24: Ich war ... ist er einundzwanzig.

00:13:27: Und dann ähm genau, ähm, fühlt man sich da schon ziemlich hilflos.

00:13:34: Und vor allem ist es sehr verrückt gewesen weil ich hab ja eigentlich mein ganzes Leben quasi also meine Zukunft so ausgemalt dass ich nach Wien ziehe Freude habe und viel erlebe.

00:13:47: Und dann war ich im Endeffekt bei meiner ersten Semesterferien in Februar, in der Klinik und hab Windeln getragen und musste versorgt werden.

00:13:57: War mir noch immer sicher, dass es selbst wenn es ein bösartiger Tumor war, ist das ja jetzt weg.

00:14:03: Dann haben sie's ja weggeschnitten und wird ja alles wieder gut, wenn ich zu Kräften komme.

00:14:10: Das war es leider nicht weil ... auch Lymphknoten, also zwei Lymphknoten von neununddreißig waren befallen was tatsächlich ehevoll gut war.

00:14:24: aber weil ich so jung war meinte man dann dass man doch eine chemo ansetzt einfach aus Sicherheitsgründen und das ist einfach genau diese falls noch andere Lymph Knoten befallen werden dass diese Krebszellen bekämpfen kann, die Chemotherapie.

00:14:43: Und ab dem Zeitpunkt, wo mir das DRC gesagt hat ... Also für mich persönlich fängt immer an dem Zeitpunkto, dass ausgesprochen wurde, dass eben diese Therapie weitergeht und nicht nur diese eine Operation war.

00:15:00: Für mich beginnt dort in Wahrheit dann so der wahre Kampf, sag ich oder es war dann so Okay, ich muss da jetzt wirklich durchhalten.

00:15:10: Genau.

00:15:11: Ja, gerade wo du ja mit Anfang zwanzig echt ganz andere in einer ganz anderen Lebensphase bist... Wie war das für dich als die Ärzte das zu dir gesagt haben?

00:15:21: Beängstigend und ich war sehr tapfer bis zu dem Zeitpunkt.

00:15:25: Da hatte ich dann wirklich kurz Angst und meine erste Frage, mein erster Instinkt war ob ich heilbar bin oder ob ich sterben muss.

00:15:35: Und dann hat mir meine Ärztin aber auch gleich versichert, dass ich gute Prognosen habe und dass ich mir da keine Sorgen machen muss.

00:15:44: Dass sie wissen was sie tun.

00:15:47: Ich hab aber auch halt sofort irgendwie daran gedacht wie schlimm das jetzt werden wird wenn ich das jedem anderen sagen muss.

00:15:55: Wenn ich das meinen Eltern sagen muss wo noch dazu meine Großmutter vor zehn Jahren davor glaube Krebs gestorben ist.

00:16:07: und ja, das war irgendwie dann schon sehr beängstigend vorerst.

00:16:13: Das glaube ich.

00:16:16: Hast du dich denn aber auch weil du eben gerade sagtest deine Ärztin hat gesagt die wissen was sie machen hast du das Gefühl gehabt dass du da in guten Händen bist?

00:16:25: Ja doch also definitiv!

00:16:28: Also ich habe jetzt kurz nachdenken müssen weil ich kann mich auch reden an dieser Erzeneversysteme es mir gesagt hat.

00:16:34: Die war ein bisschen hilf... Also war ein bisschen überfordert, dass es mich emotional so getroffen hat.

00:16:40: Das war dann also quasi noch ein bisschen... Hat mich da noch verunsichert.

00:16:45: Allerdings war ich dann zwei Tage später bei meinem wirklich zugeteilten Onkologen, bei dem ich bis heute in Behandlung bin und der bis heute noch meinen Ansprechpartner ist.

00:16:58: Bei dem habe ich mich vor Anfang an extrem gut aufgehoben gefühlt einfach weil er Ich habe das Gefühl gehabt, dass er einfach genau weiß was er tut und ihm es wirklich ein Herzensanliegen ist.

00:17:15: Dass ich gesund werde!

00:17:17: Und er auch sehr in der Forschung aktiv ist... mich dann zum Glück bei meinem Onkologen sehr gut gefühlt hab.

00:17:29: Okay also du hast die Diagnose erhalten Und du wusstest, es kommt eine Chemotherapie auf dich zu.

00:17:35: Hattest Du Bilder am Kopf wie Menschen aussehen die eine Chemo-Therapie bekommen?

00:17:41: Ja natürlich!

00:17:44: Man sieht dann gleich Menschen ohne Haare mit einer Glatze ein und aber auch generell abgesehen nur von den Haaren einfach extrem Also an kräften ausgelaukte Menschen hat man ein bisschen vor Augen.

00:18:02: Und ich hab ja vor allem auch meine Großmutter total gut vor Augen, die ... wo ich halt relativ jung war, aber schon mitbekommen habe wie extrem Chemotherapeutika einfach wirken können.

00:18:17: Allerdings hab ich dann in einem Gespräch mit meinem Onkologen die Information bekommen, dass ich keine ... also meine Haare nicht verliere.

00:18:25: was dann für mich ... sag ich schon, ein eher größerer Stein war der was mir vom Herzen gefallen ist.

00:18:33: Selbst wenn es für mich kein Riesenproblem gewesen wäre, wenn's nicht so gewesen wäre.

00:18:38: aber bis heute sage auch ich bin da extrem dankbar weil somit habe ich auch quasi meine Erkrankung zu gut.

00:18:46: das geht eigentlich also nicht geheimhalten können aber zumindest so dass sich selber entscheiden kann wer weiß Bescheid und wer nicht.

00:18:56: Also, es war nicht immer so ein ... Man hat's nicht sofort gesehen.

00:19:00: Was ja nicht schlimm ist aber was es in gewissen Situationen schon angenehmer für mich gemacht hat.

