#161 Diagnose Blasenkrebs

Shownotes

* Diagnose Blasenkrebs - im Gespräch mit Nicole *

Nicole kannte Blasenentzündungen schon ihr ganzes Leben. Doch irgendwann wurden die Beschwerden stärker. Medikamente halfen zunächst, doch die Symptome kamen immer wieder zurück.

Als sie schließlich ihre Gynäkologin aufsuchte, wurde aus einer vermeintlichen Zyste eine erschütternde Diagnose: Blasenkrebs.

Es folgten Operationen, Krankenhausaufenthalte und eine Entscheidung, die ihr Leben für immer verändern sollte. Nicole erhielt ein Urostoma und lebt seitdem ohne Harnblase.

In dieser Folge erzählt sie von ihrem Weg zur Diagnose, der großen Operation und den Herausforderungen, die mit einem Urostoma verbunden sind. Sie spricht darüber, wie sich ihr Alltag verändert hat, warum der Austausch mit anderen Betroffenen so wichtig ist und wie schwer es sein kann, mit Mitte 40 plötzlich die Jüngste mit einer solchen Diagnose im Wartezimmer zu sein.

In dieser Folge erfährst du:

• welche Symptome Nicole lange begleitet haben • wie aus vermeintlichen Blasenentzündungen die Diagnose Blasenkrebs wurde • was ein Urostoma bedeutet und wie sich das Leben damit verändert • warum der Austausch mit anderen Betroffenen so wertvoll sein kann • und wie es Nicole heute, einige Monate nach Abschluss der Akuttherapie, geht

Ich hoffe sehr, dass auch diese Folge für dich wertvoll ist und du einige Impulse für dich selbst mitnehmen kannst.

Vielleicht kennst du das Gefühl dich selbst nicht mehr richtig zu erkennen - besonders nach einer intensiven Zeit wie einer Krebstherapie. Genau darüber sprechen wir an meinem kostenfreien Zoom-Abend "Zurück zu dir" am 02. Juli um 19:00 Uhr. Ein Abend für Frauen nach einer Krebstherapie - über den eigenen Körper, Veränderungen und den Weg zurück zu sich selbst. Alle Infos und die Anmeldung findest du hier: https://www.franziskaguentherfotografie.de/zurueck_zu_dir

Wenn du Kontakt zu Nicole aufnehmen möchtest, findest du sie auf Instagram @elocint80.

Wie immer freue ich mich riesig, wenn du deine eigenen Erfahrungen oder deine Gedanken zur Folge auf Instagram @franziskaguentherfotografie mit uns teilen möchtest, schreibe gerne in die Kommentare. Hinterlasse mir auch super gerne 5 Sterne und abonniere & teile den Podcast mit deinen Freunden und deiner Familie. So hilfst du dabei den Podcast LEBE SELBSTVOLL weiter in die Welt zu tragen.

Alle Infos zu meiner fotografischen Arbeit, den schön & stark Einzelshootings, dem Podcast "lebe selbstvoll" und ganz NEU: den schön & stark Gruppenshootings findest du auf https://www.franziskaguentherfotografie.de

Ich wünsche dir alles Liebe, lebe selbstvoll, deine Franziska

Transkript anzeigen

00:00:09: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Liebe selbstvoll, dem schönen und starken Podcast für mehr Selbstfürsorge.

00:00:17: Hier geht es um Frauen die an Krebs erkrankt sind – um die Erfahrungen, die sie während der Therapie gemacht haben, um ihre Sorgen und Nöte aber auch um mögliche Richtungswechseln, die eine Krebsdiagnose mit sich bringen kann!

00:00:30: Wir sprechen darüber, was dir das Leben erleichtern kann.

00:00:33: Welche Erkenntnisse betroffene Frauen im Laufe der Zeit gewonnen haben und wo die Prioritäten im Leben liegen?

00:00:39: Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Zuhören!

00:00:43: Hallo und herzlich willkommen!

00:00:45: Mein Name ist Franziska Günter-Göndpenig.

00:00:47: ich bin Fotografin und begleite Frauen nach einer Krebserkrankung dabei wieder einen neuen Blick auf ihren Körper zu finden.

00:00:55: Ich freue mich dass du eingeschalten hast.

00:00:57: in der heutigen Folge ist Nicole bei mir zu Gast.

00:01:00: Herzlich willkommen und schön, dass du da bist.

00:01:03: Hallo Franziska!

00:01:04: Schön, dass ich da sein darf.

00:01:07: Nicole, welche Diagnose hast Du denn erhalten?

00:01:11: Und wann war das?

00:01:13: Ich habe die Diagnosahandlasenkarsinom oder Blasengrebs bekommen Anfang twenty-fünfundzwanzig.

00:01:25: Das ist noch gar nicht so lange her, ne?

00:01:26: Also wenn du sagst Anfang zwanzig-fünfundzwanzig was waren denn da die Symptome?

00:01:32: also hattest du Blut im Urin oder eine Blasenentzündung.

00:01:36: ich weiß gar nicht wie äußert sich das denn.

00:01:38: Also wenn Du es jetzt rückblickend betrachtest

00:01:40: Ich hatte im Herbst zwanziv-fünfzwanz vierundzwanzzig eine Blase Entzündungen.

00:01:48: Ich muss dazusagen, dass ich seit meiner Kindheit an Blasenentzündungen habe.

00:01:51: Und ich glaube auch viele Frauen haben Blasenanzündung gelegentlich mit den Wechseljahren ein bisschen mehr und... ...ich hab mir da nie riesengedanken drum gemacht!

00:02:01: Ich bin zum Arzt gegangen und meine Hausärztin hat mir einen Antibiotikum vergeben und das hat auch geklappt und die Symptome ging weg.

00:02:13: Und dann habe ich das Antibiotikum nach der gewissen Zeit abgesetzt, wie es sein sollte und habe die Symptome wiederbekommen.

00:02:20: Ich bin wieder zur Hausärztin hin und dann hat sie eine Urinkultur angelegt um das Paste auch alles.

00:02:25: Das war eine Kontamination mit Epoli was man häufig hat und hat das dementsprechende Antibiatikum ausgewählt und das passte dann und das ging auch wieder weg und ich hab das Antiviotikum abgesetzt und es kamen wieder und es wurde immer schlimmer.

00:02:42: Auf die Toilette musste wurden kürzer und auch nachts.

00:02:46: Ja, ich hab mir bisher nicht viel Gedanken gemacht und dachte auch naja das ist jetzt die letzte Antibiotika-Gabe davor war zwanzig zweiundzwanzig.

00:02:54: Das war jetzt auch nicht dass man da in einer engeren Taktung gewesen wäre wo man hätte aufpassen müssen Und das ging dann bis zum Dezember.

00:03:06: Ich habe dann Urologitamin gemacht hatte zwei Urologen vor Ort den, bei dem ich sonst war.

00:03:12: Der hatte aber erst in vier Wochen Zeit und dann hatte ich noch einen anderen gefunden.

00:03:16: der hat in drei Wochen Zeit das heißt ich habe drei Wochen gewartet, hatte inzwischen Zeit bin ich nachts halt häufiger aufgewacht erst einmal die Nacht an zweimal dann im zwei-Stunden-Takt später im einstundentakt.

00:03:28: Ach du Ernster!

00:03:29: Hat damit ich überhaupt Funktioniere für die Arbeit Schmerzmittel genommen.

00:03:35: erst eine Ibuprofen Ja, wusste aber auch das Ibuprofen nephrotoxisch sein kann.

00:03:44: über längere Zeit war da sehr vorsichtig.

00:03:47: Hatte dann mein Urologietermin.

00:03:49: es wurde eine Blasenspiegelung genommen blutabgenommen urin abgenommen alles gemessen nichts gefunden und ich wurde mit ein Antibiotikum unter Blasen entzündet nach Hause geschickt Über Weihnachten Und in Weihnachten die Deckel die Wende hoch gelaufen und habe Nach Weihnachten, zwischen Weihnachten und Neujahr hatte mein Urlauge Ferienfrei-Urlaub.

00:04:12: Und ich bin wieder zu meiner Hausärztin und konnte nichts anderes machen als mir ein neues Antibiotikum aufzuschrafen.

00:04:18: Oh nein!

00:04:20: Der Urlaube sagte aber auch noch ... Ja bei mir ist alles okay, der hatte auch noch einen Ultraschall gemacht über die Bauchdecke und hat gesagt ne, bei mir is alles fein, aber ich seh da eine Ziste an der Gewehrmutter.

00:04:33: Bitte lassen Sie das Zeitner untersuchen.

00:04:34: Und dann bin ich zu meiner Gynäkologin, die hat sehr Zeitner ein Themen gehabt und da bin ich quasi am zweiten Januar zur Gynädekologin und die sagte ja also von gynäcologischer Seite.

00:04:49: Die hat auch einen Ultraschall gemacht aber diesmal vaginal.

00:04:52: Und die sagte vom Gynæcologischen Seite ist alles toll.

00:04:55: Aber gucken sie sich bitte mal ihre Blase an!

00:04:57: Und dann hat sie das ausgemessen und ich muss sagen, die Gynäkologen arbeiten ja hauptsächlich mit Unschrasschallung.

00:05:02: Das war auch sehr gut und hat ein Tumor von damals drei bis vier Zentiletern oder eine Bucherung oder was auch immer da nicht hingehört von drei bis vier Zentimetern ausgemessen.

00:05:17: Und mit diesem Bild bin ich dann zum Urologen und habe mir auch gar kein Termin geben lassen, sondern hab mich einfach im Quaxes-Gesetz ins Fahrt sitzen und hab so lange gewartet, bis ich dran bin und hab gesagt, warum haben Sie das denn nicht gesehen?

00:05:28: Dann wurde er sehr schnell, hat mir binnen vorn Passage schnell drei Wochen ein Termin in der lokalen Klinik besorgt und dann gab es eine Ausschabung.

00:05:37: man muss bei Blase dazu sagen dass neunzig Prozent der

00:05:42: Krebs

00:05:43: Der Katzinoma sind im Urotel.

00:05:46: Das ist die Schleimhaut, in die kann ausgeschabt werden und das kann sein dass es auch wieder kommt und dann wird es wieder ausgeschafft.

00:05:57: also das wächst quasi immer wieder nach diese Schleimbhaut und so war auch der Prozess in der OP.

00:06:03: ich bin da alleine hingegangen Alle haben mir Glück gewünscht, auch alle Sprechstunden-Hilfen.

