#174 Ein anaplastisches Lymphom

Shownotes

* Ein anaplastisches Lymphom - im Gespräch mit Lena *

Im September 2025 bemerkte Lena zunehmende Schmerzen in Schulter und Arm. Da sie nebenberuflich Yoga unterrichtet, versuchte sie zunächst, bestimmte Bewegungen zu vermeiden und mit den Beschwerden umzugehen. Doch die Schmerzen wurden immer stärker. Schließlich beeinträchtigten sie nicht nur ihren Alltag und das Unterrichten, sondern auch das Schlafen und Autofahren.

Ein Orthopäde vermutete zunächst eine Muskelzerrung oder einen eingeklemmten Nerv und verschrieb Physiotherapie. Doch die Beschwerden nahmen weiter zu. Lenas Schulter- und Brustbereich schwollen an und schließlich veränderte sich auch ihre Brust.

Nach einer erfolglosen Behandlung mit Antibiotika wurde Lena im Brustzentrum untersucht. Brustkrebs konnte ausgeschlossen werden, doch die Gewebeprobe brachte eine andere Diagnose: ein anaplastisches Lymphom.

Für Lena war es eine Erkrankung, von der sie bis dahin noch nie gehört hatte. Nur wenige Wochen waren seit den ersten Beschwerden vergangen. Es folgten sechs Chemotherapiezyklen, jeweils über drei Tage mit anschließender dreiwöchiger Pause. Mit ihrer Erkrankung ging Lena offen um. Dabei erlebte sie viel Unterstützung und einen Zusammenhalt, der für sie während dieser Zeit eine wichtige Rolle spielte.

In dieser Folge erfährst du: • mit welchen ersten Beschwerden Lenas Erkrankung begann • warum zunächst eine Zerrung vermutet wurde • wie sich ihre Beschwerden innerhalb weniger Wochen veränderten • wie schließlich die Diagnose anaplastisches Lymphom gestellt wurde • wie ihre Chemotherapie ablief • wie Lena selbst mit ihrer Diagnose umging • welche Erfahrungen sie mit ihrem offenen Umgang mit der Erkrankung machte • und welche Bedeutung die Unterstützung durch andere Menschen für sie hatte.

Ich hoffe sehr, dass auch diese Folge für dich wertvoll ist und du einige Impulse für dich selbst mitnehmen kannst.

Am 24. September um 19 Uhr findet der "Zurück zu dir" - Themenabend statt. Es geht noch einmal um Trauer. Zu Gast ist die Trauerbegleiterin Melanie Metasch, mit der wir darüber sprechen, welche Rolle Trauer im Leben mit und nach einer Krebserkrankung spielen kann. Der Abend ist kostenfrei und findet online über Zoom statt. Alle Infos und die Anmeldung findest du hier: https://www.franziskaguentherfotografie.de/zurueck_zu_dir

Wenn du Kontakt zu Lena aufnehmen möchtest, findest du sie auf Instagram @stueychen.

Wie immer freue ich mich riesig, wenn du deine eigenen Erfahrungen oder deine Gedanken zur Folge auf Instagram @franziskaguentherfotografie mit uns teilen möchtest, schreibe gerne in die Kommentare. Hinterlasse mir auch super gerne 5 Sterne und abonniere & teile den Podcast mit deinen Freunden und deiner Familie. So hilfst du dabei den Podcast LEBE SELBSTVOLL weiter in die Welt zu tragen.

Alle Infos zu meiner fotografischen Arbeit, den schön & stark Einzelshootings, dem Podcast "lebe selbstvoll" und den schön & stark Gruppenshootings findest du auf https://www.franziskaguentherfotografie.de

Ich wünsche dir alles Liebe, lebe selbstvoll, deine Franziska

Transkript anzeigen

00:00:09: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Liebe selbstvoll, dem schönen und starken Podcast für mehr Selbstfürsorge.

00:00:17: Hier geht es um Frauen die an Krebs erkrankt sind – um die Erfahrungen, die sie während der Therapie gemacht haben, um ihre Sorgen und Nöte aber auch um mögliche Richtungswechseln, die eine Krebsdiagnose mit sich bringen kann!

00:00:30: Wir sprechen darüber, was dir das Leben erleichtern kann.

00:00:33: Welche Erkenntnisse betroffene Frauen im Laufe der Zeit gewonnen haben und wo die Prioritäten im Leben liegen?

00:00:39: Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Zuhören!

00:00:43: Hallo

00:00:44: und herzlich willkommen!

00:00:45: Mein Name ist Franziska Günter-Güldenpfernik.

00:00:47: ich bin Fotografin und begleite Frauen nach einer Krebserkrankung dabei wieder einen neuen Blick auf ihren Körper zu finden.

00:00:54: Ich freue mich dass du eingeschaltet hast.

00:00:57: Mein heutiger Gast ist Lena.

00:00:59: Lena ist an Lymphdrüsenkrebs erkrankt und wird uns heute ihre Geschichte erzählen.

00:01:04: Wir sprechen darüber, wie sie ihre Erkrankung erlebt hat, was sich durch die Diagnose in ihrem Leben verändert hat und wie es ihr heute damit geht.

00:01:12: Liebe Lena!

00:01:12: Schön, dass du da bist.

00:01:13: Herzlich willkommen.

00:01:14: Vielen Dank.

00:01:15: Ich bin auch froh, dass ich hier sein darf.

00:01:17: Danke für die Einladung.

00:01:19: Lena, du hast ja irgendwann das Gefühl gehabt, Du müsstest den Arzt aufsuchen.

00:01:26: Wie war dein Leben vorher?

00:01:28: Wie war deinen Alltag, wie hast du dich gefühlt und wann hat es begonnen dass du irgendwie den Eindruck hattest das nicht mehr so ganz rund läuft.

00:01:38: Also es fing bei mir an dass ich Schulter schmerzen hatte Und ich habe erst mal gedacht ach das wird schon wieder weggehen.

00:01:46: Ganz normal gearbeitet.

00:01:49: Ich arbeite im Büro und nebenberuflich als Joggerlehrerin Und dann wurde es aber immer schwieriger zu unterrichten, Auto zu fahren und zu schlafen.

00:01:57: Dann habe ich mich an einen Orthopäden gewendet, weil ich dachte das wäre etwas orthopedisches.

00:02:05: Er wusste auch erstmal nicht, er dachte vielleicht ein eingeklemmter Nerv oder ein eingeclemmeter Muskel gezerrt und hat mir Physiotherapie verschrieben.

00:02:15: Da bin ich da noch fleißig hingegangen.

00:02:17: Die konnten sich das aber auch nicht so richtig erklären.

00:02:19: Wir haben da dann romaschisch, wie das immer so ist und das ganze Wurzsch, aber nicht besser.

00:02:25: Ich habe dann auch noch einen Urlaub gemacht in London Und dann versucht mit Wärmecremes und Wärmepflaster das Ganze irgendwie in Bann zu halten.

00:02:34: die Schmerzmittel wurden aber immer mehr, die ich nehmen musste um das ganze irgendwie zu ertragen.

00:02:39: Dann hat sich meine Brust verändert wo dass ich dann nochmal zum Orthopäden gegangen bin.

00:02:44: Wer hat gesagt nein?

00:02:45: Das ist nichts Orthopädisches.

00:02:47: Sie gehen jetzt direkt zum Gynäkologen und so nahm das dann seinen Lauf, dass ich dann auch direkt am gleichen Tag noch zur Gynækologin gegangen bin.

00:02:56: Die hat es dann erst mal nochmal mit Antibiotika versucht.

00:02:59: da wurde aber ganz schnell klar, dass das nichts bringt.

00:03:02: und die hat mir dann einen Termin in einer Brustklinik gemacht weil dann erster Verdacht auf Brustkrebs war.

00:03:11: Und als ich dann in den Brustklinikum war, wurde ganz schnell Entwarnung gegeben.

00:03:15: Es ist kein Brustkrebs.

00:03:16: da war dann erst mal Erleichterungen.

00:03:18: aber die haben etwas anderes gesehen sie würden Ausstandsungen machen und das haben wir auch gemacht und es sind wirklich Ausstanzungen wie man das sagt und das hört sich auch so an.