00:19:06: Na klar weil die Menschen dich nicht komisch anschauen oder dich drauf ansprechen?

00:19:11: Genau richtig!

00:19:12: Ja das war auf alle Fälle sehr toll.

00:19:15: Das einzige was es von Anfang an für mich eine schwierige Nebenwirkung war dass die Neuropathie bei der Chemo, was ich bekommen habe, eine starke Nebenwirkung sein kann.

00:19:36: Also diese Neuro-Pathie, also diese Sensibilisierungs-, also diese Nelvenstörungen sind das, hab' ich dann relativ schnell auch gespürt während der Chemotherapie abgesehen davon, übel war die ganze Zeit und dass ich sehr viel geschlafen habe.

00:19:59: Also es hat mich dann... also, ich war nicht darauf vorbereitet oder hab mir nicht erwartet, dass eine Chemotherapie mich so dermaßen im Griff haben kann, sag' ich mal.

00:20:11: Und das war dann dort schon der Fall!

00:20:14: Und wie lange ging diese Akuttherapiezeit?

00:20:20: Sechs

00:20:21: Monate?!

00:20:22: Also, ich glaube ein bisschen länger war es dann im Interfekt.

00:20:25: Weil meine Blutwerte nicht immer so gut waren und dann hat man halt manchmal die Chemotherapie verschoben um eine Woche und dann ... Genau also das waren insgesamt zwölf Gaben an Chemo alle zwei Waffen.

00:20:39: Oh je!

00:20:40: Wie hast du denn ... weil du es eben schon angesprochen hattest.

00:20:43: wie hast du das deinen Eltern erzählt?

00:20:46: Die Diagnose.

00:20:47: Und wir haben sie reagiert.

00:20:49: Ich hab sie dann angerufen.

00:20:50: Sie waren gefasst dass am diesen Tag Ärzte mit einem histologisch, also histologiebefund kommt und mir das mitteilt.

00:21:01: Und dann habe ich sie angerufen und hab ihnen halt gleich gesagt was Sache ist und sie hat sich sofort auf den Weg gemacht.

00:21:07: Also nicht nur meine Eltern sondern auch meine jüngere Schwester und haben mich... ...aufgefangen dann auch gleich quasi.

00:21:17: Also sowohl psychisch als auch physisch weil sie dann mit mir raus aus dem Klinikzimmer, wir haben uns in die Sonne gesetzt und haben das erst mal verdauert.

00:21:32: Und haben das erstmal... wie soll ich sagen?

00:21:36: Einfach gemeinsam auf uns wickeln lassen.

00:21:41: Meine Mutter war zwar emotional aber ich glaube unser Allembewusst dass es ein möglicher Ausgang oder eine mögliche Ausgangslage sein wird.

00:21:52: Wie ging das weiter, nachdem du die Chemotherapie bekommen hattest?

00:21:56: War deine Akkutherapie dann zu Ende oder folgte da noch weitere Maßnahmen?

00:22:02: Nein also nach der Chemotherapi war es die Therapie... Also die Vorgangsweise gegen meine Krebs zu Ende.

00:22:11: Das war so wahnsinnig erleichternend weil das CT auch Ich weiß noch genau, der Arzt meinte es ist perfekt.

00:22:22: Es ist genauso wie sie's haben wollten also nichts Auffälliges und dieser Stein da was einem davon vom Herzen gefallen ist das war ein Wahnsinn!

00:22:33: Und noch dazu war das ja auch für mich ein Ende dieses Höllenritz der Chemo weil es meine schlecht gegangen ist zu dem Zeitpunkt zur letzten Gabe.

00:22:44: und dann wusste ich wow Es hat sich alles gelohnt und ich bekomme keine Chemo mehr.

00:22:49: Und es ist der Krebsbesieb.

00:22:51: Ich dachte zumindest zu dem Zeitpunkt, aber ich habe dann ganz normal drei Monate später wieder eine Nachsorge gehabt.

00:23:03: Genau!

00:23:04: Und dann nochmal ein halbes Jahr nach Abschluss der Chemotherapie eine Nachsauge gehabt.

00:23:12: Da war nicht alles in Ordnung, weil du das jetzt so ansprichst?

00:23:15: Genau.

00:23:17: Es war dann nach einem halben Jahr... Nach abgeschlossener Chemotherapie wieder ein CT angesetzt und dort war ich dann... Also ich bin... Ich kann mich noch erinnern, hab diese CT gemacht.

00:23:33: Das war im März.

00:23:36: Und bin danach direkt wieder nach Wien gefahren, weil ich halt wieder beim Studieren war Und für mich, dass es sowieso schon ganz normal war.

00:23:45: Das ist für mich halt... ...für die Termine nach Innsbruck geht aber danach wieder zum Studieren und am Tag darauf hat mich dann ein Onkologie das war nicht mein Hauptzugeteilte Onkologe sondern anderer angerufen und gesagt ja es befinden sich Knötchen am CD-Bild in quasi in der Gegend wo der Hauptprime Tumor war Und sie kann, er kann mir jetzt noch nicht genau sagen wie jetzt weiter vorgegangen wird.

00:24:16: Aber er ruft mich dann auch nochmal an wenn das Tumorboard stattgefunden hat.

00:24:23: aber er wollte mich einfach schon mal informieren weil man wird ja immer nach einem CD informiert wie es aussieht und so hat es dann ausgesehen.

00:24:34: also dass da auf alle Fälle Auffälligkeiten waren.

00:24:37: Das wollte ich vorhin schon fragen, weil du hattest ja gesagt, dass du jährlich zur Kontrolle gegangen bist.

00:24:42: Da hat man aber nichts gesehen oder?

00:24:44: Bevor du deine Diagnose bekommen hast.

00:24:46: Ja richtig!

