#168 Diagnose Meningeom

Shownotes

* Diagnose Meningeom - im Gespräch mit Mona *

Monatelang litt Mona unter starken, migräneartigen Kopfschmerzen. Sie suchte verschiedene Ärzte auf, doch eine Ursache für ihre Beschwerden wurde nicht gefunden.

Dann erlitt Mona mit 40 Jahren einen Schlaganfall. Bei den anschließenden Untersuchungen wurde ein Tumor hinter ihrem linken Auge entdeckt. Mona musste sich einer großen Operation unterziehen, bei der die Schädeldecke geöffnet wurde. Der Tumor konnte aufgrund seiner Lage an wichtigen Nerven nicht vollständig entfernt werden. Die pathologische Untersuchung ergab schließlich: ein gutartiges Meningeom.

Mona erholte sich gut von der Operation und versuchte, wieder in ihren Alltag zurückzufinden. Etwa ein Jahr später bemerkte sie beim Autofahren, dass sich ihr linkes Auge immer weniger bewegen ließ. Die Untersuchungen zeigten einen weiteren Tumor, der auf das Auge drückte. Eine zweite Operation folgte – dieses Mal führte der Zugang über das Augenlid.

Heute lebt Mona mit den Folgen ihrer Erkrankung und der beiden großen Eingriffe. Schwindel und Gleichgewichtsstörungen begleiten sie im Alltag. In dieser Folge erzählt sie von den Monaten vor ihrer Diagnose, den beiden Operationen und davon, wie es ist, wenn der eigene Körper plötzlich Dinge nicht mehr kann, die vorher selbstverständlich waren.

In dieser Folge erfährst du: • welche Beschwerden Mona lange vor ihrer Diagnose hatte • wie ein Schlaganfall schließlich zur Entdeckung des Meningeoms führte • wie sie die beiden Operationen erlebt hat • welche Folgen sie bis heute begleiten • und wie sie mit den Veränderungen in ihrem Leben umgeht.

Auch wenn ein gutartiges Meningeom keine Krebserkrankung ist, verändert eine solche Diagnose das Leben von einem Moment auf den anderen. Ich freue mich deshalb sehr, dass Mona ihre Geschichte mit uns teilt. Ich hoffe sehr, dass auch diese Folge für dich wertvoll ist und du einige Impulse für dich selbst mitnehmen kannst.

Vielleicht kennst du das Gefühl dich selbst nicht mehr richtig zu erkennen - besonders nach einer intensiven Zeit wie einer Krebstherapie. Genau darüber sprechen wir an meinem kostenfreien Zoom-Abend "Zurück zu dir" am 27. August um 19:00 Uhr. Ein Abend für Frauen nach einer Krebstherapie - über den eigenen Körper, Veränderungen und den Weg zurück zu sich selbst. Alle Infos und die Anmeldung findest du hier: https://www.franziskaguentherfotografie.de/zurueck_zu_dir

Wenn du Kontakt zu Mona aufnehmen möchtest, findest du sie auf Instagram @moneslinkzelda.

Wie immer freue ich mich riesig, wenn du deine eigenen Erfahrungen oder deine Gedanken zur Folge auf Instagram @franziskaguentherfotografie mit uns teilen möchtest, schreibe gerne in die Kommentare. Hinterlasse mir auch super gerne 5 Sterne und abonniere & teile den Podcast mit deinen Freunden und deiner Familie. So hilfst du dabei den Podcast LEBE SELBSTVOLL weiter in die Welt zu tragen.

Alle Infos zu meiner fotografischen Arbeit, den schön & stark Einzelshootings, dem Podcast "lebe selbstvoll" und ganz NEU: den schön & stark Gruppenshootings findest du auf https://www.franziskaguentherfotografie.de

Ich wünsche dir alles Liebe, lebe selbstvoll, deine Franziska

Transkript anzeigen

00:00:09: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Liebe selbstvoll, dem schönen und starken Podcast für mehr Selbstfürsorge.

00:00:17: Hier geht es um Frauen die an Krebs erkrankt sind – um die Erfahrungen, die sie während der Therapie gemacht haben, um ihre Sorgen und Nöte aber auch um mögliche Richtungswechseln, die eine Krebsdiagnose mit sich bringen kann!

00:00:30: Wir sprechen darüber, was dir das Leben erleichtern kann.

00:00:33: Welche Erkenntnisse betroffene Frauen im Laufe der Zeit gewonnen haben und wo die Prioritäten im Leben liegen?

00:00:39: Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Zuhören!

00:00:43: Hallo und herzlich willkommen!

00:00:45: Mein Name ist Franziska Günter-Göhnpfennig.

00:00:47: ich bin Fotografin und begleite Frauen nach einer Krebserkrankung dabei wieder einen neuen Blick auf ihren Körper zu finden.

00:00:53: Ich freue mich sehr dass du eingeschalten hast.

00:00:56: in der heutigen Folge erzählt Mona ihre Geschichte.

00:00:59: sie hatte keine Krebserkrankung, sondern ein Meningiom.

00:01:03: Also einen meistgutartigen Hirntumor!

00:01:06: Aber auch heute sprechen wir über Erfahrungen die viele Frauen mit Krebs kennen – nämlich Angst, Veränderung das Gefühl nicht ernst genommen zu werden und den Weg zurück ins Leben.

00:01:17: Herzlich willkommen liebe Mona und schön dass du da bist.

00:01:21: Hallo Franziska, danke dass ich da sein darf.

00:01:26: Mona bei dir begann alles mit Kopfschmerzen oder?

00:01:31: Ja, tatsächlich sind Kopfschmerzen der Einstieg gewesen.

00:01:35: Es gab monatelange migraeneartige Anfälle bis zum Schlaganfallen.

00:01:41: dann hat man es gefunden.

00:01:42: Oh Gott, das ist wehend!

00:01:43: Mona wie alt bist du?

00:01:45: Also seit kurzem bin ich jetzt dreiundvierzig Jahre alt aber festgestellt hat man's tatsächlich als ich vierzig wurde also zumindest mal die Kopfschmärzen.

00:01:54: Die richtige Diagnose kam dann letztes Jahr im Mai.

00:01:59: Lass uns mal gerne am Anfang einsteigen.

00:02:01: Wenn du sagst, du hattest Kopfschmerzen, migräneartige Kopfsch merzen Hast du das denn mit Migränen in Verbindung gebracht oder war dein Leben vorher eher nicht so geprägt von Kopfschmärzen?

00:02:12: Gut ab und zu eine Migräne Attacke waren normal Aber dass man das dauerhaft dann irgendwann hatte mit Übelkeit und Konzentrationsproblemen Das war nicht normal.

00:02:23: Und die Ursachenforschung die dauert halt ewig.

00:02:26: Ja

00:02:28: Was heißt denn, du hattest das dauerhaft?

00:02:30: Also hattet du das tagelang oder wochenlang.

00:02:34: wie kann man sich das vorstellen?

00:02:36: Monatelang.

00:02:37: Oh mein Gott!

00:02:38: Man wacht mit Kopfschmerzen auf wenn man Mittagsschläfchen gemacht hat auch mit Kopf schmerzenauf.

00:02:45: also egal wie man geht so ins Bett es war dauerhaft

00:02:49: und dass ist ja mega zermürbend

00:02:52: die Arbeit vielmehr immer schwerer.

00:02:55: Irgendwann, wie gesagt, kam der Schlaganfall.

00:02:57: Der hat in der Arbeit stattgefunden ...

00:03:00: Aber bis dahin, Mona?

00:03:02: Hat dich das beunruhigt, bist du zum Arzt gegangen wegen der Kopfschmerzen oder hast du Medikamente genommen?

00:03:10: Wie bist du damit umgegangen?

00:03:11: Also natürlich geht man zum Hausarzt, beschwert sich.

00:03:15: Man bekommt Ibuprofen oder irgendwelche anderen Kopfschmärzmittel und kommt zum Neurologen, weil es nicht besser geworden ist.

00:03:26: Man bekommt CTs am Kopf, MRTs.

00:03:29: Hier und wieder auch das EEG nur um zu gucken ob wirklich diese Ströme im Kopf dann in Ordnung sind.

00:03:37: Es kam soweit dass auch mal ein Sprachhaussetzer da war Alles... wie soll ich Ihnen das erklären?

00:03:46: Es sind Kopfschmerzen die sind so prägend Die sind ganz anders als die von Migräne.