00:03:28: und nach ein paar Tagen kamen dann die Ergebnisse außer Pathologie und des Ergebnis war ein anaplastisches Lymphom Lymphkrösungskrebs.

00:03:40: Lass uns da noch mal ein bisschen genauer einsteigen.

00:03:43: Also ich kenne das so, dass die Lymphknoten anschwellen, dass es aber nicht schmerzhaft ist?

00:03:49: Du hast ja jetzt gesagt du hast richtige Schulterschmerzen und so gehabt, dass du dich nicht mehr bewegen konntest.

00:03:53: Das hört sich eher nach Gelenkproblem oder so an, oder?

00:03:57: Ja, deswegen war eben auch erst der Verdacht, dass man den Autopäden aufsucht.

00:04:03: Das ist so, Dass die Lumphknotend anschwellen.

00:04:05: Das war bei mir aus, also das war im Schulter- und Achselbereich Und das hat dann eben auf den Nerv gedrückt.

00:04:11: Das war auch so dick und so groß, dass ich den Arm nicht mehr richtig bewegen konnte.

00:04:17: Hat man das von außen gesehen?

00:04:18: Dass es alles irgendwie auch dick geworden ist?

00:04:21: Ja!

00:04:22: Es ist dick geworden... Es hat sich auch immer verändert.

00:04:26: Also es fand ich immer in der gleichen Stelle dick am Ende schon.

00:04:28: Am Ende war's in der gleichen Stelle dick aber vorher, so der Monat davor, hat sich's auch immer ein bisschen verändert ja.

00:04:34: Es war auf jeden Fall dick und warm

00:04:36: Also wie eine Entzündung sozusagen.

00:04:39: Ja, genau!

00:04:40: Das klingt ja gruselig.

00:04:42: vor allem denkt man ja überhaupt gar nicht an Krebs oder?

00:04:45: Ich meine das sagt man ja das Krebs nicht wehtut.

00:04:47: aber klar wenn du sagst die Lymphknoten haben den Nerv irgendwie gedrückt Du hast eben auch erzählt dass sich deine Brust verändert hat und das dann erst mal der Verdacht im Raum stand dass du möglicherweise Brustkrebs hast Wie war das für dich?

00:05:02: Ja, also die Brust hat sich verändert weil der Lymphfluss nicht mehr gegeben war.

00:05:06: Dadurch dass die Lymphnoten dann nicht mehr richtig gearbeitet haben, hat sie sich eben verändert.

00:05:12: Also das ging ja alles so wahnsinnig schnell.

00:05:14: ich hatte eigentlich gar keine Zeit darüber nachzudenken ob jetzt Krebs habe oder nicht.

00:05:19: Ich weiß auch noch als ich zu dem Brustklinik gefahren bin da hatte mein Partner gefragt ob er mitkommen soll hab ich gesagt nie das mache ich mal gerade alleine.

00:05:29: Als ich dann da saß, habe ich erst mal realisiert, wo ich eigentlich bin und was das ganz bedeuten kann.

00:05:36: Aber auch dann ging es sehr schnell weiter und die Ärztin war super lieb und konnte ja direkt in Warnung geben.

00:05:42: aber eben mit diesen Ausstandsungen.

00:05:45: Auch da habe ich nicht gedacht dass es jetzt krebs sein könnte.

00:05:48: Da dachte ich auch kriege ich dann irgendeine Antibiotika oder irgendeinen Mittel und dann wird er schon wieder weg sein.

00:05:55: Das war mir noch nicht so bewusst und nicht so klar.

00:05:59: Aber das ist ja eigentlich auch ein Zeichen dafür, dass dir Krebs vorher noch nicht so begegnet ist oder?

00:06:04: Ja definitiv.

00:06:05: Das war also konnte ich so auch nichts mit anfangen und hätte ich auch nie mit gerechnet.

00:06:11: Keiner auch in meinem Umfeld.

00:06:15: Okay du bist dann ins Brustzentrum gegangen die haben eine Standsbiopsy gemacht.

00:06:20: wo haben sie gestandst?

00:06:21: denn in die Lymphknoten hat das weh getan

00:06:24: Das wurde betäubt der kleine Bereich, das hat nicht weh getan.

00:06:27: Das Schlimmste war eigentlich dieses Stanzgeräusch aber alles ertragt oder erträglich.

00:06:32: Aber die hatte ich glaube drei Ausstandsungen gemacht und dann kriegt man immer so ein kleines Detailstück da reingespritzt damit man das hinterher wiederfinden kann wo gestanzt wurde weil in meinem Fall gar nicht notwendig war es ja sowieso so dick war Genau, aber das ging auch alles super schnell

00:06:52: Und irgendwann hast du ja dann wahrscheinlich die Auswertung dieser Gewebeprobe bekommen.

00:06:59: Ja, das hat tatsächlich auch ein paar Tage gedauert.

00:07:01: Ich glaube es waren so fünf Tage weil da auch eine Wochenende zwischen war und da kann ich mich auch noch dran erinnern.

00:07:07: Ich wusste ja dass jetzt mal bald jemand anruft.

00:07:10: Da war ich gerade in meiner Mittagspause einkaufen und ich hatte extra mein Handy auch auf Laut.

00:07:16: Das ist sonst immer leise und dann kam der Anruf Und auch da sagte man mir dann ein anerplastisches Lymphom.

00:07:24: Ich so, okay, keine Ahnung was das ist.

00:07:27: Nehm ich erst mal zum Hin und die Ärztin war super lieb und hat direkt schon alles organisiert.

00:07:33: Der hat gesagt bitte kommen Sie hier in zwei Tagen ins Krankenhaus auf die Onkologiestation Da werden ein paar weitere Tests gemacht.

00:07:43: Okay Wusste dann selbst gar nicht so, was soll ich auch anders machen?

00:07:48: Das hab ich erst mal so hingenommen.

00:07:50: Und dann auch mit meinem Arbeitgeber direkt erklärt, weil ich ja auch nicht arbeiten konnte ... Genau!

00:07:58: Also wenn ich jetzt anerplastisches Lymphom hören würde und vorher noch überhaupt keine Berührungspunkte mit Krebs gehabt hätte, dann wüsste ich gar nicht, dass das eine Krebserkrankung ist.

00:08:08: Nee, ich wusste das auch nicht.

00:08:11: Ich habe es dann leider gegoogelt Und da sieht man natürlich die wildesten Dinge und ich habe mir aber immer gesagt, nachher jetzt erstmal abwarten.

00:08:20: Es wird ja noch was getestet und wer weiß auch in welcher Form usw.

00:08:26: Leider habe ich aber auch meine Mutter wusste dass ich diesen Test gemacht habe oder dass da etwas getestete wurde und ihr hätt mich dann geschrieben hast du schon deine Ergebnisse?

00:08:36: Dann hab ich leider geschrieben ein Lymphom Also so was in der Art und den Nacken, hätte ich das gerne anders übermittelt.

00:08:43: Weil die haben sicherlich dann auch ge-googelt und wussten dann Bescheid.

00:08:47: Ja, es stand dann auf meiner Überweisung ... Man braucht eine Überweisungen fürs Krankenhaus, stand anerplastisches Lymphom.

00:08:54: Mein Partner hat sich die Überweisungsdauer angeschaut und hat es dann leider auch gegoogelt, obwohl die nicht zu tun haben.

00:09:04: Das war einer der schwierigsten Momente, wo man bei ihm auch So die Angst, so ein bisschen gesehen hat.

00:09:12: Ja, das kann ich total verstehen.

00:09:14: Ich hab's natürlich auch gegoogelt und ... Das klingt ja wirklich sehr dramatisch.

00:09:19: Und es ist ja auch relativ selten.

00:09:21: Das sind ja wohl nur drei Prozent der Lymphomerkrankungen anerplastische Lymphoma.

00:09:30: Wie ging das weiter?

00:09:32: Dann hatte ich eben den Termin im Krankenhaus.

00:09:36: Da wurde mir schon gesagt, dass ich da auf jeden Fall so circa eine Woche wahrscheinlich verbleiben werde und ich wusste gar nicht was da auf mich zukommt.

