#175 Vom Knoten in der Achsel zur Diagnose Eierstockkrebs

Shownotes

* Vom Knoten in der Achsel zur Diagnose Eierstock - im Gespräch mit Nora *

Nora war Ende 30, als sie einen Knoten entdeckte und ihn ärztlich abklären lassen wollte. Zunächst wurde sie beruhigt und sollte einige Wochen abwarten. Doch der Knoten wurde größer. Schließlich wurde er entfernt – und die Untersuchung des Gewebes brachte eine unerwartete Diagnose: Bei dem Knoten handelte es sich um eine triple-negative Metastase.

Wo der dazugehörige Haupttumor saß, war zunächst völlig unklar. Es folgten verschiedene Untersuchungen, doch der Ursprung wurde lange nicht gefunden. Erst bei einem PET-CT entdeckten die Ärzte schließlich einen Tumor an einem Eierstock. Nora wurde operiert, ihre Eierstöcke wurden entfernt und aufgrund der metastasierten Erkrankung folgte eine Chemotherapie.

Nach dem Ende ihrer Akuttherapie begann für Nora noch einmal eine ganz andere Zeit. Sie merkte zunehmend, dass ihr bisheriges Leben für sie nicht mehr richtig passte. Sie veränderte vieles und beschäftigte sich immer intensiver mit dem weiblichen Körper und seinen hormonellen Veränderungen. Schließlich machte sie sich als Hormoncoachin selbstständig.

Deshalb sprechen wir in dieser Folge auch ausführlich über Hormone, Perimenopause und Wechseljahre. Nora erklärt, welche Veränderungen bereits während der Perimenopause auftreten können und warum sie den weiblichen Körper ganzheitlich betrachtet. Dabei geht es auch um das Zusammenspiel von körperlichen Veränderungen, Lebensweise und Psyche.

In dieser Folge erfährst du: • wie Nora den Knoten entdeckte und warum sie zunächst vertröstet wurde • wie sich herausstellte, dass es sich um eine Metastase handelte • warum der Ursprung des Krebses zunächst nicht gefunden wurde • wie schließlich der Tumor am Eierstock entdeckt wurde • wie Nora Operation und Chemotherapie erlebt hat • warum sie nach ihrer Akuttherapie begann, ihr Leben grundlegend zu verändern • wie sie schließlich Hormoncoachin wurde • was während der Perimenopause im weiblichen Körper passiert • welche Rolle Hormone in den Wechseljahren spielen • und warum Nora körperliche und psychische Veränderungen im Zusammenhang betrachtet.

Ich hoffe sehr, dass auch diese Folge für dich wertvoll ist und du einige Impulse für dich selbst mitnehmen kannst.

Vielleicht kennst du das Gefühl dich selbst nicht mehr richtig zu erkennen - besonders nach einer intensiven Zeit wie einer Krebstherapie. Genau darüber sprechen wir an meinem kostenfreien Zoom-Abend "Zurück zu dir". Ein Abend für Frauen nach einer Krebstherapie - über den eigenen Körper, Veränderungen und den Weg zurück zu sich selbst. Alle Infos, Termine und die Anmeldung findest du hier: https://www.franziskaguentherfotografie.de/zurueck_zu_dir

Wenn du Kontakt zu Nora aufnehmen möchtest, findest du sie auf Instagram @the_menoshift. Schau dich auch gern hier um: https://nora-messerschmidt-2.jimdosite.com/

Wie immer freue ich mich riesig, wenn du deine eigenen Erfahrungen oder deine Gedanken zur Folge auf Instagram @franziskaguentherfotografie mit uns teilen möchtest, schreibe gerne in die Kommentare. Hinterlasse mir auch super gerne 5 Sterne und abonniere & teile den Podcast mit deinen Freunden und deiner Familie. So hilfst du dabei den Podcast LEBE SELBSTVOLL weiter in die Welt zu tragen.

Alle Infos zu meiner fotografischen Arbeit, den schön & stark Einzelshootings, dem Podcast LEBE SELBSTVOLL und den schön & stark Gruppenshootings findest du auf https://www.franziskaguentherfotografie.de

Ich wünsche dir alles Liebe, lebe selbstvoll, deine Franziska

Transkript anzeigen

00:00:09: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Liebe selbstvoll, dem schönen und starken Podcast für mehr Selbstfürsorge.

00:00:17: Hier geht es um Frauen die an Krebs erkrankt sind – um die Erfahrungen, die sie während der Therapie gemacht haben, um ihre Sorgen und Nöte aber auch um mögliche Richtungswechseln, die eine Krebsdiagnose mit sich bringen kann!

00:00:30: Wir sprechen darüber, was dir das Leben erleichtern kann.

00:00:33: Welche Erkenntnisse betroffene Frauen im Laufe der Zeit gewonnen haben und wo die Prioritäten im Leben liegen.

00:00:38: – ich wünsche dir ganz viel Freude beim Zuhören!

00:00:43: Hallo und herzlich willkommen!

00:00:44: Mein Name ist Franziska Günder-Gödenpfennig.

00:00:47: Ich bin Fotografin und begleite Frauen nach einer Krebserkrankung dabei wieder einen neuen Blick auf ihren Körper zu finden.

00:00:54: Ich freue mich sehr dass du eingeschalten hast.

00:00:57: Mein heutiger Gast ist Nora.

00:00:58: Nora ist selbst vor einigen Jahren an Krebs erkrankt.

00:01:01: Heute arbeitet sie als zertifizierte Hormoncoaching und begleitet Frauen vor allem durch die Peri, Menopause und die Wechseljahre.

00:01:09: Liebe Nora, schön dass du da bist.

00:01:10: herzlich willkommen!

00:01:12: Liebe Franziska vielen Dank für die Einladung.

00:01:14: ich freue mich sehr heute bei dir im Podcast sein zu dürfen.

00:01:19: Nora bevor wir dazu kommen warum Du beruflich das machst was Du machst Möchte ich gerne mit dir da beginnen, wo du ja selbst auch mit einer Krebserkrankung konfrontiert wurdest?

00:01:31: Wie war das und vor allem auch wann war das.

00:01:34: Das ist schon ein bisschen her, ne?

00:01:35: Ja,

00:01:36: das war im Januar zwei Tausendneunzehn also es sind jetzt bald acht Jahre her Und kam eigentlich wie so häufig relativ unverhofft.

00:01:47: Also ich hatte Ja, so ein Knubbel unter der Achsel und habe das aber gar nicht so ernst genommen.

00:01:53: Also ich muss sagen, ich bin jemand... Ich verfalle nicht gleich in Panik!

00:01:57: Ich bekomme nicht gleich Angst.

00:01:59: Und diesbezüglich bin ich manchmal dann auch so ein bisschen nachlässig oder so, dass ich mich dann gar nicht gleich drum

00:02:04: kümmere.".

00:02:05: Das war tatsächlich im August, zwei Tausend Achtzehn?

00:02:09: Und dann irgendwann hab' ich aber gesagt okay, ich musste es jetzt doch mal checken lassen weil's nicht weggeht und habe die Diagnose dann im Januar Zwei Tausends Neunzehn bekommen genau.

00:02:19: Wie war das für dich?

00:02:20: Hast du vorher schon mal Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt, hast du Krebserkrankung vielleicht in der Familie oder in deinem näheren Umfeld gehabt.

00:02:29: Also tatsächlich haben wir Krebserkrankungen in der familie aber das war zum Beispiel meine oma väterlicherseits die ich nie kennengelernt habe also dies praktisch schon gestorben an Krebs bevor ich auf die welt gekommen bin Und es wurde halt immer von ihr erzählt und natürlich war immer so die Geschichte im Raum, die Oma, die an Krebs gestorben ist.

00:02:48: Man hatte damals ja noch nicht so die Maßnahmen oder die Diagnose in den Nichts-Sitz mal wie heute.

00:02:53: Und man wusste jetzt auch gar nicht so richtig – das hat immer geheissen sie hatte Unterleibskrebs.

00:02:58: Ich schätze mal dass es wahrscheinlich auch Eierstockkrebs war.

00:03:04: Ja, hat mich das schon mein Leben lang immer so begleitet.

00:03:06: Weil halt doch immer viel von ihr erzählt wurde und weil natürlich auch meinen Vater und seine Geschwister viel davon gesprochen haben, weil es für sie natürlich ein sehr einschneidendes Erlebnis war.

00:03:16: Ja klar verständlich!

00:03:18: Als du dann diesen Knoten in deiner Achsel ertastet hast ... Daran gedacht, dass das eine Krebserkrankung sein könnte?

00:03:26: Ehrlich gesagt nicht.

00:03:27: Wie ich vorher schon gesagt habe, ich bin da immer sehr entspannt und klar ... Ich meine uns Frauen wird immer gesagt ja taste die Brust ab, taste auch die Achselehöhle ab und wenn da was ist oder so.

