#163 Wenn Brustkrebs nach zehn Jahren zurückkehrt

Shownotes

* Wenn Brustkrebs nach zehn Jahren zurückkehrt - im Gespräch mit Silke *

Im Jahr 2001 ertastete Silke einen Knoten in ihrer Brust. Die Diagnose: Brustkrebs.

Nach der Therapie fand sie Schritt für Schritt zurück ins Leben. Sie bekam 2006 noch einmal eine Tochter, lernte, das Leben bewusster zu genießen, und hatte das Gefühl, wieder nach vorne schauen zu können.

Zehn Jahre später ertastete sie erneut einen Knoten. Wieder lautete die Diagnose Brustkrebs.

Im Laufe der Behandlung stellte sich heraus, dass Silke Trägerin einer BRCA1-Mutation ist. Sie entschied sich für eine beidseitige Mastektomie und später auch für die Entfernung der Eierstöcke und der Gebärmutter.

In unserem Gespräch erzählt Silke von beiden Erkrankungen und davon, wie unterschiedlich sie die Therapien erlebt hat. Sie nimmt uns mit zurück ins Jahr 2001, als noch zwanzig Frauen gemeinsam in einem Raum ihre Chemotherapie erhielten – und zeigt, wie sehr sich die Behandlung von Brustkrebs in den vergangenen Jahren verändert hat.

Wir sprechen außerdem darüber, was das Wort „gesund“ eigentlich bedeutet. Nach zehn Jahren galt Silke medizinisch als gesund und fiel aus der Nachsorge heraus. Als sie erneut an Brustkrebs erkrankte, wurde die Erkrankung als neue Diagnose eingestuft. Für Silke hat das ihren Blick auf Gesundheit für immer verändert.

2019 gründete sie schließlich ihre eigene Selbsthilfegruppe – weil sie selbst erlebt hat, wie wichtig Austausch und gegenseitige Unterstützung nach einer Krebsdiagnose sein können.

In dieser Folge erfährst du:

• wie Silke beide Brustkrebsdiagnosen erlebt hat • welche Bedeutung die BRCA1-Diagnose für ihre Entscheidungen hatte • wie sich die Brustkrebstherapie in den letzten Jahrzehnten verändert hat • weshalb sie das Wort „gesund“ heute anders versteht • warum sie eine Selbsthilfegruppe gegründet hat • welche Rolle Fotografie spielen kann

Ich hoffe sehr, dass auch diese Folge für dich wertvoll ist und du einige Impulse für dich selbst mitnehmen kannst.

Vielleicht kennst du das Gefühl dich selbst nicht mehr richtig zu erkennen - besonders nach einer intensiven Zeit wie einer Krebstherapie. Genau darüber sprechen wir an meinem kostenfreien Zoom-Abend "Zurück zu dir" am 30. Juli um 19:00 Uhr. Ein Abend für Frauen nach einer Krebstherapie - über den eigenen Körper, Veränderungen und den Weg zurück zu sich selbst. Alle Infos und die Anmeldung findest du hier: https://www.franziskaguentherfotografie.de/zurueck_zu_dir

Wenn du Kontakt zu Silke aufnehmen möchtest, findest du sie auf Instagram @kresssilke.

Wie immer freue ich mich riesig, wenn du deine eigenen Erfahrungen oder deine Gedanken zur Folge auf Instagram @franziskaguentherfotografie mit uns teilen möchtest, schreibe gerne in die Kommentare. Hinterlasse mir auch super gerne 5 Sterne und abonniere & teile den Podcast mit deinen Freunden und deiner Familie. So hilfst du dabei den Podcast LEBE SELBSTVOLL weiter in die Welt zu tragen.

Alle Infos zu meiner fotografischen Arbeit, den schön & stark Einzelshootings, dem Podcast "lebe selbstvoll" und ganz NEU: den schön & stark Gruppenshootings findest du auf https://www.franziskaguentherfotografie.de

Ich wünsche dir alles Liebe, lebe selbstvoll, deine Franziska

Transkript anzeigen

00:00:09: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Liebe selbstvoll, dem schönen und starken Podcast für mehr Selbstfürsorge.

00:00:17: Hier geht es um Frauen die an Krebs erkrankt sind – um die Erfahrungen, die sie während der Therapie gemacht haben, um ihre Sorgen und Nöte aber auch um mögliche Richtungswechseln, die eine Krebsdiagnose mit sich bringen kann!

00:00:30: Wir sprechen darüber, was dir das Leben erleichtern kann.

00:00:33: Welche Erkenntnisse betroffene Frauen im Laufe der Zeit gewonnen haben und wo die Prioritäten im Leben liegen – ich wünsche dir ganz viel Freude beim Zuhören!

00:00:43: Hallo und herzlich willkommen!

00:00:45: Mein Name ist Franziska Günter-Gönpfenig.

00:00:48: Ich bin Fotografin und begleite Frauen nach einer Krebserkrankung dabei wieder einen neuen Blick auf ihren Körper zu finden.

00:00:55: Ich freue mich dass du eingeschalten hast.

00:00:58: Die heutige Folge ist für mich etwas Besonderes, denn mein Gast begleitet mich also zumindest indirekt schon seit den Anfängen von Schön und Stark.

00:01:07: Im September zwei Tausend Achtzehn fand mein erstes schön und stark Fotoshooting statt.

00:01:13: Fünf Frauen aus verschiedenen Teilen Deutschlands und sogar aus Luxemburg machten sich damals auf dem Weg nach Brandenburg an der Havel um ihr gemeinsam vor meine Kamera zu treten.

00:01:22: die Frauen kannten sich vorher nicht.

00:01:25: Begleitet wurde dieses besondere Shooting damals von Sat.Eins und ja, es war für mich als Fotografin das erste Mal dass ich fünf Frauen die an Krebs erkrankt waren in der Gruppe fotografiert habe und Es sind so schöne Bilder entstanden voller Leben und Ja auch Leichtigkeit wenn nicht nur an unsere Fünfergruppe denke.

00:01:47: Und einer dieser fünf Frauen ist heute mein Gast.

00:01:51: Ich freue mich sehr liebe Silke Dass du da bist.

00:01:53: herzlich willkommen

00:01:54: Hallo Franziska, schön dass ich bei deinem Podcast mit dabei sein darf.

00:02:00: So gerne liebe Silke!

00:02:02: Wie war denn das damals bei dir?

00:02:04: Ich weiß, als wir uns im Jahr zwei Tausend Achtzehn in Brandenburg an meinem Studio getroffen haben deine Krebsdiagnose schon eine Zeit lang her war

00:02:15: oder?!

00:02:16: Richtig.

00:02:16: Also tatsächlich war bei mir, ich habe zweimal die Diagnose postgrebs schon bekommen und das war die erste.

00:02:24: zwei tausend eins Und zehn Jahre später kamen die Diagnose noch mal.

00:02:29: Das war dann Zwei Tausend Elf und Damals Bei der ersten Diagnosis war Ich Ja Bisschen was über dreißig Dreißig ja.

00:02:41: also wer über Wer denkt schon dass er so früh mit der Diagnose Pustkrebs konfrontiert wird, also das war schon heftig.

00:02:52: Und zumal es gab ja auch keine familiären Vorbelastungen bei mir.

00:02:56: Also ich habe mit diesem Thema überhaupt nicht gerechnet in meinem Leben.

00:03:04: Du hast zwei Dinge angesprochen die ich im Podcast häufiger höre und die mehr Frauen auch erzählen.

00:03:10: Das erste ist Die Diagnese so früh Und das zweite ist, dass man ja irgendwann nach einer gewissen Anzahl von Jahren aus der Nachsorge rausfällt.

00:03:22: Also wenn es dann lang genug her ist, dann gehst du nicht mehr so regelmäßig zur Nachsorguntersuchung.

00:03:27: Es sei denn ... Du möchtest das gern selbst zahlen?

00:03:29: Zumindest ist das was ich gehört habe und wenn du dann nach zehn Jahren die Diagnose wiederkriegst bist du ja eigentlich aus dieser ganzen Maschinerie schon raus oder?

00:03:41: Ähm hier heim!

00:03:42: Also ich habe mich tatsächlich die Nachuntersuchungen, das war damals... also erstens wollte ich mit dem Thema tatsächlich komplett abschließen und es war ja vor vor zwanzig Jahren, fünfzehnzig Jahren.