00:24:47: Weil der Tumor nach außen gewachsen ist und die Kondyskopie sieht man das Inneren des Dichterams.

00:24:55: Okay also du hättest diese wirklich schlimme Zeit mit der Chemotherapie usw.

00:25:01: hinter dir.

00:25:02: Ich kann mir vorstellen, dass man dann erstmal mega erleichtert ist.

00:25:07: Ja, einfach nur froh ist, dass diese Zeit vorbei ist.

00:25:10: Und wenn man dann das erste Mal zur Nachsorge geht hat man ja vermutlich Angst und vielleicht Sorgen, dass es wieder da sein könnte.

00:25:20: Wenn du die Botschaft erhältst... Da sind wirklich Auffälligkeiten!

00:25:25: Was hat das mit dir gemacht?

00:25:26: Also ich glaube so sehr ... Ich habe mich noch nie in einem Moment wie soll ich sagen, also das war nicht real.

00:25:38: Also es war einfach wie so eine... Ich habe mich auf einmal gefühlt, dass war ich in einer Blase und da war ich gerade mitten im Stadtgeschehen Und es hat sich irgendwie alles ganz falsch angefühlt als wäre alles was ich je irgendwie... Also ich hab alles hinterfragt irgendwie, also es war irgendwie so Passiert das grade wirklich?

00:26:01: Bin ich grad in einem Traum?

00:26:03: Wie kann das sein?

00:26:04: Es war wie so ein dieses Urvertrauen, was man oft in sich hat dass der Körper gesund ist und ich habe ja auch mir eigentlich sicher habe auch öfter gesagt okay Kapitel Krebs abgeschlossen das wird nicht mehr kommen.

00:26:25: Und also das war dann natürlich weg.

00:26:29: dieses Vertrauen Das war mit einem Wort oder mit einem Anruf wie weggeblasen.

00:26:37: Das ist total traurig.

00:26:37: Ich

00:26:37: war sehr beängstigend auch.

00:26:39: Ja, das glaube ich dir sofort!

00:26:41: Aber bei diesem Anruf wusstest du ja noch nicht um was es sich handelt?

00:26:46: Du wusstes nur sind Auffälligkeiten oder?

00:26:49: Ja genau richtig, aber einen Tag später glaube ich zurückkam habe ich dann wieder mit dem gleichen Onkologen telefoniert und dann war die Diagnose klar.

00:27:02: also die Ausgangslage war folgende Ich hatte Bauchfellmetastasen, weil das passiert sein muss während dem also auch beim primären Tumor.

00:27:16: Dadurch dass der nach außen gewachsen ist hat er auf meinem Bauchfeld gestreut und vom Bauchfel hat es sich dann halt quasi von meinem Zwerchfeld bis zu meinen Eierstöckchen verteilt.

00:27:26: ganz schön.

00:27:28: Und die Erklärung warum die Chemotherapie dort nicht geholfen hat, war dass es halt die... das Pauchfälle ist einfach kein durchblutetes Organ und eine Chemotherapie wirkt oder hilft.

00:27:46: Also ich bin keine Medizinerin aber ich habe das auch so verstanden, dass eine Chemotherapy vor allem bei durchblutteten Organen hilfreich sein kann.

00:27:56: Diese Metastasen waren einfach so klein, dass man sie beim Abschuss CD nach der Chemotherapi noch nicht sehen konnte.

00:28:03: also Da bin ich mir sicher, dass das kein Fehler war.

00:28:08: Genau!

00:28:10: Wenn du meinen Podcast schon länger hörst dann weißt du, dass es in diesen Gesprächen oft um mehr geht als um Diagnosen und Therapien.

00:28:18: Es geht um den Blick auf sich selbst darum den eigenen Körper nach einer Krebserkrankung wieder anzunehmen Und sich selbst mit liebevollen Augen zu begegnen.

00:28:28: Genau daraus ist auch das schön und stark Foto-Event entstanden.

00:28:33: Es ist ein Tag, an dem Frauen mit oder nach einer Krebserkrankung zusammenkommen sich austauschen, fotografieren lassen in der Natur und erleben dass sie mit ihren Ängsten, mit ihren Gedanken und Erfahrungen nicht allein sind.

00:28:47: Oft entstehen an diesem Tag nicht nur besondere Bilder sondern auch neue Verbindungen Gespräche und einen ganz neuer Blick

00:28:54: auf sich

00:28:55: selbst.

00:28:56: In wenigen Tagen findet das sechste schön und stark Foto-Event statt.

00:29:00: Alle Informationen findest du in den Shownotes.

00:29:06: Aber was bedeutet, dass dann wenn die Chemotherapie da nicht geholfen hat heißt es, dass da nur eine Operation bleibt?

00:29:16: Was wurde gemacht?

00:29:18: Ja!

00:29:19: Es war so, dass zum ersten Mal eine Immutherapie vorgeschlagen wurde.

00:29:26: Da ist für meine, also für die Genetik oder diese Art an Duma was ich hatte.

00:29:36: Da hat man dann herausgefunden dass die Immuntherapie anschlagen könnte.

00:29:40: Man weiß sowas aber natürlich nicht immer... Man kann das nicht zu hundert Prozent sagen sondern man probiert es aus und Ich habe dann drei Monate lang also drei Gaben Immun Therapie bekommen.

00:29:53: Und das war auch so ein bisschen ein Hoffnungs.

00:29:56: Ich sage mal, in einer so extremen Situation wie es dort war.

00:29:59: Also quasi ähm ... Metastasen im ganzen Bauchraum und das war auch schlimm weil meine ganze Umfeld ... mein ganzes Umfeld hat einfach nur mehr Angst gehabt und war einfach am Ende also meine Familie und Freunde.