00:03:54: Von Migränen, man ist empfindlich bei Licht.

00:03:57: Man muss eventuell sich übergeben.

00:04:00: Man möchte schlafen und kann es nicht.

00:04:02: Alles ist ultra laut so ungefähr meine Migräni.

00:04:06: da gibt's ja auch Unterschiede.

00:04:10: Und die Kopfschmerzen, die ich hatte waren dauerhaft einfach nur, als hätte man den Kopf in einer Presse aber nur an einer Stelle und das ging immer vom Auge aus.

00:04:21: Okay, du konntest das lokalisieren.

00:04:23: Ja.

00:04:24: Links am Auge und du bist dann zum Arzt gegangen und hast gesagt ich hab schlimme Kopfschmerzen?

00:04:29: Hast du dich ernst genommen gefühlt?

00:04:31: also von meinem Hausarzt ja Den ersten Neurologen den ich bekommen hatte der hatte Der hatte alles diagnostiziert nur keine Migräne.

00:04:41: aber er hat sich auch nicht darum gekümmert Hat tabletten aufgeschrieben die solltich nehmen.

00:04:46: es wurde nicht besser.

00:04:48: Dann habe ich sie auch wieder abgesetzt nachdem ich zweimal im Krankenhaus war.

00:04:52: Ja, also ist schon ein bisschen sprunghaft das alles.

00:04:55: Naja was mich auch an Geschichten von anderen Frauen erinnert ist dieses Von Arzt zu Arzt geschickt zu werden und die checken quasi dass ab was häufig vorkommt.

00:05:05: Und wenn es dann aber nicht isst Es ist zumindest das was Frauen mir erzählen denn dann fühlt man sich oft alleine gelassen.

00:05:12: Das ist so.

00:05:13: Also wie gesagt der erste Neurologe das war einen hier sehr bekannter Arzt.

00:05:21: Aber die Arroganz bei manchen Ärzten, die schlägt über.

00:05:25: Ich weiß, dass viele der Ärzte einen Selbstschutz hatten.

00:05:29: Klar, sonst werden die ja irgendwann auch doof.

00:05:33: Man ist wirklich alleine und muss Eigenrecherche machen.

00:05:38: Man soll irgendwie nicht googeln, weil man sonst jede Krankheit hat.

00:05:42: Wenn man dann mal was bekommen hat, das man diagnostizieren kann, kann man sich selber damit befassen.

00:05:49: Und mit viel Glück findet man tatsächlich noch Personen, die was Ähnliches haben oder dasselbe und dann kann man sich austauschen.

00:05:58: Aber das wird also zumindest bei mir hier in der Ecke etwas... ist ein bisschen untergegangen.

00:06:05: Also ich bin da hauptsächlich alleine dadurch.

00:06:08: Also mein Hausarzt und seine komplette Praxis absolut.

00:06:11: Die stehen hinter mir egal wie lang und wie oft.

00:06:17: Und dann hatte ich irgendwann diesen neuen Neurologen.

00:06:20: Ja, und dann ging es nach vorne.

00:06:23: Erzähl mal!

00:06:24: Also wir mussten eventuell diese Migräne die musste ausgeschlossen werden indem ich so eine Art Tagebuch geführt habe.

00:06:32: das bedeutet wie viele Tabletten habe ich am Tag benutzt?

00:06:35: Wie stark waren die Kopfschmerzen?

00:06:37: Wie übel war mir lauter solche Dinge?

00:06:44: Und hast du noch andere Ärzte aufgesucht?

00:06:46: oder war das jetzt Hausarzt, Neurologe?

00:06:48: Also hast du auch noch andere körperliche Dinge im Zweifel vielleicht sogar noch abklären lassen.

00:06:53: Das kommt alles erst später.

00:06:55: also der Anfang klar Neurologe.

00:06:58: man hat immer einen Schatten gesehen und dieser Schatten war immer so.

00:07:02: die Meningeome sind sehr schwer zu finden sie sind ein bisschen wie die Nadel im Heuhaufen.

00:07:10: Da kann man nicht sagen, man schaut dieses komplette Gehirn an in Schichten.

00:07:15: Wo sitzt das jetzt?

00:07:16: Das schafft man leider noch nicht.

00:07:20: Die Neurologe natürlich auch Medikamente verschrieben die Alten, die der erste Neurologe verschrieben hatte.

00:07:26: Die wurden abgesetzt.

00:07:28: Parkinson war im Gespräch konnte aber bei der ersten Operation dann ausgeschlossen werden.

00:07:36: Aber da komme ich noch dazu.

00:07:41: Na ja, es hat halt über Wochen ging's mir irgendwann wirklich so schlecht dass ich mich zur Arbeit geschleppt habe.

00:07:47: Die Kollegen und Kolleginnen die einen oder anderen haben dich ernst genommen und die haben auch die Arbeitsqualität die sich verschlechtert hatte bei mir natürlich auch gesehen.

00:07:58: und da gibt´s natürlich auch die Kollegen die kein Meter glauben von dem was man sagt wurde natürlich auch öfter krank war anfälliger auf Erkältungen und so hat man sich dann mehr oder weniger über locker ein halbes Jahr da durchgeschleppt.

00:08:16: Dann hatte ich einen Schlaganfall während der Arbeit, man hat mich ins Krankenhaus gefahren und da hat man einen CT gemacht und dieser Schatten war wieder da.

00:08:24: ja und somit hat man die Ursachenforschung angefangen zu suchen.

00:08:29: Die hat man da gestartet.

00:08:31: Lass mich noch mal kurz einhaken!

00:08:33: Du hast einen Schlaganfall bekommen, du warst vierzig Jahre alt.

00:08:36: Wie hat sich das bemerkbar gemacht?

00:08:38: Also wenn du sagst auf der Arbeit haben dass deine Kollegen bemerkt, hast du es selbst bemerckt?

00:08:43: Das habe ich selber bemergt!

00:08:45: Ich bin Ersthelfer bei uns im Geschäft und ich finde es übelst wichtig, dass man anderen Menschen immer hilft und dementsprechend habe ich immer sehr viel gelesen.

00:08:57: Unsere Kunden dürfen zum Beispiel, wenn die umfallen bei einem Diabetes Fall.

00:09:01: Ich muss wissen als Ersthelfer was darf ich machen?

00:09:04: Was kann ich tun, um helfen zu können?

00:09:07: Dementsprechend wusste ich dass Menschen beim Schlaganfall und Menschen bei Herzinfarkt wie die so behandeln sind.

00:09:15: Also habe ich es an mir selber gemerkt.

00:09:16: Ich hab's zwar noch Kollegen gesagt Ja mein Teil den ich Bescheid gegeben hatte Die hatten das ignoriert Und der andere Ersthelfer, Top.

00:09:33: Innerhalb von Sekunden Handy am Ohr sofort Rettungswagen gerufen und geschaut ob bei mir alles in Ordnung ist.

00:09:41: In dem Fall würde ich mich gerne noch bedanken wollen beim Lukas.

00:09:45: Der hat es damals wirklich sehr gut gemacht und dank ihm hat man halt Schlimmeres verhindern können.

00:09:52: Ja.

00:09:54: Okay, aber zumindest warst du dann im Krankenhaus und das war jetzt auf jeden Fall der Moment wo du noch mal genauer durchgecheckt wurdest?

00:10:03: Nee!

00:10:06: Die Krankenhäuser sind ja mittlerweile sowas von schlecht weil sie vom Personal her einfach nur noch minimiert werden, aber das Maximale soll rausgeholt werden.

00:10:19: Und dass natürlich diese Notaufnahmen komplett überfordert sind.

00:10:25: Ja, nein also es kam dann irgendwann die Anordnung ich soll ein CT machen.

00:10:31: das habe ich auch gemacht.

00:10:33: da hat man diesen Schatten wieder gesehen und dann war ich glaube schon acht Stunden darin.

00:10:40: und diese Warterei dieser Hilflosigkeit die man mittlerweile in Krankenhäusern bekommt Weil es die Vorgaben sagen, wir müssen überall sparen.

00:10:52: Ja sorry bei Krankenhäusern, da spart man einfach an der falschen Stelle.

00:10:57: Das funktioniert so nicht alle Selbst die Ärzte alles sind überfordert oder übermütet oder sonst irgendwas.

00:11:05: und auch dementsprechend.

00:11:06: der Neurologe hat gesagt Der Schatten ist da.