00:03:38: aber trotz allem hab' ich das gar nicht so... Oder ich würd's mal so sagen, ich hab den Gedanken nicht an mich ran gelassen.

00:03:44: Ja also in mir drin wusste ich schon, da stimmt was nicht.

00:03:48: Aber das ist ja auch etwas, was man erstmal gar nicht wahrhaben möchte.

00:03:51: Ja, letztendlich war es dann aber schon so dass ich dann gedacht habe okay also jetzt geht das nicht weg.

00:03:56: Jetzt muss ich's aber wirklich mal abklären lassen.

00:04:00: Wie war denn dein Leben zu der Zeit?

00:04:02: Wie alt warst du damals?

00:04:04: Als ich die Diagnose bekommen hab, war ich neununddreißig.

00:04:08: Mein Leben war ... Ich würds mal sagen so gut bürgerlich ja... Also ich hatte meinen Beruf, mein Sohn war damals dreizehn.

00:04:16: Ich hab mit meinem Partner zusammengelebt, wir hatten ein Häuschen.

00:04:20: Also so nach außen hin alles wundervoll.

00:04:23: Nur in mir drin war es damals überhaupt nicht ... Es war eine sehr aufreibende Zeit im Sinne von das ich einfach gespürt habe, dass mich dieses Leben aber nicht erfüllt und ich mich so ein bisschen gefangen gefühlt hab.

00:04:37: Und heute, weil ich das jetzt natürlich auch beruflich mach weiß ich, dass ich wahrscheinlich damals schon in der Pirimeno-Pause gewesen bin.

00:04:47: Das wusste ich damals natürlich noch nicht.

00:04:51: Es war keine so schöne Zeit, weil ich mich in meinem Leben nicht wohlgefühlt habe und auch gespürt hab, ich musste irgendwie raus und wusste aber gar nicht

00:04:58: wie.".

00:05:01: Also das erzählen wirklich viele Frauen!

00:05:04: So eine Geschichte mit Ende-Dreißig Anfangvierzig, dass man anfängt alles zu hinterfragen... dass man anfängt in sich reinzuspüren.

00:05:12: Ich frag mich immer, was haben wir denn vorher gemacht?

00:05:14: Aber da haben wir Kinder großgezogen wahrscheinlich!

00:05:17: Ja und tatsächlich, was viele nicht wissen... Also unsere Hormone sind schon auch dafür verantwortlich wie wir Dinge empfinden.

00:05:24: Und in der Perimenopause ist es hauptsächlich das Progesteron des Erstmalabfelds.

00:05:29: Das Progestoron ist eigentlich dafür zuständig, dass wir sehr vieles entspannter sehen.

00:05:33: Man sagt ja auch, das ist so ein bisschen das Entspannungshormon und das verhält natürlich als erstes und dadurch zeigen sich dann auch viele Dinge die uns davor glaube ich gar nicht so bewusst geworden sind bzw.

00:05:45: wir konnten halt besser damit umgehen.

00:05:48: In dem Sinne, wie das Progesteron dann auch so langsam sinkt, sag ich immer fallen dann halt auch die Masken oder unsere Anpassung fällt ein Stück weit weg.

00:05:56: Und deswegen ist es eigentlich in der Natur der Sache relativ natürlich dass in der Zeit ganz viel uns aufstößt was davor noch irgendwie gepasst hat.

00:06:05: War dir das zu derzeit schon bewusst?

00:06:07: Nee, absolut gar nicht.

00:06:09: Es ist ja wie so häufig, dass man immer denkt es stimmt was mit einem selber nicht.

00:06:12: also ich habe dann auch oft zu den inneren Dialog gehabt.

00:06:15: so Mensch du hast doch ein schönes Leben Du hast alles was du dir immer träumt hast.

00:06:19: Ja jetzt sei doch mal zufrieden.

00:06:22: Also eher das man sich ja da noch wieder so rein quatscht nenn' ich's jetzt mal.

00:06:26: und Ich hab mich da selber auch nicht ernst genommen.

00:06:28: Beziehungsweise hab halt immer gedacht was stimmt denn mit mir nicht?

00:06:30: Also ich hab den Fehler halt letztendlich immer bei mir gesucht

00:06:35: Wie ging das weiter, nachdem du dann ja das hast abklären lassen diesen Knoten in deiner Brust?

00:06:40: In der Achsel.

00:06:41: Also es war ein bisschen eine Odyssee und ist auch eine längere Geschichte.

00:06:44: also es war denn so dass ich beim Frauenarzt war Und der das auch abgetastet hat, mich auch untersucht hat und gesagt, nee also da ist nichts.

00:06:54: Das ist alles okay.

00:06:56: Ultraschall ist auch alles in Ordnung.

00:06:58: Der Knoten dieser Knuppel in der Achsel lässt sich wunderbar verschieben.

00:07:02: Also das ist nichts Festes so wie es ja eigentlich ist wenn man irgendwo einen Knoton hat oder so.

00:07:06: Das wird nicht sein!

00:07:07: Und er hat mich dann erstmal nach Hause geschickt und hat gesagt ich soll ihn zwei drei Wochen noch mal kommen denn schauen wir uns das nochmal an.

00:07:13: Und ich war dann auch beruhigt und habe gedacht, ja gut.

00:07:16: Also wie ich ja so vermutet hatte ist es nichts alles okay und bin da nach drei Wochen wieder hin und der Knubbel war halt immer noch da.

00:07:24: und er meinte denn herr nee aber das ist schon ok.

00:07:26: also da brauchen wir uns keine Gedanken machen.

00:07:27: und dann muss man sich vorstellen dass es ein Gynäkologe also ein Experte nenn ich jetzt mal.

00:07:32: der hat dann tatsächlich auch zu mir gesagt sie sind zu jung also in ihrem Alter bekommt man keinen Krebs.

00:07:37: also eine total bescheuerte Aussage Genau.

00:07:42: Und ich glaube, dann bin ich das dritte Mal zu ihm und er hat es wieder so ein bisschen abgewegelt und dann habe ich aber schon gespürt.

00:07:47: also nee irgendwie lässt mich das aber doch nicht so ganz los und hab dann zu ihm gesagt Ich möchte das jetzt aber doch abgeklärt haben was das denn ist weil Das war wirklich einen riesen Ei.

00:07:56: also man hat diesen Knubbel auch gesehen ohne dass man tasten musste.

00:08:00: Also wenn ich den Arm nach oben gestreckt habe hat man den einfach gesehen Und ich hatte damals auch sehr viel Sport gemacht.

00:08:06: Also, ich bin junger Lehrerin und war schon immer so ein bisschen sportlich auch und hatte mir im Zuge dessen einen Nabelbruch zugezogen.

00:08:15: Dann ging es darum diesen Nabelbruch zu beheben.

00:08:17: da macht man ja dann so Netz rein.

00:08:19: und dann hat man gesagt okay wenn ich doch da eh zum Chirurgen muss kann man diesen Knubbeln auch mal mit raus schneiden und gucken was das denn ist.

00:08:27: Und letztendlich habe ich dann von einem Chirurgen drei Wochen später die Diagnose bekommen.

00:08:32: Der hatte mich gefragt, wie lange ich das schon habe?

00:08:35: Dann hab ich gesagt ja so seit August letzten Jahres und der hat mir einfach so gesagt okay also der Befund war positiv sie haben Krebs genau und es ist ein aggressiver Krebs also triple negativ und ich sollte doch da jetzt schauen lassen.

00:08:51: Der hat mich dann auch sehr damit mit dieser Diagnose alleine gelassen.

00:08:54: Also man muss sich vorstellen, ich saß da in der Praxis und hab natürlich auch geheult geweint.

00:08:59: Und er hat nicht mal gefragt ob mich jemand abholen kann wie es mir jetzt gerade geht oder so nach dem Motto bleiben sie doch noch ein bisschen bis sie sich beruhigt haben.

00:09:07: Ich bin tatsächlich drähnend überströmt nach Hause gefahren mit dem Auto und ich hatte zum Glück keine lange Strecke.

00:09:13: aber ich denke bis heute also das war ja... Da hat sich niemand gekümmert sozusagen

00:09:20: Boah, das ist total traurig.

00:09:22: Und was mich daran auch schockiert und was ich leider echt häufig höre ... Wie kann es denn sein, dass wenn man so einen Knoten in der Brust hat?

00:09:33: Der Arzt sagt, nee, das is nix Schlimmes!

00:09:35: Woher will er das wissen?

00:09:37: Ich meine, wie kann es dann sein, bis es nicht untersucht wird, was es ist?

00:09:42: Es ist sehr Wahnsinn.

00:09:45: Und ich denke auch so rückwirkend, die Aussage in ihrem Alter bekommt man kein Krebs.