00:30:12: aber gleichzeitig hat diese Munterebi ein bisschen Hoffnung gebracht dass es ja vielleicht ohne große Operation möglich sein könnte, dass wir das Ganze in Griff bekommen.

00:30:22: Und das war dann eben drei Monate und nach der letzten, also nach der dritten Gabe hat man wieder ein CT gemacht.

00:30:31: Und geschaut ja wie haben sich die Metastasen dazu verhalten?

00:30:35: Also sind sie zurückgegangen... ...und dann war es leider so das ist am CT.. ..die Metastasi sich extrem vergrößert haben.

00:30:46: Oh!

00:30:47: Und dass natürlich für die Ärzte das Wahnsignal war okay jetzt müssen wir eine Operation machen.

00:30:58: Und genau das war dann im Juli, Anfang Juli also wo meine Sommerferien begonnen haben hatte ich dann das erste Operationsgespräch.

00:31:08: aber ich wusste schon von der Operation also das war schon davor quasi Gespräche dass es halt auch sein könnte dass das nötig ist.

00:31:15: und da geht's dann um eine sogenannte Hip-Hop Operation.

00:31:20: Ich glaube das Hyperkist eine Abkürzung für irgendwas mit... Also es geht prinzipiell darum, dass eine Chemotherapie in den Bauchraum, eine heiße Chemotherapien ein Bauchraum gespült wird bei der Operation und das quasi dann alles durchspült.

00:31:39: Und die Metastasen somit beseitigt.

00:31:42: beziehungsweise also es war jetzt nicht nur diese heiße chemotherapie das war da nur der Abschluss der Operation.

00:31:47: im einen Fall bin ich dann wirklich bei diesen Kerogen gesessen mit meinen Eltern und ich hatte ein Bild vor mir, also sie haben mir bei einem Bild gezeigt was sie da nicht alles wegschneiden.

00:32:00: Und er war dann halt von ja dann könnte sein ein Teil vom Zwerffell Dann wird man das ganze Bauchfell wegziehen, dann wird man die Eierstöcke eventuell beide entfernen und alles andere.

00:32:12: schauen Sie dann.

00:32:13: Also das waren meine Info den restlichen Teil des Dick-Darms werden sie noch entfernen.

00:32:21: Und Sie versuchen das dann mit einem Dünndarm Reservoir quasi zu ersetzen, was ich keinen künstlichen Dharma-Sgang brauche aber Sie können es mir nicht versprechen dass das möglich wird also quasi... Das war halt so offen was wie passiert.

00:32:41: und bis heute ist es für mich glaube ich einer der extremsten Erfahrungen gewesen, vor allem mit meinen Eltern in diesem Raum zu sitzen und zu realisieren wie extrem die Maßnahmen quasi gemacht werden müssen.

00:33:03: Und wie brenzlig die Situation ist?

00:33:08: Für alle Hörer, die sich damit nicht auskennen eine Hip-Hack-Operation wird in zwei Schritten durchgeführt nämlich das erste ist die Operation, dass was du erzählt hast wo der Chirurg den Bauchraum öffnet und dann alle sichtbaren Tumore entfernt oder befallenes Gewebe wie du eben erzählt hast.

00:33:26: Und danach wird der Bauchrahmen für sechzig bis neunzig Minuten mit einer auf zweiundvierzig grad erwärmten Chemotherapie Lösung gespült.

00:33:37: und diese Kombination aus Wärme- und hochdosierter Chemotherapien soll mikroskopisch kleiner Krebszellen abtöten und das ganze soll aber für den Körper, auch wenn sich das jetzt total krass anhört weniger belastend sein als eine in Anführungszeichen normale Chemotherapie.

00:33:58: Also nur noch mal zum Verständnis.

00:34:00: Theresa du wusstest dir steht so ne Wahnsinnsoperation bevor?

00:34:07: Und Du weißt nicht wie der Ausgang ist.

00:34:10: Du hast, das habe ich auf den Bildern gesehen diesen großen Bauchsschnitt bekommen.

00:34:14: Das ist ja dann wahrscheinlich das Ergebnis genau dieser Operation gewesen oder?

00:34:19: Ja, genau richtig.

00:34:20: Erzähl gern weiter!

00:34:22: Genau also ich war dann schon... Ich hab mir auch Videos angeschaut wie genau das operiert wird weil ich bin auch sehr interessiert an dem ganzen medizinischen Maßnahmen und an dem Ganzen was da nicht alles möglich ist.

00:34:36: Und es war dann auch sehr ... Es war irgendwie, auch wenn das vielleicht jemand, der was selber nicht in der Situation je war.

00:34:41: Nicht so nachvollziehen kann.

00:34:42: Es war wie eine Befreiung, dass ich jetzt weiß, was auf mich zukommt und ich lebe das Leben einfach jetzt extrem intensiv.

00:34:52: Das war für mich nicht so ein... Es könnte bald vorbei sein.

00:34:55: Ich mein ja, das ist natürlich auch mitgesch- also war auch manchmal Teil meiner Gedanken, dass vieles auch nicht überleben kann, eventuell.

00:35:05: Aber also mein Hauptwunsch war einfach noch alles davor genießen, extrem genießen...

00:35:12: Bevor du die Operation hattest?

00:35:14: Genau richtig!

00:35:15: Stellen wir es total schwer vor.

00:35:16: Du weißt, du hast da diese Metastasen, die gewachsen sind.

00:35:20: Du weiß, dir steht so eine krasse Operation bevor und trotzdem wolltest du aber noch alles mitnehmen was irgendwie geht.

00:35:28: Ja ich finde das selber eigentlich Wenn ich daran zurückdenke extrem, wie sagt man?

00:35:36: Also es ist irgendwie schon sehr krass wieder Körper und eine Psyche einfach stark sein können.

00:35:43: Und wie positiv man selber sein kann wenn man auch vielleicht Vertrauen ins Leben hat oder generell einfach... Mir ist es nie schwer gefallen positiv zu bleiben.