00:03:58: War das noch ein bisschen ... Das Thema war nicht so prägnant.

00:04:03: Es war auch nicht in die Gesellschaft, in die Öffentlichkeit so stabilisiert und deswegen war für mich diese Nachsorge.

00:04:11: Ich bin natürlich dann ehrlich zu meinen Untersuchungen gegangen, aber mehr mit dem Aspekt ganz normale Untersuchung.

00:04:19: also es ist ja so dass man seine ganzen negativen Gedanken immer weg schiebt.

00:04:26: Also negativ wird ja immer verschoben und demzufolge habe ich diese nachuntersuchungen tatsächlich als ganz normale Untersuchungen angesehen, nicht als Nachuntersuchungen.

00:04:40: Aber die nach zehn Jahren diese Diagnose... Da ist wieder irgendwas!

00:04:46: Wir müssen da nochmal nachschauen.

00:04:50: Das hat mich natürlich trotzdem sehr getroffen.

00:04:53: und dann war dieser Gedanke nein, ich will das nicht, ich brauche es nicht Der war dann schon wieder da.

00:05:03: Aber der Gedanke daran, der kam mir tatsächlich... ...der war nicht da!

00:05:10: Also es war für mich katastrophal.

00:05:13: Es zieht einem ja den Boden unter den Füßen weg.

00:05:17: Jetzt ist es so, dass ich nach dem zweiten Diagnose bin, also im Jahr des Jahrhunderts bin ich immer noch in einem System mit drinne weil auch diesen Gen-Test gemacht habe Und bei mir wurde eben dieses BACH-I Mutationsgehen festgestellt.

00:05:36: Und demzufolge habe ich jährliche Untersuchungen und ja, das ist natürlich auch wieder immer nervenaufreibend Horror.

00:05:48: nach zehn Jahren also wenn nicht von zweitausend elf Das war dann zwei tausendeinundzwanzig da war ich fix und fertig weil es genau diese zehn Jahre waren.

00:05:59: Ganz, ganz schwierig für mich.

00:06:01: Aber bis jetzt ist alles in Ordnung und so soll es auch bitteschön

00:06:05: bleiben.".

00:06:06: Ja absolut!

00:06:07: Also ich wünsche dir von Herzen dass es genau das du gesund bleibst.

00:06:12: Danke.

00:06:13: Silke lass uns gerne mal bei deiner ersten Diagnose starten.

00:06:23: Richtig.

00:06:24: Ich habe damals als OP-Schwester gearbeitet, hatte Mittagspause, bin an den See gefahren und da hab ich mir dann schon beim Oberteil anziehen, habe ich schon irgendwas gespürt.

00:06:40: Es kann ja nicht sein!

00:06:42: Ich hab sowas nicht... Und dann daheim beim Duschen habe ich das nochmal drübergestrichen und dann war wirklich dieser Knoten, also es war schon zu spüren.

00:06:53: und für mich ist immer die Frage.

00:06:56: Warum sind die Knotinnen immer so groß?

00:06:59: Wenn man sie dann schon spürt... Also da sind die schon groß!

00:07:02: Warum spürten wir das nicht eher?

00:07:04: Es ist immer wieder die Frage ja und auf deine Frage zu antworten ich habe den selber Er tastet und es geht ja auch niemand davon aus, dass man in so jungen Jahren zumindest damals mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert wird.

00:07:21: Und hast du dann gleich den Arzt aufgesucht?

00:07:23: Also ich denke mir das wenn man dann diesen Knoten spürt... Das hat bestimmt nicht wehgetan oder?

00:07:28: Nein!

00:07:28: Es tut nicht.

00:07:29: wehh.

00:07:30: also die kommen immer sehr ruhig und langsam diese Knote.

00:07:36: und ich bin tatsächlich zu Ärzten gesagt, ich habe da was getastet.

00:07:43: Jeder hat gesagt jeder wirklich jeder.

00:07:45: Nein Silke!

00:07:46: Da ist nix da du bist noch zu jung und sich dann eben zum meinem Gynäkologen auch gegangen bin und Ich war damals hatte ich tatsächlich eine Fortbildung in Hamburg Und der Arzt hat mir dann eben die der hat dann eine Standsbiopsy gemacht Und dieses Ergebnis hat er mich dann in Hamburg angerufen.

00:08:13: Da war ich dann durch, da war ich fix und fertig.

00:08:17: Ich kann auch gar nicht mehr so viel erzählen von dieser Fortbildung weil die Klappen, die Schotten waren zuverdicht.

00:08:24: Ich habe nichts mehr wahrgenommen.

00:08:25: es war katastrophal.

00:08:30: Das kann ich mir vorstellen.

00:08:31: Und das ist nämlich auch, dass wir viele Frauen erzählen die in jungen Jahren an Brustkrebs erkranken, dass es oft so ein bisschen abgetan wird.

00:08:40: Ach, das ist nichts.

00:08:41: machen sich keine Sorgen sie sind noch viel zu jung und trotzdem sind es aber also zumindest im meiner Blase in meinem Kundenbereich und auch hier im Podcast so oft Frauen bei denen es dann Brust Krebs war Trotz allem noch sehr jung waren.

00:09:00: Ja, also ich würde jetzt tatsächlich behaupten wollen dass es jetzt zu zwanzig Jahre später die Diagnosen haben sich ja tatsächlich im Alter immer verringert.

00:09:11: Also ich kenne so viele junge Frauen mit dem Thema konfrontiert sind.

00:09:18: Was aber auch wichtig ist, dass jetzt eben diese Genetik sehr viel ins Spiel mit kommt und demzufolge eben auch sehr viele junge Frauen schon mal ein bisschen sensibilisiert werden.

00:09:34: Und wenn die Mutter eben dieses Gen trägt das tatsächlich dann die Kinder ab achtzehn diesen Test machen können.

00:09:43: Ich bin selber in der Situation gerade weil meine Tochter Die wird jetzt zwanzig und wir haben das Thema auch im Raum.

00:09:54: Lass uns mal nochmal zu zweitausend eins zurückzwitschen!

00:09:59: Wie sah denn damals deine Therapie aus?

00:10:03: Also meine Therapie war tatsächlich so, dass ich eben erst die dreimal hatte Chemotherapie dann war die OP Dann war aber schon nichts mehr zu finden Und dann nochmal dreimal chemo und dann kam noch die bestrahlung das weiß ich noch.

00:10:26: das waren achtundzwanzig Bestrahlungen und da musste ich immer in die nächste Stadt fahren.

00:10:32: Und ja, und dann wurde eben die rechte Brust bestrahlt nach und dann war alles gut bei mir.

00:10:39: Ich hatte das damals groß erhalten operiert bekommen.

00:10:44: Also da wurde eben das Gewebe rausgeschnitten und dann nachbehandelt mit der Chemo- und der Strahlentherapie.

00:10:54: Ja, also wenn ich da erzählen könnte was damals schon alles ... ja es war heftig!

00:11:01: Wenn da fünfzig Leute in einem Raum saßen und die Schwestern waren damals schon wenig... früher war's schon schwierig auch mit dem Thema.

00:11:13: Ich glaube, die Ärzte und Schwestern wussten auch nicht so richtig genau wie sie das alle stemmen sollten.

00:11:18: Weil es waren so viele Frauen in einem Riesenraum... Also ganz schlimm war das!

00:11:25: Und Franziska?

00:11:27: Ich hatte damals auch keinen Pott.

00:11:29: Ich hatte den Pott verweigert ich wollte das nicht.

00:11:32: Die haben mir da die Chemo über die Wehne in den Körper reingegeben.

00:11:39: Jetzt im Nachhinein habe ich gedacht oh je weil wenn die Chemo nämlich tatsächlich auf die Haut kommt, dann ist es nicht mehr so toll.

00:11:49: Weil natürlich das ein sehr aggressives Mittel

00:11:51: ist.".

00:11:54: Ja... Das klingt ein bisschen wie man weiß und man hat auch immer solche Bilder im Kopf, ne?

00:12:01: Die Krebspatienten, der es unfassbar schlecht geht, die halbtodauf so einen Stuhl sitzt ganz viele Frauen um sich rum.

00:12:08: ich hab da so wie du das eben erzählt hast Diese Bilder hab ich irgendwie noch so im Kopf.

00:12:13: Ich kann mir das total gut vorstellen?