00:09:50: Ich meine es gibt Kinder, die schon Krebs bekommen ja?

00:09:53: Also das ist so wo ich denk... also das von einem Arzt, wo man wirklich denkt er hat Ahnung und man vertraut ja auch!

00:09:59: Das ist ja so dieses Thema.

00:10:01: Man vertraute ja dem was die Ärzte sagen und ich denke bis heute wenn ich dann nicht irgendwann gesagt hätte, ich möchte das untersucht haben, ich weiß gar nicht, hätte er jemals etwas gemacht oder ich habe keine

00:10:12: Ahnung

00:10:14: Das ist echt schon fahrlässig.

00:10:15: Vor allem, wenn das auch so groß war ... Das ist ja unglaublich!

00:10:19: Die Geschichte ist wirklich ...

00:10:21: Du hast dann aber hoffentlich den Arzt gewechselt oder?

00:10:23: Absolut

00:10:26: natürlich.

00:10:26: Ich hab von mehreren mitbekommen, dass es ähnliche Fälle gab.

00:10:30: Es ging damals auch darum, dass man den Arz anzeigt und ich habe gesagt in der Zeit hatte ich überhaupt keine Kraft und Energie dafür.

00:10:40: Ich habe gesagt, ich kümmere mich ins Milch und meine Heilung Ja, ging zu dem Zeitpunkt nicht.

00:10:46: Ich bin dann auch ins Brustzentrum überwiesen worden und die haben auch gesagt also der hätte sofort reagieren müssen, der hätte mich eigentlich gleich dorthin verweisen müssen.

00:10:58: Aber der Knoten ... Also der Tumor war ja schon rausoperiert als du ins Brusstzentrum gegangen bist oder?

00:11:05: Ja, das Spannende an der Geschichte ist ja dass es nicht der TUMOR war der unter meiner Achsel war sondern dass das eine Metastase war Und natürlich war die Vermutung naheliegend, dass ich Brustkrebs habe.

00:11:16: Weil ja in der Achsel dieser Knuppel war.

00:11:19: Ich bin dann auch zur Marmografie und hab sämtliche Untersuchungen machen lassen und man hat in der Brust nichts gefunden.

00:11:27: Dann war schon die Frage ist der Tumor vielleicht irgendwie keine Ahnung?

00:11:31: Hat er sich aufgelöst?

00:11:32: oder da gibt es ja auch verschiedene Variationen und dann ging's halt darum zu finden.

00:11:37: Wo ist denn jetzt der Primärtumor?

00:11:39: Ja, das war so ein bisschen im Raum gestanden dann und war noch eine relativ lange Odyssee.

00:11:44: also es ging noch über drei Wochen musste ich dann in sämtliche Apparate und jedes Mal hat's geheißen wir haben nichts gefunden da ist nichts.

00:11:52: und dann waren natürlich schon.

00:11:53: die Hoffnung war dass vielleicht ne falsche Diagnose ist vielleicht auch alles in Ordnung und letztendlich ist ja so die beste bildgebende Untersuchung die es heutzutage gibt is ja der PET CT Und das ist aber die letzte Untersuchung, die gemacht wird.

00:12:08: Weil sie halt einfach teuer wird und die Kasse natürlich erst mal alle anderen Methoden ausdessen möchte.

00:12:13: Und letztendlich wurde dann im Pet-CT erkannt, dass sich am rechten Eierstock praktisch der Tumor sitzt.

00:12:22: Oh Gott, das Willen!

00:12:24: Das heißt du hattest Eierstock-Riebs?

00:12:27: Und die Metastase in der Achselhöhle so?

00:12:32: Ja.

00:12:33: Auch wenn ich es jetzt noch mal so erzähle, das ist echt crazy!

00:12:35: Ich kann's manchmal selber auch nicht fassen und... ...ich hatte das Glück im Brustzentrum einen ganz tollen Chef-Arzt dort zu kommen.

00:12:43: Das war der Professor Dr.

00:12:44: Kühn, ein ganz toller Mensch.

00:12:47: Und er hat damals auch zu mir gesagt also ihre Geschichte sowas hab' ich noch nie erlebt.

00:12:51: Der war wirklich schon dreißig Jahre in diesem Bereich tätig.

00:12:57: Also der hatte immer gesagt Ihre Geschichte, das werde ich irgendwie auch nie vergessen.

00:13:01: Und ja habe ich in der Form noch nie erlebt.

00:13:06: Okay du hattest also dann den Haupttumor am Eierstock.

00:13:10: wie ging es dann weiter?

00:13:11: Warst du ja im Brustzentrum eigentlich gar nicht mehr an einer richtigen Adresse oder doch?

00:13:15: Doch die machen ja... Also da werden ja auch zum Beispiel Indometriose und so.

00:13:19: Das ist ja eigentlich dieses Proststrich-Indometriosi Zentrum und streng genommen war es auch so.

00:13:27: seit Teenager-Tagen endometriose, also immer sehr starke Periodenschmerzen auch.

00:13:31: Und es war wohl so dass sich diese Endometriosis um den rechten Eierstock gewickelt hat und darauf ist dann der Tumor gewachsen auf dieser Endometrioze... Auf diesem Herz sozusagen, genau.

00:13:44: Ja und praktisch als das rauskam, dass ich die Eiersockkrebs habe wurde ja dann praktisch der rechte Eierstück entfernt Und ich hab mir dann auch im Zuge dessen den Linken gleich entfernen lassen, weil ich einfach gesagt habe, ja.

00:13:58: Ich möchte da kein weiteres Risiko eingehen und gleichzeitig ... Wenn man relativ jung, ich sage es jetzt mal in Anführungsstrichen.

00:14:07: So ein Eierstockrebs ist ja eigentlich etwas was früher eher ältere Frauen bekommen haben und wenn man das aber relativ jung bekommt geht man davon aus dass es genetisch bedingt ist.

00:14:17: und daraufhin würde ich dann auch ins Genetikum verwiesen und habe dann auch einen Test machen lassen und ich trage auch dieses Gen in mir also das BRCR-I.

00:14:28: Gen trage ich in mir das ja praktisch für Brust Und

00:14:33: dann schließt sich auch der Kreis Sudener Oma, ne?

00:14:36: Ja.

00:14:37: Genau!

00:14:38: Was hat das mit dir gemacht die Eierstücke entfernen zu lassen?

00:14:41: und war deine Therapie dann mit dieser Operation abgeschlossen?

00:14:45: Nein, war sie nicht.

00:14:46: Also was es mit mir gemacht hat ich muss sagen dass ich damals glaube ich sehr so ein bisschen neben mir stand.

00:14:51: also für mich stand im Fokus einfach dieses Ich muss wieder gesund werden weil ein dreizehnjähriges Kind zu Hause hatte.

00:14:59: Für mich war dieser Gedanke so schlimm, dass mein Teenager-Junge alleine ohne Mutter aufwachsen muss und das hat mich irgendwie ... Ich weiß es nicht!

00:15:10: Ich war in einem Tunnel drin und habe gesagt, die Eierstücke kommen raus.

00:15:17: Das war für mich alles okay.

00:15:18: also ich hab mich da gar nicht großartig miteinander gesetzt.

00:15:21: Das ist der logische Schluss, das muss jetzt passieren dass ja auch die Eierstücke natürlich für die Weiblichkeit stehen.

00:15:29: Und das man sich dann als Frau vielleicht nicht mehr so weiblich fühlt oder auch nicht mehr reproduktiv ist, damit habe ich mich erst viel später beschäftigt.

00:15:39: Für mich war es einfach der Mittel zum Zweck.

00:15:42: Die müssen jetzt raus und damit ist es gut.

00:15:44: Aber weil ich schon eine Metastase hatte, stand die Chemotherapie noch für mich an Und ich finde es auch total spannend, weil ... Ich hatte ja die Metastase in der Achsel.

00:15:55: Aber ich hatte sonst nirgendwo was!

00:15:57: Also das war ganz crazy.

00:16:00: Dann bei der OP dann auch hat man dann... Der Professor hat schon gesagt wir wissen ja nicht, was da auf uns zukommt ob da irgendwie noch weitere Tumore beziehungsweise Metastasen sind.

00:16:09: und die haben, ich glaube die Ärzte selber haben da auch mit relativ viel gerechnet.

00:16:13: Das war halt sonst nirkend wo irgendwas Und ich finde das bis heute total spannend.

00:16:18: Ja, wirklich?

00:16:19: Oder wenn man sich das so vorstellt, dass es bis in die Achselhülle gewandert ist und ... Boah!

00:16:25: Und ich kenne auch das Eierstockkrieg.

00:16:27: Das kann ja Ausmaße annehmen.

00:16:29: Man hat das vorher gar nicht gemerkt.

00:16:32: Ja.