00:06:09: Alle Leute die ich im Krankenhaus auf dem Weg gesehen habe und den Nachgang dachte ich ne ja, die hatten vielleicht schon eine Ahnung.

00:06:17: Und für mich war das naja es wird jetzt ausgeschabt dann wird geguckt was das ist und dann ist das weg oder es kommt halt wieder.

00:06:24: aber es wird nicht schlimm sein weil ich das von meinem Opa kannte der hat sowas auch gehabt.

00:06:35: Also ich glaube jeder, der schon mal eine Blasenentzündung hatte weiß ungefähr wie sich das anfühlt.

00:06:43: und so wie du das jetzt beschreibst hast du das ja über Monate gehabt ohne dass es in irgendeiner Form besser geworden ist.

00:06:51: Das klingt ja furchtbar.

00:06:53: Richtig!

00:06:54: Hast Du weil dein Opa ja sowas auch schonmal hatte?

00:06:58: irgendwie recherchiert oder darüber nachgedacht was es sein könnte.

00:07:02: Oder warst du, weil du eben gerade sagtest du bist da in den OP gegangen und du warst jetzt alleine da?

00:07:08: Und du hast dir nicht so ganz große Sorgen gemacht.

00:07:11: Hast Du denn das Wort Krebs schon mal irgendwie... ich weiß nicht ist dir das schonmal irgendwie begegnet?

00:07:19: Nee, nicht!

00:07:19: Weil mein Opa nie von Krebs geredet hat.

00:07:22: er hat immer gesagt Es sind Warzen in der Blase die müssen weg operieren werden.

00:07:28: Er hat nie das Wort Krebs in den Mund genommen und zu dem Zeitpunkt wusste ich das auch noch nicht.

00:07:33: Ich wusste, dass erst ein paar Monate später als ich meine Diagnose hatte und die Berichte von meinem Opa der inzwischen auch verstorben ist vor langen vielen Jahren.

00:07:44: da habe ich mir die Gerichte angeguckt und da habe.

00:07:50: Also ich find's auch ein bisschen erstaunlich, dass dein Urologer bei dem du da warst das jetzt nicht weiter alarmieren fand.

00:07:58: Weil so niedrig ist ja die Zahl an Neuerkrankungen in Deutschland gar nicht.

00:08:02: also die liegt ja ungefähr bei achtzehntausend Menschen und ich finde es schon eine ganze Menge oder?

00:08:07: Richtig!

00:08:07: Das gibt...das ist einer der zehn häufigsten Krebsarten aber die meisten Menschen sind sehr alt also sehr alt, also siebzig plus männlich.

00:08:18: Es gibt ungefähr ein Drittel bis ein Viertel Frauen, die sind dann aber noch deutlich älter.

00:08:24: Und man muss sich das so vorstellen, dass man im Laufe des Lebens einfach ganz viel Toxine zu sich nimmt unbewussterweise passiert und die werden dann gehen durch den Körper und die Blase sammelt ... Das ist ja unser Entleerungsorgan für alles oder für viel!

00:08:44: Und dadurch, dass man ja auch in der Blase den Urin erst mal sammelt sind diese Toxine und greifen quasi die Schleimhaut können sie angreifen.

00:08:53: Und je nachdem wie empfindlich man ist, ist das dann da

00:08:56: so.

00:08:57: Deswegen ist es eine Erkrankung vor allen Dingen... Krebs ist generell eine Alterserkrankung aber deswegen sind v.a.

00:09:04: die Menschen alt.

00:09:06: Ja ich höre das wirklich häufiger, gerade wenn die Patienten nicht diesen in Anführungszeichen typischem Alter entsprechen, die Ärzte auch noch nicht wirklich alarmiert sind.

00:09:17: Sondern dass sie eher so ein bisschen abtun.

00:09:21: also das finde ich auch echt verrückt weil du hast ja seit Wochen diese krassen Symptome gehabt.

00:09:27: Also erschreckend!

00:09:29: Man sucht

00:09:29: aber als Arzt in der heutigen Situation auch nach Pferden in Europa und nicht nach Zebra.

00:09:37: Ja Genau, guter Vergleich.

00:09:40: Man sucht erst mal nach dem was häufig ist und weissens erschlägt man es und das wird jeder in seinem Beruf sagen.

00:09:46: wenn ich ein Problem habe... Ich hab jahrelang in der Forschung gearbeitet ...wenn ich ein problem habe dann gucke ich erstmal was ist statistisch am

00:09:53: häufigsten?

00:09:55: Ja

00:09:55: absolut aber gerade im Hinblick auf deine vielen Antibiotika die du ja nun schon gekriegt hast und dass nicht besser geworden ist weiß ich nicht.

00:10:04: eine Blasenausschabung klingt für mich und ich bin, also ich habe keine Ahnung davon.

00:10:10: Wie gesagt, ich war jetzt mit Blasenkrebs noch gar nicht irgendwie so in Berührung gekommen.

00:10:15: Klingt aber trotzdem nach einer ganz schönen Hausnummer weil ich mir vorstellen kann die Blasenhaut ist ja dann gereizt.

00:10:22: Dann hat man doch aber trotzdem Symptome.

00:10:24: oder bis sich das alles wieder regeneriert hat?

00:10:27: Das kann ich nicht sagen!

00:10:28: Ich hatte die ersten Tage noch ein Katheter.

00:10:32: Ich habe aufgrund der Sedierung immer Probleme mit dem Darm und hab ziemlich schnell beschlossen, dass ich mich bewegen muss damit der Darm wieder in Bewegung kommt.

00:10:44: Und alles normal funktioniert.

00:10:47: Ich hatte wenig Probleme außer halt das was ich die Monate vorher sowieso schon hatte.

00:10:54: Es dauert dann ein paar Tage bis man die Histologie bekommt also den die Gewebeuntersuchung Und auf einmal waren ganz viele Ärzte an meinem Bett, alle im Neiß.

00:11:09: Mir wurde gesagt nach der OP es sieht halt nicht gut aus.

00:11:12: und dann habe ich nochmal – Ich bin mir sicher mit dem Chefarzt ein Augengespräch gehabt und er hat mir die Bilder gezeigt und hat gesagt ja das hat sich bestätigt Krebs ist es bösartig und es hat eine gewisse Größe.

00:11:27: Und der die Leitlinien sehen, die und die Schritte jetzt vor.

00:11:33: Das hat mich erst mal sehr geschockt.

00:11:35: ich habe mein Mann angerufen und eine gute Freundin, die in der Familie auch schon mal Krebs hatte.

00:11:42: Und dann war ziemlich schnell da und die Freundinnen auch und das hat ja die haben mich aufgefangen.

00:11:49: Dann als ich im Prinzip schon vor der Diagnose Idee und eine Ahnung hatte, habe ich mich im Internet damit auseinandergesetzt.

00:11:59: Und hatte zwei Selbsthilfegruppen gefunden einmal in Hannover und einmal in Göttingen und habe mit beiden in Verbindung gesetzten E-Mail geschrieben und habe sehr schnell sehr guten Kontakt mit dem Leiter der Selbsthilfegruppe in Götting gehabt und er sagte nur oder schrieb Lass uns telefonieren das kann nicht alles schreiben.

00:12:17: und der hat mir sehr schnell ganz viel erzählt Und hat mir als auch sehr schnell, das war jetzt Ende Januar die OP Anfang Februar ein Termin mit dem stellvertretenden Chefarzt der Uniklinik Göttingen.

00:12:35: Halt sich das sagen darf?

00:12:36: Ja, das darfst du sagen

00:12:38: gemacht fand ich gut.

00:12:40: und an dem Termin.

00:12:45: Ich wollte einfach eine zweite Meinung haben.

00:12:48: An dem Termin habe ich dann das Gespräch mit dem stellvertretenden Chefarzt gehabt und der war in Summe sehr nett, er hat neben den klassischen Blasenkartinomen mir auch noch andere Möglichkeiten genannt.

00:13:05: es kann sein dass es ein Arachiskartinom ist Bauchnabel-Fortsatz, der eventuell mutieren kann.

00:13:14: Das ist super selten!

00:13:16: Er hat mir natürlich auch die Leitlinien erklärt was es ab einer gewissen Größe heißt ja an OP Konsequenzen oder wie die Behandlung dann weitergehen wird.

00:13:29: Das hat sich ziemlich gedeckt mit dem, was mein Urloge gesagt hat.

00:13:34: Was die lokale Klinik gesagt hat und hat mir aber zusätzlich noch verschiedene andere Kliniken genannt um mir sozusagen eine Zweite Meinung zu holen.

00:13:43: das war für mich dann eine Drittmeinung.

00:13:46: ja an dem Tag hatte ich auch einen Termin mit der Selbsthilfegruppe Und wieder der Leiter mich gefragt, was ich dann noch bräuchte.

00:13:58: Also ich hab diese Geschichte erzählt... Alle waren sehr betroffen!

00:14:03: Ich war da natürlich die Jüngste und der hatte mich gefragt was ich brauche und er sagte ja Psycho-Onkologie wäre toll und er hat dann geschafft dass sich zwei Wochen später auch Psycho Onkologische Betreuung über die Klinik bekommen

00:14:18: habe.

00:14:20: Und zu dem dritt oder zweit Meinung wir mit Februar in Köln und haben uns bei dem Chefarzt dort vorgestellt.

00:14:33: Und der hat gesagt, oder mir war klar, dass bisher hieß es immer, es muss erst eine OP sein und dann nicht Chemotherapie.

00:14:42: Der sagt denn nein wir können das anderswo machen, erst eine Chemotherapien und dann eine OP damit der Krebs kleiner wird und man weniger weg operieren muss und man halt viel schützen kann.

00:14:54: Es war auch immer die Option, wie viel von dem Organ wegkommt.

00:14:58: Dass der Krebs liegt halt direkt oben auf dem Dach.

00:15:01: man könnte überlegen ob man nur das dach wegnimmt.

00:15:06: ja

00:15:07: und ich hatte keine Ahnung.

00:15:10: Ich habe diese ganzen Informationen dann den stellvertretenden Chefarzt genannt.

00:15:15: Der hat sich mit dem Chefarzen Köln auseinander gesetzt.

00:15:17: sie haben miteinander konferiert Und haben gesagt okay wir machen das Wir Machen erst die Chemo und Daniel fand ich total cool, dass die miteinander kooperieren.

00:15:27: Und das ist auch etwas was... Ich bisher auch als sehr positiv empfunden habe.