00:09:45: Ich war auch überhaupt nicht vorbereitet auf das, was dort auf mich zu kommt weil ich eben direkt auf die Onkologiestation gekommen bin wo ja eben alle Krebspatienten fliegen und es war sehr schwierig Ich muss sagen, also der erste Tag.

00:10:03: Da saß ich im Aufenthaltsraum mit meinem Partner, er hat mich begleitet und da waren halt die ganzen Patienten, die gewartet haben, dass sie ihre Chemo bekommen.

00:10:12: wie das so.

00:10:13: darum gäbe es Und ich war halt...ich sah ja eigentlich noch ganz frisch aus sag' ich mal.

00:10:18: so.

00:10:18: Also ich hatte meine langen Haare und klar, ich hatte die Schmerzen sag ich mal, eine gute Dröhnung mit Schmerzmitteln, Intrus.

00:10:27: Und eigentlich hat man mir jetzt nicht so stark angesehen, dass ich krank war.

00:10:31: Man hat gesehen, dass mich müde und kaputt war aber jetzt nicht, dass sich Krebs habe oder sowas.

00:10:37: Und da kam dann eine ältere Frau auf mich zu... ...und ja die war eigentlich sehr nett, aber die war vielleicht auch ein bisschen verzweifelt in dem Moment.

00:10:50: Ja, hat mich dann halt gefragt was los ist und ich konnte ja noch gar nicht so richtig sagen.

00:10:55: Was los ist.

00:10:55: aber sie hat mir dann halt auch erzählt dass die Haare ausfallen und sowas und ist mir dann auch näher gekommen und meinte auch Sie haben ja auch schöne Haare Und das war für mich auch ein bisschen gruselig.

00:11:06: da kommt gerade jemand fremdes auf mich zu erzählt mir schon dass mir die haare ausfallen und Ich wusste ja doch gar nicht was los.

00:11:16: Das war wirklich ein bisschen großartig Das war sehr schwer.

00:11:19: Ich hab's auch noch schwer in Erinnerung, wenn Partner aber eben so ... Die Frau wollte uns nicht bösest.

00:11:25: Die war schon länger da in der Klinik und hat auch vieles erlebt gehabt.

00:11:31: Also eine Patientin?

00:11:31: Das war jetzt gar nicht medizinisches Personal.

00:11:34: Eine

00:11:35: Patientin, die da auf mich zugekommen ist.

00:11:37: Ach Gott!

00:11:38: Du wusstest noch gar nicht, ob du ne Chemotherapie brauchst.

00:11:41: Und du bist ja gleich gebrieft, was da auf dich zukommt.

00:11:46: Ja.

00:11:48: Also ich find's erst mal total gut, dass dein Partner da mitgekommen ist.

00:11:51: Dass du das zugelassen hast und es ja am Anfang noch so gesagt hast ... ach, das mach' ich alleine?

00:11:55: Ja!

00:11:56: Du wurdest ja dann sicherlich aufgerufen und dann hat dir ja ein Arzt erklärt wie die nächsten Schritte sind oder?

00:12:03: Ja, es war dann so... Da ging so die Untersuchung los Und dann bin ich auch aufs Zimmer gekommen und irgendwann kam eine junge Ärztin zu mir und hat mir das erklärt was das is.

00:12:18: Ich hab ehrlich gesagt nicht viel verstanden, ich kann mich auch an ganz so viele erinnern was die mir da erzählt hat.

00:12:25: Die war sehr freundlich und hat das auch super gemacht Und man hat auch ihr angemerkt dass sie Mitgefühl hatte.

00:12:34: und auch in dem Moment habe ich das noch nicht so richtig analysiert muss ich sagen Was da jetzt eigentlich auf mich zukommt.

00:12:44: Ich hab das erst mal alles so angenommen und hab dann die ganzen Untersuchungen über mich ergehen lassen.

00:12:49: Ich war da noch wirklich eine Woche da, ich hatte ja immer noch diese Schmerzen.

00:12:55: Die Ärzte haben mir dann nochmal andere Schmerzmittel auch Betrobungsmittel gegeben.

00:13:03: Also was mich jetzt daran ... Ehrlich gesagt ein bisschen überrascht ist, dass du die ganze Zeit diese Schmärzen hattest?

00:13:08: Ich hätte gedacht, dass das zwischenzeitlich in den Griff bekommen wäre!

00:13:15: Also klar durch die Schmerzmittel, aber auch nicht so richtig.

00:13:20: Das war wirklich auch ein sehr anstrengender Teil der im Endeffekt mir das Leben gerettet hat, dass ich solche Schmerzen hatte.

00:13:28: Sonst hätte ich das ja nicht mitbekommen, dass es Krebs habe.

00:13:32: Die Schmerze sind erst nach der ersten Chemo-Rettung.

00:13:36: Ah, krass!

00:13:37: Hast du wenn du dich jetzt rückblickend noch mal erinnerst Hast du vorher schon, bevor die Schmerzen angefangen haben irgendwie geschwollene Lymphknoten gehabt oder hättest du vorher im Zweifel?

00:13:48: Ich meine das weiß man ja oft nicht wenn man drinsteckt.

00:13:50: Man ist ja hinterher immer schlauer.

00:13:52: Hättest Du vorher schon was merken können?

00:13:57: Also was ich mal so zyklusbedingt hatte war auch so ein geschwollener Lymphknoten.

00:14:02: Das kann ja durchaus hormonell mal passieren der ist dann wieder weggegangen.

00:14:07: aber So hat sich da nie Probleme mit.

00:14:10: Und klar, ich habe es dann ja irgendwann auch gefühlt dass da was geschwollen ist.

00:14:15: Aber ich hätte nicht gedacht das jetzt ein Löwdrüsenkrebs ist.

00:14:20: Nee, klar nicht!

00:14:22: Du sagst ja du bist nebenberuflich auch Yoga-Lehrerin.

00:14:25: Hast du irgendwie vorher schon gemerkt, dass du erschöpfter bist oder weniger Kraft hast?

00:14:30: Ja, ich war komplett... kaputt.

00:14:34: Wirklich, das hat man mir angemerkt und ich hab's ja vorhin auch schon gesagt Man hat es mir angesehen dass ich sehr müde und kaputt bin.

00:14:41: Das habe ich sehr gemerkt, dass meine Kraft einfach nachgelassen hat.

00:14:46: Ich hatte auch das Gefühl, dass sich ein bisschen abgenommen haben was einen Zeichen für Lüftrösenkrebs ist oft, dass man dann Gewicht verliert Und... Ich habe aber immer gedacht ach das hört wieder auf Wenn die Schmerzen weg sind, das schlaucht jetzt eben.. Ich habe da auch immer viel zu tun.

00:15:03: Ja.

00:15:05: Ich mein, du warst ja auch noch sehr jung und vielleicht kannst du nochmal erzählen wann genau das angefangen hat mit deinen Symptomen?

00:15:12: Das war aber am letzten Jahr...

00:15:13: Genau letztes Jahr im September haben die Symptome angefangen dass ich dann auch zum Orthopäden gegangen bin Und Ende Oktober habe ich die Diagnose bekommen.

00:15:25: Oder hast du dich ja wirklich noch eine ganze Weile gequält.

00:15:29: Ja, es war halt immer so dass ich ja auch dachte.

00:15:32: Es wird besser und das hat.

00:15:34: Ich hab ja erzählt als ich in London war dann haben wir mit Wärmeplastern und so Dann hatte ich immer das Gefühl auch wärme hilft weil kälte war ganz schwierig.

00:15:43: Und denn oder aus YouTube Videos geschaut wie man ein Schulteil Pinschment irgendwie wieder im griff bekommt oder sowas Was man halt eben so macht yoga übung Aber es hat halt alles nichts geholt.

00:15:59: Es ist immer mehr geschlaucht, es ging immer mehr nicht also dass man dann auch nicht mehr wirklich Autofahren konnte, nicht mehr schlagen konnte.

00:16:06: Es wurde halt immer weniger was ich noch alleine bewerkstelligen konnte und da hat man schon gemerkt das passt jetzt irgendwie nicht mehr aber... ...dass es dann eben die Diagnose ist damit hätte keiner von uns gerechnet.