00:16:33: Total.

00:16:33: Ich hab ja auch hinzugedissen mich dann dank Instagram.

00:16:37: Kann man sich da wirklich sehr gut vernetzen.

00:16:40: Hab mich natürlich mit anderen Frauen ausgetauscht.

00:16:43: Wenn ich die Geschichten gehört habe, wo ich dachte Krass, also was bei denen alles passiert ist und das hatte ich gar nicht.

00:16:51: Ich sage jetzt einfach bis auf diese Metastase.

00:16:53: und heute denke ich immer so die hat mir das Leben gerettet.

00:16:56: Ich habe einfach so dieses Zeichen in der Achselhöhle bekommen weil ich glaube mal hätte das sonst nicht entdeckt.

00:17:02: Also man muss sich ja vorstellen Der Frauenarzt hat es nicht gesehen und es wurde auch später nochmal gesagt Ja also da hat er jetzt auch keinen Fehler gemacht.

00:17:11: Das war einfach über die normale Untersuchung.

00:17:14: War der Tumor nicht zu erkennen?

00:17:16: Und ja, ich denke immer wenn ich diese Metastase in der Achselhöhle nicht gehabt hätte.

00:17:20: Man hätte den Krebs nicht entdeckt.

00:17:21: Oder man hätte ihn

00:17:21: erst entdeckt, wenn es schon

00:17:24: so spät.

00:17:25: Genau oder halt sehr spät?

00:17:29: Wenn die Leute dann auch so sagen, hattest du irgendwelche Symptome?

00:17:32: Nein!

00:17:33: Also ich hatte wirklich gar nichts.

00:17:34: das Einzige was ich vielleicht sagen könnte ist dass sich schon häufiger ein bisschen schlapp und müde war.

00:17:40: Aber auch das kann von so vielen anderen Dingen kommen.

00:17:43: Ja, ich weiß bis heute nicht ob ich damit in Zusammenhang setzen würde oder so.

00:17:47: also wie gesagt dadurch dass sich mich ja sehr viel mit der Perimino Pause beschäftige ist es halt einfach ein klassisches Symptom dafür und ich weiß nicht ob das jetzt mit dem Krebs in Verbindung gebracht werden kann.

00:17:59: aber ansonsten ich hatte nichts!

00:18:00: Ich habe Sport gemacht, ich war fit, ich hab keine Leibeschwerden gehabt.

00:18:08: Das hat sich ja sicherlich geändert, als du dann die Chemotherapie machen musstest.

00:18:12: Das erzählen ja viele Frauen das man ja dann eigentlich sich erst krank fühlt.

00:18:18: Absolut und ja.

00:18:20: also erstens natürlich dieses... Also man kann sich nicht vorstellen Man muss auch dazusagen, es gibt verschiedene Chemotherapien.

00:18:28: Die Menschen denken immer, Krebspatienten bekommen alle ein und dieselbe Chemotherapie.

00:18:32: Da geht's ganz viel verschiedene.

00:18:36: Bei mir war das, nennt man Karbo-Platin, eine sehr starke Chemotherapi.

00:18:42: Und da war auch klar, dass die Haare ausfallen werden.

00:18:44: Also es gibt ja heute auch die Möglichkeit.

00:18:47: zum Beispiel bei Brustgräbes bekommen viele Frauen so eine Art von Chemotherapie das wenn sie zb so ne Kältehaube aufsetzen, dass diese Haare teilweise erhalten bleiben können.

00:18:57: Und darauf hatte ich die Hoffnung.

00:18:59: Dann hat man mir aber gesagt, bei ihrer Chemotherapie wird es nicht der Fall sein.

00:19:03: Sie haben bisher nicht angeschlagen mit der Kältehaube bei dieser Art von Chemotherapien und das war für mich erst mal das Schlimmste.

00:19:11: Man muss dazusagen, ich war immer jemand ... Mir war das schon wichtig so schöne Haare und wie man einfach aussieht und so die Außenwirkung.

00:19:19: also sehr oberflächlich diesbezüglich eigentlich auch.

00:19:23: Für mich war dann auch das schlimmste dass alle sehen können, dass sich krank bin

00:19:26: Ja.

00:19:27: Ich habe mir dann damals sogar eine Perücke auch extra ananfertigen lassen und auch die sollte sehr ähnlich sein zu meinen Haaren, wie sie bisher waren damit ja auch ja niemand sieht dass ich Krebs habe.

00:19:39: Und ich finde das heute so traurig weil ich so denke diese Frau die eigentlich sich da nur um ihr äußeres Gedanken gemacht hat stattdessen Ja, wirklich mit ihrer Heilung auch auseinanderzusetzen und überhaupt nichts drauf zu geben was andere sagen oder denken.

00:19:55: Aber dass ich da so einen Fokus noch darauf hatte.

00:19:57: also da bin ich heute schon oft traurig wo ich denke diese Prägung war schon sehr stark die Außenwirkungen aufrechtzuhalten

00:20:06: Naja wobei ich aber denke in dem Moment wo du keine Haare hast und keine Augenbrauen und keine Wimpern bist du ja vielleicht auch irgendwie ein Stück weit schutzlos oder hast vielleicht deinen Schutzschild verloren in dem Moment wo andere dir das ansehen.

00:20:18: Ich meine, warum schminken wir uns?

00:20:20: Das ist ja oft auch... Also man tritt ja vielleicht anders auf als wenn man jetzt morgens gerade aus dem Bett zu irgendeinem Geschäftstermin geht so völlig nackig im Gesicht oder ob man sich ein bisschen schminkt und sich was ordentliches anzieht.

00:20:33: Das ist ja ein Unterschied.

00:20:35: Absolut, aber trotzdem fand ich sehr spannend dass es bei mir dann letztendlich so war das es mich irgendwann überhaupt nicht mehr interessiert hat.

00:20:43: Also das Spannende war ja das wovor ich am Anfang am meisten Sorge hatte, dass sich schlimm aussehe, dass man's mir ansieht und dass es auch für meinen Partner ein Thema sein wird oder so... also als es dann letzt endlich soweit war war das gar nicht mehr so wichtig für mich.

00:21:02: Also, das fand ich ganz spannend weil ich dann einfach gesagt hab hey es geht hier um mein Leben.

00:21:07: ja und wenn das bedeutet dass sich überleben kann dann ey scheiß jetzt mal Entschuldigung da siehst du sag auf die Haare ja die kommen im die kommen wieder.

00:21:17: ja also auch da war ich total im Vertrauen dass alles wieder gut werden wird und danach habe ich gesagt okay komm ich muss jetzt einfach die paar Monate durch diese Phase durch dann habe ich eine Glatze ok alles gut Und dann wird es auch wieder.

00:21:29: Also was sind schon Haare?

00:21:30: Ja und mir hat damals ich hatte von Rumi, also ich liebe Rumi den Philosoph.

00:21:35: Ich weiß nicht, weil er die eine oder andere kennt ihn vielleicht.

00:21:40: Von ihm gibt's einen wunderschönen Spruch I am not the hair ,I'm not the skin .

00:21:45: I am the soul that lives within.

00:21:48: Das hat mich damals so getragen dieser Spruch, weil ich dachte ja ich bin das nicht.

00:21:54: Ja, ich muss auch sagen mit meiner Krebserkrankung hat meine spirituelle Reise sehr begonnen und das hat mir unheimlich dabei geholfen.

00:22:03: Kennst du schon zurück zu dir?

00:22:07: Zurück zu dir – das sind meine kostenfreien Online-Abende für Frauen die selbst an Krebs erkrankt sind oder waren!

00:22:13: Wir sprechen über Themen, die im Leben mit und nach einer Krebserkrankung eine Rolle spielen können.

00:22:19: Zu einigen Abenden lade ich Gäste ein, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu einem bestimmten Thema mitbringen.

00:22:25: welcher zurück zu dir Abend als nächstes stattfindet und wie du dich anmelden kannst.

00:22:29: Das erfährst Du über den Link in den Show-Notes.

00:22:35: Aber lass uns mal noch kurz bei Deiner Chemotherapie Zeit bleiben.

00:22:39: Wie lange hat das gedauert, bis Du damit durch warst?

00:22:43: Und Deine Akkuttherapie abgeschlossen war?

00:22:45: und wie ging es Dir unter der Chemotherapien abgesehen davon dass dir die Haare ausgefallen sind?

00:22:50: Also begonnen haben wir im April.

00:22:55: Ich hatte sechs Sitzungen und die haben praktisch alle drei Wochen stattgefunden.

00:23:01: Letztendlich mussten wir zwischendurch ein bisschen unterbrechen, weil meine Blutwerte zu schlecht waren.

00:23:05: also abgeschlossen habe ich sie dann Ende August.

00:23:08: zwei tausend neun zehn ja.