00:12:15: Ja, also es war wirklich so ... Es gab noch einen Nebenraum unterlagen die Patienten mit ihren Chemos.

00:12:22: Also es war von ... Ich war damals wirklich die Jüngste.

00:12:27: Ich habe das dann im rein medizinischen Sinn gesehen.

00:12:32: Also ich hab mich nicht als Patientin gesehen.

00:12:39: als Person in dem Raum gesehen und das muss ich jetzt machen.

00:12:44: Und egal, was... Ich wusste ja natürlich aus meinem medizinischen Wissen, was da jetzt alles so passiert aber diese Umstände wie das damals alles gehandhabt wurde.

00:12:56: Das war tatsächlich... Es würde heute keine Frau mehr akzeptieren.

00:13:05: Okay, also da hat sich viel getan.

00:13:06: Richtig!

00:13:07: Also in den Jahren jetzt und es ist eben auch das Wichtige dass die Wissenschaft und die Vorgaben, die Richtlinien, die Leitlinien... Das ist tatsächlich für die Therapie jetzt sowas gibt und es is' auch gut so.

00:13:23: Also damals ... Horror war des ganz schlimm muss ich ehrlich sagen.

00:13:30: Wie hast du damals?

00:13:32: die Operation empfunden.

00:13:34: Du hast ja gesagt, erst Chemotherapie dann Operation noch mal Chemotherapien und dann Bestrahlung.

00:13:40: Das klingt auch ganz schön heftig.

00:13:43: Ja also dadurch dass ich natürlich das Team die mich operiert haben auch kannte.

00:13:50: weil ich selber mit denen schon zusammengearbeitet habe hab ich mich den völlig menschlich hingegeben Wenn ich auf dem OP-Tisch liege, ich kann ja mein Leben überhaupt nicht mehr beeinflussen.

00:14:06: Also ich mir blieb überhaupt nichts anderes übrig außer zu denken es wird alles wieder gut.

00:14:14: Ich vertraue allen und habe dann auch gemacht Und die haben sich wirklich so viel Mühe gegeben also auch von der Menschlichkeit vom Medizinchen vom operativen Und das hat mir tatsächlich eine gewisse Sicherheit gegeben, dass ich mich... Dass sich da loslassen kann.

00:14:39: Dass ich mich fallen lassen kann und dass ich da sicher bin.

00:14:43: Ich kann mir das sehr gut vorstellen, dass es für viele Frauen natürlich nicht so ist weil sie ja den OP gar nicht kennen.

00:14:50: also Stationen kennen viele oder die Tageslinik kennt jeder, aber im OP selber, da schläftst du oder kriegst du nicht viel mit.

00:15:00: Und für mich war das schon immer das Herz eines jeden Klinikums- oder Krankenhauses oder Hauses wo wirklich was wichtiges passiert, aber am Endeffekt die Patienten gar nicht mehr zurückdenken.

00:15:21: Nachdem du deine Akkutherapie dann hinter dir hattest, wie ging dein Leben weiter als ich meine in den zehn Jahren bis du das zweite mal die Diagnose bekommen hast?

00:15:32: Also bei mir war es jetzt so.

00:15:33: Ich hatte bei der ersten Diagnosis einen Zonen, der war neun Jahre und ich habe dann... ...zweitausend sechs wurde meine Tochter geboren.

00:15:45: Die hat ja dann auch die zweite Diagnose mitgemacht.

00:15:49: Das war für mich natürlich, dass ich wieder Kinder bekommen konnte.

00:15:54: Das ist richtig schön und wichtig.

00:15:59: Da muss ich aber kurz noch mal ausholen.

00:16:01: Und zwar hatte ich – wie meine Tochter bekommen habe – in Erlangen gesagt, dass ... Ich Brustkrebs hatte!

00:16:11: Und ob ich denn stillen kann?

00:16:16: Ja, das können sie natürlich.

00:16:18: Es gab überhaupt keinen Punkt mehr zur Erstdiagnose zurückzuspringen oder noch mal nachzuschauen.

00:16:26: also ich konnte stillen und es war für mich wichtig dass ich eben meine Tochter stillen konnte ohne dass da irgendwas passiert.

00:16:38: aber ich hatte natürlich trotzdem ja so ein komisches Gefühl weil Die Brust ist ja zur Nahrungsaufnahme für die Kinder.

00:16:51: Zur Weiblichkeit gehört sie dazu, es war trotzdem ein bisschen... Also ich habe immer ein bisschen nachgedacht darüber ob das auch alles so passt und so funktioniert dass mir nichts passiert und natürlich auch meinem Kind auch nicht.

00:17:10: aber Ich war glücklich, also ich habe das Leben genossen.

00:17:15: Also ich hab die Welt mit ganz anderen Augen gesehen weil wenn du einmal die Diagnose Brust krebs hast oder bekommen machst dann fängst du an deine Selbstvernehmung dein Fettswert tatsächlich ein bisschen anders wahrzunehmen.

00:17:30: Das ist nicht mehr so wie vorher!

00:17:32: Ich mache jetzt mal schnell dies, ich mach jetzt mal das.

00:17:36: Du bist mit deinen Gedanken in einer ganz anderen Welt, wo du für dein Leben, für deine Risiken, für deinen Selbstwert ganz anders denkst.

00:17:52: Also du rutschst nicht mehr ins alte Leben zurück.

00:17:57: Zumindest war es bei mir so.

00:17:59: Aber das hättest du auch gar nicht gewollt oder doch?

00:18:02: Nein, also sagen wir mal so.

00:18:05: Gesundheit ist... das nimmst du ja für selbstverständlichen.

00:18:10: So lange wie du keine Einschränkungen hast, ist Gesundheit für dich überhaupt kein Thema.

00:18:18: und sobald der Kern von der Gesundheit irgendwo angegratzt wurde bist Du so sensibilisiert dass du dein Leben, deine Gedanken tatsächlich ein bisschen umstrukturiert und ganz andere Prioritäten setzt.

00:18:39: Was hast du für andere Priorität gesetzt?

00:18:42: Die Prioritäten waren für mich tatsächlich dass ich wirklich mein Leben noch intensiver gelebt habe.

00:18:53: das heißt Ich hab Ja was habe ich gemacht?

00:18:58: das kann jetzt gar nicht mehr ganz genau ins Detail sagen, aber doch fällt mir doch was ein.

00:19:04: Ich habe mehr die Sonnenstrahlen wahrgenommen.

00:19:07: Ich hab noch vorne gesehen und wenn ich mit meiner Tochter dann draußen war, habe ich die Empfindung.

00:19:14: Was macht den Sonne mit mir?

00:19:16: Sie macht mich glücklich!

00:19:18: Sie macht mein Körper warm.

00:19:21: Ich reagiere anders.

00:19:23: Also diese kleinen Details... Da fängt es eben dann schon an, verschiedene Sachen mit ganz anderen Augen zu sehen von einer ganz anderen Blick.

00:19:36: oder ja die Blumen.

00:19:38: Oder wenn ich draußen im Garten gearbeitet habe also völlig anders.

00:19:42: Nicht nur die Blume muss in die Erde sondern Es wird schön!

00:19:46: Also Ich hab mir dann auch schon die Zukunft.

00:19:51: wie wird Das dann ausschauen?

00:19:53: wie schön wird es dann sein?

00:19:55: und das berührt einen natürlich auch im Herzen.

00:19:59: Weil dann die ganze eigene, eigene Gefühle da auch ein großes wie sagt man die gefühle spielen einfach eine große Rolle mit.

00:20:11: also du bist achtsamer geworden mit dir mit deinem umfeld mit allem eigentlich

00:20:17: richtig.

00:20:17: also wahrscheinlich am Anfang etwas Unbewusste, weil die Achtsamkeit kam ja dann erst später so groß in der Gesellschaft raus.

00:20:27: Und dann habe ich... Ja wirklich!

00:20:30: Also man muss ja wirklich erstmal Achtsamtkeit.

00:20:33: Irgendwann hab' ich noch mal nachgegugelt.

00:20:37: Jeder spricht von Achtsammkeit.

00:20:38: Was ist Achtssamkeit?

00:20:41: Was sagen die denn alle?

00:20:45: Ja, und dann haben wir so nach und nach die Details einer Achtsamkeit oder dieser Wahrnehmung nochmal besser für sich gefunden.

00:20:58: Ja ja ich glaube auch das ist eine ganz gute Entwicklung.