00:11:10: ja Er würde mich gerne darbehalten.

00:11:15: Da war ich aber schon so dass ich gesagt habe Ich check aus Das war mir zu viel.

00:11:20: Ich hatte eine ältere Dame mit mir in einem Wartezimmer, die hat einen ähnlichen Nachnamen wie ich und allein schon der Assistenzarzt hatte uns verwechselt weil er nicht auf die Akte geschaut hat.

00:11:32: wir waren beide mit Kopfschmerzen- und Schlaganfall drin ähnlicher nachnahme Und er schnappt sich halt irgendeine weil beide hier gerufen hatten das sind Fehler die dürfen nicht passieren dass das funktioniert nicht Und man hätte mich fast operiert, obwohl ich nur einen Schlaganfall hatte.

00:11:50: Die andere Dame, die das wirklich benötigt hat, die lag dann noch da.

00:11:54: Das sind Zustände manchmal ... Es ist traurig.

00:11:59: Es ist Traurig, dass unser System das so zulässt.

00:12:04: Also bin ich nach Hause gefahren und bin zu meinem Hausarzt mit diesem Bericht.

00:12:09: Dann kam ich zum Neurochirurgen.

00:12:11: Dann ging eigentlich nur noch alle Schlag auf Schlag.

00:12:14: Die Diagnose, ja es ist der Tumor nachdem noch ein MRT stattgefunden hatte.

00:12:20: Dann ging die Planung los wann wird operiert?

00:12:22: wie wird operieren?

00:12:24: und ich glaube das Schlimmste was man in dem Moment einfach nachempfindet ist diese Tatsache dass man irgendwas im Kopf hat.

00:12:32: Das zwar jetzt die Schmerzen erklärt aber nicht erklärt woher's kommt und was es genau ist.

00:12:38: Aber das kann man meistens nur feststellen wenn man's rausoperiert.

00:12:42: Wie war das für dich, als du erfahren hast, dass du da was im Kopf hast?

00:12:46: Du hast jetzt schon die ganze Zeit gespürt.

00:12:49: Also wenn so meinen Körper geht muss ich ganz ehrlich sagen Gott sei Dank habe ich ein wunderbares Bauchgefühl.

00:12:56: Ich hab's geahnt Aber eine Ahnung ist ungefähr so wie wenn jemand, du weißt ganz genau Jemand stirbt übermorgen weil er so krank ist Und es zieht ihr trotzdem den Boden unter den Füßen weg.

00:13:12: Ja,

00:13:12: ja...

00:13:13: Auch wenn's besser ist zu wissen was nun Sache is'.

00:13:17: Aber uuuh!

00:13:20: Ich kann mich an das Gefühl ganz genau erinnern.

00:13:22: Ich stand noch für der Arztpraxis und mit meinem Kopf gingen so viele Gedanken umher wie dieses Scheiße.

00:13:32: Was mach ich denn jetzt?

00:13:34: Scheiß' ich muss im Geschäft dann rufen.

00:13:36: Jetzt kann ich doch wieder nicht arbeiten oder darf ich überhaupt

00:13:40: arbeiten?!

00:13:41: Liefen die Tränen, Leute laufen an dir schweigend vorbei.

00:13:46: Dann liefen noch mehr Träne und ich dachte, was mache ich jetzt?

00:13:49: Also habe ich auf der Arbeit angerufen und hab mich krank gemeldet.

00:13:56: Und das sind so Punkte wo ich dann gedacht hab ... Ja!

00:13:59: Ich gehe nach Hause und trinke erst mal einen Kaffee.

00:14:03: Das ging nicht anders.

00:14:05: Es ging wirklich nicht anders, ich wollte nicht mit Tränern in Augen fahren weil es ist gefährlich auch für mich und andere.

00:14:12: Ja, und dann die Geschichten mit dem Neurochirurgen.

00:14:16: Ich hab mich aufklären lassen, sofern sie Zeit hatten.

00:14:20: Man ist schon irgendwann in die Klinik gekommen und hat diese Vorbereitungen gehabt.

00:14:26: Sicherheits-MRT, SicherheitsCT, Blutabnahme ... all die Dinge, die man für eine OP braucht.

00:14:34: Vollmachten.

00:14:36: Das sind alles so Themen, wo man sich denkt, ui!

00:14:39: Da kommt eine Menge auf einen zu?

00:14:42: Wusstest du denn zu der Zeit schon, wie groß der Tumor ist?

00:14:46: Also laut dem MRT sollte es so drei bis vier Zentimeter groß sein.

00:14:52: Nach der OP die dann auch schon drei Stunden länger gedauert hatte als geplant sagte man mir das Ding war Tomaten groß und sowas hinter dem Auge.

00:15:03: wundert mich nicht dass mein Kopf schmerzen hat.

00:15:05: Ja klar

00:15:07: ja

00:15:09: okay lass uns mal noch darüber sprechen Wie schnell wurdest du dann operiert und was wurde genau gemacht?

00:15:17: Also, bis man zu diesem Neuroschirurgen kommt ist von der Diagnose bis zum eigentlichen Thema in ungefähr vier Wochen vergangen.

00:15:27: Und dann

00:15:27: ging alles... Das sind diese Vorbereitungen!

00:15:32: Aber die Warterei, das zermürbt ein auch oder?

00:15:37: Ja ja also ich habe schon ganz viele Schals jetzt gehäkelt weil ich Zeit hab.

00:15:47: Also es sind dann in dem Moment, wo man beim Neurochryogen ist was innerhalb von einer Woche.

00:15:53: Das ging dann zack-zack-Zack!

00:15:56: Man kam ins Krankenhaus am Tag vorher wie gesagt die ganzen Voruntersuchungen alle Papiere nochmal geprüft ob wirklich alles in Ordnung ist ob man stabil ist ob das alles funktioniert.

00:16:10: und dann kommt der Tag der OP.

00:16:12: Bis dahin, ich hatte nie Angst.

00:16:14: Ich hatte keine Sorgen.

00:16:17: Gar nichts!

00:16:18: Nur ein bisschen so nervös... Ja okay es ist eine OP.

00:16:23: Weil ich die ganze Zeit über verdrängt habe was für einen Riesenaufwand das eigentlich ist und auch was für ein Riesengewicht dieses Thema hat.

00:16:31: Ja

00:16:33: selbst schützen?

00:16:39: Also ich lag im OP.

00:16:40: Und dann gucke ich auf die Uhr.

00:16:42: Es war zehn Uhr fünf.

00:16:44: Dann kam die Maske, ich soll jetzt rückwärts zählen und mir schöne Gedanken machen von irgendeinem schönen Urlaub.

00:16:50: Das hab' ich auch gemacht!

00:16:52: Und ich weiß noch dass ich aufgewacht bin, siebzehn Uhr dreiundzwanzig.

00:16:56: Ich sag oh je... Wie lang lieg ich denn hier schon?

00:17:00: Bis mir klar wurde, äh ich bin ja wach!

00:17:03: Oh wie cool!

00:17:05: Darüber habe ich mich dann gefreut.

00:17:07: Von zehn Uhr bis siebzen Uhr ist richtig lange.

00:17:12: Du hast nicht die ganze Zeit um OP gelegen

00:17:13: oder?!

00:17:15: Ich denke nicht, ich glaube so eine Stunde dürfte ich noch schon auf der Intensiv gelegen haben.

00:17:21: Aber da ich mich nicht daran erinnern kann ist mir das eigentlich auch egal also mir persönlich.

00:17:27: Was wurde denn in der Operation gemacht?

00:17:29: Also man hat mir die Schädeldecke an den Stirnen aufgeschnitten An der linken Seite Haare abrasiert dass man besser rankommt und Das ist so in den ersten drei vier Zentimetern vom Haaransatz der Stirn.

00:17:47: Die ist jetzt, ich habe sie nie wirklich ausgemessen.

00:17:49: Aber ich glaube wenn ich meine Finger so spreize und am Ohr anfangen und ungefähr bis zur Mitte der Stirn... Was dürften das sein?

00:17:58: Fünfzehn, zwanzig Zentimeter lang?

00:18:02: Und das halt mitten im Gesicht gefühlt.

00:18:05: Ja

00:18:07: die war schon... Also ich weiß noch der Verband kam dann ein paar Tage später mal ab.

00:18:11: Da hab' ich echt geweint weil es so furchtbar aussah.

00:18:14: So das war überhaupt nicht mehr ich!