00:23:10: wie ging es mir unter der chemo?

00:23:11: also die erste chemo war richtig heftig die hat mich richtig doll erwischt.

00:23:16: auch da hätte ich wieder ein bisschen.

00:23:18: Ich nenn's jetzt mal Pech im Sinne von, dass die Schwester meinte ich brauch nichts.

00:23:23: Kein Medikament gegen Übelkeit weil die Chemo gar nicht so schlimm wäre.

00:23:27: und dann hat es mich zwei Tage später nach der Chemo Sora eingehauen.

00:23:30: also ich hab den ganzen Tag dann auf Toilette verbracht und mich nur übergeben.

00:23:35: ja man kann sich das glaube ich immer nicht so vorstellen was das mit einem und dem Körper macht.

00:23:40: Also das und ich fand immer das Krasse nach jeder chemo war so der tag danach ging es mir super gut, also auch an dem Tag noch selber.

00:23:49: Und dann am zweiten Tag hat's mich immer dermaßen reingehauen.

00:23:52: Also ich konnte kaum aufstehen und kaum laufen.

00:23:55: Alles war anstrengend alles war beschwerlich.

00:23:59: Es ging gerade so man muss sich das vorstellen morgens aufstehe auf Toilette und dann wieder zurückschleppen ins Bett oder auf Sofa und dann nur schlafen, schlaven, schrafen.

00:24:10: Was für mich ganz schlimm war dieser metallen Geschmack im Mund Ja, war ganz übel und ekelhaft.

00:24:18: Das ist das, was mir von der Zeit auch noch so in Erinnerung geblieben ist.

00:24:24: Also es ist unheimlich kräftig sehrend.

00:24:27: Nachdem du dann im August in den Akut-Therapie durch warst wie ging dein Leben weiter?

00:24:34: Bist du danach noch zur Anschlussheilbehandlung gefahren oder wann hast du angefangen dich auch psychisch damit auseinanderzusetzen, was da alles passiert ist?

00:24:43: Das ist eine gute Frage, also ich glaube schon dass ich mich während der Zeit schon damit beschäftigt habe.

00:24:47: Also wie gesagt Ich bin so ein bisschen mein spirituellen Weg in der zeit auch gegangen.

00:24:52: Es war bei mir so zwischen den Chemotherapien ging es mir ja dann wieder gut.

00:24:58: Also so nach diesem, wenn der zweite Tag überstanden war, ging's mir von Tag zu Tag wirklich immer besser und gut ich konnte auch alles machen also ich konnte Sport machen, ich konnte rausgehen und das habe ich ganz viel gemacht.

00:25:09: Ich war wirklich in dieser Zeit ganz viel in der Natur und hab sehr viele Podcast gehört.

00:25:15: Die eine oder andere kennt sie vielleicht Laura Marlina Seiler ist mir in dieser Begegnet nenne ich es jetzt mal und habe von ihr ganz viele Podcasts gehört.

00:25:24: Und das hat mir einfach unheimlich viel geholfen.

00:25:27: oder Anita Marjani, auch eine ganz tolle Frau die den Krebs überlebt hat, die sehr viel darüber spricht wie man das auch von welcher Seite man das betrachten kann wenn ein so eine Krankheit erachtet und wie man damit umgehen kann.

00:25:42: Das hat mir unheimlich viel gehofft und ich glaube dass war meine Therapie also mich so sehr damit zu verbinden Leben aussehen soll.

00:25:51: Also ich weiß, dass viele Krebspatienten beschäftigen sich unheimlich mit ihrer Erkrankung und mit ihren Therapiemöglichkeiten was sie alles tun können und das habe ich immer gar nicht so viel gemacht.

00:26:02: also komischerweise Ich weiß bis heute nicht, warum.

00:26:05: Aber ich hab mich immer sehr viel damit beschäftigt wie mein Leben nach dem Krebs weitergeht was ich machen möchte Wie mein Leben danach aussieht und darauf habe ich meinen ganzen Fokus ausgerichtet.

00:26:15: Und für mich war auch klar dass sich weiterhin Ja für meine Sohn da sein kann Dass ich ihn weiter auf seinen Weg begleiten kann und das waren so die Hauptgedanken die ich hatte.

00:26:25: und irgendwie ja war das so eine Therapie.

00:26:30: Du hast ja vorhin erzählt, dass du also mit neun und dreißig schon irgendwie das Gefühl hattest.

00:26:36: Du bist nicht so ganz glücklich mit deinem Leben ... Mit deinem schönen Leben!

00:26:42: Mit Mann, Kind, Haus usw.

00:26:46: Wann hast du denn angefangen dir einzugestehen?

00:26:50: Dass vielleicht an der Zeit ist was zu ändern.

00:26:52: War das zu dieser Zeit?

00:26:53: Nee.

00:26:55: Ich glaube in der Zeit war dann plötzlich so, ach komm es ist da.

00:26:58: Also ich habe plötzlich eine ganz argige Dankbarkeit erst mal empfunden für mein Leben ja für das Privileg auch dass sich ganz viele Menschen um mich hatte die mir geholfen haben, die mich durch diese Zeit getragen haben und da hatte ich irgendwie wie ein rosa Filter plötzlich drauf also unabhängig mal vom Krebs aber so das Umfeld war plötzlich alles Ja, auch mein Partner.

00:27:17: Das hatte sich noch mal verändert die Beziehung.

00:27:18: also er hat sich auch ganz aufopfernd gekümmert und das waren dann auch so Punkte.

00:27:22: Also unsere Beziehungen hat davor sehr gekriselt muss ich dazu sagen.

00:27:26: dann dachte ich aber nie, okay komm durch diesen Krebs haben wir jetzt auch noch mal so die Möglichkeit zusammenzuwachsen und das war dann in der Zeit plötzlich richtig schön würde ich auch sagen.

00:27:38: Vielleicht klar weil sich mein Fokus verändert hat, weil ich mir in die Dankbarkeit gekommen bin und ich glaube ich hatte einfach einen rosa Filter auf allem ja.

00:27:47: Und tatsächlich war dann eigentlich nachdem meine Akkutherapie so ungefähr ein halbes Jahr vorbei war.

00:27:54: Also das war so im Frühjahr, zwanzig-zwanzig.

00:27:57: dann habe ich dann aber gemerkt okay es läuft schon wieder in diese Richtung wie es am Anfang war und das kann so nicht weitergehen.

00:28:05: Und ja hab da denn eigentlich gemerkt dass sich einen richtigen Neustart brauche.

00:28:10: Ja also hat noch so ein bisschen gebraucht.

00:28:15: Ich habe nochmal eine Frage zu der Operation.

00:28:17: dir wurden ja die Eierstücke entnommen Das hat ja Auswirkungen auf deinen Hormonhaushalt gehabt.

00:28:25: Wann hast du angefangen, dich mit Hormonen und so weiter zu beschäftigen?

00:28:29: Du wirst dann bestimmt in den Wechseljahren plötzlich gewesen sein ... Wie war das?

00:28:36: Das muss ich dazu sagen.

00:28:38: Ich habe mir auch die Gebärmutter entfernt lassen, also ich war damals sehr radikal, weil ich gesagt habe, okay, ich trage dieses Gen in mich und ich hatte plötzlich Angst.

00:28:48: Ich hatte damals aus den Bahnen alles entfernt werden, was noch potenziell gefährlich sein könnte.

00:28:53: Ich hab mir auch Brüste abnehmen lassen.

00:28:55: Also ich habe das volle Programm gefahren.

00:28:58: Und habe mich dann aber tatsächlich so mit den Hormonen erst viel später.

00:29:02: Also deswegen eigentlich erst, ich würde sagen vor zwei Jahren an weil es mir einfach dann erst aufgefallen ist wie schlecht ich damals in der Zeit begleitet war und wie allein gelassen Ich mich gefühlt hab.

00:29:14: und auch da Es war aber wieder so dieses Ja, du musst halt einfach alleine durch.

00:29:19: Du musst dich alleine

00:29:19: kümmern.".

00:29:20: Und eigentlich erst jetzt wo meine ganzen Freundinnen dann auch mein Umfeld so in die Perimenopause kommen und mir so ihr Leid geklagt haben habe ich dann irgendwie gedacht oh okay spannend Die sind jetzt eigentlich auch völlig allein gelassen mit ihren Beschwerden und auch so Mit den Antworten der Ärzte völlig alleingelassen So wie es ja bei mir damals auch war und das hat mich eigentlich erst dazu gebracht also gar nicht mein eigenes erleben sondern dass mein Umfeld jetzt auch durch diese Phase muss, ohne Unterstützung zu haben.

00:29:49: Und

00:29:50: ja eigentlich habe ich damit dann erst so angefangen weil auch da war es bei mir wieder sehr... Ich bin ja nicht in die Perimenopause gekommen, ich bin ja quasi gleich in die Menopause bekommen.