00:16:20: Ja,

00:16:20: ich meine das ist ja auch... Also das schlaucht ja total wenn du irgendwelche Symptome hast.

00:16:26: Ihr kann aber keiner so richtig sagen, was es ist und alle Maßnahmen helfen nicht.

00:16:30: Also ich glaube das das psychische auch was mit einem macht oder?

00:16:34: Ja schon ja.

00:16:36: Es war einfach müde.

00:16:41: Wie ging das dann weiter?

00:16:42: du hattest an dieses Aufklärungsgespräch im Klinikum Du warst eine Woche da.

00:16:46: die haben Tests mit dir gemacht.

00:16:48: Wann wusstest du denn Was alles an Akuttherapie auf dich zukommt?

00:16:54: Und wie war das, als dir das gesagt wurde?

00:16:56: Wenn du sagst, du hast schöne lange Haare gehabt.

00:17:01: Das schmerzt ja auch wenn man sich davon trennen muss oder...

00:17:05: Ja es war tatsächlich nicht so schmerzhaft wie erwartet.

00:17:10: Ich glaube im Internet wusste ich nie so richtig was auf mich zukommt.

00:17:13: Ich hab einfach alles auf mich zu kommen lassen.

00:17:16: Seit ich habe dann auch nicht mehr gegoogelt oder sowas.

00:17:19: Das Einzige was ich gegoogelt habe ist an der klassisches Lymphom.

00:17:21: danach habe ich gar nichts mehr oder irgendwie mich damit viel beschäftigt.

00:17:28: Und ich glaube, das war gut für mich.

00:17:30: Weil viele andere Patienten haben alles... Also manche Menschen brauchen das ja eben auch, dass sie sich alles einlesen und ... Ich hab immer gesagt Ja okay machen wir!

00:17:42: Das war dann eben so.

00:17:43: Ich weiß noch mit meinen Haaren da habe ich meine Ärztin gefragt ob mir denn die Haare ausfallen würden.

00:17:50: Und dann hat sie gesagt, ja, aber ist nicht schlimm.

00:17:52: Die wachsen wieder mal und ... Also so richtig dumm hat die das gesagt.

00:17:58: Das fand ich aber gut.

00:18:00: Weil ... Was sollen wir ändern?

00:18:04: Es passiert nun mal, es ist so.

00:18:06: Und das hat mir irgendwie auch geholfen, dass sie einfach so gesagt hat, nächstes Thema.

00:18:12: Dann nahm das so seinen Lauf!

00:18:15: Wie viel Chemos hast du bekommen und wie hast du dir vertragen?

00:18:19: Ich hatte sechs Chemos, die sollten immer alle drei Wochen erfolgen und ging drei Tage am Stück.

00:18:28: Also ich habe drei Tag in Folge Chemo bekommen und dann waren drei Wochen Pause und dann wieder Chemo.

00:18:35: allerdings hat mich die Chemo sehr geschwächt.

00:18:42: mein Immunsystem war sehr geschweig dass die Chemos teilweise verschoben werden mussten, also die Chemozyklen.

00:18:50: Weil mein Immunsystem noch nicht wieder bereit war.

00:18:53: meine Blutwerte waren dauerhaft schlecht so das ich dann Bluttransfusionen bekommen habe.

00:18:59: Ich musste auch ein paar mal über die Notaufnahme aufgenommen und isoliert werden.

00:19:07: Nach meiner ersten Chemo hatte ich eine Lungenentzündung.

00:19:10: Also glaube ich hab einfach alles mitgenommen aber Am Ende haben wir die sechs Zyklen geschafft.

00:19:19: Okay, du hast also eine sehr körperlich anstrengende Zeit durchlebt.

00:19:24: War denn deine Akuttherapie damit abgeschlossen oder folgten da noch weitere Maßnahmen?

00:19:30: Nee ich hatte tatsächlich nur die Chemo.

00:19:34: erst war noch in Überlegung ob ich eine Bestrahlung bekommen würde Aber die brauchte ich zum Glück nicht mehr.

00:19:40: Das war super, ich hatte ein tolles Ergebnis nach meinem letzten Pet City.

00:19:47: Es ist eine Untersuchung um zu schauen ob der Lymphom noch da ist.

00:19:55: Das waren minimal klein eigentlich gar nicht mehr wirklich da und deswegen gab es auch keine Bestrahlung mehr.

00:20:00: Und das ist natürlich super dass das nach den sechs Zügeln dann für mich zu Ende war braucht auch keine Immuntherapie oder ähnliches.

00:20:12: Das heißt, du bist dann im frühen Sommer in diesem Jahr aus der Akutherapie gekommen?

00:20:18: Wie ging es dir zu der Zeit?

00:20:20: Hast du irgendwas verändern müssen oder konntest du einfach dich erholen und ja... Dann irgendwann so weitermachen wie vorher?

00:20:30: Ja also nach der Chemo Nach der letzten Chemo ging es mir tatsächlich noch mal sehr schlecht, dass ich dann nochmal Transfusionen brauchte und eine Spritze die die Zellen wieder so erneuert.

00:20:44: Da gibt's ja allerhand!

00:20:47: Das hat dann wirklich seine Zeit gebraucht bis es wieder ein okay war, das ich mich auch nicht mehr isolieren musste.

00:20:55: aber es war ein ganz anderes Gefühl weil ich wusste es kommt keine Chemo mehr weil davor hatte man ja immer das Wissen.

00:21:03: so in drei Wochen oder vielleicht auch ein bisschen länger, je nachdem wann sie stattfinden kann gibt es wieder nicht chemo und man wusste gar nicht wie man das noch mal schaffen sollte.

00:21:16: Das war da nicht mehr da!

00:21:18: Das war ein ganz anderes Gefühl zu wissen dass es keine Chemo mehr gibt und so konnte ich mich dann endlich auf mich fokussieren und konzentrieren, dass ich wieder heile.

00:21:32: Da kann ich mich noch sehr dran erinnern.

00:21:35: Viele bofften dann auch.

00:21:36: jetzt ist die Chemo vorbei!

00:21:37: Jetzt ist wieder alles gut, aber so schnell ging das dann leider auch

00:21:42: nicht.".

00:21:44: Kennst du schon zurück zu dir?

00:21:47: Zurück zu dir, das sind meine kostenfreien Onlineabende für Frauen die selbst an Krebs erkrankt sind oder waren.

00:21:54: Wir sprechen über Themen, die im Leben mit und nach einer Krebserkrankung eine Rolle spielen können.

00:21:59: Zu einigen Abenden lade ich Gäste ein, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu einem bestimmten Thema mitbringen.

00:22:05: Welcher zurück zu dir Abend als nächstes stattfindet und wie du dich anmelden kannst?

00:22:10: Das erfährst Du über den Link in den Show-Notes!

00:22:18: bei Lymphom auch so, dass man danach zur Reha fährt?

00:22:22: Also ich mache tatsächlich meine Reha jetzt Ende des Monats erst.

00:22:26: Man kann eine Anschlusshalbehandlung machen.

00:22:29: Die Anschlosshalbe Handlung wäre dann ja direkt wie sie schon heißt im Anschlust gewesen nach der Chemo.

00:22:34: aber das hätte ich körperlich Und sicherlich auch psychisch gar nicht so bewerkstelligen können, auch wenn man da natürlich Unterstützung bekommt.

00:22:41: So hatte ich jetzt hier meine Zeit zum Hallen und ein bisschen fitter zu werden und darf mich jetzt auf meiner Reha Ende September freuen!

00:22:48: Ja schön... Man galoppiert ja eigentlich so durch eine Akuttherapie.

00:22:52: Hast du das Gefühl dass das psychisch bei dir auch schon angekommen ist was du da eigentlich erlebt hast?

00:22:59: Ich glaube ich bin da gerade so mittendrin.

00:23:02: Anfangs brauchte ich ja all meine Energie, um körperlich wieder zu heilen.

00:23:07: Und das wird jetzt besser!

00:23:08: Ich merke dass...ich kann wieder aktiver Yoga machen, ich bin fitter und jetzt ist der Kopf dran und die Seele.

00:23:16: Das merke ich sehr stark und hab das vielleicht auch ein bisschen unterschätzt.