00:35:57: tatsächlich Ich hatte ganz wenige Momente wo ich wirklich dachte Wie soll ich das alles noch aushalten?

00:36:04: Ich glaube, ich war auch stark für meine... Vor allem für meine Mutter.

00:36:08: Aber für alle eigentlich meine Freunde und alle die halt mit mir mitgelitten haben vielleicht auch ein bisschen.

00:36:15: aber es war für mich eigentlich sehr natürlich logisch dass sich einfach meine Positivität und meine Einstellung von Nicht mal dann auf, wenn meine Erste sagen sie können nichts mehr tun.

00:36:31: Dann gebe ich auch nicht auf und dann finde ich immer noch einen Weg weil Ich bin auch sehr eine sehr dickköpfige Person und ich Bin der vollen Überzeugung das halt irgendwie keine Ahnung.

00:36:42: egal wer mir was sagt ich schaffe es trotzdem.

00:36:45: Und dass war dann.

00:36:47: also Es war recht einfach tatsächlich so zu denken für mich Und ich glaube, es war einfacher in dem Moment, wo's dann auch so extrem war.

00:36:58: Weil bis zu der Zeitpunkt war mir das einfach ein bisschen unangenehm, dass sich eine Chemotherapie mal hatte, dass ich Krebs hatte aber ab dem Rezeptivdiagnose... Ich bin in die Welt gegangen und ich hab sie eben erzählt was los ist!

00:37:11: Und wie hat dein Umfeld darauf reagiert?

00:37:13: Sie waren schockiert, viele waren schuckiert Viele hatten sehr Angst, ich musste viele Menschen trösten.

00:37:21: Aber ich hab viele Menschen, also ich habe meine Freunde und meine Mutter vor allem.

00:37:24: Und aber alle die irgendwie traurig und ängstlich waren... Ich hab sie alle gern getröstet!

00:37:29: Auch wenn ich natürlich auch mal ziemlich geschaut hab.

00:37:32: Also es war nicht so dass ich extrem viel Energie dafür irgendwie aufbringen musste.

00:37:37: Es war ja wie soll ich sagen ein Zusammenhalt, ein Bedingungsloser.

00:37:43: Der der dann wahrscheinlich wieder noch mehr Rückendeckung gegeben hat ne?

00:37:47: Wenn du siehst wieviel Menschen da Anteil nehmen, oder?

00:37:51: Auf alle Fälle ja.

00:37:52: Also ich bin extrem dankbar für meinen Freundeskreis und für meine Familie weil ich wüsste nicht ob ich gleich positiv bleiben hätte können wenn ich nicht diesen Rückhalt hätte.

00:38:04: also dann bin ich schon extremen dankbar.

00:38:06: auf alle Fällen

00:38:08: Ja Die Operation wurde ja dann durchgeführt.

00:38:13: wo wurden denn genau Organe?

00:38:15: oder welche Organe wurden denn entnommen?

00:38:18: Wie war das, wie war das auch danach dann als du wieder aufgewacht bist?

00:38:23: Also die Operation ging insgesamt zehn Stunden und ich hatte einen Teil meines zwölf Fels entfernt bekommen.

00:38:32: Das ganze Bauchfell und dann noch beide Eierstöcke.

00:38:38: Einen davon aber konnte man einfrieren.

00:38:41: also ist mit mir auch so kommuniziert worden dass wir das so machen dass ein Eierstock eingefroren wird Und ... den Dick-Darm eben, und man konnte dann glücklicherweise ein Reservoir aus dem Dindarm formen.

00:38:57: So einen Pout, glaub ich heißt das.

00:39:00: Und durch diesen kann ich ganz normal aufs Klo gehen, hab' ich ganz normally einen Stuhlgang.

00:39:08: Ganz normal ist es auch nicht weil natürlich habe ich seitdem viele Maßnahmen setzen müssen damit ich Hilfe hab beim Einticken also mein Körper mit Medikamenten und so und auch Ernährungsumstellungen.

00:39:23: Aber weil ich dann aufgewacht bin, das war dann quasi vierundzwanzig Stunden später.

00:39:28: also ich kann mich erinnern dass aus der was sich getan habe ist dass ich mir zum bauch gegriffen hab und geschaut durch keinen ob ich einen stürmer hat oder nicht und Dann habe ich aber das noch nicht ganz realisiert weil ich hatte zwei Schläuche aus dem Bauch zur wundsekret abgabe Und dadurch Also ich war da auch noch natürlich extrem, auch Schmerzmittel.

00:39:53: Ich hab da relativ wenig noch irgendwie realisiert was Gott ist oder was nicht ist und... Aber es ist dann also da war ich auf der Intensivstation bin ich aufgewachen.

00:40:05: aber das ist ganz normal bei längeren und vor allem so großen Operationen Und Es waren eine schon sehr schwierige Zeit danach.

00:40:16: aber irgendwie hatte ich auch sehr schnell wieder so eine Kraft und einen Überlebenswillen.

00:40:22: Und so einen Heilungswillen, sehr schnell.

00:40:26: Mich sind viele Menschen besuchen gekommen in der Intensivstation.

00:40:29: Das hat mir sicher auch viel Kraft gegeben.

00:40:33: Es war ... Auch erleichtern!

00:40:36: Weil dann hat man endlich alles was nicht drinnen sein sollte draußen gehabt.

00:40:42: Genau das war schon sehr schön eigentlich auch.

00:40:46: Dadurch, dass du diese Operation hattest und diese Chemotherapie Spülung musstest du nicht noch mal eine neue Chemo beginnen oder?

00:40:56: Richtig.

00:40:56: Genau!

00:40:58: Also es war dann insofern vorerst einfach einmal abgeschlossen.