00:30:00: also Menopause ist ja wenn du deine Periode nicht mehr hast praktisch zwölf Monate deine Perioden nicht mehr hasst.

00:30:06: Dann spricht man von der Menopausel Und das war ja bei mir.

00:30:10: Ich habe von heute auf nachher keine Periode mehr gehabt, weil ja nichts mehr da war und ich glaube tatsächlich dass es aber auch ein bisschen mein Glück war, weil ich so diese extreme Hormonschwankungen ja nicht hatte.

00:30:22: also bei mir ist es ja relativ konstant weggebrochen und ich hab das Gefühl, dass der Körper damit teilweise besser zurecht kommt als mit diesen extremen Schwankungen wie es in der Pyramino Pause passiert Spannend.

00:30:35: Ja, also so habe ich es bei mir empfunden.

00:30:37: wie gesagt jeder Mensch und jede Frau ist anders.

00:30:39: das ist mir auch immer ganz wichtig das zu betonen.

00:30:42: aber für mich war so Ich hatte extreme Hitzewallungen eine Zeit lang Und dann war das Thema aber auch schon durch.

00:30:48: Also ich muss sagen auch psychisch.

00:30:50: Mir ging's so gut die ganze zeit über und ich weiß von vielen Frauen mit denen ich arbeite dass gerade die psychische Belastung in der Perimenopause extrem ist Und das hatte ich alles nicht und hab mich wie gesagt dann eigentlich erst so damit beschäftigt, als dass in meinem Umfeld dann auch losging.

00:31:06: Dass mir viele Frauen ihr Leid geklagt haben und ich dann einfach gedacht habe Mensch den muss man doch helfen?

00:31:11: Man darf die Frau nicht so alleine lassen!

00:31:14: Absolut okay.

00:31:15: aber jetzt sind wir ein bisschen gesprungen.

00:31:17: lass uns nochmal zu zwanzigzwanzig gehen.

00:31:21: erzähle mal wie sich dein Leben verändert hat.

00:31:23: bist du dann dazu gekommen bist dich mehr mit diesen Hormonen usw.

00:31:27: auseinanderzusetzen?

00:31:29: Das ist eine gute Frage.

00:31:30: Mein Leben hat sich dahin geändert, dass mein Partner und ich wir haben uns dann getrennt.

00:31:36: Ich bin mit meinem Sohn rausgezogen und habe auch sehr, wie soll ich sagen, meinen Umfeld geändert.

00:31:44: Ich habe weiterhin sehr viel mit mir gearbeitet, sehr viel Persönlichkeitsentwicklung gemacht.

00:31:49: Ich hab dann auch daraufhin erst mal die Live-Coach Ausbildung gemacht habe mich sehr viel so mit meiner eigenen Heilung, mit den eigenen Themen beschäftigt.

00:31:57: Habe mich selber auch coaching lassen also begleiten lassen.

00:32:02: Ja ich würde sagen die Jahre danach waren schon sehr viel der Fokus auf mir und so was möchte ich denn wirklich?

00:32:08: Und Ich hab noch meinen alten Beruf gemacht.

00:32:10: Also ich habe in einem großen Konzern Automobilkonzern hier gearbeitet und habe das weiterhin gemacht obwohl auch gar nicht mehr gefühlt habe, aber natürlich als alleinerziehende Mama ist man ja dann auch auf das Geld angewiesen und hab das andere parallel ein bisschen aufgebaut.

00:32:29: Also die Jahre danach waren sehr viel Rückbesinnungen in ich's einfach mal mit meinen Themen auseinander gesetzt – sehr viel!

00:32:37: Auch das Umfeld aussortiert also Freundschaften.

00:32:41: Ich nenn es jetzt mal so Oberflächliches ging dann gar nicht.

00:32:46: Ich war auch sehr viel mit mir alleine und das war für mich auch sehr, sehr heilsam.

00:32:50: Und nach wie vor sehr viel in der Natur.

00:32:52: Also ich bin bis heute einfach ein Mensch.

00:32:54: die Natur gibt mir unheimlich viel.

00:32:56: Und ich sage immer ohne dass wäre ich nie so gut durch meine Krebserkrankung durchgegangen.

00:33:01: also ich bin mindestens einmal am Tag im Wald oder hier über die Felder spazieren.

00:33:06: Das ist eigentlich das was sich so verändert hat.

00:33:09: Im Außen vielleicht gar nicht so viel erstmal aber im Innen ganz, ganz viel.

00:33:16: Lass uns mit darüber sprechen, wann sich bei dir im Außen was verändert hat.

00:33:20: Du bist ausgezogen und hast deinen Sohn mitgenommen.

00:33:23: Du hast aber noch dein sicheren Job gehabt?

00:33:26: Ja!

00:33:27: Du hast gesagt vor zwei Jahren ungefähr, hast du beobachtet dass dein Umfeld deine Freundin auch in die Pirimeno Pause kommen.

00:33:34: Wann ging das los?

00:33:35: Dass du angefangen hast dich mit Hormonen zu beschäftigen.

00:33:38: Ja

00:33:38: also wie gesagt vor zweier Jahren dann bin ich da so eingestiegen habe mir sehr viel ja sehr viel recherchiert sehr viel gelesen podcast gehört und Ja, habe dann letztes Jahr mich entschieden auch als Hormoncoach ausbilden zu lassen um da einfach noch mal tiefer einzutauchen.

00:33:56: Mir ist es halt immer wichtig so dass das alles Hand und Fuß hat also eine Zertifizierung dafür da ist.

00:34:03: und ja genau vor zwei Jahren ging das so los und bis jetzt ist es ja ein Feld wo du ja auch nie aufhörst zu lernen, wo du ständig weiter wächst.

00:34:14: Ja ich erlebe ja auch mit jeder Frau die nicht im Coaching hab oder so, kommen auch neue Geschichten nenn' ich's jetzt mal und auch da ist es ja dir begegnet so viel wo du dann am Anfang denkst okay wow crazy das gibt in den Ausmaßen dann auch.

00:34:29: und ja also seit zwei Jahren bis jetzt ist es sehr akut und präsent und ich habe mich damit selbstständig gemacht.

00:34:39: Vor zwei Jahren habe ich erst meinen Sebetical genommen, also ein Jahr Auszeit.

00:34:43: Ich muss auch dazu sagen dass mein Vater dann noch in der Zeit gestorben ist.

00:34:46: Das hat natürlich auch nochmal ganz viel gemacht.

00:34:51: Dann hab' ich mir einen Jahreszeit genommen und habe letztes Jahr das Unternehmen verlassen.

00:34:56: Also ich bin praktisch nach der Auszeit nicht zurückgekommen und habe jetzt entschieden den Sprung zu wagen.

00:35:03: Das war dir aber auch vorher klar, dass das funktionieren wird.

00:35:07: Dass da quasi so viel Bedarf ist.

00:35:09: Dass Frauen da so viele Fragen haben und so viel Unterstützung brauchen.

00:35:14: Dass es sich für dich lohnt?

00:35:16: Also ob mir das klar war ich glaube nicht.

00:35:20: Aber es ist halt immer so... Ja also wer nichts wagt ja nichts gewinnt.

00:35:27: Es war für mich Wie soll ich sagen?

00:35:30: Also das Bedarf da ist ja, ob sich das ausgeht weiß man ja im Vorfeld nicht.

00:35:36: Ich hatte natürlich schon ein bisschen so einen Polster.

00:35:38: also muss auch dazu sagen ich mache nebenher noch ich bin im Network Marketing unterwegs.

00:35:43: Also habe da auch noch ein zweites Standbein.

00:35:45: Also es ist so...ich bin auch ein Freund davon nie nur auf ein Pferd zu setzen.

00:35:50: Ja diese Sicherheit brauche ich dann schon so ein bisschen und dadurch hatte ich ja auch ein bisschen den Polster im Hintergrund nenne ich jetzt mal und hab dann einfach den Sprung gewagt.

00:35:58: aber klar im Vorfall du das nie.

00:36:00: Also, du hoffst natürlich und ich würde jetzt auch lügen wenn ich sagen würde es ist immer alles leicht und es gibt keine Herausforderungen und natürlich nicht.

00:36:10: also jeder der selbstständig ist weiß dass es nicht immer nur einen Zuckerschlecken.

00:36:16: Aber trotz allem, ja auch da ist es ähnlich wie in meiner Krebszeit.

00:36:21: Also ich fokussiere mich halt immer auf das was ich möchte und es hilft mir unheimlich viel.

00:36:25: Und Ja Ich bin auch so eingestellt.

00:36:28: also ich sage immer letztendlich wenn alle Stricke reisen Es gibt immer wieder ein Weg auch zurück ins angestellten Verhältnis oder was auch immer.