00:23:21: Habt aber auch Unterstützung auf meinem Krankenhaus und in der Reha wird es da sicherlich auch noch mal thematisch aufgearbeitet und das finde ich auch ganz wichtig.

00:23:33: Ja, absolut.

00:23:34: Du hast vorhin erzählt, dass du das deiner Mama so in so einer Nachricht mitgeteilt hast als du die Ergebnisse hast?

00:23:41: Mhm.

00:23:42: Wie haben deine Eltern reagiert?

00:23:44: und ich meine, die werden sich ja auch total Sorgen gemacht haben.

00:23:48: also ich könnte mir eigentlich nichts Schlimmeres vorstellen, als dass meinen Kindern irgendwie so eine Diagnose mitgeteilet wird.

00:23:54: wie war das für deine Eltern?

00:23:56: wir habt ihr miteinander gesprochen.

00:23:58: Ja, das müsste man dir jetzt vielleicht mal so fragen.

00:24:01: Aber wie du schon sagst, das war sicherlich nicht einfach!

00:24:05: Ich weiß dass sie mich dann besucht haben in dieser Woche als ich da die ersten Untersuchungen hatte im Krankenhaus und ja... Man hat denen schon angemerkt, dass das für die nicht einfach ist.

00:24:16: Meine Mama hat mich dann auch jeden Tag besucht Als ich meine Chemo hatte, mein Vater war bei der ersten Chemo komplett dabei Und also die haben mich super unterstützt und ich habe auch das Gefühl dass wir, oder dass die Krankheit uns enger zusammengeschweißt hat und dafür bin ich unglaublich dankbar.

00:24:33: Ja also man hat bemerkt das es denen natürlich nahe ging und sie wirklich sehr für mich da waren in der Zeit.

00:24:41: Das ist auch total wichtig ne?

00:24:42: Dass man so ein Sicherheitsnetz hat und Menschen die einen auffangen wenn man selber

00:24:48: schwach ist.

00:24:49: Ja ja auf jeden Fall!

00:24:50: und da hatte ich wirklich ganz viele tolle Menschen, Familie und Freunde.

00:24:55: Und da bin ich unglaublich dankbar für... Da habe ich wirklich viel Liebe erfahren dürfen.

00:25:03: Ganz am Anfang als das so anfing mit der Erkrankung, da kamen viele Leute auch im Krankenhaus oder auch so Freunde auf mich zu und peinten jetzt wirst du merken wer ein wahrer Freund ist.

00:25:16: irgendwie jetzt, weil man ja meint dann gehen irgendwie Freundschaften auseinander oder sowas in solchen schweren Zeiten.

00:25:23: Habe ich nur so wahrgenommen.

00:25:26: ganz im Gegenteil.

00:25:27: also ich habe noch mehr Freundschaft schließen können.

00:25:30: Ich bin enger zusammengewachsen mit anderen ich hab keine Freundschaft verloren.

00:25:34: Ich glaube so eine Diagnose ist nicht nur für einen selber schlimm ich glaube sie ist am schlimmsten für das Umfeld und es ist schwierig für die Menschen damit umzugehen.

00:25:43: Man muss sich ja nur mal selbst in eine Situation hineinversetzen, dass der Lieblingsmensch an Krebs erkrankt.

00:25:48: Wie geht man damit um?

00:25:49: Und manche Leute wissen einfach nicht ob sie schreiben sollen oder was die schreiben sollen und ob sie sich melden sollen.

00:25:55: Ich habe es niemanden böse genommen, der mir nicht geschrieben hat oder mich nicht bei mir gemeldet hat.

00:26:00: Absolut nicht!

00:26:01: Weil ich hätte ja selbst gar nicht gewusst wie ich damit umgegangen wäre.

00:26:05: Da bin ich wirklich dankbar.

00:26:07: Jede Nachricht, jede keine Nachricht... Also ich kann alles machen.

00:26:11: Alles ist gut.

00:26:14: Du hast vorhin auch erzählt, dass dein Freund oder dein Partner das auf dem Überweisungsbeleg gesehen hat und dann auch gegoogelt hat.

00:26:22: Hat das was mit eurer Partnerschaft gemacht?

00:26:24: Wie du ihm schon sagst man steht ja absolut hilflos daneben und kann überhaupt gar nichts machen!

00:26:29: Ja es hat unsere Partnerschaft stärker gemacht.

00:26:33: Wir sind enger zusammengewachsen.

00:26:36: Das war auch nicht einfach für ihn gerade diese Momente, wenn es in die Notaufnahme ging.

00:26:42: Wenn es so Momente gab, wo man grad nicht so richtig wusste, wo geht's hin?

00:26:48: Er hat mir auch mal in einem Moment erzählt das er gar nicht wusste ob ich das nächste Jahr überhaupt überlebe und das hat mich sehr getroffen.

00:26:57: Es waren auch die schwierigsten Momente zu sehen wie der Partner oder Familie Freunde so leiden mit der eigenen Erkrankung aber Enger zusammenschweißt.

00:27:08: Es hat noch mal gezeigt, worauf es wirklich ankommt und ich bin ihm da auch unheimlich dankbar, dass er mir da so viel Halt gegeben hat, mich unterstützt hat... ...es betracht ja auch ihn!

00:27:18: Das ging dann hier auch um Kinderwunschplanung einfach weil wir haben noch keine Kinder und möchten aber gern welche.

00:27:25: das musste dann auch alles vor der Chemo alles geregelt werden und nein also da hat uns wirklich enger zusammengebracht.

00:27:34: Es war nicht alles schlecht in dieser Zeit, es ist ganz viel Tolles passiert und ich kann ganz viel aus der Zeit mitnehmen.

00:27:40: Eigentlich muss ich auch sagen mein Verlobter und mich meinen Partner ...

00:27:46: Frau Schön, herzlichen Glückwunsch!

00:27:47: Ja, danke

00:27:49: schön.

00:27:50: Genau.

00:27:53: Du hast eben gesagt, dass er auch darüber nachgedacht hat, ob du das nächste Jahr gar nicht mehr erleben wirst?

00:27:58: Hast du selber auch so eine Gedanken gehabt?

00:28:01: Ähm... Ja, im letzten Jahr war ich dann zwischen den Jahren ganz stark erkältet.

00:28:05: Du musst du dann auch in die Not aufnehmen und dann hat sich auch stark Fieber Und da wusste ich dann zeitweise auch nicht weil es hat sich mein Körper nicht mehr so lebendig angefühlt.

00:28:16: also wirklich kräftetechnisch.

00:28:20: Da gab es einen kurzen Moment, wo ich gezweifelt habe.

00:28:22: Aber das war ein kurzer Moment bei uns beiden.

00:28:25: Wir sind sonst immer sehr positiv rangegangen und haben gesagt, wir machen das jetzt mal und dann gehst du im Frühling wieder arbeiten.

00:28:31: Dem war jetzt nicht so.

00:28:33: Aber immer sehr ... positiv nachangegangen und sehr optimistisch.

00:28:39: Aber ja, es gab den Moment.

00:28:41: Aber du scheinst ja auch Mensch zu sein der... Versucht oder dem vielleicht, ich glaube bei manchen ist das angeboren.

00:28:48: Dass man auch in schlechten Momenten irgendwie doch noch was Gutes rausziehen kann?

00:28:53: Ich finde es total bewundernswert!

00:28:56: Ja also... Das ist sicherlich etwas, was mir auch sehr geholfen hat in dieser Zeit und ich muss sagen, mir hat Yoga unheimlich viel geholpen.

00:29:08: Also jetzt nicht der aktive Part, den konnte ich nicht ausüben in der Zeit.

00:29:12: Der hilft mich jetzt sehr.

00:29:13: Aber auch die Yoga-Philosophie und einfach dieser Spirit, wenn man Yoga macht und sich dann ein bisschen mit auskennt.

00:29:22: Dann weiß man das sicherlich auch.

00:29:24: Und es hat mich... Hat mir auch Kraft gegeben!

00:29:27: Ja ich bin dankbar wie's gekommen ist.