00:21:02: also ich nehme das auch von ein paar Jahren hieß es noch nicht Achtsammkeit sondern dass es irgendwie sowas jetzt größeren Stellenwert hat.

00:21:11: also zumindest was auch benannt wird

00:21:13: Ja, aber das ist sehr gut.

00:21:15: Also das muss man natürlich auch erst mal lernen!

00:21:19: Ich meine es kann nicht jeder sofort achtsamkeit was die Mannschaft schaut einen an ja was ich achte doch auf mich.

00:21:28: Natürlich achtest du auf dich, aber es gibt natürlich immer noch kleinere Details.

00:21:33: Es gibt einen Code in... Also ich bin jetzt soweit, dass ich sage okay, es gibt jetzt einen Code Indie der durch die Diagnosen einfach ein bisschen verschoben wurde und den gilt's wieder für sich selber zu finden.

00:21:48: Und von mir aus auch in einer anderen Art und Weise.

00:21:52: also die Sichtweise, die dann kamen auch etwas ruhiger.

00:21:56: Früher bin ich natürlich sehr schnell gelaufen, aber jetzt laufe ich halt doch langsamer.

00:22:02: also nicht nur weil ich älter geworden bin sondern weil ich einfach mehr wahrnehme, wenn ich in Berlin bin dann habe ich Schuhe angehabt und der Fußboden in berlin war total gerade und hart.

00:22:20: Und wenn ich hier in meinen Bayern auf dem Waldweg laufe, dann ist unebenes Gelände und da habe ich tatsächlich unterschiedliche gemerkt wie meine Füße reagieren.

00:22:29: Also dieser glatte Boden oder dieser unwegsame Boden und dieses Ausgleichen vom Körper völlig was anderes als wenn ich nur auf glatten harten Boden lauf.

00:22:41: Ja das überhaupt wahrzunehmen ne?

00:22:44: Richtig!

00:22:46: Du hast, du bist dann noch mal Mama geworden.

00:22:50: Viele Frauen haben ja einen Kinderwunsch und dann kommt die Diagnose und dann die Chemotherapie.

00:22:56: Und dann ist es oft gar nicht mehr möglich, noch einmal Kinder zu bekommen oder überhaupt Kinder zu kommen.

00:23:03: Wie schön das bei dir geklappt hat!

00:23:06: Weißt du in meiner Vorstellung?

00:23:08: Ich meine okay, das ist von zwanzig Jahren her aber in meiner vorstellung ist es sehr weit weg.

00:23:14: ich hätte gedacht dass die ganzen Medikamente oder beziehungsweise eben genau diese Medikamente damals noch für höher dosiert waren als jetzt, weil ich irgendwie in meiner Vorstellung das alles jetzt zielgerichteter ist.

00:23:26: Viel moderner und so weiter.

00:23:28: deswegen hätte ich gedacht dass die Chemotherapie möglicherweise damals besonders heftig war, dass Kinder bekommen eher tendenziell schwieriger wahr als jetzt.

00:23:38: weißt du?

00:23:38: Ich meine

00:23:39: ja also meine Gedanken waren damals dass es natürlich die Chemotherapie, diese Krankheit den Krebs kaputt macht.

00:23:47: Natürlich sind dann auch noch ja die gesunden Zellen das wissen wir ja dass sie dann auch teilweise mit angegriffen werden.

00:23:55: aber wenn dann das Medikament der Chemotherapien aus dem Körper wieder raus ist, also durch was auch immer.

00:24:06: Also die durch die Zeit, durch die Jahre, die dann vergangen sind.

00:24:10: Es bleibt ja nicht ewig in dir drin es wird ja eigentlich alles immer wieder ausgespült und somit war ich vielleicht aufgrund der medizinischen Wissen sehr davon schon überzeugt dass das irgendwann wieder hausen ist dass dann ein ganz normal wieder alles funktioniert.

00:24:30: Also man hat ja auch seine Periode wieder bekommen, das sind ja dann so Sachen wo man sieht, dass der Körper sich wieder regeneriert und also ich sage wirklich der Körper selber.

00:24:43: Das ist ein tolles System wie welche Kraft ein Körper aushalten kann zu regenerieren, das ist also fantastisch.

00:25:01: Also unbeschreiblich fantastisch und bei mir hat es halt eben dann auch so funktioniert dass ich meine Tochter dann im Arm halten konnte.

00:25:13: man hält schon sehr viel aus und ich denke auch, dass tatsächlich Gedanken Auch eine Rolle mitspielen, weil wenn ich alles nur im negativen Sinne sehe.

00:25:24: Natürlich ist die Krankheit nicht so toll und die Nebenwirkungen und dies und jenes aber wenn ich mich gedanklich nur auf das negative fokussiere dann ist es für mich schon der Gedanke dass dann viel Negatives zurückkommt meine Gedanken mehr in die Zukunft lehne und positive Gedanken habe, dass irgendetwas wieder vergeht.

00:25:53: Und was Positives kommt dann kommt es meiner Meinung nach auch.

00:25:59: zumindest war's bei mir so das ich eben da... Ich hab immer gesagt Es ist schwierig für Frauen, aus diesem Gedankenkaustell rauszukommen.

00:26:08: Also es ist ja ein Kreis so tristig mit gedankendem Kreis aber irgendwo musst du da rauskommen weil sonst gehst du kaputt daran.

00:26:16: Ja Aber bei dir war's ja dann so dass als deine Tochter fünf Jahre alt war Du trotzdem noch meine neue Diagnose bekommen hast.

00:26:25: Echt ich

00:26:26: Wie war das?

00:26:29: Ganz Schlimmes.

00:26:30: Ich lag mal in meiner Tochter haben so ein kleines Nachmittagsschläfchen gemacht und ich bin dann auch wieder mit der Hand über meine Brust gekommen.

00:26:44: Und ich habe es aber tatsächlich verschoben, ich hab den Gedanken das da etwas sein könnte erstmal zwei drei Tage weggeschoben aus meinen Gedanken weil Mal war der Knoten da und dann war er wieder nicht mehr da.

00:27:02: Und dann habe ich gedacht, jetzt bin ich völlig wirr im Kopf also... Das habe ich ja gerade gesagt mit den Gedanken und ich hab es tatsächlich auch erst nach zwei oder drei Tagen zu meinem Mann gesagt dass Ich da wieder was gespürt habe weil ich selber erstmal sicher gehen wollte ob ich das richtig wahrnehme.

00:27:25: Also das war ganz ganz schlimm und da hatte ich eben weil meine Tochter noch so klein war, hatte ich ganz, ganz schlimme Zukunftsgedanken.

00:27:36: War das denn in der gleichen Brust oder in

00:27:38: der anderen?

00:27:39: Ja, das war tatsächlich in derselben Brust und es wurde aber als Neuerkrankung gesehen.

00:27:45: Also man hat ja... Weil

00:27:46: die zehn Jahre um waren?

00:27:47: Fünf Jahre waren das ja damals.

00:27:50: Also fünf Jahre, also drei Jahre und fünf Jahre.

00:27:53: Und dann gilt es du

00:27:56: als

00:27:57: Geheilt.

00:27:57: Also medizinisch geheilt, gesund.

00:28:01: Wobei ich bin... Ich habe da ein Riesenproblem das Wort Gesund in den Mund zu nehmen.

00:28:09: Ich kann es nicht wirklich so unterstützen.

00:28:13: Gehelt, gesund!

00:28:15: Gerade euch jetzt dieses BHCA-Eins gehen habe, es kann immer wieder irgendetwas kommen.

00:28:24: Und deswegen bin ich sehr vorsichtig mit dem Gehalt ungesund.

00:28:28: Ich habe gesagt, positiv zu sehen.

00:28:34: Es passt jetzt alles, sage ich dann meistens.

00:28:36: Es ist alles in Ordnung.

00:28:38: aber wenn ich das einmal hatte, dann bin ich tatsächlich sehr zurückhaltend und um zu sagen, ich bin gesund oder geheilt.

00:28:48: Also da wenn ich geheilt wäre, wenn mir das wirklich jemand sagen würde dann würde ich sagen ja, ich werde nie wieder krank.

00:29:00: Du hast also in der gleichen Brust den Knoten getastet?

00:29:03: Ja!

00:29:03: Ein paar Tage abgewartet und bist dann zum Arzt gegangen.

00:29:07: war das denn der...also warst du bei einem gleichen Gynäkologen noch in Behandlung?