00:18:17: Und dann kamen aber auch schon die ersten Witze.

00:18:20: Es war zu früh für Halloween, also irgendwann hatte ich dieses Ganze nur noch ins Lächerliche gezogen weil ich nicht mehr depressiv werden wollte.

00:18:28: Ich war es ganz kurz.

00:18:29: natürlich wer behauptet er wird da nicht kurzzeitig oder langfristig depressiv Der lügt sich selber an und ich wollte das nicht.

00:18:39: Ich wollte da nicht hin.

00:18:43: Also hier ist mein Tumor Ding und dieses ding hat mich echt fertig gemacht Aber ich ihn auch.

00:18:50: Und ging es dir gleich besser, waren die Kopfschmerzen weg nachdem du

00:18:54: die Operation

00:18:55: hast?

00:18:56: Ja das war so schön.

00:19:00: Ich konnte aufwachen.

00:19:01: natürlich diese leichte Übelkeit weil man ja solange unter Narkose gelegen hat ein bisschen dieses.

00:19:08: Man ist leicht gaga Weil man noch ein bisschen verwirrt ist von der narkose.

00:19:13: aber man wacht auf man sieht bis Natürlich Die Einblutung Kommt Von der OP Man sieht alles und dann dieses Geräusch.

00:19:22: Kein Rauschen im Kopf, kein Klopfen, keinen Pochern.

00:19:26: Oh, war das schön!

00:19:27: Das war so.

00:19:28: diese erste Siegeshymne, so Dinge die hab ich gezeigt, keine Chance.

00:19:33: Hattest du deinen... Also ich kann mir vorstellen wenn der Tumor also hinter dem Auge sitzt, konntest du noch sehen?

00:19:39: Ja.

00:19:40: Mit dem Aube?

00:19:41: Mhm

00:19:42: Das einzige was ich nicht konnte war so wenn man zum Beispiel Autofahrer ist dann hat man ja links dieses Sichtfeld, wenn man diesen Schulterblick macht.

00:19:51: Da hatte ich tatsächlich zum Schluss dann richtig Probleme.

00:19:54: da war wie eine Art Blockade.

00:19:56: Also du konntest den Kopf nicht drehen oder das Auge?

00:20:00: Ah okay

00:20:02: krass!

00:20:02: Es war dann wie ein kleiner Stopp.

00:20:04: bis dahin ging das Age und weiter musste ich mich quasi drehen.

00:20:08: dann ging es Ja

00:20:11: Wie war dein See vermögen, als du denn operiert wurdest danach?

00:20:15: Also die ersten zehn Tage kam ja dann die Einblutung noch.

00:20:18: Dann ist das Auge dick, als hätte man sich geprügelt und es wurde von Tag zu Tag natürlich besser hat sehr gut auch die Heilung gestartet Und auch Farben muss ich sagen Von lila auf blau zu grün zu gelb Verlief eigentlich wunderbar.

00:20:42: Das ist so dieser normale Standard, aber immer ein bisschen mehr sehen können pro Tag.

00:20:46: Ist auch schön!

00:20:47: Weil die Schwellung abgeklungen ist.

00:20:50: Lass mich das noch mal zusammenfassen.

00:20:51: Ich finde es total erstaunlich was die Medizin kann.

00:20:54: Du hast diesen großen Tumor Tomaten-Groß hinter dem linken Auge.

00:21:01: Das wurde nachdem es dann endlich festgestellt wurde.

00:21:04: Rausoperiert du hast einen ziemlich großen Schnitt an der Schädeldecke bekommen.

00:21:09: Die haben den Tumore rausgeholt Und ihr ging es danach gleich besser und das ist verheilt.

00:21:16: Und alles ist gut?

00:21:18: Ja, nicht ganz!

00:21:21: Also prinzipiell alles nach der OP war alle mal besser als das davor.

00:21:26: Das auf jeden Fall.

00:21:28: So eine große Operation hat mir für mein Leben gezeigt dass manchmal die kleinen Dinge riesengroße Auswirkungen haben.

00:21:37: Und in meinem Fall kam ja bei der Biopsie dabei raus, dass es Gott sei dann gutartig war.

00:21:43: Er konnte nun nicht alles entfernen.

00:21:45: Das Keilbein sitzt sehr nah an einem Nervensystem zum Beispiel die Nerven... Ich habe keine Ahnung wie die ganzen Nerven heißen!

00:21:54: Ich hab's mal versucht ich habs gelassen.

00:21:58: Manche liegen sehr nahe an den See nerven Der andere liegt dann sehr nah daran, dass man körperliche Einschränkungen bekommt dadurch Und mein Neurochirurg hat so geschnitten, dass mir da nichts passiert.

00:22:13: Das bedeutet allerdings auch ich habe noch Reste drin.

00:22:16: Du hast eben was von der Biopsy erzählt also ist ja klar das Gewebe danach dann pathologisch untersucht wird.

00:22:23: bis dahin wusstest du noch gar nicht, dass es ein Minigium ist?

00:22:28: Doch doch durch die Vorbereitungen schon.

00:22:33: Es ist immer nur die Frage, ob etwas gut oder schlecht ist, wenn man es in die Biopsy schickt.

00:22:38: Das ist normal und das ist ein Ergebnis, das kommt dann weit später erst.

00:22:46: Was bedeutet denn dass der Tumor gutartig war?

00:22:49: Dass du keine weitere Therapie brauchst?

00:22:52: Die bösartigen bei Meningeomen sind wohl irreparabel also man kann sie immer wieder entfernen aber irgendwann greift es irgendwelche Nervensysteme an.

00:23:05: Die Gutartigen sind eher wie so eine Gel-Kapsel.

00:23:10: Du kannst sie also besser im Ganzen entfernen, oder?

00:23:13: Mhm.

00:23:15: Aber dann hat dein Neurochirurg nicht alles entfernt weil er nicht wollte dass du bleibende Schäden davon trägst.

00:23:21: Es

00:23:21: war auch nicht möglich.

00:23:23: ja es waren nicht möglich.

00:23:24: Ja und was bedeutet das jetzt für dich?

00:23:27: dass da noch etwas im Kopf drin ist?

00:23:30: Prinzipiell ich habe damit gelernt zu leben.

00:23:32: Es ist manchmal sehr hart, klar.

00:23:36: Aber da ich ja dieses Ding-Ding genannt habe, hab' ich mir auch angefangen zu sagen okay du und ich müssen jetzt absolute Zwillingspaare alles was ich durchmache muss dieses Ding auch durchmachen.

00:23:51: Es gab eine Reha, da habe ich auch noch ein paar Sachen gelernt wie ich das für mich selber hinbekommen kann mit Gleichgewichtssinn wieder lernen weil es war danach schon durcheinander.

00:24:05: Und dann hat das Ding angefangen zu wachsen, erneut und das haben wir dieses Jahr rausmachen lassen.

00:24:13: Das heißt du musst es dieses Jahr schon wieder am Kopf operiert werden?

00:24:17: Ja, aber diesmal sind wir durchs Auge gegangen.

00:24:19: Oh Gott!

00:24:24: Okay erzähl das mal bitte was...

00:24:26: Also also Ding hat jetzt natürlich ein Geschwisterchen.

00:24:31: Also gestreut kann man so nicht sagen, weil das ja die bösen und gutartigen Zellen.

00:24:37: Deswegen hat bei mir nichts stattgefunden, sondern eher er ist gewachsen.

00:24:41: Er hat sich seinen Weg gesucht und gefunden, ist dann im Auge gelandet und auch in den Nebenhöhen rein.

00:24:49: Auch da nicht alles entfernenbar.

00:24:53: Und die Zwillinge haben jetzt gemeint okay sie müssen mich weiter ärgern aber das haben sie nicht geschafft, es wurde auch entfernt.

00:25:01: So, jetzt habe ich natürlich... Also es wurde direkt am Augenlied aufgeschnitten und so in diesem wunderschönen Augenansatz.

00:25:10: Da war noch ein kleiner Katheter dann später drin das die Flüssigkeit gut ablaufen kann Und dass ist halt jetzt die Narbe im Gesicht Sehr gut auch verheilt sehr gut geschnitten Auch da Augenärztin Top.

00:25:23: sehr gute Arbeit geleistet.

00:25:26: Jetzt hab' ich Gleichgewichtsprobleme und Schwindel

00:25:29: Okay.