00:41:03: Ich war zehn Tage auch noch in der Klinik Und ja also bin eigentlich sehr schnell wieder zu Kräften gekommen.

00:41:12: ich bin meistens immer wie soll ich sagen entgegen prognosen, schnell irgendwie wieder relativ aktiv gewesen.

00:41:24: Du hast erzählt dass auch die Eierstücke entnommen wurden.

00:41:28: Hast du denn... also ich meine das ist ja sicherlich allen klar was das ja auch für die Familienplanung für den Kinderwunsch bedeutet?

00:41:36: Wurdest du da vorher aufgeklärt?

00:41:38: Hast du dir darüber überhaupt schon vorher Gedanken gemacht?

00:41:43: Ja!

00:41:44: Also ich wusste dass es da Wege gibt.

00:41:51: Vorerst war ich noch ein bisschen ernüchtert von meinem Chirurg, der mir sagte, dass sich sowieso meilenweit entfernt von einem Kinderwunsch bin, weil das ist quasi unrealistisch, dass ich irgendwie Kinder bekomme dadurch... eine Krebserkrankung hatte und keine Ahnung, also irgendwie das war ganz komisch.

00:42:15: Der meinte mir irgendwas sagen zu müssen.

00:42:16: aber zum Glück war ich auch bei sehr sehr einfühlsamen Frauenelzinnen beziehungsweise ich glaube Endocrinologinen so heißt es Also die haben mir dann gesagt dass das weil ich noch wirklich mir jetzt gerade noch gar nicht vorstellen kann dass ich ein Kind bekomme Aber dass sich wenn das soweit wäre aus meinem also dass da aus Gewebe meines Eierstocks quasi eine Eizelle darauf befruchtet werden kann, das mittlerweile im Labor halt mit künstlicher Befruchtung etc.

00:42:53: relativ gut möglich ist, dass ich auch selber Kinder bekommen kann.

00:42:59: und es war für mich eine große Erleichterung weil ich wäre sehr traurig wenn das nicht möglich wäre, weil ich schon mir irgendwann mal Kinder wünsche

00:43:11: Nachdem du diese krasse Operation hinter dir hattest und noch zehn Tage im Krankenhaus warst, was finde ich?

00:43:17: Also mein Ohren klingt das nach einem extrem kurzen Zeitraum.

00:43:20: Hast du ja gesagt, dass du schnell wieder fit warst?

00:43:25: Wie ging dein Leben weiter?

00:43:26: oder beziehungsweise lassen wir uns mal nochmal ganz kurz bei den Daten bleiben.

00:43:31: Du hattest, zwanzig-zwanzig das erste Mal diesen Polypen.

00:43:36: Zweiundzwanziger hattet du Blut im Stuhl.

00:43:39: Im Januar dreiundzwantig Wurde dann ein großer Teil des Dickdams entfernt und der Tumor auch.

00:43:46: drei Monate danach hast du die Info bekommen, dass da Auffälligkeiten entdeckt wurden.

00:43:52: Das heißt wir sind jetzt Ende XXIII.

00:43:56: oder wann war die Operation?

00:43:57: Du hattest mir was von Juli gesagt!

00:44:00: Genau aber das sind wir dann schon bei zwölfundvierundzwanzig.

00:44:04: genau das dachte ich.

00:44:05: mehr

00:44:19: Im Juli.

00:44:20: dann die Operation.

00:44:23: Was hast du denn seitdem gemacht?

00:44:25: Also wir haben jetzt fast Juni oder wenn die Folge erscheint, haben wir Juni, sechsundzwanzig.

00:44:33: Also... Ich habe weiterhin eine Immuntherapie bekommen, tatsächlich.

00:44:38: Okay!

00:44:39: Weil Sie am histologischen Befund dann gesehen haben was das diese Immun-Therapie doch besser angeschlagen hat wie gedacht und deswegen haben sie diese fortgesetzt.

00:44:52: ich werde sie im Juli des letzten Mal bekommen.

00:44:55: also ich hab das jetzt monatlich eine Immunterapie gebe Was total schön ist weil dadurch habe ich das Gefühl dass sich irgendwas aktiv machen kann dass ich keinen Rückfall habe Und seitdem habe ich aber ein sehr normales Leben, krebsfreies Leben.

00:45:12: Also ich bin in der Mission eigentlich seit der Operation quasi.

00:45:18: Ist nichts mehr Auffälliges gekommen und bin definitiv nicht mit der gleichen Mensch sondern hab extrem viel dazugelernt aus allem.

00:45:31: Viele Freunde von mir sagen auch immer wieder, dass ich die Oma der Freundesgruppe bin.

00:45:37: Aber auf einer sehr übervollen Art und Weise.

00:45:39: also das ist überhaupt nicht irgendwie Wertengemeins sondern mehr Dass ich einfach die Ich weiß was wichtig ist im Leben und was definitiv nicht so wichtig ist in dem Leben Und ich schaue einfach extrem auch auf meine Körper Im Gegensatz zu früher, wo ich schon viel aus Party gemacht habe, ausgegangen bin und so.

00:46:03: Das mache ich alles nicht mehr, weil es mein Körper nicht mehr mitmacht.

00:46:05: Also ich schaue einfach das ich ein relativ ruhiges Leben habe Und hab alle meine Beschwerden.

00:46:11: also zum Beispiel bin ich ja natürlich nach der Operation in den Wechsel gekommen quasi Habe aber da dann eine Ersatz-Hormontherapie angefangen Mit Tabletten einfach quasi.

00:46:23: Da komme ich da meine Hormone Die normalerweise die Einstöcke produzieren würden und habe einfach extrem viel dazu gelernt über meine Körper, über meine Verdauung.