00:29:11: Äh ja genau, es war dasselbe noch.

00:29:16: Ja, dann ging es natürlich mit den Terminen.

00:29:19: Die ganze Litanei Radiologie, die Mammografie genau.

00:29:26: Da fällt mir gerade ein, die Mamographie im Bereich und der Radiologe hat zu mir gesagt, da ist nix.

00:29:35: Tja, diese war natürlich froh.

00:29:40: Mein Mann war auch mit dabei, war auch froh.

00:29:44: Dann habe ich zu meiner... Genau, dann habe ich den Arzt angerufen und hab gesagt Ja ist alles in Ordnung.

00:29:51: Wir können den Termin zur Bio-Xie im Krankenhaus absagen.

00:29:56: Haben sie aber gesagt Nee, nee, mach mal nicht.

00:29:59: Mir schauen wir trotzdem noch einmal an.

00:30:02: ja also es ist tatsächlich so gewesen.

00:30:04: Also ich habe jetzt keine große Brust.

00:30:06: Ich hatte eine kleine Brust und das war wohl ziemlich weit außerhalb von dem Brustgewebe dass das radiologisch nicht ersichtlich war.

00:30:15: Aber meine Ärzte haben dann gesagt, nein, Silke mehr schauen da nur nach mir machen nochmal eine Standspiazie und daraufhin ging der nächste Fahrrad los.

00:30:34: Wenn du dich in diesen Gesprächen wiedererkennst und merkst, dass sich dein Blick auf deinen Körper verändert hat, dann gibt es bei mir einen Raum dafür.

00:30:42: Zurück zu dir ist ein kostenloser Zoomabend für Frauen nach einer Krebserkrankung.

00:30:48: Ein geschützter Raum, in dem genau das Platz haben darf – deine Gedanken, deine Gefühle, dein Körper!

00:30:55: Wenn du dabei sein möchtest findest du alle Infos über den Link in den Shownotes.

00:31:03: Also die Standsbiopsie hat dann eine andere Ergebnis gebracht als die Mammografie.

00:31:08: Ja aber jetzt stell dir vor jemand anderes sagt es auch ab ne?

00:31:13: Also weil einfach nichts ersichtlich war, ist es ganz schwierig.

00:31:19: Ich kann wirklich nur an die vielen Ärzte, die natürlich jetzt trotzdem immer wieder nachschauen, ob's wirklich passt.

00:31:28: Weil auch bildgebende Verfahren sind bei mir nicht immer richtig.

00:31:37: Aber Gott sei Dank!

00:31:39: Wurde ja der Termin nicht abgesagt, ne?

00:31:41: Also ich meine es hätte auch anders kommen können.

00:31:43: Die hätten ja als du angerufen hast auch sagen können okay alles klar

00:31:46: Ja

00:31:47: Und dann wäre das erledigt gewesen

00:31:49: und

00:31:50: du hättest weiterhin den Knoten in deiner Brust.

00:31:52: Ich glaube dann hätte ich wahrscheinlich trotzdem nochmal nachgehakt.

00:31:55: aber in dem moment also Da fällt ja schon wirklich ein stein vom herzen und diese ganze last an Gedanken und negativen Sachen die sind das war Es war so entlastend, es ist nichts zu sehen.

00:32:11: Aber ich hab dann gedacht... Also gedanklich ist man ja trotzdem noch her, aber irgendwas war doch da.

00:32:20: Er sagt, das ist nix, aber irgendwie... Das macht nicht ganz.

00:32:25: Ich bin derjenige, der dann sagt, ich möchte wirklich bis zum Ende schauen was wirklich und wenn ich danach mal

00:32:32: nachfrage.".

00:32:35: Und dann wurde eine Biopsy gemacht?

00:32:38: Richtig.

00:32:39: Und was kam da raus?

00:32:41: Naja, es hieß halt dann an dem Tag ruf mal an und ich glaube, ich habe von vierzehn Uhr bis achtzend Uhr gewartet auf den Anruf.

00:32:54: Dann hat die Ärztin mich angerufen und gesagt ja Silke, da ist tatsächlich wieder etwas, was da nicht hingehört.

00:33:08: Boah, ja dann fällt man natürlich erst mal wieder in ein tiefes Loch und nachdem ich aber wirklich das erste Mal von der ersten Erkrankung hatte ich nicht mehr viel erinnerungen.

00:33:23: Also da... Das hatte ich verdrängt, das war ja alles weg und dann habe ich so nach und nach alles wieder vorgeholt was mir so eingefallen ist und dann hab' ich mir eben gedacht okay Ich mach das so wie beim ersten Mal.

00:33:39: So pass ich da wieder durch und mache das, und es wird schon alles gut werden.

00:33:46: aber es war tatsächlich so dass ja ich bin war zehn Jahre älter und ich bin dann auch mit dem Molador gelaufen wegen den Knochenschmerzen.

00:33:57: also es ist nicht jedes mal derselbe Es ist immer wieder anders.

00:34:02: Ist immer wieder neu.

00:34:04: Und deswegen sage ich auch immer wieder, das Leben hat keinen Plan.

00:34:07: Obwohl du dir einen Plan manchmal vorstellst oder machst.

00:34:14: Wie war denn deine Therapie?

00:34:16: Also war das genauso wie beim ersten Mal?

00:34:19: Konntest du in irgendeiner Form davon profitieren dass du das schon einmal durch hattest weil du dich keine Ahnung gedanklich vielleicht anders vorbereiten konntest oder so?

00:34:29: Also natürlich konnte ich gedanklig mal ein bisschen zurückblicken.

00:34:35: Aber rein von der Therapie her war es tatsächlich doch ein bisschen anders, weil auch das Krankenhaus hatte sich umstrukturiert.

00:34:45: Also ich hatte ja gesagt dass ich zur Chemotherapie mit so vielen Leuten in einem Raum saß und dann hat sich das ein bisschen aufgeteilt.

00:34:55: also es saßen nicht mehr zwanzigvierzig Leute in einem raum sondern die Frauen wurden ja aufgeteilt in die Zimmer und mehr saßen.

00:35:05: halt dazu ein zwei drei vier oder zu fünf saßen mehr da manche auch einen normalen stuhl manche auf so einem chemo Stuhl.

00:35:14: Und es wurde eben gerade auch die Tagesklinik erst eröffnet, also es ging da grad erst so los dieses System so ein bisschen zu differenzieren und für mich war's so dass ich eben Meine Therapien da, jetzt muss ich überlegen.

00:35:35: Ich glaube das waren auch sechs Chemotherapien und aber genau das Gewebe kam raus dann nah zur OP und ich habe aber gleich einen Aufbau machen lassen bei der Brust.

00:35:53: Genau!

00:35:54: Ich hab das Gehebe wieder aufbauen lassen.

00:36:00: Nee, das Gewebe haben sie rausgeholt und dann habe ich es gleich wieder aufbauen lassen.

00:36:04: Mit Silikon?

00:36:05: Ja mit Silikonen.

00:36:06: Das haben die dann gleich gemacht.

00:36:09: Dann hatte ich natürlich weil die chemo das gewebe angegriffen hat Und ich natürlich dadurch dass es dieselbe seite war auch von der bestrahlung Meine haut.

00:36:21: auch nach zehn jahren war sie immer noch kaputt.

00:36:24: man hat nicht gesehen man hat's nicht gesehen aber Ich hatte dann ständig wieder Wohnteilungsstörungen.

00:36:32: Es waren immer so zwei Millimeter bis zu fünf Millimeter immer wieder Öffnungen da, die immer wieder zugenäht werden mussten und ich war sozusagen alle zwei Monate auf dem OP-Tisch gelegen.

00:36:47: Und dann habe ich aber irgendwann gesagt, boah jetzt ist gut!

00:36:51: Ich mag nicht mehr.

00:36:55: Und dann haben die mir irgendwann das Silikon wieder rausgemacht.

00:37:00: Das war wohl auch so eine Kapsel für große.

00:37:04: Ich habe es sogar einmal nur in Lokaler machen lassen, weil ich die Narkosen, die haben mich so geschwächt... Also man darf Narkose nicht unterschätzen!

00:37:13: Die haben mich fertig gemacht.

00:37:18: Wie gesagt, dann haben wir das wieder rausgeholtes Silikone und dann hatte ich natürlich rechts nichts mehr und links war noch Brust da.