00:15:32: da kommen noch ein weiteres Beispiel, dass sie ja über ihr nicht sagen, dass Sie die besten sind sondern okay hier hab' ich eine Frage und ich hab aber jemanden Kompetentes im Haus und den hole ich dort oder ich kenne jemanden kompetente so.

00:15:48: Und dann ging alles sehr schnell, ich habe ne OP für ein Port bekommen sehr süß mit einer Krankenschwester, die mir mein Händchen gehalten hat und ein Arzt, der seine persönliche Geschichte dazu erzählt hat.

00:15:59: Ich hab' mir eine Perücke gekauft, die ich nicht benutzt habe.

00:16:04: Ich habe am sechsten, zwanzigsten zweiten Jahr Stichemotherapie bekommen und habe kurz danach nichts mehr bei mir behalten.

00:16:12: Es blickt gar nichts mehr drinne.

00:16:14: Ich hatte einen Durchfall.

00:16:15: Ich musste mich stetig übergeben und den Sonntag Anfang März ... Da hab ich gesagt, das geht so nicht mehr.

00:16:23: Ich behalt nichts mit drin.

00:16:24: Ich hab auch den Tipp von einer bekannten guten Bekannten gekriegt, die eine Chemotherapie durchgemacht hat.

00:16:31: Geh nicht zu spät in die Klinik, meldet dich bitte nicht zu Spät und dann bin ich in die Notaufnahme Und hatte eine sehr tolle Urologin.

00:16:41: Das ist das Vorteil von einer großen Klinique.

00:16:43: Die haben halt alle Fachärzte vor Ort zu jeder Tages- und Nachtzeit.

00:16:48: Und sie hat mir gesagt Ja, man kann Läuse und Flöhe haben.

00:16:52: Also das kann von der Chemotherapie kommen.

00:16:54: Es kann aber sein, dass da noch mehr ist.

00:16:56: Hat ein CT gemacht und es stellte sich heraus, dass der Tomo inzwischen nicht nur im Urotel war sondern auch in der Wandung, in der Muskulatur und üben.

00:17:07: die Muskulator herum ist eine Fettschicht.

00:17:09: Auch da ist er drinne Und er hat quasi den Dünndarm, der direkt da drauf liegt.

00:17:15: Der ist angewachsen Der Streitgrade macht sich dick und lässt nichts mehr durch.

00:17:23: Also wir sprechen von einem Dünndamverschluss, und das war der Grund, weshalb ich alles von mir gegeben

00:17:28: habe.".

00:17:29: Okay also lasst mich kurz ein paar Zwischenfragen stellen.

00:17:33: Nicole wie alt warst du zu dieser Zeit?

00:17:37: Fünfundvierzig.

00:17:39: Und hab' ich das richtig verstanden dass du als du die Zweite Meinung, also deine Zweitmeinung in Göttingen war das, ne?

00:17:48: In Götdingen die Eingohlt hast.

00:17:50: Da wusstest du aber noch gar nicht ganz genau um was für eine Art Krebs es sich handelt?

00:17:55: Doch ich habe in dem lokalen Krankenhaus ja die Histologie bekommen und der... Ich glaube Chefarzt hat mir das gesagt dass ist ein Tumor ist, dass er bösartig ist nach Leitlinien, wie man dann vorgehen würde.

00:18:15: Also erst eine OP und dann Chemotherapie genannt.

00:18:22: Und dann hast du ja eben erzählt ... Du hast also erst die Chemotherapies bekommen weil diese zwei Ärzte sich beraten haben aus Köln und Göttingen?

00:18:31: Der Krebs ist weitergewachsen obwohl du die Chemotherapy bekommen hast.

00:18:36: Ich habe nur eine Gabe bekommen.

00:18:38: und dann wenige Tage später Ja, er ist halt einfach weitergewachsen.

00:18:44: Von Diagnose bis Erstechemotherapie waren es ja quasi auch zwei Monate und von ich hab die ersten Symptome bis Diagnese waren's ja auch drei Monate.

00:18:56: Also hast du einen Krebs der unfassbar schnell wächst?

00:18:59: Mittelschnell laut Diagnosen also in der Histologie kann man sehen wie schnell die wachsen

00:19:05: und

00:19:05: demnach mittelschnell.

00:19:08: Aber er war halt einfach sehr weit fortgeschritten.

00:19:10: Ja, genau das heißt der war von Anfang an schon nicht nur in diesem Schleimmantel drin der Blase sondern... Wie ging das weiter?

00:19:22: Das hört sich ja unfassbar dramatisch an!

00:19:24: Die Chemotherapie wurde abgebrochen.

00:19:26: ich blieb in der Klinik bin auch gar nicht rausgekommen.

00:19:30: mein armer Mann tat mir tatsächlich leid der die ganz.

00:19:34: also man kommt in die auf die in die Notaufnahme und kriegt keinen Kontakt zu dem Patienten, man kann auch nicht mit reingehen.

00:19:41: Und der hat draußen gewartet und hat im Auto gewartet bei minus vier Grad im Auto nachts.

00:19:46: Und wusste nicht was los ist?

00:19:47: Wusste nicht, wie lange es dauert!

00:19:51: Ja... Es ist eine Uniklinik, es dauerte manchmal etwas länger aber sie haben viele Möglichkeiten, was sehr gut

00:19:58: ist.

00:19:59: Ich bin drin geblieben, man hat quasi die OP vorverlegt.

00:20:04: Ich hatte dann eine Woche später die OP.

00:20:07: Mir wurde ein, weil ich nichts drin behalten habe in der Magensonde gelegt das auf jeden Fall alles rauskommt.

00:20:14: und ich bin Montag ins Klinikum gekommen oder Sonntagnacht und hab am Donnerstag einen Bienenkatheter gelegt bekommen.

00:20:20: Das ist ein intravenöser Zugang am Hals den ich eh für die OP gebraucht hätte Und der hat mich quasi.

00:20:31: Darüber kann man Blut abzapfen und darüber kann man mich aber auch intravenös endieren.

00:20:35: Aber du hattest doch den Port schon, oder?

00:20:37: Mit dem hätte das nicht funktioniert...

00:20:39: Mit dem Port hätte das funktioniert.

00:20:41: Ich muss dazusagen ich habe jahrelang Zellemolekulabiologie gemacht.

00:20:49: Ich weiß wie man steril arbeitet Und in dem Moment kam mir das nicht so vor dass sich psychisch sehr unter Druck war.

00:20:57: Ich habe einfach nur gesehen, dass die Menschen nicht so arbeiten wie ich es als Stereo empfunden hätte.

00:21:06: Und dieser Druck hat mir gesagt, ich möchte nicht, dass ihr hier so meinen Portern steigt.

00:21:14: Weil ich wusste ... weil auch durch die erste Chemie wusste, wie vorsichtig sie in der Krebsstation im Klinikum sind und wie sehr sie auf Hygiene dachten.

00:21:25: Und da war für mich eine kleine Diskrepanz, und deswegen habe ich den Winkel hinterbekommen.

00:21:31: Auf eigenem Wunsch?

00:21:33: Auf eigener Wunsche genau!

00:21:34: Ja okay aber also die Operation wird ja jetzt doch wesentlich größer ausgefallen sein als ursprünglich gedacht.

00:21:45: Ja und nein... Die Klinik, die lokale Klinique Alle Gespräche, die ich bisher hatte sehen nach den Leitlinien vor was operiert wird.

00:21:57: Und das wurde mir von Anfang an gesagt und Das hat mich ziemlich umgehauen.

00:22:02: eine Blase sitzt im Unterleib Die ist ungefähr fausen groß vielleicht ein bisschen kleiner und da drüber sitzt die Gebärmutter.

00:22:11: Dann eben setzen die Eierstöcke Die Blase ist verwachsen mit der scheißen Vorderwand Teilen sich quasi auf in den OPs nach den Tumor-Stufen.

00:22:23: Es gibt vier Tumostufen, wahrscheinlich bei fast allen Tumoren.

00:22:28: T eins ist nur dieses O-Rotel was man ausschreiben kann und das immer wiederkommt.

00:22:33: Kommen kann gibt es auch Möglichkeiten Und ich habe war eingestuft dann mit T drei B Das heißt der Tumo ist sichtbar und er ist in die Muskulatur eingewachsen.

00:22:44: dass ganz Organ weggenommen wird.

00:22:48: Ach, du meine Güte!

00:22:51: Dass die Gebärmutter, die da oben aufliegt.

00:22:53: bei mir war der Tumor am Blasendach also ganz oben.

00:22:55: Die Gebärmutter legt oben auf und die wird auch mit weggennommen.

00:23:00: Die Eierstöcke werden mitweggenomen und die Scheidenvorderwand weil die Blase quasi... Das ist nur eine Membran ein Haut zwischen Scheidenforderwand und Blase.

00:23:13: man kann das nicht durchschneiden Da fehlen dreimal sechs Zentimeter ungefähr dann.

00:23:21: Und das wird wieder rekonstruiert, nennt man das vorzuteilige.

00:23:24: früher hat man das einfach Deckel oben drauf fertig.

00:23:26: Das war es Genau mit dem Anwachsen des Dünndahms ist.

00:23:33: Dann haben die Chirurgen sich anders vorbereitet und haben das Zerachirur aus dem Klinikum noch mit dazu gezogen, die sie sich mit vorbereitet haben.

00:23:44: Ich habe hinter den OP-Bericht gelesen, haben sie tatsächlich noch mal einfach Menschen der sich mit Darm gut auskennen nochmal dazu geholt und nochmal überlegt wie man quasi das am besten jetzt operiert damit man ja maximal viel Darm erhalten kann.

00:24:03: Man hat ungefähr fünf Meter dünn Darm.

00:24:07: wenn man die Blase weg nimmt braucht man ja einen Blasenersatz.

00:24:11: Da gibt es verschiedene Möglichkeiten.

00:24:12: Es gibt eine Neoblase, die wird aus Dünnnamen gemacht.

00:24:15: Die funktioniert sehr gut bei Männern und Frauen häufig, manchmal aber auch nicht.

00:24:21: Und dann ist man inkontinent.

00:24:24: Nicht nur Tropfeninkontinent sondern so richtig Ruschinkontinent.

00:24:28: Dann gibt es ein Pouch.

00:24:31: Das ist auch eine Dündamkonstruktion hinter dem Bauchnabel.