00:29:31: Viele sagen ach du bist ja noch so jung und am Ende war es glaube ich auch gut dass ich so jung war weil so konnte mein Körper die Chemo sehr stark war wirklich relativ gut mitnehmen.

00:29:42: Also klar, mein Körper war geschwächt.

00:29:44: Mein Immunsystem war geschwer.

00:29:45: Ich brauchte viele Infotransfusionen aber im Endeffekt jetzt nach ein paar Monaten nach der Chemo kann man wirklich sagen dass ich das alles gut schwecke steckt habe und mein Körper sich gut erholt.

00:29:59: Ja, der Körper ist echt ein richtiges Wunderwerk.

00:30:03: Auf jeden Fall ja.

00:30:05: Wie war es denn für dich als du die Haare verloren hast?

00:30:10: viele erzählen, dass sie sich im Spiegel gar nicht mehr selbst wiedererkennen.

00:30:14: Hattest du diese Momente auch?

00:30:19: Also ... Als die Haare abratiert wurden, also mein Partner, mein Verlobter hat die Haar abratieren, da sind natürlich auch Tränen geflossen.

00:30:28: Weil ich wusste jetzt sehe ich auch so aus als hätte ich Krebs.

00:30:33: Das war nicht so einfach aber... Es war dann, als die Haare ab waren.

00:30:38: War es gar nicht so schlimm?

00:30:40: Es sah eigentlich auch ganz cool aus und ich habe tatsächlich viele Komplimente für meine Kopfform bekommen.

00:30:47: Ich wusste gar nicht dass man einen Kopf oder eine Kopfform so... ...und dafür so viel Komplmente bekommen kann!

00:30:55: Also das war irgendwie ein Look aber da hatte ich auch noch Augenbrauen und Wimpern und als dann auch die Augenbrauen und Wülpern ausgefallen sind.

00:31:03: Das war dann auch noch mal ein bisschen schwieriger, weil dann sah man natürlich nochmal mehr krank aus und mehr nach Krebs.

00:31:10: das war dann nicht so schön aber es war okay.

00:31:14: also ich habe wirklich gedacht ist ich hätte größere Probleme mit meiner langen Haare die ich immer gehegt und gepflegt habe zu verlieren.

00:31:23: Aber ich glaube es ist auch so.

00:31:25: Der Fokus ändert sich ja komplett.

00:31:26: Es geht ja komplett was anderes.

00:31:28: jetzt, wenn man Krebs hat dann ist eigentlich egal ob man Haar ward oder nicht.

00:31:32: Da gab es gerade wichtige Restaurants in dem Sinne.

00:31:37: Irgendwie habe ich mir das schlimme vorgestellt als es dann war Was ich nicht so gern mochte als die Haare danach gewachsen sind Dann hat man ja so ganz kleine ... Ja natürlich hab' ich mich gefreut dass sie wachsen Aber ich fand dann sah ich so rebellisch aus Als würde ich auch ein Fängnis kommen.

00:32:03: Jetzt freu ich mich, dass sie wachsen und kann jetzt jede Frisur mal ausprobieren.

00:32:13: Aber war das nicht kalt am Kopf?

00:32:15: Ich meine, es war ja auch im Winter.

00:32:16: Ja!

00:32:17: Oder es wurde ja dann im Winter?

00:32:19: Es war super kalt und ich hatte immer eine Münze auf oder ein Tuch um den Kopf... Also ich habe generell sehr viel gefroren.

00:32:26: Ich hab recht viel abgenommen.

00:32:28: Da hat man irgendwie so dauerhaft gefrorene, seit man hat gerade homonell bedingt wie solche Hitzewallungen.

00:32:34: Und dann hatte ich mir extra so ein schönes Kashmir-Tüchler gekauft.

00:32:39: Da habe ich das immer so um meinen Kopf.

00:32:42: gewickelt und mich eingekuschelt.

00:32:45: Also man hat wirklich immer im Cafron, auch beim Schlafen hatte ich dann eine Mütze auf oder so ein Tuch um.

00:32:51: das stimmt es war wirklich sehr kalt.

00:32:54: Hast du von Anfang an offen kommuniziert dass du diese Diagnose bekommen hast?

00:33:01: Oder hast du am Anfang in das er noch für dich behalten.

00:33:05: Nee, ich war damit direkt offen und ehrlich umgegangen.

00:33:10: Ich hatte das auch damals bei Instagram gepostet.

00:33:14: Weil mir das irgendwie ganz wichtig war, dass das kein Tabuthema ist.

00:33:18: Ich weiß noch, als ich ... Bevor die Chemo begann, hatten wir einen Termin in der Kinderwunschklinik.

00:33:25: Und es war genau an dem Tag, als wir eigentlich unseren Jahresurlaub nach Sri Lanka machen wollten.

00:33:32: Normalerweise hab ich dann immer bei Instagram so Bilder mal gepostet von meinen Urlauben und da hatte ich dann einen Text geschrieben, dass ich heute eben nicht meine Reise antrete sondern ein Termin in der Kinderwunschklinik habe weil ich morgen meine Chemostate, weil ich an Krebs erkrankt bin.

00:33:50: Und was hast du für Rückmeldungen bekommen?

00:33:52: Ich hab ganz liebevolle und tolle Rückmeltung bekommen die mir auch über die Zeit geholfen haben Ja, mir irgendwie auch noch mal ein bisschen Stärke gegeben haben.

00:34:07: Ich kann das gar nicht beschreiben.

00:34:09: also Es hat mir geholfen damit offen zu umzugehen und auch ehrlich zu sein.

00:34:14: dass es mir mal schlecht geht, dass es gut geht vielleicht auch Ängste und Sorgen da sind einfach nichts zu verleugnen ist bei mir ganz wichtig.

00:34:26: Also, da haben sich ganz viele Leute gemeldet aus meinem Umkreis und auch Kollegen oder auch Leute mit denen man eigentlich gar nicht mehr so richtig Kontakt hatte.

00:34:37: Und das hat hat mir richtig gut...und es war schön!

00:34:41: Es haben ja auch viele geschrieben die dann irgendwie vielleicht im Familienkreis oder selbst schon an Krebs erkrankt sind, haben wir dann auch ihre Geschichte geschrieben.

00:34:55: Wunderschöne, tolle Nachrichten und ganz viel Support von außerhalb.

00:34:59: Das hat mich sehr bestärkt und hat mir geholfen durch diese Zeit zu kommen.

00:35:03: Da muss ich auf jeden Fall noch mal Danke sagen.

00:35:06: Und ... ja, das war richtig gut!

00:35:10: Das wurde ganz toll auch aufgenommen.

00:35:12: Und das war wichtig für mich, ja.

00:35:17: Ja.

00:35:18: Hast du denn in der Zeit auch dich mit anderen Betroffenen ausgetauscht?

00:35:22: Also wenn man in der ... in der Chemo zum Beispiel sitzt, sind da Frauen gewesen.

00:35:28: Also die vielleicht eine ähnliche Diagnose hatten wie du und die du da immer regelmäßig wieder getroffen hast mit denen du sprechen konntest?

00:35:35: Am Anfang als das so los ging dachte ich, ich will es jetzt durchziehen und am besten nicht so viel Kontakt zu anderen haben weil ich Angst hatte dass mich das runterzieht traurig macht, dass mir ich deren Geschichten... Dass sich die zu nah an mich ranlässe.

00:35:53: Weil das ist Manchmal oft glaube ich bei mir auch ein Problem, dass mich das dann sehr bewegt.

00:35:59: Aber es kam natürlich anders!

00:36:01: Ich habe ganz schnell ganz tolle Leute dort kämen gelernt.

00:36:07: Ich hab niemanden mit der gleichen Diagnose kennengelernt.

00:36:11: Wir hatten alle so unsere eigenen Diagnosen die ganz individuell waren aber das war nicht schlimm wir waren alle.

00:36:18: ja eine Freundin von mir die ich da kennengelernen hat sagt immer Krebsis und Da wusste einfach jeder, was Sache ist.

00:36:27: Also wenn es einmal grad nicht gut ist, wenn man grad mal nicht reden mag... ...wenn ihr Tränen kolern oder dass man einfach mal über etwas anderes spricht als Krebs.