00:36:34: also Das hat mich meine krebser krankung auch gelernt.

00:36:37: zu dieses Ja ich habe so gewisse Ängste einfach nicht weil ich es geht immer weiter dass

00:36:45: Ja, das ist eine total schöne Einstellung.

00:36:48: Jetzt nennt sich ja deine Bezeichnung Hormoncoach oder?

00:36:52: Genau!

00:36:53: Was bedeutet das genau?

00:36:57: Also ich habe mich ja wie vorhin schon erwähnt spezialisiert auf Frauen in der Piriminopause und auch rund um die Wechseljahre und es bedeutet letztendlich was wir ja vorhin gesprochen haben.

00:37:07: also in dieser Zeit ist so viel im Umbruch im Leben einer Frau, in der Psyche einer Frau.

00:37:15: Es passiert zuviel und da begleite ich einfach die Frau.

00:37:19: also Ich bin ja auch ausgebildete Life Coach Und es geht bei mir letztendlich nicht nur um die Hormone.

00:37:25: wichtig ist zu verstehen was die Harmone alles machen wofür die verantwortlich sind und das natürlich wenn dort etwas in Dysbalance is dass wir dorthin schauen dürfen.

00:37:35: Weil das Thema ist halt die Ärzte heutzutage, also ich habe das selber erlebt und ich erlebe es auch bei sehr vielen Frauen, die zu mir kommen.

00:37:44: Es wird Blut abgenommen, es wird nach gewissen Werten geschaut und die Ärze sagen immer nächstes alles okay.

00:37:50: Und die Frau sitzt aber bei mir und fühlt sich alles andere als

00:37:53: okay.".

00:37:54: Und da schauen wir erst mal hin, also auf Blutwerte.

00:37:57: Auf die Hormone und was halt ganz wichtig ist ich schau halt ganzheitlich drauf.

00:38:01: Also mir ist auch ganz wichtig dass wir verstehen das alles auch ein Ursprung in uns selber hat.

00:38:07: Es gibt ja ganz viele Dinge die uns prägen, die ja auch nach einer Auswirkungen darauf haben wie wir jetzt fühlen oder was wir glauben, was wir denken, wie wir uns verhalten... Ich sag immer, der Mensch ist ein ganzheitliches Wesen und wir können nicht nur auf die Hormone schauen.

00:38:23: Ja?

00:38:24: Und wenn ich natürlich ein Leben lang schon im Hamsterrat gefangen bin, ständig nur im Stress bin als Frau das Gefühl habe, ich muss mich immer hinten anstellen!

00:38:32: Ich darf meine Bedürfnisse nicht

00:38:34: äußern.".

00:38:35: Natürlich hat es Auswirkungen auf mich und auf mein Körper.

00:38:38: Wenn die Hromone dann zusammenbrechen, denne ich jetzt mal, dann bricht erst einmal das ganze System zusammen.

00:38:44: Da begleite ich ganzheitlich genau... Weil gerade, wie wir leben hatten unheimlichen Einfluss darauf.

00:38:52: Wie will auch die Perimenopause erfahren und erleben?

00:38:56: Wenn du magst lass uns da mal ein bisschen tiefer einsteigen.

00:39:00: Was genau ist die perimenopausen?

00:39:02: was passiert also?

00:39:03: oder hat es ja vorhin schon erzählt mit neun und dreißig hast Du gemerkt dass du dich naja nicht mehr das du dich so fühlst als würde das Leben was du lebst dir irgendwie nicht mehr so richtig gefallen, als würde dir das nicht reichen.

00:39:17: Als würde da was fehlen.

00:39:18: und gerade dieses ich fühle mich irgendwie so ein bisschen deprimiert.

00:39:23: also das kenne ich auch aus meinem umfeld von frauen die wir sind alle jetzt ungefähr Mitte vierzig.

00:39:28: aber in erster linie würde man ja noch gar nichts sagen ah das ist die piriminopause oder?

00:39:35: Es ist spannend, weil ich glaube der Begriff im Volksmund gar nicht so geläufig ist und dass die Menschen Perimenopause auch mit dem also klarer Überbegriff in dieser ganzen Zeit sind.

00:39:46: Die Wechseljahre und ganz viele verstehen die Wechsel-Jahre beziehungsweise die Perimeno Pause als etwas okay?

00:39:53: Ich bekomme meine Periode nicht mehr und genau bin jetzt einfach ja kann keine Kinder mehr bekommen Und jetzt ist es sozusagen die reproduktive zeit vorbei.

00:40:04: Es ist aber nicht, also die Perimenopause ist ja die Zeit vor den Wechseljahren.

00:40:09: Also vor der Menopause und das ist auch von Frau zu Frau unterschiedlich, wann sie beginnt.

00:40:15: Da gibt es keinen.

00:40:16: so mit achtunddreißig fängt's an.

00:40:18: bei manchen fängt erst mit Mittevierzig an beim Manchen kann es schon mit Ende dreißig beginnen.

00:40:24: Zeitangabe, wo man sagt okay da geht es los.

00:40:27: Und die Perimenopause bedeutet quasi dass die ersten hormonellen Umstellungen beginnen.

00:40:33: also das heißt die Frauen haben in der Regel noch ganz normal ihre Periode merken vielleicht erste Veränderungen, dass die Blutungen stärker werden oder der Zyklus sich generell verändert.

00:40:44: Ja es ist dann so das in dieser Zeit oft auch kein Eisprung mehr stattfindet oder es einfach Zyklen ohne Eissprung gibt.

00:40:50: Das merkt die Frau aber noch gar nicht so direkt anhand ihres Zyklos sondern eher in dem Empfinden ja wie sie sich fühlt wie du sagst so depressiv vielleicht auch abgeschlagen Der Schlaf wird schlechter und es hängt einfach damit zusammen weil wir ja Hystrogen und Progesteron sind.

00:41:09: ja, ich sage es jetzt mal in einem normalen Zyklus ist das so ein Spiel, dass aufeinander abgestimmt ist.

00:41:15: Also erst steigt das Hysterogen und nachher nach dem Eisprung steigt dann das Progesteron und das ist so ein schönes Zusammenspiel, das auch die Psyche nenn ich es jetzt einmal im Eigenklang ist.

00:41:25: also das ist jetzt ganz vereinfacht erklärt.

00:41:28: Und in der Perimenopause ist es so dadurch, dass wir oft schon Zyklen haben ohne Eissprung.

00:41:32: Wir brauchen den Eisbring damit genug Progesteroen gebildet werden kann Und in dem das Progesteron praktisch absinkt, fängt es an, dass auch unsere Psyche so ein bisschen schwimmt.

00:41:42: Nenn ich's jetzt mal ja?

00:41:43: Weil das halt einfach Auswirkungen auf den ganzen Körper hat und des Progesteroons – ich hab's vorher schon erklärt – ist so ein bißchen dieses Hormon, das auch dafür verantwortlich ist, dass wir so ein bisschen entspannen sind... Ja!

00:41:57: Man sagt auch manchmal, manche so ein bisschen gedämpft wahrnimmt.

00:42:00: Also einfach das Entspannungshormon ein bisschen und man kann sich vorstellen wenn es natürlich weniger wird dann fällt auf die Entspanung weg und das geht halt einfach da schon los und das kann die Pyraminopause bis zu zehn Jahre lang gehen.

00:42:14: Das klingt erstmal sehr erschreckend!

00:42:19: Muss es aber gar nicht sein.

00:42:21: Und das ist auch ganz wichtig, auch hier wieder.

00:42:23: Es gibt Frauen, die erleben das gar nicht.

00:42:25: Die gehen wunderbar durch diese Zeit.

00:42:29: Das soll jetzt überhaupt nicht heißen, dass jede Frau da schwierig durch diesezeit geht.

00:42:33: Mir ist immer auch wichtig, dass wir das Gesamtbild sehen.

00:42:36: Das ist das, was ich vorher schon gesagt habe.

00:42:37: Natürlich eine Frau, die sich ihr Leben lang ... Ja, ich nenn's mal immer angepasst hat und nur für die anderen war.

00:42:46: Dass die natürlich nicht so gut aufgestellt ist, weil sie sich ja selber nie ernst genommen hat.

00:42:53: Liegt halt dann auch in der Natur der Sache.

00:42:55: oder wenn Sie ständig im Stress sind?

00:42:56: Ja die Nebenjohnen sind auch ganz wichtig gerade durch diese Zeit, weil Sie halt auch eine gewisse Funktion nachher übernehmen, wenn die Eierstücke Ihre Arbeit einstellen und wenn ich natürlich mein Leben lang auch im Stress bin, das geht auch sehr viel um psychischen Stress Kann ich diese Phase natürlich nicht so gut verarbeiten, wenn wir es jetzt malen?