00:24:35: Den kann man sich selbst katheterisieren Und da braucht man aber auch Dünnennamen für relativ viel bei beiden Optionen.

00:24:44: Dadurch, dass der Dünner mir jetzt halt mitinvolviert war, war das beides für mich keine Option mehr und ich habe einen Sturmer bekommen, ein U-Sturma, ein Iliosturma.

00:24:56: Das wird auch aus Dünndamen gemacht und dafür brauchten wir nur ungefähr zwanzig Zentimeter.

00:25:02: ja dann haben die das in der OP zurecht gebastelt Und sie haben es sehr gut gemacht.

00:25:10: Ich habe in diesem ersten Gespräch mit dem stellvertretenden Chefarzt die Informationen erhalten, ich kenne nur zwei hier in der Klinik, die das können – der leitende Oberarzt oder der Chefarst und der leiten Oberarst hat dann operiert und er hat das sehr gutgemacht weil im Alltag habe ich wenig Einschränkungen.

00:25:30: Das heißt aber dass du diesen Katheter dieses Urustoma was du hast, das behältst du?

00:25:37: Das behalte ich ja.

00:25:39: Es ist kein, bei Darm-Stömen hat man die Möglichkeit oder Stomataß die Möglichkeit dass das wieder weg operiert wird und zurück verlagert wird – das ist bei mir nicht der Fall!

00:25:50: Ich behalto diesen Beutel am Bauch?

00:25:52: Am Bauchen... Aber

00:25:55: jeder den Stömer hat kennt sicherlich den Spruch besser im Beuteln an Bauch als ein ZLMC.

00:25:59: also da

00:26:01: kann da gut mit leben.

00:26:02: Man sieht es manchmal, wenn der Beutel voll ist.

00:26:04: aber das hat auch Vorteile.

00:26:06: ich kann alles machen Ich bin viel unterwegs, ich bewege mich gerne und ich kann wieder Fahrrad fahren, ich kann schwimmen gehen, ich muss nachts nicht mehr raus weil dieser Beutels sind ungefähr sechshundert Milliliter ähnlich wie eine normale Blase und ich merke aber nicht sich habe ja kein Gefühl dafür, wenn der voll ist und dementsprechend habe ich quasi eine Verlängerung und ein Nachtbeutel mit zwei Litern.

00:26:32: Ich muss nachts nicht mehr

00:26:33: raus.".

00:26:34: Okay das heißt du lährst den dann einfach aus?

00:26:37: Wenn du siehst dass er voll ist?

00:26:39: Ja.

00:26:40: Ach okay!

00:26:42: Und das...ich meine ...der Mensch ist ja unfassbar anpassungsfähig und man lernt ja auch damit umzugehen.

00:26:48: ne?

00:26:48: Man bekommt ja doch irgendwie einen Gefühl dafür.

00:26:50: Du weißt wie viel du trinkst

00:26:51: usw.,

00:26:52: da weißt du auch wann du ihn ausleeren musst

00:26:54: oder?!

00:26:55: Ich neige dazu, es einfach zu vergessen.

00:26:57: Und dann irgendwann mal zu gucken und denk so Uppsala!

00:27:00: Das Problem ist das... Es gibt quasi eine Pflaster-Klebefläche.

00:27:06: Dann ist noch einmal ein Klickring.

00:27:09: Also ich hab'n zwei moduliges Systeme.

00:27:11: Einmal die Pflasta-Kleebeflächen in der Mitte ist ein Loch und dann ist da nochmal nach außen hin so einen Klick Ring.

00:27:17: Der Beutel hat auch so den Klick ringen und die packt man aneinander.

00:27:20: Das ist dicht.

00:27:23: Wenn das zu voll ist, geht entweder der Klickring.

00:27:26: Ist dann undicht oder die Pflasterklebefläche geht auf?

00:27:31: Und ja irgendwann ... Das ist halt undicht.

00:27:33: Okay.

00:27:34: Also wenn man es vergisst.

00:27:35: Ja aber bist du jetzt auch irgendwie anfällig für Infektion.

00:27:40: also wenn du das jetzt immer ... Du wechselst das ja dann wahrscheinlich oder wechselt man das überhaupt?

00:27:46: Also musst du dir immer regelmäßig einen neuen Beutel kleben?

00:27:50: Genau!

00:27:51: Man wechselt das ungefähr alle zwei bis drei Tage.

00:27:54: oder wenn es halt notwendig ist, die Klebeplatte und den Beutel wechseln man jeden Tag.

00:28:01: Und dadurch dass das Dündarm ist, Dündam mit Bakterien immer besiedelt und dadurch hat man auch also der Urin riecht anders und wenn ich dem Beuteln versehentlich einen Tag länger dran lasse dann Riecht er auch, also ich hab dann quasi ein Mikrobiom in meinem Beutel.

00:28:21: Ja und dann sollte man pechseln.

00:28:23: Es ist nicht schlimm glaube ich.

00:28:26: wenn ich eine infektion kriegen würde Würde die quasi nicht über die blase über die hanenleiter Indienieren gehen oder meistens hat man ja erst ne Blasenentzündung Und dann wenn die aufsteigt Indieniren.

00:28:38: bei mir würde das gleich über die Hanenleite Indienierung gehen.

00:28:42: Bisher hatte ich aber da nichts.

00:28:46: Erzähl bitte nochmal, wie das mit dem Dünndarm funktioniert.

00:28:50: Du hast ja gesagt, dass da ein gewisses Stück an Dünnendarm verwendet wurde?

00:28:55: Wie kann ich mir das vorstellen?

00:28:56: Also ich weiß natürlich, wie so einen Stomabeutel aussieht aber ich weiß nicht, wie ein Ur-Stomabäutel ausseht.

00:29:02: Ziemlich genauso!

00:29:03: Man hat denieren dann hat man die Hanleiter.

00:29:06: Die Hanleite entwässern normalerweise in die Glase bei mir und man lässt sie relativ lang.

00:29:13: In der OP macht man auch Schnellschnitte, um zu gucken wie weit geht der Tumor.

00:29:17: Das war alles krebsrei und dann näht man die an ein Stück Dündarm an und dieses Stück Dünndarm geht dann ungefähr auf Wundhöhe oder mir ist das Rosenbund.

00:29:31: Höhe kann aber auch niedriger oder höher je nach Anatomie des Menschen geht dieses Stück dündarm aus der Bauchdecke raus wird quasi Außen, also der innere Teil wird so ein bisschen umgegrändelt und festgelädt.

00:29:46: Also ich sehe das ist dann quasi erhaben um zwei Zentimeter und hat einen Durchmesser von zweieinhalb Zentimetern und wächst an der Bauchdecke an.

00:30:00: Und stört dich das im Alltag?

00:30:01: Du hast ja zwar gesagt du kannst alles machen aber wenn das auf Hosenbundhöhe ist...

00:30:06: Ich hab viele Hosen aussortiert.

00:30:08: Also die ganzen Skinny Jeans, die ja eh nicht mehr modern sind habe ich ausortiert weil sie sind dann zu eng.

00:30:15: Ich hab das große Glück dass sich selber nähen kann und mir jetzt meine Hosen so nähe wie ich sie brauche.

00:30:20: Inzwischen trage auch gerne Rock!

00:30:25: Die Unterhosen kann man da drunter tragen oder ich hab einige mit einem Loch versehen und dann passig gemacht dass das Sturmer dadurch guckt quasi Mit den Hosen geht es, also dass das ja man trägt.

00:30:39: Also lowways könnte man dann glaube ich nicht gut

00:30:42: tragen.

00:30:43: Okay aber... Das ist

00:30:44: vor allem ein Problem, dass die Filmmenge des Beutels in der Hose berücksichtigen muss.

00:30:48: beim Sitzen

00:30:50: Ja klar!

00:30:51: Also ja deswegen meine ich wie anpassungsfähig man ist weil man gewöhnt sich da an den Umgang mit dieser veränderten Situation.

00:30:59: Und gerade wenn du sagst, dass du das jetzt auch behalten wirst und es nicht wieder zurückverliegt werden kann, dann bleibt dir ja auch nichts anderes übrig als dich anzupassen?

00:31:06: Ja!

00:31:08: Du hast vorhin auch erzählt, dass die Scheiden Vorderwand mit entfernt werden musste.

00:31:14: Wie funktioniert das?

00:31:15: wird die Scheide dann einfach hinten zugenäht?

00:31:19: Sie wird verschmalert sozusagen also im Prinzip in Anführungsstrichen eine Röhre dadurch Gebärmutter weg ist und der Motor Mund weg ist.

00:31:30: Gibt es nur noch die Scheide, die wird nach oben hin zugenäht und nach vorne hin zu genäht.

00:31:35: Das fehlen halt einfach die drei mal sechs Zentimeter.

00:31:40: das ist eine Abengewebe, dass ist sehr dünn, das ist auch gezogen und deswegen sehr düng.

00:31:46: Ich habe den großen Vorteil, dass der Tumor nicht hormonabhängig ist, das heißt ich kann lokal Hormone nehmen auch Transdermal-Hormone nehmen, weil ich mit Mittevierzig eigentlich vor der natürlichen Zeit der Wechseljahre bin.

00:32:04: Und je früher man quasi in die Wechsel Jahre kommt, oder wenn man früher als normaler in die wechseljahr kommt und das bin ich ja, die Eierstöcke wurden entfernt, komme ich in die Zeit, dass Osteoporoserisiko steigt.

00:32:20: Ich bin mir mit den Zahlen sicher und auch, dass der Schlaganfall und Herzinfarkt-Risiko steigt.

00:32:28: Und aus dem Grunde sagt man eigentlich, dass alle Patientinnen die dann halt frühzeitig in die Wechseljahre kommen und das nehmen können kann man transdermal Estradiole geben.

00:32:42: Transdermals weil das Brustkrebsrisiko dann nicht so erhöht ist wie wenn ich es oral nehmen würde.

00:32:53: Wie hat sich das für dich angefühlt, als du dann wusstest, dass er jetzt nicht bei dieser Ausscharbung bleibt.

00:33:01: Sondern dass da wirklich eine ganz schön krasse Operation folgen wird?

00:33:06: Ich bin ein Mensch der in solchen Stresses sehr strukturiert denkt und Lösungsorientiert denkt, das war für mich ein Problem und da gibt es eine Lösung.

00:33:23: Das ist die Operation und dann gibt es vielleicht auch noch nicht Chemo?

00:33:27: Ja, die wird nicht schön aber das schaffe ich und gut ist.