00:25:30: Aber das hat das nicht eher was mit dem Ohr zu tun?

00:25:35: Das mag man behaupten, aber dazu bin ich wenig Arzt genug.

00:25:40: Aber es war definitiv im Auge und das war im Prinzip das Gleiche weil es eine Tumor-Resiktion war.

00:25:45: Ja... Das bedeutet dass ist ein Ableger von meinem Ersten!

00:25:50: Du hast ja gesagt, der Chirurg hatte etwas drin gelassen, weil es zu dicht an den Nervenbahnen lag.

00:25:56: wenn das jetzt weitergewachsen ist Konnte dir denn diesmal mehr entfernen?

00:26:02: Man bezeichnet diese zwei Tumore als nicht den ein und denselben, sondern es sind zweierlei.

00:26:09: Weil die Platzierung so nicht mehr gestimmt hat.

00:26:11: Das heißt du hast jetzt zwei unterschiedliche Tumoren in deinem...

00:26:15: Ja genau das beinhaltet eigentlich genau dass der Kampf ist halt immer alltagstauglich zu sein jeden Tag neue Ziele zu finden, die man auch wirklich schafft und vor allem wenn man mal keins schafft nicht sich runterziehen zu lassen.

00:26:34: Und ich sage bei der letzten OP also ich weiß mich bin aufgewacht mir ging es noch nie in meinem Leben so schlecht wie danach.

00:26:41: das einzige was tolles war der zweite tumour hat tatsächlich mein augen so dermaßen nach außen gedrückt dass es schon verschoben war im ganzen gesamtbild Der Glöckner von Notre Dame aus der Walt Disney-Kollektion, er hat ja auch so seltsame Augen.

00:27:00: Mit dem habe ich mich verglichen nur dass ich keinen Buckel hatte und halt blond bin anstatt rothaarig.

00:27:09: Und das hat die Ärztin geschafft dass das alles wieder zurück ist.

00:27:13: Mona lass mich da nochmal kurz einsteigen.

00:27:15: du hast im Mai letzten Jahres die Diagnose bekommen.

00:27:18: Du wurdest dann relativ schnell operiert.

00:27:20: Ja

00:27:21: Wie ging das denn nach danach weiter?

00:27:22: Hast du dein Leben wieder normal gelebt?

00:27:24: und wann hast du gemerkt, dass da wieder irgendwas wächst.

00:27:29: Also der Versuch da weiterzumachen, wo man vor der Operation war ist kläglich gescheitert!

00:27:37: Es war ja der Plan ich sollte im August wieder zur Arbeit kommen.

00:27:41: Ich war bis heute nicht mehr arbeiten.

00:27:45: Die ersten zwei Monate waren extrem weil man durfte auch kein Auto fahren.

00:27:50: Der Sommer war so extrem heiß und eigentlich war man zu Hause eingesperrt.

00:27:57: Man kam sich so ein bisschen vor, ich darf zwar spazieren gehen aber bitte nur dann wenn jetzt zum Beispiel mein Sohnemann auch Zuhause war dass er mir im Prinzip da noch unter die Arme helfen konnte das heißt tagsüber eingesperrt.

00:28:11: zu Hause Lesen war nicht immer möglich weil die Konzentration dann noch gefehlt hatte.

00:28:19: Ich habe für meinen Schwerbehinderten Ausweis, glaube ich, zwei Wochen gebraucht.

00:28:23: Um das auszufüllen oder was?

00:28:24: Ja

00:28:24: ja, ich weiß ja, was ich da machen musste aber fünf Minuten sitzen, lesen... Oh Kopfschmerzen!

00:28:30: Nee es Auge tut weh oder nehm ihr es schlecht.

00:28:32: und was hab' ich da gerade gelesen?

00:28:35: Okay den Satz nicht verstanden nochmal.

00:28:38: Ah ich lasse's heute.

00:28:41: Ja dann hatte ich natürlich auch irgendwann mal Hilfe telefonisch weil ich durfte ja nicht raus, ich durft ja nicht in die Sonne Aber wie Hausachist.

00:28:51: Dann habe ich das telefonisch mit einem meiner besten Freunde dann gemacht und dann klappte das.

00:28:58: Aber der Alltag, nee, der ist komplett anders.

00:29:02: Absolut!

00:29:03: Ich muss mich jetzt hinsetzen zum Kochen wenn ich Gemüse schneiden muss.

00:29:07: Staubsaugen kann ich jetzt auf irgendwelche Tappen machen.

00:29:11: Sport machen darf ich leider nicht obwohl ich mich sehr darüber gefreuen würde wenn es mal gehen würde.

00:29:16: Treppen steigen ohne einen halben Asthma-Anfall zu bekommen, ist auch kaum noch möglich.

00:29:22: Aber nichtsdestotrotz gibt es weitaus Schlimmeres.

00:29:25: Ich habe zwei Freundinnen.

00:29:27: die eine sitzt im Krollstuhl und die andere braucht ihn hin und wieder.

00:29:31: Und wenn ich mit denen zusammen bin dann ist uns die Welt so scheißegal.

00:29:36: Da interessiert nichts!

00:29:39: Wir reden über Männer, wir reden über die Politik.

00:29:42: Wir sprechen über irgendein Blödsinn im Fernsehen und wir beschweren uns über das Wetter.

00:29:48: Wir diskutieren über alles – in der Zeit ist alles egal!

00:29:57: Wenn du dich in diesen Gesprächen wiedererkennst und merkst dass sich dein Blick auf deinen Körper verändert hat dann gibt es bei mir einen Raum dafür.

00:30:05: Zurück zu dir ist ein kostenloser Zoomabend für Frauen nach einer Krebserkrankung.

00:30:11: Ein geschützter Raum, in dem genau das Platz haben darf!

00:30:15: Deine Gedanken, deine Gefühle, dein Körper.

00:30:18: Wenn du dabei sein möchtest findest du alle Infos über den Link in den Shownotes.

00:30:25: Du hast also dann... Du bist seitdem krankgeschrieben?

00:30:28: Du warst dann im letzten Jahr zur Reha.

00:30:31: Ja Wann hast du bemerkt dass da wieder irgendwas wächst?

00:30:35: Zur Weihnachten.

00:30:36: Und wie hast du das bemerkt, dass du wieder Kopfschmerzen bekommen?

00:30:39: Nein gar nicht.

00:30:40: Mein Auge wurde immer weiter nach außen gedrückt.

00:30:42: Du hast das nur gesehen aber nicht innerlich gespürt?

00:30:48: Es ist ungefähr wie die Haare.

00:30:49: Man merkt es nicht wie Haare wachsen.

00:30:53: Dass man zupft die Augenbrauen ist glücklich darüber, dass man schon eine schöne Form hat und fünf Tage später denkt man sich wo kommen sie denn her?

00:31:01: So ungefähr war das mit dem Auge.

00:31:03: Das war von heute auf morgen draußen Also eher verschoben.

00:31:07: Und ja, die Ärzte haben es dann auch gesehen und Dann ist man halt wieder von Augenarzt der dann auch noch hinzukam wegen den Kontrollen dass das im Blick geblieben.

00:31:21: also muss im blick bleiben dass da nix irgendwie anderes ist.

00:31:25: Der Augenarz hat auch gesagt verändert sich gerade was ich so ja ich merk's auf Ich sehe

00:31:30: es Ja.

00:31:32: Dann hat man es geschafft, etwas den Alltag zu verbessern.

00:31:35: Und dann kommt die nächste Diagnose und man denkt sich ... Aiai!

00:31:40: Schrei auch überall

00:31:41: hier.".

00:31:43: Aber diesmal hat das nicht so lange gedauert oder?

00:31:45: Bist du denn operiert wordenst?

00:31:47: Hat länger gedaubert dieses Mal.

00:31:51: Also ich hatte erst Anfang Mai den Termin aber dann hat die Ärztin gesagt sie möchte wenigstens vorher noch in Urlaub gehen und ganz ehrlich auf zwei drei Wochen kommt's dann auch nicht mehr darauf an.

00:32:01: Dann habe ich lieber eine ausgeruhte Ärztin, bevor ich eine gestresste hab, die vielleicht noch missbaut.

00:32:08: Und du hast ja auch gesagt, sie hat voll operiert?

00:32:10: Ja, super hat ihr das gemacht!

00:32:12: Sie hat mich super aufgeklärt und gut vorbereitet.

00:32:17: Wenn das passiert dann bitte nicht so reagieren sondern so.