00:37:27: Und ich habe mich ganz schlimm gefühlt, weil es war für mich ein Ungleichgewichter.

00:37:33: also ich hatte rechts keine Brust, links war die Brust nach da.

00:37:38: und wie dann alles fertig war hat mir eben der Cheforts nochmal mich zur Empfehlung der Genetik geführt und daraufhin habe Mach mal die Eierstöcke raus und die Lingebrust, mach mal auch weg.

00:38:00: Weil ich wollte wirklich die größtmöglichste Sicherheit für mich und meine Familie und meine Kinder haben dass ich noch lange da bin.

00:38:13: Was ich aber trotzdem sagen muss das ist eben nicht eine hundertprozentige Sicherheit durch dieses System, dass die Eierstöcke rauskommen und die Brüste abgenommen werden ist.

00:38:27: Die Sicherheit erhöht sich zwar aber es gibt keine hundertpozentige Sicherheit

00:38:31: dafür.".

00:38:34: Aber du hast das jetzt so schnell erzählt ne?

00:38:36: Ich meine, das ist ja auch schon eine Weile her!

00:38:38: Aber ... Du hattest die Operation, dass es ewig nicht verheilt... Du hast dann das Silikonimplantat wieder entfernen lassen Und dann hast du diese radikale Entscheidung getroffen, Brust ab, Eierstöcke raus.

00:38:52: Also das hast du doch bestimmt nicht so leichtfertig getroffen dieser Entscheidung sondern wie war denn das als du erfahren hast dass du diese Genmutation in dir trägst?

00:39:03: Ja ich hatte nur Fragezeichen weil ich habe natürlich also niemanden in der Familie der mit dem Thema Brustkrebs konfrontiert wurde.

00:39:15: Ich kannte es nicht, ich kann das wirklich nur aus dem medizinischen Bereich und dass ich jetzt die erste sein sollte, die ihr gehen hat, dass es mit Brustkriebs zusammenhängt ist.

00:39:30: Ich wusste nicht woher wieso?

00:39:33: Warum?

00:39:34: keine Ahnung!

00:39:35: Es ist halt einfach da.

00:39:38: Ich bin familiär, ich habe dann nachgefragt nichts.

00:39:40: Also überhaupt nix.

00:39:42: So.

00:39:42: und dann kamen natürlich die Fragen ja ist es durch die Gesellschaft?

00:39:46: Durchs Essen?

00:39:47: War's von Ciano Bühl damals?

00:39:50: Also ich hab natürlich gefragt wo kommt das jetzt her?

00:39:54: Ähm...ich bin doch eigentlich nicht der Typ der krank ist oder der irgendwas hat ich äh..oder irgendeinen Defekt.

00:40:04: also das war für mich.

00:40:06: Ich habe es nicht so richtig annehmen können, ich hab natürlich viel gefragt.

00:40:11: Für mich diesbezüglich wo kommt das her?

00:40:13: Aber irgendwann hat man's dann... nimmt was an.

00:40:17: Also halt am Jahr nix anderes übrig und damals war es... Das sind ja wahnsinnige Entwicklungen die wissenschaftlich in der Genetik Seenologie, also in den ganzen Brustkrebsbereichen und der Onkologie was sich da die letzten Jahre entwickelt hat.

00:40:37: Also ich war glaube da früher im Bereich wo das erst mal als Wichtiger angesehen wurde.

00:40:47: Es war ja damals auch die Angelina Jolie die das in die Öffentlichkeit gebracht hat und es war nämlich auch meine Zeit damals wo ich gesagt habe, ja schön.

00:40:56: Endlich mal jemand der von den Promis da dazusteht und etwas sagt dazu weil früher wenn man die Diagnose Brustcapes bekommen hat dann war man ja schon fast auf dem Friedhof in Gedanken bei den anderen.

00:41:13: also das gehört einfach dazu und es ist aber nicht so.

00:41:20: Das Genistar ist da und ich liebe damit.

00:41:24: Und ich finde es halt gut, dass diese Genetik mehr in den Vordergrund kommt weil es ja nicht nur Brustkrebs beinhaltet sind ja auch noch viele andere Gene die zu anderen Erkrankungen gezielt führen.

00:41:42: Wie gut das man beginnt über Dinge zu sprechen oder?

00:41:47: wo du nämlich Angelina Jolie auch gerade angesprochen hast.

00:41:51: Ich find das so, so wichtig und ist denn das so wie in meiner Vorstellung?

00:41:57: Dass man einfach früher über solche Dinge nicht geredet hat.

00:42:01: oder hattest du nach deiner ersten Diagnose schon irgendwelche Menschen mit denen du dich austauschen konntest?

00:42:07: Nein also ich hab nie... Natürlich gab es Selbsthilfegruppen.

00:42:13: Aber ich war damals auf keiner Reha, nirgendwo.

00:42:17: Ich habe gesagt, ich gehe von meiner Familie nicht weg ... weil ich mich hier wohlfühle und möchte nirgends woanders hin.

00:42:26: Und ich konnte... Es gab Selbsthilfengruppen, wurde auch gesagt aber da waren ältere Leute drin.

00:42:35: Was hab ich da?

00:42:37: Ich konnte mich ja damals Nicht damit identifizieren.

00:42:41: Also ich habe ja ganz andere Interessen, ganz andere Zukunftsgedanken gehabt als die älteren Leute von damals und es war... Ich mit niemandem außer mit meinem Mann.

00:42:55: also den hab' ich halt auch fünfmal am Tag gefragt warum ich?

00:42:59: Warum ich?

00:43:03: Der hat mich immer wieder aufgefangen was natürlich auch das umfällt, ja für Frauen mit der Diagnose-Boskrebs alles auffangen müssen.

00:43:15: Ist auch ein Punkt wo ich sage das ist so wichtig also die Kinder, die Ehemänner, die Großeldern Eltern jeder fängt in Stüchsen von dem auf was du Gerade durchmacht und das ist so wichtig.

00:43:37: Das war für mich zumindest ein ganz wichtiger Teil Und natürlich trotzdem hatte ich auch Freunde und die haben mir auch immer wieder positiv zugesprochen und es hat mich so gestärkt.

00:43:50: Ich hatte, muss ich jetzt mal sagen zu meiner ersten Erkrankung.

00:43:54: Ich habe immer kurze Blonde Haare gehabt und dann habe ich mir gedacht naja wenn ich jetzt schon keine Haare hab und mir eine Perücke raus suchen kann da möchte ich jetzt einmal lange Haare Und dann habe mich so eine.

00:44:09: Ja das war so rötliche Haare waren das also?

00:44:12: ja ich habe das einfach habe ich gedacht na ja wenn schon denn schon ja?

00:44:19: aber da gab es eben noch keine.

00:44:22: Das Thema Haare war früher auch ganz schwierig, aber mein Mann hat es angenommen und die anderen haben gesagt schön.

00:44:31: Selbst ich glaube wenn andere das nicht so toll fallen dann haben sie trotzdem gesagt der Schaustür mit raus.

00:44:38: Aber ist hier völlig eine Ordnung.

00:44:39: in dem Moment habe ich das gebraucht fand ich toll.

00:44:46: Und wo wir gerade darüber gesprochen haben, dass du dich nicht austauschen konntest mit anderen Betroffenen.

00:44:51: Du hast ja irgendwann dann selbst eine Selbsthilfegruppe gegründet oder?

00:44:54: Genau ich habe im Jahr in meinem Lebensbereich hier in Oberfranken eine Selbsthelfegruppegruppe gegründet weil ich war sowieso schon immer eine Person wo angerufen wurde Ich hab Brustkrebs.

00:45:14: Was mache ich jetzt?

00:45:15: Also irgendwie bin ich so ein Punkt, ist immer noch so.

00:45:20: Ich bekomme immer wieder Anrufe die sind die Fragen was sie dann machen sollen.

00:45:27: und daraufhin habe ich eben damals gesagt okay ich nutze dir mal ein bisschen die Kommunikation auf das Thema lenken weil ich natürlich in gewisser Weise mich auskenne.

00:45:40: Dann haben wir eben die Selbsthilfegruppe gegründet und mehr haben Fotoshootings.

00:45:46: So wie du natürlich bei schön und stark, also weil Fotoshooting warum?

00:45:52: Weil ich finde dass man sich vom fühlen und sehen wieder neu erleben muss Also diese dieses Fotoshooting mit den Brustkrebsfrauen.