00:36:35: und ich hab da besonders eine Frau kennenlernen dürfen die jetzt eben meine Freundin isst Und wir haben uns irgendwie ineinander verliebt trotz Altersunterschied Und das passt da auch immer so gut.

00:36:51: Irgendwie haben wir uns immer zu den Chemozyklen wieder getroffen und wir kommen dann aus gleiche Zimmer, nicht immer aber oft... Und irgendwie hat es immer so gepasst dass wir zusammen da waren und das zusammen durchgestanden haben und jetzt sind wir noch in ganz engen Kontakt!

00:37:10: Sie bekommen noch eine Immuntherapie ist also häufiger im Krankenhaus wo ich dann auch mal hinfahre.

00:37:15: Wir ziehen das jetzt gemeinsam durch Und auch für diese Kontakte bin ich sehr dankbar und die haben mich auf jeden Fall bestärkt.

00:37:21: So konnte man auch voneinander lernen, was macht man?

00:37:25: Was muss ich jetzt beantragen?

00:37:27: Man ist dann ja auch einmal im Krankengeld... ...und man gilt als Schwerbehindert.

00:37:34: Man kann einen Schwerbehindertenausweis beantragten.

00:37:36: Also solche Kleinigkeiten wo man gar nicht so dran denkt das hat einem schon sehr geholfen wie man mit Dingen umgeht oder Der Körper reagiert dann ja auch anders.

00:37:48: Welche Mittel sind jetzt gut für mich?

00:37:51: Was brauche ich für eine Zahnbürste, solche kleinen Dinge die man dann irgendwie untereinander voneinander lernt?

00:37:58: so das war schön ein tolles Miteinander.

00:38:01: Ja ich glaube auch da entsteht so ne Verbundenheit weil ja alle doch in einer ähnlichen Situation sind.

00:38:06: dass es vielleicht auch was was man außen stehenden gar nicht so richtig näher bringen kann und möchte vielleicht oder

00:38:16: Ja, möchte weiß ich aber auf jeden Fall nicht kann.

00:38:19: Das stimmt weil es ist einfach ein anderes Gefühl.

00:38:24: wenn man das selbst nicht erlebt hat Kann man das glaube ich nicht so nachempfinden.

00:38:29: gleiches gilt aber auch für das umfeld.

00:38:32: Deswegen ist es glaube ich auch wichtig dass man als Betroffene Angehöriger sich da vielleicht auch mit anderen mal austauscht Wenn man die Möglichkeit hat oder den bedarf hat.

00:38:45: Niemand anderes kann das nachvollziehen, was man da erlebt hat.

00:38:52: Bist du denn auch im Psycho-onkologischer Betreuung oder hatt ihr das in Anforderungszeichen gereicht dich mit den anderen Betroffenen auszutauschen?

00:39:01: Nein ich bin auch ein Psychoankologischer.

00:39:03: betreuung des Krankenhauses hat mir das damals angeboten und da habe ich direkt gesagt ja klar mache ich.

00:39:09: die waren bisschen erstaunt weil viele immer sagen nee brauche ich mich wobei Da musste ich auch feststellen, dass das so ein Generationending ist.

00:39:19: Die älteren Leute ... Ich war ja einfach mit Abstand immer die Jüngste dort.

00:39:24: Die Älterinnen-Leute sagen dann oft wie Psychologe, nee, brauche ich nicht, mache ich so und ich war ganz dankbar dafür.

00:39:30: Ich hab das gerne angenommen und es ist eine tolle Frau, wo ich jetzt auch immer noch hingehe.

00:39:35: Tolle Gespräche führe und da geht's aber nicht nur im Krebs.

00:39:39: Also der gehts um alle anderen Dinge in meinem Leben Und das ist schön, dass ich da wirklich die Hilfe und Unterstützung direkt auch so früh erhalten habe.

00:39:51: Finde ich total gut, dass du das gemacht hast!

00:39:53: Ich finde sowas auch ganz, ganz wichtig.

00:39:55: Ich glaube manchmal weiß man ja vorher auch noch gar nicht wie sehr einem sowas helfen kann ne?

00:40:03: Ja und das ist ja nicht nur... Es waren ja nicht nur die Chemo-Zeit.

00:40:10: Und das halt auch noch nach, und ich glaube es wird auch noch länger nachhallen.

00:40:15: Das ist einfach schön, dass man da dann weiß, dass es eine Unterstützung gibt!

00:40:20: Absolut mehr.

00:40:22: Würdest du denn sagen, dass du jetzt dein Leben anders siehst als vor deiner Erkrankung?

00:40:29: Also ich höre häufig, dass ... Man rückblickend natürlich, wo man immer klüger ist als vorher... viele Dinge so als selbstverständlich hingenommen hat.

00:40:37: Hat sich da was bei dir verändert?

00:40:39: Das wurde schon so oft gefragt.

00:40:41: tatsächlich und ich denke da auch schon längere Zeit darüber nach, was sich verändert hat Und ich weiß es ehrlich gesagt noch nicht so richtig.

00:40:52: Ich glaube weil ich auch noch gar nicht so wieder in meinem Alltag drin bin So wie er früher war mit Vollzeitjob und nebenberuflichen unterrichten und dann Freunde treffen, wie das dann halt immer so ist.

00:41:04: Da bin ich ja noch gar nicht richtig drin.

00:41:06: Ich glaube da fand man das nochmal erkennen Wie man auch eben zu diesem Alltag bewältigt.

00:41:15: Ich bin ruhiger geworden So spiegelt es mir zumindest mein Partner wieder.

00:41:19: aber ich habe auch ein bisschen das Gefühl dass ich ruhig geworden bin.

00:41:22: vielleicht haben sich meine Meine Prioritäten ein bisschen verändert Aber so richtig hab ich nur nicht rausgefunden was ich geändert hat.

00:41:34: Ich glaube aber auch, dass ich mich vorher schon viel mit Werten und Dankbarkeit auseinander gesetzt habe, das mir am Ende auch dann sehr geholfen hat.

00:41:46: Das gehört ja zum Yoga dazu?

00:41:48: Genau

00:41:48: genau!

00:41:49: Deswegen was hat sich verändert... Also, das Leben fühlt sich einfach anders an.

00:41:55: Und mein Partner sagt dann immer ja, beschreib das doch mal!

00:41:58: Ich sag irgendwie kann ich das nicht beschreiben?

00:42:01: Es ist

00:42:02: wertvoller irgendwie?

00:42:04: Ja, wertvoll... Ich hab es auch vorher als wertvoll empfunden und verdankbar dazu sein.

00:42:09: natürlich ist man jetzt nochmal mehr dankbar dass man noch da isst so weil es halt auch anders ausgehen können.

00:42:16: Da ist auf jeden Fall noch eine größere Dankbarkeit vorhanden und das ist nicht selbstverständlich Ich weiß nicht.

00:42:22: Ich glaube, ich bin noch auf einem Weg das herauszufinden!

00:42:26: Ja ja... Fehl dir deinen Alltag so wie du ihn vorher hattest?

00:42:30: Also dieses Vollzeit zu arbeiten und nebenbei noch Joghards unterrichten.

00:42:33: Wobei wenn du sagst, Yoga hat dir selber auch ganz viel gegeben dann ist es vielleicht gar nicht irgendwie etwas was Stress verursacht hat.

00:42:41: Ja ja also anfangs hat mir das unglaublich gefehlt weil das war ja so von also von Hundert quasi auf Null.

00:42:51: Ja, weil auf einmal war ja alles anders.

00:42:54: Ich musste alles absagen.

00:42:56: Mein Kurs ging nicht weiter, den ich geleistet habe.

00:43:00: Ich war nicht mehr auf der Arbeit und das hat mir sehr gefehlt.

00:43:03: Mittlerweile hab' ich so ein bisschen Angst vor allem was weg davor und frage mich wie ich das eigentlich gemacht habe.

00:43:15: Ja, das hat sich vielleicht auch verändert.

00:43:17: Dass ich gar nicht mehr vielleicht da hinkomme und man weiß es nicht.

00:43:19: Das muss die Zeit zeigen!