00:32:20: aber so war ich von vorne rein nicht.

00:32:22: Ich bin ruhig.

00:32:22: Er ist schlimmer und größer etwas ist umso stiller wurde.

00:32:26: ich An dieser Stille hat vielen Angst gemacht.

00:32:30: Na ja klar, die Leute, die dich kennen wissen her was das dann bedeutet.

00:32:35: Ja

00:32:36: aber es sind halt auch sehr viele gegangen.

00:32:39: Viele Freundschaften?

00:32:41: Was heißt kaputt würde ich jetzt nicht mal sagen!

00:32:43: Aber sie haben sich halt entfernt weil sie mit meiner Lage nicht zurecht gekommen sind.

00:32:49: und so wie ich es ja anfangs schon erwähnt hatte wer da mal nicht depressiv ist der lügt sich selber an selbst ich war's.

00:32:55: also man wird traurig man ist ab und zu so extrem wütend auf dieses Ganze, dass man sich denkt, bitte jetzt nicht.

00:33:06: Das ist der falsche Augenblick!

00:33:09: Oder wenn man dann Besuch bekommen hat und plötzlich ging es einem schlechter... Manche haben gedacht, man tut nur so.

00:33:16: Einige haben sich so dermaßen Sorgen gemacht, dass ich schon wieder das Schlechte gewissen hatte weil die sich so Sorgen machten.

00:33:23: Und was ich am schlimmsten finde, ist dieser Mitleidsblick.

00:33:26: Und zwar von denen Also von meinen Ängsten, wenn die mich mitleidig angucken dann okay da ist was größeres im Anmarsch.

00:33:35: Aber es gab viele, die haben dich mit leidig angeguckt nicht wegen dir als Mensch sondern die haben nur das Wort Tumor gehört.

00:33:45: Oh Gott

00:33:45: nein, nein, wollen sie nichts mehr zu tun haben?

00:33:49: Es sind einige gegangen und ich habe aber auch alle gehen lassen weil man das nicht muss und dementsprechend muss ich auch nicht alles machen.

00:34:00: Gehört leibe ich dazu.

00:34:02: Das erzählen auch viele, das Umfeld, dass sich das so ein bisschen sortiert.

00:34:07: Der eine Teil rennt weg weil es unangenehm ist und der andere Teil da denkt sich ne, das muss ihr nicht alleine machen Ich bleib bei dir Und das ist dann im Prinzip genau das was man braucht.

00:34:23: Meine Nachbarin und Freundin die ist immer da Die kann ich nachts anrufen Ich darf auch mit ihrem Hund spazieren gehen, wenn ich merke.

00:34:29: Ich brauche mal wieder was für meine Seele.

00:34:34: Wohnst du denn alleine, Mona?

00:34:36: Das hört sich ein bisschen so an...

00:34:38: Nein!

00:34:39: Ich habe einen Sohn.

00:34:43: Der wohnt noch bei mir.

00:34:44: Er ist mein ganzer Stolz.

00:34:48: Wie alt ist der?

00:34:50: Jetzt ist er einundzwanzig.

00:34:52: Frisch aus gelernter Geselle, weil während ich meine OP dieses Jahr hatte, hatte er seine Prüfung gemacht.

00:34:58: Herzlichen Glückwunsch!

00:34:59: Toll!

00:35:00: Ah, danke, ich richte sie mal

00:35:01: aus.

00:35:05: Ja ... Nein, der hilft.

00:35:06: worer kann natürlich zickig und stressig untereinander wie bei jedem, der noch so zusammen wohnt.

00:35:15: Aber zumindest hast du jemanden, der dir eine Stütze ist oder?

00:35:19: Ja, die habe ich.

00:35:20: Das ist ja nicht nur mein Sohn.

00:35:23: Das hab' ich ja wirklich so genüge!

00:35:25: Nach der Aussortierung... Ich mach mir keine Sorgen.

00:35:29: Ich mach sie mir gar nicht.

00:35:30: Also nicht wegen mir.

00:35:31: Ich mache sie mir meistens wegen denen weil die sich zu viel Sorgen um mich machen.

00:35:37: Aber dazu bin ich so

00:35:39: positiv.".

00:35:41: Okay dann hattest du also diese zweite Operation hinter dir und du hast aber gesagt dass du diesmal doch Folgen davon getragen hast.

00:35:51: Ja, also unabgesehen davon dass ich dieses Narkosemittel dann gar nicht mehr... Es war nicht mehr auszuhalten als ich musste zuspucken.

00:36:01: das fand sogar ich widerlich.

00:36:02: Also die arme Schwester die das abfangen musste hat mir so leid getan.

00:36:07: Ich glaube ich habe mich zwanzigmal entschuldigt und sie nein alles gut.

00:36:10: ich soll mich beruhigen Und das hab' ich auch gemacht aber es ist spannend des Auge.

00:36:19: Wie soll ich das jetzt erklären?

00:36:20: Es ist ein bisschen komplizierter, als es beim letzten Mal war.

00:36:25: Das Augenlied bewegt sich die ganze Zeit und jetzt fühlt sich es an, als wäre eine Spannung drauf.

00:36:31: Ich bin froh, dass mein Auge innen drin ist und dass ich dann auch wieder gut sehen kann.

00:36:36: aber dann kamen Doppelbilder dazu weil der Nerv unten etwas abgekriegt hat von der OP Weil sie in den Nebenhöhlen haben müssen.

00:36:44: Heilungsdauer circa einen Jahr.

00:36:47: Ich musste mir eine neue Brille holen, weil die Alte es nicht mehr geschafft hatte.

00:36:53: Ähm ... ich hab jetzt ein Prismenfolie.

00:36:57: Die darf ich im Notfall draufmachen, falls ich nur noch Doppelbilder sehe.

00:37:01: und der Schwindel, den ich so hart erarbeitet habe, dass er weg ist, ist wieder da.

00:37:07: Weil jetzt hab' ich einen Likorkissen an der linken Seite,

00:37:10: Sternschlefe.".

00:37:12: Was heißt das?

00:37:12: Eine Wassereinlagerung?

00:37:13: oder was heißt

00:37:14: das?".

00:37:15: Bei der ersten Operation hat man einen Plastik-Zement-Schädeldeckenkonstruktionsstück kreieren müssen.

00:37:26: In dem Moment, wo man durch den Schädel geht wird diese Membranen zerstört die Hirnhaut und sie werden mit Blatten abgedeckt.

00:37:35: und wenn die dann sich versucht anzulegen kann es passieren das eine undichte Stelle und dann läuft der Hirnwasser raus.

00:37:44: Und dieses Hirnwasser sammelt sich momentan an meiner linken Schlefenseite und ist für mich so ein bisschen wie so ein Wahnsignal, also eher eine Alarmanlage.

00:37:58: Wenn sie zu groß wird okay ich gehe jetzt aus der Sonne raus weil ich gerade auf dem Balkon sitze.

00:38:04: Ich muss mich hinlegen auf die andere Seite damit es wieder abfließen kann Weil die Gefahr besteht dass ich öfters einen Schlaganfall bekommen kann.

00:38:14: Das ist eine der größten Nachfolgen jetzt.

00:38:18: Und wird sich das wieder verwachsen?

00:38:21: Oder wenn du sagst, die Heilungsphase dauert ungefähr ein Jahr oder ist das etwas was dich dauerhaft begleiten wird?

00:38:26: Ich glaube dass es dauerhaft zu sein wird.

00:38:29: aber es gibt noch eine andere Option und das ist das was jetzt ansteht.

00:38:34: ich habe im September noch den.

00:38:37: eigentliche ist ne jährliche Kontrolle beim Neurochirurgen Aber eigentlich ist es die Ermanung, dass er jetzt mal was machen muss.

00:38:45: Weil das kein Zustand mehr ist.

00:38:48: Wenn diese Stelle undicht bleibt kann ich ja gar nichts mehr irgendwann machen.

00:38:54: Das Risiko zu hoch... Ich meine nicht könnte hier stehen kochen und einfach umfallen.

00:39:00: Das möchte ich auch nicht!

00:39:02: Und damit zu leben ist halt schon ein hartes Stück Arbeit.

00:39:06: Jetzt soll er das bitte kontrollieren und muss halt wirklich danach schauen.

00:39:11: Muss man die Schädeldecke nochmal aufmachen, um das abzudichten?