00:33:31: Okay du warst also im Funktionsmodus.

00:33:33: Ich

00:33:33: war im Funktionsmodus genau und der ganze psychische Teil kam fleckerweise nachher.

00:33:42: Da bin ich jetzt noch mehr drin als zu dem Zeitpunkt.

00:33:47: gab es tatsächlich eine Aufklärung, eine OP-Aufklärung die gar nicht differenziert hat zwischen das ist wahrscheinlich und dass ist unwahrscheinlich.

00:33:57: Das war in der Aufklärungen auch noch okay.

00:33:59: da war ich auch wieder im Rationalmodus, in dem Funktionsmodus.

00:34:03: den Tag später war's schrecklichst Und

00:34:09: wir hatten ja vorhin schon darüber gesprochen, dass eher ältere Menschen und dann auch noch überwiegend Männer an Blasenkrebs Erkrankten.

00:34:18: Hast du denn in der ganzen Zeit auch Menschen in deinem Alter kennengelernt oder warst du da wirklich eine junge Frau unter überwiegend Männern?

00:34:28: Ich habe in der Ganzen Akute-Rapie niemanden kennengelernet, oder nicht bewusst kennengelaert, der in dieser Situation ist.

00:34:37: Ähm...

00:34:38: ich habe über die Selbsthilfegruppe Menschen kennengeletzt aber T-IIIb hatte auch keiner, soweit ich weiß.

00:34:48: Auch da wie gesagt waren die Menschen deutlich älter.

00:34:50: der nächste Ältere war ungefähr unter fünfzig.

00:34:55: Ich habe in der Reha, die ich dann später gemacht habe gab es natürlich auch ein Orologiepart und auch da waren alle Menschen deutlich Älter.

00:35:08: Nein, ich hab keinen kennengelernt.

00:35:10: Das stelle ich mir total schwer vor, weil so ein Austausch extrem wichtig ist.

00:35:16: Wenn man das Gleiche geschlechtert und in einer ähnlichen Lebensphase befindet, ist der Austauschen ganz anderer als wenn du jetzt mit älteren Männern darüber sprichst.

00:35:26: Richtig!

00:35:28: Hast Du denn nachdem du die Operation hinter dir hattest nochmal eine Chemo machen müssen?

00:35:35: Ich musste nicht immer machen, damit sie quasi die oder in der OP, das habe ich vergessen zu erzählen, wurden auch Lymphdrüsen entfernt im kleinen Becken.

00:35:43: Und man nimmt da einfach das Gewebe raus, indem die eingebettet sind.

00:35:49: Das ist meistens eine Art Fettgewebe glaube ich und zählt hinterher.

00:35:54: Es wurden neunzehn Lymphdrüsen entfernden und zwei davon waren befallen.

00:36:00: Und aus dem Grunde war klar dass das Ganze das Lymphsystem quasi involviert ist, aber es ist auch nicht unwahrscheinlich dass der Tumor an das Blutsystem angeschlossen war und dass die Wahrscheinlichkeit, dass durch

00:36:17: den

00:36:18: Körper ging gegeben war.

00:36:19: Und aus Sicherheitsmaßnahmen musste ich eine Chemotherapie machen und da gab es auch wieder nach den Leitlinien Gemsytabinesysplatin.

00:36:28: Die OP war am zehnten dritten.

00:36:32: Ich bin Ende März aus dem Krankenhaus gekommen, bin noch mal kurz rein für drei vier Tage weil ich extreme Darmprobleme hatte.

00:36:42: die haben quasi in der OP einen Schnitt gemacht vom Bauchnabel oder neben den Bauchnarbel bis zum Scharmbaun haben alles rausgeholt haben, aber auch den ganzen Darm raus geholt.

00:36:52: Weil sie extremen Sorgen hatten nach dem was sie im CT gesehen haben dass da eventuell irgendwo noch etwas ist das man im CT nicht gesehen hat, haben quasi die ganze dünn Ramm ausgeholt und den ganzen Dickdarm heraus geholt, haben sich alles angeguckt, haben alles wieder reingepackt was sie rein packen wollten.

00:37:08: Haben das dann wieder geschlossen?

00:37:09: Haben nebenbei halt eben auch das Eurostoma angelegt und ja deswegen halt hinterher die Chemotherapien.

00:37:18: Auch dann da vor Ort, von uns aus ist das ungefähr eine Stunde Fahrt und ich habe die Chemotherapie relativ gut vertragen.

00:37:27: Es gibt inzwischen auch sehr gute Mittel, die Übelkeit minimieren haben aber den Nachteil dass sie nicht nur die Kontraktion des Magens unterbinden sondern Kontraktionen im ganzen Magen-Damenbereich Das heißt man hat übelste Verstopfung auch hatte, vor allen Dingen zum Ende hin der Chemotherapie ist das ich psychisch mich aus psychischen Gründen mich übergeben musste.

00:37:55: Ach

00:37:56: Gott!

00:37:57: Süßes Beispiel.

00:37:58: mein Mann war wirklich die ganze Zeit bei mir und hat auch die ganze zeit in der Therapie oder auch als ich im Krankenhaus war, weil er jeden Tag da, wenn das eine Stunde hinfährt, eine stunde Rückfahrt hieß für ihn, der war die ganzezeit da Mensch, guck mal.

00:38:13: Es gab immer einen Zyklus in drei Wochen und dann ist eine Woche Pause.

00:38:18: Nee, zwei Wochen und eine Woche pause und dann beginnt das von neun.

00:38:22: Die erste Therapie hat beide Tytostatiker, also Genzitavine und Cisplatin, die zweite Woche Nogenzitavin.

00:38:29: Er sagte nur neben mir sitzen abends morgen wird nicht so ein schlimmer Tag weil morgen ist ja Nogenzzitavina, der nicht so schlimme Tag.

00:38:36: Das hat quasi die Erinnerung an die Chemotherapie wieder.

00:38:41: gerade aktualisiert und wach gerufen.

00:38:44: Und ja, das Armrutessen war dann im Klo.

00:38:47: Oh nein!

00:38:48: Und das habe ich teilweise bis zu zehn mal am Tag geschafft.

00:38:52: Ich bin morgens aufgewacht und hab mich als erstes übergibt.

00:38:55: Weil du auch als erstens morgens an die Chemotherapie gedacht hast?

00:39:00: Aber in der Sommer habe ich es sehr gut geschafft.

00:39:02: Die hat eine sehr nette Freundin, die wie gesagt halt auch schon eine Chemotherapier hatte.

00:39:07: Das hat mir nicht austauscht, wenn's nicht die gleiche Gritzaute ist.

00:39:10: Viel Kraft gegeben um vielleicht auch vorbereitet zu sein, mal auf dem gleichen Level sich zu unterhalten.

00:39:16: Ich habe eine tolle Familie hier vor Ort, auch meine Mutter die hier nicht vor Ort wohnt hat dann in der Chemotherapie zwei Tage die Woche hier ist sie hier gewesen, hat hier übernachtet, hat gekocht und sich um die Kinder gekümmert.

00:39:29: ich hab zwei Kinder beide Teenager.

00:39:33: Ja, das musste halt irgendwie alles funktionieren.

00:39:35: Und ich hatte das ganz große Glück, dass ich mich nur um mich selber drehen musste und nicht nur um sich kümmern brauchte und alles wurde gemacht.

00:39:43: was ich konnte habe ich gemacht.

00:39:45: es hat man mich manchmal auch machen lassen ja alles andere wurde mir abgenommen.

00:39:51: Wann warst du durch mit der akuttherapie?

00:39:53: Wie lange hat das gedauert?

00:39:55: Ende Juni war ich mit der Chemotherapie dann durch und ich bin quasi nach der OP schon sehr schnell, ja.

00:40:05: Schnell nach so einer OP wieder aufgestanden und wollte mich aber wie auch in der ersten OP immer bewegen weil ich da Probleme hatte.

00:40:15: Und nach zwei Wochen ungefähr nach OP bin ich aus dem Krankenhaus gekommen und konnte fünfhundert Meter gehen.

00:40:22: Wow!

00:40:26: Wir wohnen hier in der Gegend dass man quasi ja immer so ein Kringel gehen kann und dann die nächste Straße noch mit ein und an die nächste Straß also man hat immer größere Kringel und dann in die Feldmark mit rein.

00:40:36: Und

00:40:37: ich

00:40:38: bin dann Mitte Mai meine erste Wanderung gelaufen, mit zehn Kilometern.

00:40:46: Wow!

00:40:48: Und bin direkt nach der Chemotherapie und die ist ja bekannterweise am Anfang geht's und es wird halt von mal zu mal immer schlimmer von.

00:40:56: die körperliche Konstitution nimmt ab.

00:40:59: Bin Direkt nach der Chemotherapie, eine Woche mit Freunden in den Urlaub gefahren und mit meinem Mann aber ohne Kinder.

00:41:08: Die war mit den Großeltern unterwegs Und wir haben das Fahrrad mitgenommen und wir haben unser Paddelboot unter Kayak mitgenommen.

00:41:15: Wir sind dreißig Kilometer stehendes Gewässer gefahren Wir sind vierzig, fünfzig, sechszig Kilometer Fahrradturm gefahren Was total cool ist.

00:41:28: Ja, ich hätte nicht gedacht, dass ich das schaff.

00:41:30: und auch jemand an der Seite, der halt sagt...

00:41:33: Ich

00:41:34: helfe dir oder ich hole dich ab sozusagen.

00:41:36: Ich hole dann das Auto.

00:41:37: Ich bin fit genug.

00:41:38: Ich hol' das Auto wenn es nicht mehr

00:41:39: geht.".

00:41:42: Da merkt man aber mal wieder wie wichtig das ist ne?

00:41:45: Also Bewegung, Sport ... Und Sport heißt ja nicht gleich Leistungssport sondern einfach auch, dass an der Luft sein draußen sein.

00:41:54: Hast du das Gefühl gehabt, dass für deinen Damen tatsächlich besser war, dass dann das Verdauungssystem besser ja im Gang war?

00:42:02: Weiß ich nicht.

00:42:03: Ja, ich glaube schon es ist besser wird.

00:42:05: so wie Feuer ist es immer noch nicht.

00:42:07: Also ich habe immer noch Probleme.

00:42:09: wenn ich jetzt ignoriere, dass ich auf Toilette muss, denke ich nicht auf Toillette und gehe aber auch mehrere Tage nicht auf toiletten.