00:46:06: das war so ja Kraftvoll und ... Das waren ganz andere Frauen.

00:46:14: Die haben sich wieder ganz anders gesehen, man macht sich nicht jeden Tag schick oder schminkt sich.

00:46:21: Und da war einfach mal die Zeit für sich selber.

00:46:25: Und das war mega toll!

00:46:27: Diese Frauen mit ihren eigenen Erfahrungen haben natürlich auch ihre Geschichten aufgeschrieben dieses Rausgeben von den Informationen, von den Erfahrungen von unseren Frauen.

00:46:41: Das ist so wichtig und wertvoll für viele die mit der Diagnose wahrscheinlich noch konfrontiert werden.

00:46:51: also dieses Wissen und Weitergeben von dem Wissen um den Erfahrenden das ist halt sehr wichtig weil die Ärzte können ja tatsächlich nur ihren Bereich abdecken.

00:47:01: Das heißt in medizinischen Aber die Ängste und die Gedanken, die sich rein in dem Bereich finden.

00:47:10: Die können tatsächlich nur die erfahrenen Erkrankten wiedergeben.

00:47:16: Das heißt unser Fotoshooting im September, was war ja noch davor bevor du deine Selbsthilfegruppe gegründet hast?

00:47:23: Warum bist du damals... warum hast du dich angemeldet?

00:47:26: Weil ich dass, wie schon gesagt also diese Erfahrung mit anderen Frauen sich auszutauschen und natürlich auch... Du hast ja schon geschrieben schön und stark.

00:47:41: Und diese Identifikation damit, diese Auseinandersetzung mit diesen Worten schon mal ist bin ich es oder bin nicht?

00:47:54: Oder wie fühle ich mich?

00:47:56: Wie sehe ich mich?

00:47:58: Und mega.

00:48:00: Also dein Fotoshooting, also wie du gestattet, wie wir gestattelt haben im September, das hat mir wieder so viel Mut und Kraft gegeben weil ich bin nicht immer stark.

00:48:14: Also jeder sagt Ich bin immer stark aber ich bin auch nicht immer steig!

00:48:19: Ich nehme mir auch ganz viel von anderen Frauen wo ich für mich nutzen kann, wo ich sage, das ist ein richtiger Gedanke.

00:48:31: Das ist ein tolles Thema.

00:48:33: Das könnte ich mir auch so annehmen und ich fand es ja das Fotoshooting und die Frauen ... Ich glaub zwei kannte ich.

00:48:47: Die Uta kannte, ich glaube.

00:48:49: Und die ... Ich glaube noch jemanden.

00:48:53: Und die neuen Frauen, die dann dazukommen.

00:48:56: Das ist ja... Wir waren hier in deinem Fotostudio und in diesem Raum drinne wusste sofort jede Frau warum sind wir da?

00:49:07: Und wir mussten uns nicht gegenseitig erklären!

00:49:10: Und das ist immer der Schöne, im Raum mit Frauen von Busgräb zu sein.

00:49:17: Wir können uns sofort ausziehen, mir wissen was zu sehen ist und was nichts nicht zu sehen, sind es Narben, keine Brüste.

00:49:27: Wir müssen uns nicht erklären sondern wir können Fragen stellen und wir bekommen Antworten von dem

00:49:34: Gegenüber.".

00:49:36: Das finde ich auch immer wieder beeindruckend wie offen und warmherzig die Frauen somiteinander umgehen.

00:49:43: Ich hatte ja jetzt gerade vor kurzem ein schön und stark Foto-Event Und da begegnet mir das auch immer wieder.

00:49:49: Man müsste ja eigentlich meinen, dass wenn jetzt fünf Frauen zusammen in einem Fotostudio sind ... Dass sie so ein bisschen irgendwie scheu voreinander haben oder so Berührungsängste.

00:49:59: aber so war das ja überhaupt nicht!

00:50:01: Sondern es war gleich eine ganz herzliche Atmosphäre und ich meine ihr musstet ja alle dicht zusammenrücken ne?

00:50:08: Dieses schöne Foto was der entstand ist wo ihr alle so herzlich lacht... Das ist ja also ich mein das is'n Prozess So ein kurzer Zeitraum eigentlich.

00:50:18: Und dann habe ich euch so in mich miteinander fotografiert, also das war auch für mich irgendwie so schön zu sehen wie leicht man so miteinander?

00:50:29: Ja aber genau dieses Zusammen- und ich fand dieses Berühren und dieses Zusammenfand noch intensiver als diese Einzelfotoshootings die wir da gemacht haben.

00:50:41: Aber genau Diese Frauen, die da mitgemacht haben und diese Raumluft, die dann da drin war.

00:50:51: Das war so sanft!

00:50:55: Es war nicht schlimm oder hackig oder irgendwas... Wir haben uns sowas von wohl gefühlt.

00:51:02: Und das ist eben das was ich damit ausdrücken möchte dass wenn eine Anzahl von Frauen in einem Raum sind merkst du gleich diese gefühle die liegen in der luft also du brauchst gar nichts mehr sagen.

00:51:19: Also ich denke, du wirst es genau gefühlt haben was dir auch gerade gesagt wie sich die frauen auch nonverbal miteinander unterhalten können und dieses spüren innerlich noch einmal das ist ja nochmal für jede frau einzeln noch mal schön dass es so so fein So selbst, also ich fand es so wunderschön dieses Event bei dir von schön und stark im September.

00:51:52: Und natürlich war's natürlich auch noch heute ein Sat-Eins war ja auch mit dabei und das Team von denen, da frage ich mich immer wie fühlen die sich denn als außenstehende Wendy mit uns betroffenen?

00:52:09: agieren müssen und wir so lustig und offen damit umgehen.

00:52:16: Also viele denken immer dann, wow die sind ja bestimmt etwas traurig und ruhig.

00:52:24: aber nein, nein.

00:52:25: also ich glaube sie kennen wirklich die Frauen Die Brustkrebs hatten noch nicht so wirklich weil mir lieben das Leben und es mir zeigen dass natürlich auch

00:52:37: Ja, absolut.

00:52:38: Und genau so fühlen die Fühlten, die außen stehen, das ist auch... Also so fühlt ich das als Fotografin und so hat hundertprozentig auch das Kamerateam sich gefühlt weil das ansteckend ist.

00:52:50: Weißt du?

00:52:50: Diese Lebensfreude und diese Freundlichkeit auch dieses Miteinander.

00:52:57: also für mich ist das jedes Mal so erfüllend, also wenn ich jetzt zum Beispiel mein Foto-Event habe.

00:53:03: Das ist eine ganz andere Energie als wenn ich Einzelschutings im Studio habe was natürlich auch sehr schön ist.

00:53:09: das ist viel intimer diese Einzellschuttings aber diese Dynamik die sich entwickelt wenn viele Frauen zusammenkommen dass es einfach so schön

00:53:18: richtig!

00:53:19: Ich war ja bei dir dann auch noch einmal zu dem Event mit oben und da waren auch so viele Frauen und man spürts Man spürt es einfach, wie diese Zusammengehörigkeit und dieses Ich weiß dass du das hattest.

00:53:37: Und ich habe das auch und wir müssen uns nicht verstecken sondern können das zeigen und man kann da Mut machen.

00:53:44: also mega ganz toll!

00:53:46: Ja

00:53:47: und Du hast ja dann im Jahr drauf also deine Selbsthilfegruppe gegründet?

00:53:52: Machst Du das immer noch jetzt sind ja schon wieder ein paar Jahre vergangen?

00:53:56: Wir haben immer noch unsere Brustkrebs-Selbsthilfegruppe.

00:54:01: Wir sind zwar jetzt ein bisschen weniger an Frauen geworden, weil natürlich wir begleiten die Frauen und wenn die Frauen dann sagen okay jetzt ist das Thema für mich erstmal abgeschlossen ich kann jetzt selber auf meinen Weg gehen dann verlassen die auch die Gruppe wieder.

00:54:23: Das war natürlich auch ein Prozess, den ich auch erst mal lernen musste.

00:54:29: Ich habe immer gedacht okay... Die bleiben immer alle da.

00:54:32: aber nein das ist wie im normalen Leben.

00:54:34: also wenn du mit dem Thema in gewisser Weise stabil bist und selber entscheiden kannst ich kann jetzt meinen eigenen Weg gehen.