00:39:16: Kommt die Bestrahlung jetzt dann wirklich noch in Frage.

00:39:20: Macht man erst die Schädeldecke auf, macht dann die bestrahlung oder sagt man okay wir bestrahlen erst damit alles weg ist und machen danach alles und der Hoffnung dass es von alleine zugeht keine Ahnung

00:39:32: Okay aber das bedeutet dass du noch eine Bestrahlung brauchst um die Reste dann zu vernichten oder warum.

00:39:38: Es steht im Moment im Raum.

00:39:40: Es gibt noch keine hundertprozentige Sicherheit, dass es genauso stattfinden wird.

00:39:47: Dazu muss ich im September erst nochmal zum Arzt.

00:39:51: Wieder warten und wieder aussetzen?

00:39:55: Also besteht dein Leben eigentlich derzeit aus ganz schön viel Warten oder?

00:39:59: In den Wartezimmern der anderen ja.

00:40:04: Und Mona, wenn du sagst also innerhalb von einem Jahr ist dieses Minigium gewachsen oder beziehungsweise hast du zwei jetzt in deinem Kopf.

00:40:14: Wie ist denn da die Prognose?

00:40:17: Ist das dann so dass das immer weiter wachsen kann?

00:40:19: Dann wird es wieder entfernt, dann wächst das wieder weiter und zwar solange bis man alles entfernt.

00:40:24: So ungefähr!

00:40:26: Das eine wächst nie, das andere wächst zu schnell.

00:40:29: Das Ding ist, dass diese ganzen...

00:40:31: Was ist beides in Minigio?

00:40:33: Das ist nicht ganz sicher.

00:40:34: Also eine Tumoresektion bedeutet nicht unbedingt, dass es derselbe Tumor war sondern das der vielleicht auch schon vorher da war.

00:40:41: Dass man den vielleicht nicht unbedingt wahrgenommen hat auf den Bildern.

00:40:46: Da war wirklich alles voll.

00:40:47: also die Bilder vom MRT, das ist schrecklich weil man lernt ja irgendwann dann tatsächlich dieses Sehen Wenn ich zum MRT gehe, z.B.

00:40:59: morgen, dann heißt es ja schon ach bist du wieder hier?

00:41:03: Also ich werde schon geduzt.

00:41:05: so oft bin ich dort und im Prinzipiell stürz mich nicht.

00:41:09: Ich bin da gut aufgehoben.

00:41:11: Ich fühle mich da wohl Und ich weiß wie die Abläufe sind.

00:41:15: Es ist nämlich gar nicht schlecht wenn man ab und zu mal noch ein bisschen etwas unter Kontrolle hat auch was dieses Thema betrifft.

00:41:24: So Routinen

00:41:26: Ja Ja.

00:41:27: Ich habe jetzt eine App noch bekommen, gerade für Krebskranke.

00:41:30: da gibt es Atemtechniken wie man Yoga wieder starten kann.

00:41:35: was kann ich machen wenn ich irgendwo Hilfe brauche?

00:41:39: also sie hilft schon sehr sie hilft wirklich sehr.

00:41:44: Hast du denn auch den Austausch mit anderen die eine ähnliche Diagnose haben?

00:41:50: Ich habe in der Reha mal eine kennengelernt, die hatte das tatsächlich auf der anderen Seite und fast zum gleichen Zeitraum.

00:41:56: Und ist auch fast im gleichen Alter gewesen.

00:42:00: Ich kann aber nicht sagen dass ich mich mit ihr so gut verstanden hatte... ...dass wir uns da gegenseitig austauschen konnten.

00:42:07: Das sind tatsächlich eher die, die es eben nicht hatten.

00:42:12: Weil ich hab immer ein bisschen das Gefühl jeder der am Kopf operiert wurde hat irgendwie einen Dachschaden bekommen.

00:42:18: Ich auch!

00:42:19: Mit Sicherheit.

00:42:21: Aber ich bin ja nicht ganz dicht.

00:42:23: Im wahrsten Sinne des Wortes, ja.

00:42:27: Genau!

00:42:28: Aber ich sehe es halt mit Humor und andere sind wirklich ... Ich kenne nur depressive.

00:42:32: Und das ist nicht gut für mich, deswegen bleibe ich da lieber ein bisschen weg.

00:42:35: Ja,

00:42:36: das kann ich mir vorstellen.

00:42:37: Bis fährst du denn noch mal zu Reha jetzt?

00:42:39: Nachdem du diese zweite Operation hinter dir hattest?

00:42:43: Den Antrag habe ich heute Morgen abgeschickt.

00:42:46: Du hast ja gesagt, du hast so ein bisschen Werkzeuge an die Hand bekommen was du machst wenn dir schwindelig ist und so weiter.

00:42:53: Kannst du das denn jetzt auch noch anwenden?

00:42:56: Ah eher nicht!

00:42:58: Ich musste schon wieder etwas umarbeiten aber das sind meistens nur kleine Handgriffe die man dann umsetzen muss.

00:43:07: vorher hat sich so einen Balance Board.

00:43:11: damit habe ich wirklich sehr viel geübt zu Hause und es hat auch was gebracht.

00:43:15: Das hat jetzt erst mal eine Pause bekommen, weil es zu gefährlich ist.

00:43:19: Dass ich mich dann wirklich... dass sich umfallen und das unmächtig wird.

00:43:23: Es ist so gefährlich!

00:43:24: Also lass ich's.

00:43:26: Aber auf einem Bein stehen, das kann nicht noch.

00:43:29: Ich heb mich zwar an der Wand fest oder halte mich in einem Türgriff aber das funktioniert schon.

00:43:38: Bist du im psychologischer Betreuung?

00:43:40: Das ist doch etwas was dir sicherlich ja auch zusteht Und vielleicht ja auch hilft, oder?

00:43:46: Ich meine das ist ja trotzdem eine total emotional herausfordernde Zeit jetzt gewesen.

00:43:52: Das muss man ja auch erst mal verarbeiten!

00:43:54: Nein tatsächlich nicht.

00:43:55: Ich habe keinen Psychologen an meiner Seite.

00:43:58: Weil du nicht möchtest oder warum?

00:44:00: Weil es sie nicht gibt.

00:44:02: also wenn ich fast eineinhalb Jahre darauf warten muss zu akut fällen dann...ich hab mir Alternative gefunden.

00:44:12: Das ist die deutsche Krebshilfe.

00:44:14: Die vermittelt dich auch mal an Menschen, die dir dazuhören.

00:44:19: Es hat keine Psychologen im klassischen Sinne sind aber, die dich dazu zwingen über die schlechten Dinge zu sprechen.

00:44:27: Ich habe bis heute noch bei keinem im Arm geweint.

00:44:33: Also dieses Auffangsystem gab es da letztes Jahr nicht.

00:44:37: Das gab's dieses Jahr ein bisschen mehr und ein bisschen anders Aber so, dass man mich wegen der Krankheit meinen Arm genommen hat ... Dass ich das alles mal raushäulen kann.

00:44:46: Das hatte ich nicht.

00:44:47: Weil ich hab nur gehört du jammerst zu viel, du meckerst zu viel.

00:44:52: Die kannst du nur so krank sein.

00:44:54: Hör auf, mich damit

00:44:55: vollzupallern.".

00:44:57: Da hab ich dann gesagt, wisst ihr was?

00:45:00: Wenn ihr das so haben wollt, beschwert euch aber auch nicht, wenn ich nicht mehr da bin.

00:45:04: Im Sinne von, ich lass euch gehen!

00:45:06: Das hab ich gemacht.

00:45:07: seitdem geht's mir gut.

00:45:08: Ich hab keinen Grund zum weinen.

00:45:12: Wenn man so eine Diagnose bekommt, dann ist es ja wie ein Katt.

00:45:16: Also dein Plan den du für deinen Leben hattest und ich meine du bist noch jung der ist ja erst mal auf Eis gelegt oder?

00:45:24: Wie gehst du damit um?

00:45:26: Zum einen lasse ich nichts auf Eis legen.

00:45:29: das ist nicht gut.

00:45:30: pausieren ja verschieben aber auf Eis legen wird gar nix.

00:45:35: Das kommt für mich nicht in Frage.

00:45:38: solange ich das irgendwie noch machen kann werde ich all das umsetzen, was sich die Jahre, wo ich zu viel gearbeitet habe.

00:45:45: Das hole ich jetzt nach.

00:45:47: und wie es einem damit geht?