00:42:16: Okay also du hast... Das wäre

00:42:18: wirklich

00:42:19: schwierig.

00:42:20: Ja klar logisch!

00:42:21: Du hast vorhin gesagt, dass dir deinen ganzen Daumen rausgeholt reingetan haben in deinen Bauch und das aber ja auch ein Stück Darm entfernt wurde.

00:42:31: Also ich meine, die mussten ja das Urostoma machen und bestimmt wurde ja... also du hast ja vorhin erzählt dass dieser Tumor ja auch schon die Darmenwand infiltriert hat, also musste auch ein stück rausgeschnitten werden?

00:42:44: Genau es wurde ein Meter darm insgesamt entfernt inklusive

00:42:48: des Urostomas.

00:42:53: Laut der Histologie ist nichts betroffen gewesen.

00:42:56: Also, er war angeheftet, pissig oder angefressen weil er halt diesen Tumor in der Nachbarschaft hatte den er nicht mochte und sich deswegen verdickt hat und verschlossen hat.

00:43:09: aber es waren keine Krebszellen im Darm zu finden nirgendswo.

00:43:13: Es waren auch keine Krebstellen in der Gewährmutter in den Eier stecken und sonst irgendwo zu finden außer in den Lümpfknoten.

00:43:21: heißt das im Umkehrschluss, dass man auch auf die Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke hätte verzichten können?

00:43:28: Das weiß ich nicht.

00:43:29: Also ich fand es, je länger ich mich damit beschäftigt habe und dann hinterher in der Reha auch Menschen mit gynäkologischen Tumoren getroffen habe wo dann vielleicht eventuell je nach Mensch und Situation entschieden wird, wie entfernt nur den einen Eierstock der andere bleibt da.

00:43:51: Da wird durchaus differenziert oder kann differenzieren werden.

00:43:55: das hat mich sehr lange sehr beschäftigt.

00:43:58: ich glaube die Ärzte hatten riesige Angst dass das in der Größenordnung zu der OP ungefähr sechs Zentimeter Größe einfach so weit schon in der näheren Umgebung gespreut hat, dass sie sich sehr klar an diese Leitlinien gehalten haben.

00:44:18: Und ja das alles in der OP dann raus operiert haben auch die Eierstöcke, die damit ganz konkret nicht zu tun haben.

00:44:29: ich hatte im Dezember Ich habe jetzt noch mal ein Gespräch mit dem Leitenden Oberarzt, also mit dem Chirurgen, der mich operiert hat.

00:44:39: Und er sagte ja aber sie haben eine OP an drei Organsystemen und das ist alles vernabt und einen Stöckel neigen eventuell dazu dass Sie mutieren im Alter und quasi niemand möchte mehr einmal ihren Bauch aufmachen.

00:44:56: Also es wird halt zunehmend schwieriger je häufiger man operiert wird und je größer diese Operation sind.

00:45:02: Wenn Sie jetzt schon mit Mittevierzig dazu neigen, dass sie ein Tumor entwickelt haben.

00:45:07: Dann kann es sein.

00:45:08: also das sind ja alles nur Statistiken.

00:45:12: Deswegen haben sie sich zu dieser Größe der OP entschieden.

00:45:17: Dass man absolut auf der sicheren Seite ist auch wenn er jetzt einfach ganz viele Konsequenzen für mich hat.

00:45:23: und man hat mich ganz am Anfang auch gefragt in dem ersten Gespräch Haben Sie Kinder?

00:45:29: möchten Sie noch Kinder?

00:45:32: Also und weil wir gesagt haben okay, wir haben zwei Kinder.

00:45:35: Wir möchten keine Kinder mehr Ja waren sie da glaube ich ziemlich schnell auf der Seite wie es dann operiert wurde.

00:45:47: Okay also die ärzte sind einfach auf Nummer sicher gegangen.

00:45:51: ja also in der hoffnung dass du damit nicht nochmal im berührung kommst auch den rest eines lebens.

00:45:58: Also

00:45:58: du hattest erst die Operation, dann die Chemotherapie folgte dann noch eine Bestrahlung.

00:46:03: oder warst du nach der Chemotherapien fertig mit der Akkutherapie?

00:46:06: Ich war mit der Chemotherapie fertig weil der akute Tumor mit der Blase weg war.

00:46:10: Ja

00:46:11: und alles Gewege drum herum ja irgendwie auch.

00:46:16: Und du hast eben schon erzählt du bist danach zur Reha gefahren.

00:46:19: wie war das für dich?

00:46:20: also war es für dich tatsächlich so dass du da schon naja ein stückweit vergangenen Wochen, Monate verarbeiten konntest?

00:46:30: oder also war das für dich heilsam?

00:46:33: Ich hatte keine großen Erwartungen an Nirea aber es war heilsamm.

00:46:37: ich bin in die Uni aus der Therapie gekommen und hatte im Zuge der Sozialarbeiter...sozial wie nennt sich das?

00:46:47: Im Krankenhaus meinst

00:46:48: du?

00:46:48: Genau!

00:46:50: Die haben Nireas mit beantragt und ich dachte ich komme Anfang August mit in Nireaa.

00:46:54: Ungefähr bin aber erst Ende September in die Reha gekommen und bin weiterhin, hab mich bewegt.

00:47:01: Bin noch mal wann eingegangen und bin dann irgendwann auf meine, weiß ich nicht, zwanzig bis dreißig Kilometer Wand angekommen Und ja hatte mich... Es gab zwei Reha-Optionen für mich.

00:47:12: Ich hatte mich ganz viel informiert und es gab hinterher zwei Rea-Oktionen einmal bei Bildungen was eine klassische Reha ist für Menschen mit meinem Erkrankungsbild.

00:47:25: Und da kommt aber dazu, dass die klassische Erkankung, das klassische erkrankungsalter deutlich älter ist

00:47:33: und

00:47:34: ein Mensch aus der Selbsthilfegruppe gesagt hat ja, da war ich, aber das hat mir aus sportlicher Perspektive nicht so gefallen.

00:47:42: Deswegen habe ich mich für eine rein unkologische Rehar entschieden, Bad Önhausen, das sagt dir sicherlich was.

00:47:52: Und daher kenne ich auch Schwester Bierte und diesen Podcast und dein Fotobuch.

00:48:00: Sehr schön!

00:48:04: Das ist total schön weil man da fest mit Menschen die mit einem Staaten an einem Tisch sitzt, feste Kontakte bilden kann.

00:48:14: Sie eine Alters differenzierte Reha haben.

00:48:17: Man hat Gruppen mit jungen Erwachsenen, ich bin so in der Mittelalgengruppe von Anfang dreißig bis ungefähr fünfzig und dann Menschen mit fünfzig plus und aber auch Menschen Eltern mit kleinen Kindern und nebenan noch mal ein separates Haus für Kinder Mitfamilien.

00:48:41: Ich fand das sehr gut Aber die Urologie wurde da so semi-gut abgebildet, der Facharzt war leider sehr viel krank.

00:48:51: Und ja ... Die Menschen waren nett aber es gab halt keine Menschen in meinem Alter.

00:48:59: Die waren häufig halt deutlich älter und die Fachinformationen seitens der Gynäkologie waren deutlich umfangreicher als seitens So.

00:49:13: Reha-Kliniken haben Rahmenprogramme für die jeweiligen Erkrankungen.

00:49:16: Und zum Beispiel bei Brustkrebs gibt es gute Studien zu Sport und Brustkriebs, und sie setzen sehr viel auf Sport.

00:49:22: Die haben ganz viele Behandlungen seinen Sport.

00:49:26: Ich hatte ganz am Anfang nach meinem Rahmenprogramm dreieinhalb Anwendung pro Tag was mir zu dem Zeitpunkt einfach nicht gereicht hat.

00:49:34: Man kann aber alles dazu buchen Und man kann sagen, ich hätte noch Interesse in die Richtung.

00:49:38: Mir wurde die Gebärme unter die Eierstücke entfernt?

00:49:40: Was hat das für mich konsequenzen?

00:49:42: Kann ich bitte in den und den Vortrag noch mit rein?

00:49:45: Kann nicht dies um das Ansportprogramm dazu wählen?

00:49:49: Das funktioniert aber alles!

00:49:50: In Summe war das sehr gut.

00:49:52: es hat sich eine sehr tolle Gemeinschaft entwickelt.

00:49:55: sie haben Gemeinschafträume für jede Altersgruppe und auch unser Tisch hatte eine sehr Tolle Dynamik und wir haben uns Ende Februar hat man mehr tatsächlich auch noch mal live getroffen.

00:50:08: Auch wie schön!

00:50:09: Im Harz, ja.

00:50:13: Manchmal tut es gut mit Frauen zusammenzukommen die ähnliche Erfahrungen gemacht haben zu lachen sich auszutauschen und dabei Bilder entstehen zu lassen die zeigen wie viel stärker wie viel Schönheit und Lebensfreude in dir steckt.

00:50:30: Genau dafür gibt es die neuen, schönen und stark Gruppenschutings in kleiner Runde mit bis zu fünf Frauen.

00:50:37: Es entstehen Gruppenbilder, Einzelporträts – oft auch neue Begegnungen, die noch lange nachwirken!

00:50:44: Alle Informationen zu den schönen & starken Gruppenshootings findest du auf www.franciskagünter-photografie.de.

00:50:50: Aber ich hätte mal die anderen Frauen, die am Tisch saßen, eher an Brustkrebs erkrankt?

00:50:59: Die meisten sind am Brustkrebs erkrankt und es gab aber auch Lymphdrüsenkrebs oder Darmkrebs.

00:51:05: Und es gab einen Mann dazwischen, der passt sehr gut.

00:51:13: Ein herzliches Mensch wirklich!

00:51:17: Wie schön dass sich Freundschaften entwickeln die man nach der Reha noch aufrechterhält.

00:51:23: Das finde ich richtig schön.

00:51:26: Also das hat mir wirklich sehr viel gebracht, auch wenn es andere Tumorerkrankungen sind.

00:51:30: Dass man sich auf gleicher Höhe unterhalten kann.

00:51:37: Das sind vielleicht unterschiedliche Zippereien aber die Chemotherapie macht doch sehr ähnliche Sachen.

00:51:43: Es gab viele mit einer Polyneuropathie Die habe ich auch an den Füßen.

00:51:47: Ja, man hat halt einfach Narbengewebe Man hat ganz ganz viele ähnlichen Empfindung und Erinnerungen.