00:43:21: Weil aktuell ist wirklich so dieser Gedanke... Ich weiß nicht wie ich das geschafft habe vor Zeit zur Arbeiten zu unterrichten dann noch Regenausdage mit Freunden und Treffen und alles zu haben.

00:43:30: Jetzt gerade bin ich dankbar wenn ich nicht so viele Termine habe weil mir das noch sehr schwer fällt.

00:43:36: Deswegen mal schauen wie es dann wird.

00:43:40: Ich glaube dass muss ich erstmal so Stück für Stück wieder finden Und vielleicht dann nicht in dem Ausmaß, wie es vorher war.

00:43:48: Das ist auch okay so.

00:43:51: Hast du denn aktuell noch Nachwirkungen der Chemie?

00:43:54: Spürst du da was?

00:43:55: Viele berichten zum Beispiel von der Fatigue, dass sie sich so erschöpft fühlen.

00:43:59: Ist das bei dir auch?

00:44:01: Ja!

00:44:01: Da ist eine unglaubliche Müdigkeit in mir die keinen Schlaf auf der Welt irgendwie bewältigen kann.

00:44:10: Also würde nichts helfen zu schlafen sag ich mal... Da spüre ich es sehr.

00:44:16: Das ist aber nicht immer gleich, das gibt so Phasen, dass es mal näher, mal weniger und ich habe noch Polyneuropathie, das ist so ein Kribbeln.

00:44:26: Aber auch da merke ich schon eine Besserung.

00:44:28: Ich hatte das nach der Chemo ganz stark in meinen Weinen arm und in mein Lippel Und mittlerweile ist es so in meinem Brustraum Ganz stark nachts was mich Nachtzeit auch viel wach hält.

00:44:40: Also neben der Müdigkeit die auch so da ist auch nur die andere Müdigkeit da, weil ich nicht ganz so gut schlafe.

00:44:47: Aber das sind so kleine Dinge, die mich auftrab halten.

00:44:50: dann hatte ich irgendwie... dass meine Haut sehr empfindlich ist, es musste sich jetzt erstmal wieder regulieren.

00:44:57: aber auch da merke ich eine Verbesserung und sie sind so Dinge, wie einen auftraubhalten.

00:45:03: aber im Großen und Ganzen muss ich wirklich sagen schon alles viel besser geworden.

00:45:09: Und eine Chemo ist einfach ein Tauschgeschäft, das kann man nicht anders sagen.

00:45:13: und da hat es mich wirklich gut getroffen.

00:45:16: Und vor allem sind ja die Schmerzen, die du vorher hattest in der Schulter weg, ne?

00:45:20: Absolut!

00:45:22: Ich weiß noch... ich konnte dann meinen Arm gar nicht mehr heben.

00:45:26: und ich weiß noch, als ich dann das erste Mal meinen Arm heben konnte, da war ich so happy, so ah, ich kann meinen Arm wiederheben.

00:45:33: Das war schön.

00:45:33: Ja

00:45:35: klar.

00:45:35: Das war toll, weil man kann sich das gar nicht so vorstellen.

00:45:39: Ich weiß auch noch als Yoga-Unterricht hab ich meinen Arm schon nicht mehr gehoben und im Nachhinein auch ... Da hat auch mein Partner, wir waren ja noch im Urlaub und dann diese Medikamente, die du genommen hast in diese Wärmepflaster Und hätten wir das alles schon gewusst?

00:45:57: Aber man wusste es halt eben nicht.

00:46:00: Ja, immer so ist im nachhineinen Denken wir da noch mal ganz anders drüber nach.

00:46:06: Ja, na klar!

00:46:08: Du hast vorhin noch was erzählt, als du mit der Chemo durch warst und wieder zu Hause warst, dass du erstmal so in Isolation warst?

00:46:16: Wie war das für dich wenn du vorher immer viel unterwegs warst mit Freunden usw.

00:46:21: Und dann aber isoliert warst?

00:46:23: oder war das quasi eine freiwillige Isolition?

00:46:27: Nee es war so... Also ich war nach der Chemo... also immer wenn mein Immunsystem sehr schwach war, dann musste ich quasi mich isolieren.

00:46:36: Einmal war ich auch im Krankenhaus in Isolation einfach weil ich mich dann zu schnell irgendwie irgendwo angesteckt hätte und das fiel mir sehr schwer.

00:46:49: die Isolition vor allem dann so von Familie und ich habe drei Neffen Die sind noch sehr klein und natürlich sind die auch mal krank.

00:46:58: Und normalerweise ist das kein Problem, wenn jemand anders eine Erkältung hat aber wenn das Immunsystem so schwach ist dann kann eine ErKältung schon tödlich sein für einen.

00:47:08: Das fühl mir unglaublich schwer.

00:47:11: Aber da haben auch meine Familie und auch meine Freundinnen, die alle kleine Kinder haben Ganz toll immer reagiert und mir geschrieben, ich glaube es ist nicht gut wenn wir uns treffen.

00:47:22: Mein Kind hat eine Erkältzung oder der Partner oder sowas.

00:47:26: Also da haben die alle auf mich acht gegeben Und ich dachte dann immer auch Mensch ich will euch doch sehen aber Es geht einfach nicht und das war dann auch gut so.

00:47:36: und zwischen den jahren Die Erkälzung die ich dann hatte die hatte dann ja eben auch gezeigt was dass ganze für Auswirkungen Haben kann und da habe ich schon danach noch mal mehr auf mich acht gegeben.

00:47:51: Aber es war nicht immer einfach, das ist schon so.

00:47:54: Aber umso mehr freue ich mich jetzt wenn ich alle wiedersehen kann und genau.

00:48:00: Ja, ich finde du klingst auch irgendwie total positiv dass es so schön zu hören.

00:48:06: Gibt es etwas liebe Lena was du zum Ende unserer Folge vielleicht der ein oder anderen Hörerin noch mit auf den Weg geben möchtest?

00:48:17: Auch wenn das jetzt vielleicht einfacher klingt, als es dann in den Situationen manchmal ist.

00:48:23: Dass man doch in den Situationen etwas Positives finden kann und ich kann ganz viel Tolles und Schönes aus dieser Zeit mitnehmen so anstrengend sie auch wahr.

00:48:35: Und ja, vielleicht kann das der ein oder andere höre auch.

00:48:41: Ja absolut Eine Krebserkrankung kann den eigenen Körper verändern durch Operation und Behandlungen durch Narben oder auch einfach nur dadurch, dass sich der Blick auf den eigenen Körper verändert.

00:48:56: Mit meinen schönen und starken Shootings begleite ich Frauen mit und nach einer Krebserkrankung dabei, sich selbst wieder mit einem neuen Blick zu sehen!

00:49:04: Wenn du liebe Hörerin dir solche Bilder von dir wünschst, dann findest du alle Informationen zu meinen Shootings über den Link in den Show-Notes oder auf meiner Website.

00:49:14: Liebe Lena Vielen Dank, dass du heute bei mir zu Gast warst und deine Geschichte mit uns geteilt hast.

00:49:20: Und dir lieber Hörer, vielen Dank, das du heute wieder zugehört hast!

00:49:25: Ich wünsche dir von Herzen Lena alles Gute und pass auf dich auf!

00:49:30: Vielen Dank!

00:49:33: Ich hoffe sehr, dass auch diese Folge für Dich wertvoll war und Du einige Dinge selbst mitnehmen konntest.

00:49:39: Auf www.franciska-günder-fotografie.de findest Du mehr über mich und meine Arbeit.

00:49:45: Informiere dich gerne zu Schön und Stark ein Fotoprojekt für Frauen mit oder nach einer Krebserkrankung, denen schön und stark Einzelschutings, dem Podcast Lebe Selbstvoll und weitere Projekte die Frauen auf ihrem Weg stärken.

00:49:58: Teile gerne diese Folge mit deiner Familie und deinen Freunden und hilf so dabei den Podcast Lebeselbst voll weiter in die Welt zu tragen!

00:50:06: Lass mir auch supergerne fünf Sterne da und teile deine Gedanken und Erfahrungen zu dem Thema auf Instagram et Fazizka Günther Fotografie mit mir.

00:50:15: Ich wünsche dir alles Liebe, liebe selbstvoll deine Franziska.

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