00:45:48: Es ist tagesformabhängig!

00:45:50: Es gibt Tage da... ach Gott dir scheint die Sonne aus dem ganzen Körper.

00:45:55: jede Pore ist super und es fühlt sich alles super richtig an.

00:46:00: Und im nächsten Tag oder am nächsten Tag du stehst im Regen.

00:46:05: So, was macht man jetzt daraus?

00:46:08: Ich liebe es im Regendzustehen.

00:46:10: Es ist eigentlich ein Super-Sommergefühl.

00:46:13: Im Winter ein bisschen hart, weil es kalt ist aber eigentlich lass ich mich nicht mehr unterkriegen.

00:46:18: Es ist mir auch egal was andere Menschen sagen!

00:46:21: Es ist mein Körper, das ist meine Geschichte.

00:46:24: Jeder der mich da begleitet und bei mir sein möchte ist herzlich willkommen.

00:46:28: umso mehr und öfters sich lachen kann noch besser.

00:46:33: Deshalb wie es einem damit geht... Ich glaube ich versuche tagtäglich diese schlechten Gefühle zu verdrängen Und sie mit positiven, schönen Sachen zu führen.

00:46:46: Zum Beispiel heute dein Gespräch mit dir.

00:46:49: Ach schön!

00:46:51: Ja...

00:46:53: Mona hast du jetzt wo du diese Erkrankung hast?

00:46:57: Das klingt ja fast so einen anderen Blick auf das Leben.

00:47:00: also oder war das bei dir schon immer so dass es dir leicht gefallen ist die Dinge mit Humor zu nehmen und aus einer positiven Sicht zu betrachten.

00:47:10: Das Positive hatte ich schon immer.

00:47:13: Ich versuch das schon immer, natürlich man hat mal seine Phasen und hinzukommt es sind Frauen.

00:47:19: Frauen sind so wankelmütig mit der Laune.

00:47:23: Also ich kann es nicht erklären warum wir Frauen so sind.

00:47:27: und jeder Mann tut mir leid, er dann da steht und sagt erklärs mir Kann ich nicht!

00:47:32: Ich bin eine Frau, ich leb's jeden Tag selber durch.

00:47:36: Es spielt keine Rolle ob man krank ist oder nicht Wir Frauen sind Frauen.

00:47:41: Das kann man nicht erklären!

00:47:43: Ich hatte schon immer einen Draht zum Humor, zum Sarkasmus und zur Ironie.

00:47:49: Das macht das Leben viel schöner.

00:47:52: Und jeder der irgendein Problem hat uns wirklich nicht schafft positiv zu denken.

00:47:58: Braucht eigentlich einen Freund oder eine Freundin, eine Schwester, eine Begleitung die genau so ein Schabernack macht wie ich die ganze Zeit.

00:48:08: Man braucht einfach nur einen einzigen Moment, der dich aus diesem Tief rausholt.

00:48:16: Um zu lachen!

00:48:17: Weil es trägt sich tatsächlich einfacher.

00:48:20: Ja...

00:48:21: ja.

00:48:23: Fühlt dir deine Arbeit und diese Regelmäßigkeit?

00:48:27: Nein kein Stück.

00:48:31: Kein Stück.

00:48:32: also ich liebe meine Arbeit Ich habe sie ja nicht umsonst gelernt.

00:48:35: klar aber mit dem Zustand was ich momentan hab Und die Realität, nein im Moment fehlt sie mir kein Stück.

00:48:43: Es fehlen mehr.

00:48:44: ein paar Menschen ja und die zwei drei allein schon.

00:48:48: auch diese lustigen Gespräche, die man führen kann den Quatsch, den man da machen kann das fehlt mir dabei meine Arbeit prozentual einfach viele seltsam sind.

00:48:59: Nein, mir fehlt die Arbeit nicht.

00:49:02: Kein Stück

00:49:04: Mona, gibt es etwas was du zum Ende unserer Folge noch gerne loswerden möchtest oder was du vielleicht der ein und anderen Hörerin mitgeben möchtes?

00:49:13: Nicht aufzugeben.

00:49:15: Also egal wie einen Tag startet ob die Nachtscheiße war oder ob Der abendscheiße endet Sag deinen menschen die du lieb hast jeden tag wir gehen nicht im streiten spät das ist schon mal wichtig.

00:49:31: Ganz ganz viel lachen.

00:49:33: also Humor ist etwas, das für mich persönlich unfassbar wichtig ist und dass mir so durch diesen dunklen Nebel geholfen hat.

00:49:44: Ich kann es nur empfehlen holt euch ein Freund oder eine Freundin wie bekannte Pfleger egal was irgendeiner der Quatsch macht und er alles ein bisschen entspannter sieht Und vor allem nichts Todschweigen Mund aufmachen Das gefällt mir nicht.

00:50:03: sagen.

00:50:05: oder diese Warterei bei den Ärzten, ich häkel mittlerweile.

00:50:12: Ja, das hast du vorhin schon gesagt, dass dir schon einige Schalke fertighast.

00:50:18: Also ein Hobby für die Warterei.

00:50:21: Man braucht einen Hobby für eine Warterin.

00:50:23: Es nutzt dir leider nichts wenn du nur mit Kopfhörern drin sitzt weil man bekommt manchmal nicht mehr, dass mal aufgerufen wurde.

00:50:30: Mir auch schon passiert aber... Geduld ist halt auch ein ganz, ganz großes Thema.

00:50:38: Viele können es nicht.

00:50:39: Ich weiß aber ich denke immer das Umfeld ist noch ungeduldiger als man selber und immer ruhig atmen einfach Atmen und versuchen jeden Tag so zu machen als wäre die größte Comedy Show.

00:50:55: Und ein Dankeschön an alle die mir immer beistehen!

00:50:59: Ich würde sie eigentlich mit Namen gerne nennen, aber ich lasse's heute mal.

00:51:04: Ich habe drei beste Freundinnen und einen besten Freund.

00:51:08: Die sind alles für mich, was ich auf jeden Fall sagen kann.

00:51:12: Liebe Grüße nach Hohenstein!

00:51:14: Liebe Grüßen nach Hanau!

00:51:16: Liebe Grüeße nach Wiesbaden!

00:51:18: Und liebe Grüße Nach Waldsee!

00:51:21: Ja voll schön von mir natürlich auch sehr schön.

00:51:26: Liebe Mona, ich danke dir dass du deine Geschichte mit uns geteilt hast dir nach deiner Krebserkrankung einmal Bilder von dir selbst wünscht und ja den Blick auf dich selbst vielleicht ein Stück weit verändern möchtest, dich selbst wieder liebevoll annehmen möchtesst.

00:51:44: Dann schau gerne auch meiner Website vorbei.

00:51:46: neben dem schönen und stark Einzelshooting gibt es jetzt auch Gruppenaufnahmen in kleiner Runde.

00:51:51: alle Informationen findest du natürlich auf meiner Homepage.

00:51:53: ich verlinke das wie immer in den Schaunorts Und dir, liebe Mona, wünsche ich von Herzen alles alles Gute und ich danke dir sehr für deine Zeit und deine Bereitschaft, deine Geschichte zu teilen.

00:52:05: Ich habe zu danken!

00:52:06: Danke für die Zeit extra mit mir so eine Aufnahme zu starten und danke an alle Hörerinnen und Hörern – ich hoffe, ich kann euch helfen.

00:52:14: Ich hoffe sehr dass auch diese Folge für dich wertvoll war und du einige Dinge für dich selbst mitnehmen konntest.

00:52:20: Auch www.franciska-günder-fotografie.de findest Du mehr über mich und meine Arbeit.

00:52:26: Informiere dich gerne zu Schön und Stark ein Foto-Projekt für Frauen mit oder nach einer Krebserkrankung.

00:52:32: Den schön und stark Einzelschutings,

00:52:34: dem Podcast

00:52:35: Lebe Selbstvoll und weitere Projekte die Frauen auf ihrem Weg stärken!

00:52:40: Teile gerne diese Folge mit deiner Familie und deinen Freunden und hilf so dabei den Podcast Lebeselbst voll weiter in die Welt zu tragen.

00:52:48: Lass mir auch supergerne fünf Sterne da und teile deine Gedanken und Erfahrungen zum Thema auf Instagram et Fazizka Günther Fotografie mit mir.

00:52:56: Ich wünsche dir alles Liebe, liebe selbstvoll deine Franziska.

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