00:51:53: Und auch die Psyche, die da rein spielt?

00:51:57: Genau.

00:51:57: Lass uns mal darüber noch sprechen!

00:51:59: Du hast gesagt dass es dich erst danach so eingeholt hat psychisch.

00:52:04: Das erzählen auch sehr viele weil man am Anfang einfach funktioniert und im Überlebensmodus ist und erst danach verarbeitet das ja wahrscheinlich aus einem Schutzmechanismus des Körpers.

00:52:16: Wie geht es dir denn jetzt psychisch?

00:52:18: Also du hattest ja vorhin darüber gesprochen, dass du mit dieser Selbsthilfegruppe gleich schon den Hinweis bekommen hast.

00:52:24: das ist gut wäre dir im Psycho Onkologen zu suchen.

00:52:27: Bist du da immer noch in Behandlung?

00:52:31: und wie funktioniert das jetzt?

00:52:33: In der

00:52:35: Ergutphase hat die Klinik eine sehr gute Psycho-Onkologie, die sehr gut funktioniert hat.

00:52:41: Wenn man da raus ist muss man sich selber kümmern und ich hatte das Gefühl es ging immer weiter aufwärts Ich konnte immer mehr.

00:52:49: Ich hätte ja berichtet dass ich gerne Wander und Fahrrad fahre Und das hat halt alles gut funktioniert.

00:52:56: Ich habe eine tolle Familie, die mich in allem unterstützt hat.

00:52:59: Ich habe in der Familie meines Mannes eine Krebserkrankung.

00:53:05: Die Frau hat Brustkrebs und die hat ihr Leben mal eben komplett umgekrempelt, macht jeden Tag Sport.

00:53:11: Hat zig Kilo abgenommen ist fitter mit ja um die siebzig denn je Und das macht natürlich was für einen.

00:53:20: Das bringt einem nach vorne.

00:53:22: und Ja ich hab festgestellt dass Wenn ich mehr als diese eine Baustelle habe also meine Krebsbaustelle dann wird es schwierig.

00:53:35: Nach der Reha habe ich die Informationen von den Reharzern bekommen, lassen sie sich noch ein, zwei Monate Zeit und dann können Sie so langsam wieder in den Beruf starten.

00:53:42: Ich wollte nicht in meinen alten Beruf zurück.

00:53:44: Ich hab im Labor in der Zellermolekularbiologie gearbeitet.

00:53:49: Wir haben mit CMR-Stoffen, Cancerogenemuttergene reprotoxischen Stoffe, in gesär geringen Mengen zu tun gehabt.

00:53:59: Das gibt ... Ich hab viel Flussenzmikroskopie gemacht.

00:54:02: Es gibt Stoffel, Indie-DNA intercalieren.

00:54:06: Wir haben einen sehr, sehr guten Arbeitsschutz – nicht das so.

00:54:09: trotz konnte ich das auf psychischer Sicht nicht!

00:54:13: Ich habe dann schlussendlich ….

00:54:16: hat das alles sehr lange gedauert.

00:54:17: hinterher, obwohl ich das frühzeitig angekündigt habe und habe im Prinzip meinen alten PC gekriegt mit der Information bitte bewerben Sie sich auf andere Stellen.

00:54:24: wir in unserer Abteilung können das nicht leisten.

00:54:27: Ich habe mich dann informiert und habe ein sehr großes Unternehmen vor Ort ungefähr zehn Stellenaufschreibung, alle Vollzeit und ich habe mich auf eine Vollzeitstelle beworben.

00:54:39: Ich hab die Zusammel bekommen und arbeite seit Mitte Februar in einem sehr, sehr netten tollen Team.

00:54:45: aber dann zurück der Rückschluss.

00:54:50: sozusagen auf die Psyche ist es viel.

00:54:52: im Moment geht es prophylaktische psycho-onkologische Unterstützung.

00:54:59: Ich suche noch weiter nach einer festen psycho-, onkologischen Unterstützung, merke aber dass der Job viel ist!

00:55:07: Ich bin nicht mehr in der Lage mich so lange zu konzentrieren.

00:55:11: ich bin nach drei vier Stunden durch.

00:55:14: Ich brauche eine deutlich längere Mittagspause als eine halbe Stunde.

00:55:23: Ja, thirty-fünf Stunden im Moment.

00:55:27: Hat noch das große Glück, dass ich meinen Resturlaub aufbrauchen kann und noch einen Tag frei habe.

00:55:32: Die Woche also effektiv, achtundzwanzig Stunden, aber trotzdem ist es viel.

00:55:37: Ich merke, dass unter dieser in Anführungsstrichen Dauerbelastung ... Wenn da noch was zukommt, wenn was mit den Kindern ist?

00:55:49: noch jemand krank ist, wenn ich krank werde.

00:55:51: Wenn es irgendwo drückt ziebt oder ich einfach nur ein Infekt habe dann geht bei mir das Kopfkino an und die Abwärtsspirale dreht sich sehr viel schneller als je passiert ist.

00:56:08: Das glaube ich dir sofort!

00:56:10: Ich finde auch... Also nur aus meiner Sicht, ich höre ja nur die Geschichten von anderen Betroffenen.

00:56:18: Ich find's krass dass du dich auf eine Vollzeitstelle beworben hast weil viele auch erzählen das sie danach unter Fatigue leiden und dann ist ja so ein Arbeiten acht Stunden am Tag gar nicht mehr möglich.

00:56:32: Ist das bei dir auch so?

00:56:33: Dass du unter Fatique leidest?

00:56:35: Nein würde ich nichts sagen.

00:56:36: Gott sei Dank

00:56:38: also wobei die Reaklinik da Differenziert unter verschiedenen Fatiken und Wortfindungsstörungen gehören auch dazu.

00:56:48: Und Konzentrationsschwäche gehört auch dazu, also die beiden Varianten ja aber die klassische Fatik ich komme nicht hoch Ich kann... Ja ich habe einfach keine Energie für das Leben was ich da irgendwo habe.

00:57:01: Das hab' ich nicht!

00:57:02: Ich habe Energie und ich habe nach meiner Agutherapie ein halbes Jahr Reih gehabt in Anfangstrichen.

00:57:10: Ich war krankesreden zu Hause und ich habe die Gelegenheit genutzt, mich viel zu bewegen.

00:57:17: Und ich habe Kinder, ich habe einen Garten, ich leite eine kleine Kindergruppe.

00:57:31: Die Energie habe ich alles, aber die hab' ich halt nicht wenn ich sieben Stunden Antrag gearbeitet

00:57:36: habe.

00:57:36: Ja klar dann bleibt nichts mehr übrig.

00:57:37: Und ist

00:57:37: ja eine Energienäge.

00:57:39: Ja absolut verständlich!

00:57:42: Mich würde gerne nochmal auf deine Kinder zu sprechen kommen.

00:57:45: du hast ja gesagt du hast zwei Kinder im Teenageralter.

00:57:48: Die werden ja in dem Alter... ...alles mitbekommen haben wie es dir geht was du für eine Diagnose bekommen hast.

00:57:55: Wie sind deine Kinder damit umgegangen?

00:57:57: oder wie hast du das kommuniziert?

00:58:01: Ich bin an dem Tag, aus dem ich aus der ersten Klinik gekommen bin.

00:58:07: Haben wir ein Gespräch mit Ihnen gesucht, mein Mann und ich?

00:58:10: Und haben ihr... Ich habe es Ihnen persönlich erzählt dass ich einen Blasenkrebs habe.

00:58:18: Wir haben alle Sachinformation die fest sind, die auch keine Interpretation irgendwie zulassen ihnen kommuniziert Und alle, es könnte sein oder statistisch oder eventuell oder oder haben wir nicht kommuniziert.

00:58:37: Weil das kein Fakt ist, dass kann sein, dass das so ist und ich habe aufgrund meiner beruflichen Erfahrung zum Beispiel auch viel im Internet gelesen.

00:58:46: Ich kann auch Paper lesen.

00:58:47: Ich weiß, wenn ich das nur ins Google eingebe, dass da ganz viel Bullshilter rauskommt.

00:58:55: Sondern ich hab Fachliteratur gelesen.

00:58:59: Da sieht das halt nicht so gut aus.

00:59:02: Die Wahrscheinlichkeiten, dass es ein Rezediv gibt oder Statistik über Lebenschancen und so weiter gibt.

00:59:10: Das sieht halt nicht sehr gut aus.

00:59:11: auf der anderen Seite sind das noch mal Sachen die für ältere Menschenpatienten durch erstellt wurden.

00:59:19: Und meine Hausärztin sagte mal ja sie sterben nicht an sondern ich sterbe mit den Kreator.

00:59:27: Ja, Sachen die nur wahrscheinlich sind haben wir nicht kommuniziert.

00:59:31: Man hat auch gesehen dass meine Tochter ist jünger Die hat das mit einer gewissen kindlichen Navivität noch aufgenommen oder zumindest das uns so gezeigt.

00:59:41: und bei meinem Sohn der ist ein bisschen älter Der hat da schon ziemlich klar die Krebschublade aufgemacht.

00:59:49: Und sie haben aber dann auch immer Beispiel, das ist Familienmitgliedes mit Brustkrebs in den Fokus gestellt.

00:59:58: Der Person geht es halt sehr gut.

01:00:00: Die ist fitter denn je und das hat uns sehr viel gebracht und allen viel gebracht weil man halt sieht ja dass es keine Todesdiagnose und man kann da ganz viel machen und es ist auch alles ein bisschen selbst liegt in meiner eigenen Hand auch ein bisschen die viel mache ich und wie gut geht es mir dann?

01:00:21: Ja, absolut.

01:00:22: Okay das heißt also deine Kinder wissen wenn sie fragen haben können Sie auf dich drauf zukommen?

01:00:28: Ja.

01:00:28: Oft ist es ja so dass Kinder gerade wenn sie jetzt mit anderen Kindern sozusagen sind, dass ja doch der eine oder andere jemand in der Familie hat ja an Krebs erkrankt ist oder der möglicherweise auch daran verstorben ist.

01:00:43: Sind deine Kinder damit solchen Ängsten auch auf dich darauf zugekommen damit zufrieden gegeben, mit dem was du denen erzählt hast?

01:00:55: Die sind nicht auf mich zugekommen.

01:00:57: Also es kann sein dass sie sich mit anderen Menschen darüber unterhalten haben.