00:54:44: Dann gehen die Frauen auch und es ist auch richtig so weil Ich hatte auch Zeiten, da habe ich mir gesagt vor.

00:54:53: Ich brauche jetzt eigentlich mal eine Zeit lang Ruhe vor dem Thema und die hab' ich mir dann einfach genommen.

00:54:57: Ich habe nichts mehr mit dem Thema Brustkrebs gehört oder gemacht oder mich damit beschäftigt und dann irgendwann bin ich halt wieder irgendwie gehört ja zu meinem Leben dazu.

00:55:10: also bin ich dann immer wieder zum Thema zurückgekommen.

00:55:15: Ja, wir machen eben auch verschiedene Veranstaltungen um einfach das Thema Brustkrebs mehr in die Öffentlichkeit zu bringen und so zeigen dass eben unsere Frauen da voll im Leben stehen.

00:55:27: Und dass man auch nach so einer Diagnose weiterleben kann.

00:55:31: Und was natürlich wichtig ist... Dass man es auf sich selber achtet!

00:55:37: Dass man sich selber abtastet, dass man sein Körper selber kennen lernt.

00:55:41: Und wirklich jetzt nicht nur mit ...fünfzig und sechzig, sondern dass man tatsächlich schon mal... Ja.

00:55:49: Dass man auch die Jugend schon mal ein bisschen sensibilisiert für das Thema, weil es gibt ja wirklich genug Frauen, die auch mit zwanzig schon in den Bereich der Onkologie reinrutschen.

00:56:02: Ja leider, ja.

00:56:04: Wie geht es dir denn jetzt Silke?

00:56:06: Also nachdem jetzt seit der zweiten Diagnose wieder fünfzehn Jahre vergangen sind du hast es Im Vorgespräch mal zu mir gesagt, du fühlst dich richtig glücklich.

00:56:17: Ja da stimmt immer noch.

00:56:19: ich fühle mich also mir geht es wirklich gut und ich bin da auch so dankbar darüber dass sich trotz der zwei Diagnosen das ist mehr gut geht.

00:56:30: Also ich habe ja ich weiß nicht ob wir spät folgen sind ich manchmal tut da was weh oder tut da etwas weh Ich aber im Großen und Ganzen geht es mir wirklich richtig gut.

00:56:44: Ich muss auch sagen, dass ich jetzt die letzten zwei Jahre kognitiv vom Rhein von Gedächtnis her geht's mir wieder besser.

00:56:55: also ich weiß nicht warum aber ich habe immer gedacht das sind so nachzüglich Spätfolgen der Chemo oder was weiß ich dass ich, ähm... Ich konnte mir lange Zeit nichts merken.

00:57:10: Also Konzentration!

00:57:11: Das war so tief im Keller und jetzt ist die letzten zwei Jahre muss ich sagen bin ich eigentlich wieder voll da richtig also auch gedankt.

00:57:22: Mir ging es schon gut immer aber auch diese Konzentation das hat sich irgendwie alles.

00:57:28: ja jetzt bin ich fast wieder die Alte wie vor vor den Diagnosen nur halt ein bisschen jährlich, Alter.

00:57:40: Aber gedanklich so wieder so völlig... Also mir geht es richtig gut!

00:57:45: Ich habe natürlich meine jährlichen Untersuchungen und da weiß ich das jede Frau die irgendeine Untersuchung hat dass das dann wieder völlig nervenaufreibend ist und anstrengend Und ich hoffe natürlich auch immer jedes Jahr aufs Neue, dass nichts gefunden wird.

00:58:06: Aber... Ich bin glücklich!

00:58:08: Ich bin ja auch jetzt schon Oma und... Ja also, das wiste unter muss ich jetzt schon wieder hüpfen und laufen und machen.

00:58:22: Mit meiner Familie sind wir halt auch sehr viel in Korazien.

00:58:25: Ich sitze da sehr viel am Meer und schau auf's Meer raus Denkt vielleicht, warum sitzt die immer da?

00:58:33: Das ist doch immer das selbe Bild.

00:58:35: Es ist nicht immer dasselbe Bild.

00:58:37: also der Himmel ist nicht derselbe Die Wellen sind nicht dieselben.

00:58:43: Die Gedanken sind nicht denselben.

00:58:45: Und die Umgebung es ist immer wieder ein neues Bild und das tut mich so.

00:58:53: ja wie sagt man erden Also ich komme dann Ich kann da an Am Meer, am Wasser an der Luft... Das ist

00:59:05: mein Kraftort.

00:59:06: Mein Kraftort.

00:59:07: und ich kann da jedes Mal wieder aufs Neue sitz' sich da und schau dann aus und ich liebe es!

00:59:15: Und ich bombe zur Ruhe und brauche kein Halligalli mehr wie früher sondern also man tut sich ja auch im Laufe des Lebensalters ein bisschen verändern.

00:59:26: und jetzt bin ich tatsächlich eben da angekommen, wo ich sage okay die Ruhe tut mir gut.

00:59:34: Und dann kann ich wieder mal punktuell wieder Vollgas geben und dann brauche ich aber wieder mein Ruhepul

00:59:42: um dich wieder so ein bisschen

00:59:43: zu setten.

00:59:47: Liebe Silke, möchtest du zum Ende unserer Podcastfolge noch der ein oder anderen Hörerin mit auf den Weg geben möchtes?

00:59:58: Also wenn ich Frauen etwas mitgeben darf dann das.

01:00:03: Du musst nicht alles allein schaffen.

01:00:07: es gibt immer wieder Menschen die dich verstehen und manchmal entsteht aus der schwersten Krise eine Stärke von der man vorher nichts wusste, dass die in einen steckt.

01:00:21: Also es ist wirklich so das der Körper so viel Kraft hat und Gedanken und ein nochmal bestärken in dem Ganzen.

01:00:32: und eine Diagnosebrustkrebs ist nicht das Ende sondern Das Leben geht dann auf irgendeine Art und Weise.

01:00:42: Geht es weiter?

01:00:43: Wichtig ist aber, dass wir das Thema auch in die Öffentlichkeit bringen um Frauen Mut zu machen und Kraft zu geben.

01:00:52: Und ich denke da bist du mit deinem Projekt schön und stark Auf dem Beffen Weg liebe Franziska!

01:00:59: Ich wünsche dir auch weiterhin ganz viel positive und viele Frauen diese Energie, die du dann da mit deiner Kamera aufnimmst, dass du das dann weitergeben kannst.

01:01:16: Ja vielen Dank!

01:01:17: Ich danke dir liebe Silke, dass Du deine Geschichte immer mit uns geteilt hast.

01:01:22: und wenn Du, liebe Hörerinnen, das Gefühl hast, dass Tu nach Deiner eigenen Erkrankung gerade wieder lernen musst Dich selbst anzuschauen deinen Körper neu wahrzunehmen oder zurück in dein ganz eigenes Gefühl zu finden Dann begleite ich Frauen auch fotografisch auf diesem Weg.

01:01:39: Alle Informationen zu meinen Shootings findest du auf meiner Homepage.

01:01:43: Ich verlinke natürlich alles wie immer in den Show-Nords.

01:01:47: Liebe Silke, ich wünsche dir von Herzen Alles alles Gute und ich freue mich dass du dir die Zeit genommen hast hier mit mir zu sprechen.

01:01:55: Vielen Dank!

01:01:56: Ich danke dir liebe Franziska!

01:02:01: Ich hoffe sehr das auch diese Folge für dich wertvoll war und Du einige Dinge für Dich selbst mitnehmen

01:02:06: konntest.

01:02:07: Auf www.franciska-günder-fotografie.de findest du mehr über mich und meine Arbeit.

01:02:13: Informiere dich gerne zu Schön und Stark ein Fotoprojekt für Frauen mit oder nach einer Krebserkrankung, den Schön und Stark Einzelshootings, dem Podcast Lebe Selbstvoll und weitere Projekte die Frauen auf ihrem Weg stärken!

01:02:27: Teile gerne diese Folge mit deiner Familie und deinen Freunden und hilf so dabei, dem podcast lebe selbstvoll weiter in die Welt zu tragen.

01:02:34: Lass mir auch super gerne fünf Sterne da und teile deine Gedanken und Erfahrungen zu dem Thema auf Instagram et Franziska Günther Fotografie mit mir.

01:02:43: Ich wünsche dir alles Liebe, liebe selbstvoll, deine Franziska!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.