00:46:33: Über prinzipiell irgendwie dass ich mehr Dinge entscheiden muss nach eigenem Willen und nicht immer alles entscheidern nach was würde die Gesellschaft von mir erwarten sondern ich mache es einfach so wie ich will.

00:46:50: Bin sehr glücklich eigentlich und sehr zufrieden in dem was sich bin.

00:46:55: doch

00:46:55: ja

00:46:56: Lebst du denn jetzt in Wien, so wie du das eigentlich geplant hattest?

00:47:01: Ja richtig!

00:47:02: Genau.

00:47:02: Ach

00:47:02: schön!

00:47:03: Ich

00:47:03: studiere noch das gleiche Studium, dass ich auch seit Jahrzehnt und zwanzig begonnen habe, mache mir da keinen Stress werde wahrscheinlich nächstes Jahr dann abfließen.

00:47:15: also ich studiere Musik.

00:47:17: auch sehr schön eigentlich.

00:47:18: Oh

00:47:19: ja toll

00:47:20: Ein sehr kreativer Studium hat und generell die Musik die mehr einfach sehr viel Kraft gibt mir noch immer Kraft gibt.

00:47:26: und ja, also es ist alles eigentlich viel schöner wie ich es mir erhofft hätte.

00:47:33: Weil vor allem wenn man einmal schon dachte dass man eventuell nicht mehr so lang zum Leben hätte dann lebt das sich einfach viel intensiver.

00:47:45: Das glaube ich sofort.

00:47:47: Lass uns mal noch darüber sprechen über die Dinge, die dich jetzt seitdem begleiten.

00:47:51: Also du hast eben schon gerade die Wechseljahre angesprochen und du hast ihm auch schon die Ernährung angesprochen.

00:47:58: Wenn der Dickdarm fehlt dann fehlt ja ein Schritt in deinem Verdauungssystem.

00:48:05: Und Du hast ja schon gesagt Der Dünndam kann zwar den Dickdum zum Teil ersetzen aber du musst natürlich auch Medikamente nehmen.

00:48:13: Und wie funktioniert das?

00:48:15: Kannst du alles essen, wie vorher oder musst du da in dich hinein spüren und hast Nahrungsunverträglichkeiten entwickelt.

00:48:24: Oder Wie funktioniert das?

00:48:27: also ich dachte Ich müsste eine sehr angepasste Ernährung danach weiterführen.

00:48:34: Allerdings habe ich dann schon weil ich einfach schnell zu Kräfte kommen wollte Weil ich natürlich schon viel Gewicht verloren hab nach der Operation auch sehr danach gegessen, was sich für mich richtig anfühlt.

00:48:46: Und natürlich habe ich dann auch gemerkt, fertige Lebensmittel oder schwerverdauliche Lebensmittel sind einfach nicht ganz so leicht zu verdauen und da geht dann alles schneller als es eh schon ist weil natürlich musste ich dann viel häufiger aufs Klo.

00:49:06: also ich hatte dann sicher acht bis fünfzehn Stuhlgänge pro Tag.

00:49:11: Aber das war erstens während meiner Reha-Zeit und auch aber ja im Laufe von Erfahrungen.

00:49:22: Und ich hatte eine sehr tolle Ernährungstherapeutin, die mir einfach auch sehr viel geholfen hat in dem Umgang mit meiner Verdauung wie ich was steuern kann.

00:49:36: Das hilft mir bis heute so gut dass sich eigentlich fast... drei bis maximal fünf mal pro Tag aufs Klo, was wirklich schön ist.

00:49:47: Das ist nicht einschränkend eigentlich!

00:49:49: Also ich habe zwar einen Eurokie, das ist ein Schlüssel der was in ganz Europa für Behindertenwitzes funktioniert und da hilft mir manchmal schon.

00:49:59: es gibt schon brenzliche Situationen aber die brenzelchen Situationen halten sich sehr in Grenzen und darüber bin ich sehr dankbar.

00:50:08: Das heißt, wenn du dann auf die Toilette musst, da musst du auch sofort auf dieToilette oder wie ist das?

00:50:13: Häufig aber absolut nicht immer.

00:50:17: Es gibt also unter dem Tag kann ich das eigentlich sehr gut steuern.

00:50:22: Beziehungsweise muss öfter direkt nachdem ich was gegessen habe wahrscheinlich weil dann der Verdauungs Also die ganzen Verdauungsogarne quasi wieder angeregt werden und manchmal in der Nacht ist es schwieriger für mich gewesen, dass ich das einschätzen kann.

00:50:41: Da muss sich dann teilweise auch mit Einlagen schlafen ... Aber es ist nicht so, dass es häufig passiert.

00:50:49: Es ist so, wenn's mir mal passiert, dass irgendwie ich das Gefühl habe, es ist knapp, dass natürlich schon unangenehm ist und dass es Situationen gibt wie während einem Konzerts.

00:51:01: Dass es schwierig ist gleich zu einer Toilette zu kommen passt sich ja auch an.

00:51:08: Man merkt, wann man vielleicht vor einer Veranstaltung unbedingt noch aufs Klo gehen muss oder so das einzutragen.

00:51:17: Also man lernt einfach damit zu leben?

00:51:19: Man gewöhnt sich auch dran ne?

00:51:21: Ja richtig!

00:51:22: Genau also...ja es geht ganz gut.

00:51:26: Du hast ja auch diese große Narbe.

00:51:30: Macht das was mit dir?

00:51:32: Ja definitiv.

00:51:34: Vor allem weil Anfangs war ich, also ich war sehr fasziniert von dem Ganzen.

00:51:40: Es hat auch sehr schnell nämlich auch geheilt.

00:51:44: Also es war sehr schnell verschlossen.

00:51:47: Nur über die Monate hat sich dann herausgestellt dass das Ganze ist sehr... Also das war und ist noch immer eine eher wulstige Narbe.