01:01:02: Ich gehe sehr offen mit meiner Erkrankung an und ich bin auch mit einer neuen Abteilung sehr offen umgegangen Schon allein weil man diese Sturme halt auch einfach wenn das voll ist irgendwann mal sieht.

01:01:13: Aber ich habe da keinen Feedback bekommen.

01:01:17: Naja, ich glaube wichtiger ist ja dass die Kinder signalisiert bekommen wenn du Fragen hast dann kannst du jederzeit fragen.

01:01:23: Ja also du bist jetzt mit deinen Kindern auch nicht... Also Angehörige haben ja auch den Anspruch auf psychologische Begleitung.

01:01:32: das habt ihr jetzt nicht in Anspruch genommen?

01:01:34: Nein noch etwas zur Psychologie.

01:01:39: um das

01:01:40: gerne

01:01:43: was mich tatsächlich sehr mitgenommen hat.

01:01:45: Ich hatte gesagt, dass wir eine sehr nette Reha-Runde hatten und viele hatten... ich möchte keinen Tour höher oder schlechter oder weniger gut zu behandeln oder besser zu behandlen nennen aber es gab eine Person die halt einen sehr schweren Verlauf gehabt und ja der von denen da mal wenn man das in diese Tumorstufen setzen möchte war meins Ja, nicht ganz jetzt weit schwerster aber ja schon ein schwerer Verlauf.

01:02:15: Und Anfang April ist diese nette Person verstorben und ich war auf der Beerdigung wie auch andere aus dieser Reha-Gruppe.

01:02:22: und das macht was mit allem wenn ein Mensch da offenmal das nicht geschafft hat.

01:02:32: Ein junger Mensch vor allem?

01:02:34: Ja, ein Mitte dreißigjähriger junger Menschen mit Brustkrebs das nicht geschafft hat.

01:02:40: Weißt du, ich hab oft den Eindruck dass es so hingestellt wird wie.

01:02:44: Ich bin Krebskämpfer und ich kämpfe gegen den Krebs aber irgendwie bleibt manchmal wenig Raum dafür.

01:02:52: Dass es eben Ja das ist einfach auch Frauen oder Menschen gibt die's nicht schaffen Und das ist furchtbar traurig.

01:03:01: Es ist halt einfach eine sehr schwere Erkrankung Das darf man glaube ich nicht vergessen.

01:03:06: Sie ist aber besser behandelbar denn je.

01:03:09: Es gibt viele gute, tolle Ansätze in den letzten Jahren die auch übermerken, die ja normalen Medizin also aus der Forschung in die Behandlungsmöglichkeiten überwandern.

01:03:22: Ja, aber manchmal schafft man es halt nicht und das macht mit jedem von uns was?

01:03:28: Das macht etwas absolut!

01:03:30: Man sagt ja dass es gewisse Risikofaktoren gibt Krebs, begünstigen Rauchen.

01:03:38: Was weiß ich?

01:03:40: War bei dir irgendetwas davon... Also warst du starke Raucherin.

01:03:44: oder gab es irgendwas wo man sagen kann da kommt das her Chemikalien am Arbeitsplatz wo du ihn schon so einschmoren hast?

01:03:54: Weiß nicht!

01:03:54: Es gibt ja diese blauen Krebshefte von der deutschen Krebsgesellschaft.

01:04:02: Da steht bei Handlasen Krebs drinnen, das erste Risiko ist rauchen.

01:04:06: Das habe ich nie gemacht.

01:04:07: und das zweite Risiko, das zweitnächste Risiko sind Chemikalien im Arbeitsplatz.

01:04:11: Das sind aromatische Almine- und polyzyklische Kohlenwasserstoffe.

01:04:15: Das waren beide Sachen mit denen ich gearbeitet habe.

01:04:19: Es gab ein WG Verfahren, das wurde abgelehnt.

01:04:22: Und das zweite risiko ist ein humangenetisches Risiko.

01:04:26: also ich hatte von meinem Opa erzählt Aber der hatte ein reines Urotelkarzinum und bei mir ist das mit Plattenepithela Differenzierung.

01:04:35: Und alle Gene-Targets, die man kennt bisher waren nicht angeschaltet.

01:04:42: also ich habe eine Humangenetik machen lassen.

01:04:43: Das wurde mir auch empfohlen und da gibt es kein Risiko.

01:04:48: Da wurde zusätzlich noch Blut eingefroren.

01:04:50: falls man in den nächsten Jahren eine weitere Erkenntnis hat würde Ich quasi nochmal mit durchgescannt werden.

01:04:58: Bisher ist das Ergebnis negativ.

01:05:01: Und theoretischen Menschen mit Dawa-Kateta und ständigen Blasenentzündungen irgendwie ein Risikofaktor, aber die Blasendenzündung war nicht dauerhaft und nicht chronisch und nicht so häufig dass das da reinfallen würde ich weiß es nicht.

01:05:20: Also bleiben im Zweifel dann die Chemikalien am Arbeitsplatz?

01:05:25: Weshalb ich den Job gewechselt habe

01:05:28: Das hab ich mir vorhin schon gedacht, als du das erzählt hast.

01:05:30: Ja und wir wohnen hier halt sehr weit ab vom Schuss und es gibt diese eine Firma die diese Arbeitsplätze bietet.

01:05:37: und dann ... das war auch ein Grund, dass habe ich mich hinterher für die Vollzeit auf die Vollzeitsstelle beworben habe.

01:05:44: Ich hätte sonst ne Stunde irgendwo hinfahren müssen und ne Stunde wieder zurück fahren müssen, dann werde ich bei deutlich mehr als vierzehn Stunden hinterher rausgekommen die dadurch, dass ich mich normal beworben habe.

01:05:56: Also mein Chef und auch der Personalreferent, der für mich zuständig war, wussten in meiner über meine Situation bestellt Bescheid aber die Personalverantwortliche, die die Bewerbung geleitet hat nicht.

01:06:06: Und sie hat halt gepokert und gefragt wie viele Stunden würden Sie maximal machen?

01:06:12: Da hab' ich die thirty-fünf Stunden angegeben weil ich früher mal zwanzig dann fünfundzwanzig, dann dreißig Stunden gearbeitet haben.

01:06:18: das war nie ein Problem.

01:06:20: Ja Jetzt ist es aber mehr ein Problem, weil ich die Konditionen nicht mehr so habe und ich muss halt die Mittagspause mitmachen.

01:06:29: Ich brauche sie auch.

01:06:31: Und ja das ist halt deutlich mehr, deutlich eine größere Steigerung als ich das je hatte.

01:06:38: Das heißt also es ist aber auch gleichzeitig doch ziemlich alternativ los?

01:06:43: Ja, ich muss mal gucken ob ich damit umgehe gerade.

01:06:47: Vielleicht gibt es noch Optionen, wie man das reden kann.

01:06:52: Ich mir tut es für die Abteilung gleich weil sie haben ja eigentlich ein Person gesucht, die Vollzeit arbeitet.

01:06:59: Ja absolut aber im Endeffekt steht deine Gesundheit an erster Stelle?

01:07:03: Richtig!

01:07:06: Liebe Nicole, gibt es etwas was du zum Ende unserer Folge noch der einen oder anderen Hörerin vielleicht mit auf den Weg geben möchtest?

01:07:14: Das ist schwierig... ich habe so viele schöne Sätze Der Folgen gehört und habe so viele schöne Sätze gehört.

01:07:22: Und dachte mir, ja das ist toll optimistisch bleiben.

01:07:27: Es gibt tolle Forschungsansätze und auch sehr weite Forschungen dazu schonen und Therapieansätze.

01:07:35: Krebs ist kein Todesurteil mehr definitiv nicht.

01:07:38: man kann da sehr lange sehr gut mit leben.

01:07:41: was ich auch finde es davor war so dass das Leben Nicht unendlich war.

01:07:47: jeder wusste, dass man irgendwann steht.

01:07:49: Man steht im Alter und es berührt einen jetzt noch nicht.

01:07:51: Und der Fokus im Leben ein anderer wird und die Schönheiten im Leben besonders genossen werden.

01:08:00: Besonders wenn man weiß, das es endlich sein kann könnte.

01:08:05: Dass man sich da einfach nochmal jeden Tag genießt und das Schöne sieht... Ich guck gerade raus in mein Garten und sehe alles blöd und grün!

01:08:16: Ja diese Energie, die da ist.

01:08:18: Die Sonne, das man diese Gleichkeiten sieht und sich daran erfreut.

01:08:22: Und dass vielleicht auch den Menschen, die man drumherum hat mir teilt, dass es schön ist und dass man sie gern hat.

01:08:31: Ja, das ist schön!

01:08:32: Ich finde auch grundsätzlich... ...die Natur ist sehr heilsam und ein guter Lehrer.

01:08:39: Ich danke dir auf jeden Fall für dieses Gespräch und hast du deine Geschichte mit uns geteilt?

01:08:45: Das sind ziemlich krasse Monate, die du dahinter dir hast.

01:08:49: Wenn du, liebe Hörerinnen das Gefühl hast, dass du nach deiner eigenen Erkrankung wieder lernen musst dich selbst anzunehmen, dich selbst liebevoll anzuschauen deinen Körper neu wahr zu nehmen oder zurück in dein eigenes Gefühl finden möchtest.

01:09:06: ich begleite Frauen auch fotografisch auf diesem Weg.

01:09:09: alle Infos dazu findest du natürlich in den Show notes und ihr Lieben Nicole Wünsche ich von Herzen alles, alles

01:09:16: Gute!

01:09:19: Ich hoffe sehr dass auch diese Folge für dich wertvoll war und du einige Dinge für dich selbst mitnehmen konntest.

01:09:25: Auf www.franciska-günder-fotografie.de findest Du mehr über mich und meine Arbeit.

01:09:31: Informiere Dich gerne zu schön und stark ein Fotoprojekt für Frauen mit oder nach einer Krebserkrankung Den schönen und stark Einzelshootings, dem Podcast Lebe Selbstvoll und weitere Projekte Die Frauen auf ihrem Weg stärken.

01:09:45: Teile gerne diese Folge mit deiner Familie und deinen Freunden und hilf so dabei den Podcast Lebeselbst voll weiter in die Welt zu tragen!

01:09:53: Lass mir auch supergerne fünf Sterne da und teile deine Gedanken und Erfahrungen zu dem Thema auf Instagram et Franziska Günther Fotografie mit mir.

01:10:01: Ich wünsche dir alles Liebe, Lebe selbstvoll, deine Franziska.

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