00:51:56: Das ist dann so, dass bei manchender Narben Wundfleisch von innen nach außen wachsen kann.

00:52:06: Und das hat mich lange gestört, weil es für mich lang ... Ja.

00:52:12: Doch ich hab nicht geäkelt im Sinne von... Ich konnte es nicht sehen, aber ich habe es nicht ästhetisch empfunden, schätze ich.

00:52:23: Obwohl's mich trotzdem stolz gemacht haben, dass es irgendwie so ein spezielles Melkmal von mir ist.

00:52:31: Aber es war ... Und es ist auch noch immer ein Weg, immer wieder super zu schätzen.

00:52:38: Weil ich greife es bis heute nicht ganz so gerne an die Narbe.

00:52:43: Obwohl ich nicht ein großes Problem habe das zu machen aber es ist trotzdem irgendwie halt... Ich gehe damit anders um als wie jetzt.

00:52:54: also wenn ich meine Narbe einschmiere dann gehe ich damit andersom.

00:52:58: was wie wenn ich jetzt meine Arme mit einer Body-Lotion Einschmiere quasi.

00:53:03: Also es ist irgendwie noch so ein Weg gemeinsam im Einklang miteinander zu sein, also ich sehe meine Narbe auch sehr als eher Begleitung und schon auch aus Teil von mir.

00:53:18: aber... Es ist nicht immer gleich leicht sie anzuschauen sage ich.

00:53:22: Naja ich meine das ist ja vermutlich auch ein Prozess ne?

00:53:25: Das hat ja was mit der Verarbeitung zu tun.

00:53:28: Im Grunde ist es ja auch etwas, was sehr vielleicht noch ein Stück weit fremd ist.

00:53:33: Weil dein Körper ja eigentlich anders aussieht oder anders aus sah.

00:53:38: jetzt sieht er so aus.

00:53:40: Ja absolut

00:53:43: Gibt es etwas liebe Teresa?

00:53:44: Was du zum Ende unserer Folge der einen oder anderen höheren vielleicht noch mit auf den Weg geben möchtest?

00:53:51: Ja ich sehr gerne!

00:53:53: Also dadurch dass ich als Und teilweise von Erwachsenen nicht zu ernst genommen werden konnte.

00:54:05: Gleich will ich jedem nur mitgeben, dass man auf alle Fälle immer auf seinen Körper hören sollte, Symptome ernst nehmen sollte und wenn nötig auch emotional den ersten klar machen sollte das Dinge gut abgeklärt werden sollten einfach prinzipiell ernst nehmen sollte und sich Hilfe holen sollte, wenn man denkt das es nötig ist.

00:54:33: Und gleichzeitig will ich's mit meiner Geschichte auch immer zeigen dass egal wie aussichtslos eine Ausgangssituation zu sein scheint, egal wie dramatisch eine Rettitivdiagnose zum Beispiel sein kann wie es in meinem Fall war Es gibt so viele Wege, wie es auch Hoffnung geben kann und wie man Hoffnung behalten kann.

00:55:00: Und ... Man sollte sich auf alle Fälle von keinem Arzt irgendwie sagen lassen, dass irgendwas ausgangslos und aussichtslos ist und das es zuviel Möglichkeiten gibt.

00:55:12: Mhm.

00:55:13: Und so viel Dinge und warum es sich lohnt dran zu bleiben und Hoffnung zu haben.

00:55:20: Genau!

00:55:21: Ja?

00:55:22: Das hast du gut gesagt und ich finde, das sollte man sich nur nicht von keinem Arzt sagen lassen.

00:55:26: Ich finde, dass sollte auch kein Arzt sagt.

00:55:29: Ja richtig ja!

00:55:31: Oh liebe Theresa, ich danke dir von Herzen für deine Offenheit, dass Du Deine Geschichte mit uns geteilt hast.

00:55:38: Wenn Du liebe Hörerinnen selbst an Krebs erkrankt bist Und Dir wieder ein Stück näher kommen möchtest Dann findest Du auf meiner Website alle Infos zu meinen Angeboten.

00:55:49: Die Fotografie kann sehr dabei helfen, die Perspektive auf sich selbst zu verändern.

00:55:56: Viele Frauen erleben es als unglaublich heilsam, sich einmal von außen zu betrachten durch die Kamera sozusagen.

00:56:04: Eine meiner Kundinnen hat einmal zu mir gesagt – Auf den Bildern sieht man alles!

00:56:08: Das was war?

00:56:09: Das was aktuell ist und das was sein kann.

00:56:15: Liebe Theresa ich danke dir wie gesagt sehr dass du hier heute bei mir im Podcast warst und ich wünsche dir von Herzen alles, alles

00:56:22: Gute.

00:56:24: Danke schön Franziska!

00:56:25: Ich wünsche Dir auch alles Liebe.

00:56:28: Ich hoffe sehr das auch diese Folge für dich wertvoll war und Du einige Dinge für Dich selbst mitnehmen

00:56:33: konntest.

00:56:34: Auf www.franciskagünder-fotografie.de findest Du mehr über mich und meine Arbeit.

00:56:40: Informiere Dich gerne zu schön und stark.

00:56:42: ein Fotoprojekt Für Frauen Mit oder nach einer Krebserkrankung Den schönen und stark Einzelshootings, dem Podcast Lebe Selbstvoll und weitere Projekte Die Frauen auf ihrem Weg stärken.

00:56:54: Teile gerne diese Folge mit deiner Familie und deinen Freunden und hilf so dabei den Podcast Lebeselbst voll weiter in die Welt zu tragen!

00:57:02: Lass mir auch supergerne fünf Sterne da und teile deine Gedanken und Erfahrungen zu dem Thema auf Instagram et Franziska Günter Fotografie mit mir.

00:57:10: Ich wünsche dir alles Liebe, Lebe selbstvoll, deine Franziska.

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