00:43:13: Und deswegen ist mir halt dieser ganzheitliche Blick auch ganz wichtig.

00:43:17: Ich sage immer wo kommt diese Frau her die jetzt auch so starke Beschwerden hat?

00:43:22: unabhängig davon ja dass die Hormone jetzt ein bisschen verrückt spielen?

00:43:26: aber das ist oft die Phase wo eine Frau die sich oft nicht selber gelebt hat ja dann erstmal merkt hey irgendwas läuft hier eigentlich falsch.

00:43:35: Und wenn man also mit diesen Beschwerden dann zu dir kommt, was wären denn die ersten Schritte?

00:43:40: Also du sagst es ja pro Gästeron fällt ab und das ist ja das Entspannungshormon.

00:43:46: Gibt's denn da Ersatz?

00:43:48: Also gibt's da Möglichkeiten das irgendwie auszugleichen?

00:43:51: Also die Möglichkeiten gibt es natürlich, aber das ist jetzt bei mir nicht der erste Weg.

00:43:56: Es gibt bioidentische, also auch homöopathische Mittel, die man wundervoll nehmen kann.

00:44:01: Ich bin da auch ein Freund davon, wenn das hilft.

00:44:03: Aber das ist bei mir noch nicht der ersten Schritt.

00:44:06: Der erste Schritt ist wirklich wie ich es vorhin schon gesagt habe, dass wir einfach mal dann zeitlich drauf schauen und am besten ein komplettes Blutbild machen lassen beim Arzt.

00:44:15: Und dann

00:44:15: auch auf die Hormone schauen.

00:44:16: Also du kannst über ein Speicheltest deinen Hormonstatus bestimmen, wenn man noch einen Zyklus hat ist es halt einfach wichtig in einer bestimmten Zeit, die dann zu bestimmen.

00:44:25: und dann schaut man da erstmal drauf weil das einfach schon mal so ein erstes Bild gibt ja dass auch erst schon mal ein aus also ein bild dafür gibt isst diese frau denn überhaupt schon in der Perimeno Pause?

00:44:34: Weil auch da ja die Ursachen können ja multifaktoriell sein.

00:44:38: also man muss ja da auch erst einmal eingrenzen und schauen Ist es das oder kann das auch eine ganz andere Ursache haben?

00:44:44: Also sehr ausschlaggebend sind zum Beispiel auch immer die Schilddrüsenhormone, weil auch da die Schiltrüse ist einfach unser Erdreh- und Angelpunkt.

00:44:51: zusätzlich auch noch was die Hormone anbelangt.

00:44:54: Dann schauen wir generell, wie sieht es mit den Neurotransmittern aus?

00:44:59: Also die ja auf unser Gehirn wirken.

00:45:02: Dann schauen weh ist der Lebensstil, wie ist die Ernährungsweise?

00:45:05: Wie ist die Bewegung?

00:45:06: Also findet da auch statt was Sport angeht.

00:45:09: also Es ist wirklich erstmal so eine ganzheitliche Bestandsaufnahme Wo steht diese Frau?

00:45:14: und dann schauen wir praktisch wie wir da Ich nenn's jetzt einfach mal optimieren können.

00:45:19: Und wenn das wirklich der Weg ist dass man sagt Ja Ich glaube, aber wir können dann auch mit bioidentischen Hormonen unterstützen.

00:45:27: Dann ist das wirklich auch was, was ich durchaus begrüße.

00:45:29: Aber wie gesagt, ich schaue erst mal ganzheitlich drauf, weil auch da wenn der System überlastet ist ja, wenn der Körper überlasted ist, können ja auch Hormone die nachher... Auch wenn sie bioidentisch und homeopathisch sind, wenn die halt nicht so gut verarbeitet werden können, bringt es ja auch wieder nichts.

00:45:44: Und deswegen ist es immer wichtig, ganzheitliche darauf zu schauen!

00:45:47: Weil es funktioniert halt nicht so einfach, hier eine Pille einwerfen und alles ist wieder gut.

00:45:52: Wenn das System überlastet ist ja wenn Leber daum nieren, wenn das nicht richtig funktioniert dann bringt es halt auch nichts.

00:45:59: jetzt irgendwie... Ja ich nennt's jetzt mal einfach ne Pille einzuschmeißen.

00:46:02: was sich also viele Frauen einfach wünschen!

00:46:05: Okay das heißt du gehst also diese ganzen einzelnen Faktoren durch Schlaf?

00:46:11: Bewegung, Lebensstil, Ernährung und das alles.

00:46:14: Und dann schaust du erst mal ob man da eventuell optimieren kann?

00:46:18: Und manchmal reicht es auch schon?

00:46:20: Das reicht ganz oft!

00:46:25: Das ist ja das, was ich mir so sehr wünsche, dass wir Frauen verstehen wie unser Körper funktioniert weil wenn wir das mal verstanden haben der Körper ist reine Biochemie und wenn du gewisse Dinge verstanden hast Das erleichtert schon so viel, weil du oft mit Kleinigkeiten schon einen Rieseneffekt hast.

00:46:43: Also es ist ja mittlerweile wirklich auch bekannt dass ganz viele Menschen heutzutage eine Nährstoffmangel haben, ja?

00:46:49: Weil unsere Ernährung teilweise halt schon gar nicht mehr das hergibt was sie früher noch hergegeben hat, weil wir sehr viel verarbeitet Lebensmittel essen und es gibt ja so diesen Spruchheutzetag wie Verhungern vor den vollen Tellern.

00:47:01: Ja, weil der Teller ist voll aber unsere Nahrung gibt die Nährstoffe oft gar nicht Wenn man versteht, wie der Körper funktioniert.

00:47:10: Dass wenn gewisse Nährstoffe fehlen, dass wenn ich zum Beispiel einen dauerhaften Eisenmangel habe können viele Hormone kann vieles gar nicht so produziert werden dann ist der Körper ja ständig Ich nenn es jetzt ganz zugespitzt im Überlebensmodus weil er ja stendig das irgendwie kompensieren muss, dass da ein wichtiger Nährstoff im Körper fehlt und Das wird leider, meiner Meinung nach zu wenig beachtet.

00:47:36: Auch in der Schulmedizin.

00:47:37: also ich habe ja wirklich durch meine Erkrankung sehr viel Erfahrung auch mit Ärzten gemacht, leider auch schlechte Erfahrungen und Da fehlt mir einfach der Gesamtblick drauf.

00:47:47: Also ich hab nie einen Arzt erlebt, der gesagt hat hey wir schauen mal wie ist denn ihr Vitamin D Status?

00:47:52: Wie sieht's mit dem B-Zwölf aus?

00:47:54: Wie sind denn die B-Vitamine generell, die auch ganz wichtig für unsere psychische Gesundheit aufs sind?

00:48:01: ja also habe ich leider nie erlebt und ich kenne es aber aus meiner Praxis dass wenn man an diesen Schlüsseln dreht nenn ich sie jetzt mal Ja der Körper ausreichend mit Omega drei Fettsäuren versorgt dass sich ganz viel ist schon von alleine wieder behebt.

00:48:15: Ich sage immer, das ist wie mit einem Auto.

00:48:17: Wenn ich nicht gutes Benzin oder gutes Öl einfülle kann das Auto auch nicht die Leistung abrufen für die es gebaut wurde.

00:48:25: und wir Menschen sind zwar keine Maschinen aber vom Prinzip her ist es genau dasselbe.

00:48:29: wenn ich dem Körper nicht das gebe was er braucht kann er nicht so funktionieren also in Anführungsstrichen funktionieren wie er soll Und da habe ich halt sehr einen Fokus drauf weil ich das einfach bei mir selber auch festgestellt habe.

00:48:43: Und ja, also über die Ernährung und über die Nährstoffversorgung können wir ganz viel

00:48:48: machen.

00:48:50: Das heißt, eigentlich wäre es gut, wenn jeder von sich mal ein Blutbild machen lässt um das einmal durchchecken zu lassen.

00:48:57: Unbedingt!

00:48:57: Also das wäre quasi der Anfang oder?

00:49:01: Und da ist es halt nicht nur mit einem großen Blutbild getan oder so.

00:49:04: Da gibt's wirklich wichtige Werte die man checken lassen sollte, die die Ärzte aber auch nicht untersuchen, die aber gerade dafür ganz wichtig sind.

00:49:13: Wie gesagt, da gebe ich natürlich auch in meinen Coachings dann der individuelle noch mal Tipps.

00:49:19: Welche Werte man dann noch mit untersuchen lassen sollte genau.

00:49:23: Ja super spannend!

00:49:24: Noura, wenn man jetzt diese Podcastfolge hört und sich denkt ... Man würde super gern bei den Kontakt zu dir aufnehmen.

00:49:31: Wie funktioniert das am besten?

00:49:32: Am besten tatsächlich über Instagram.

00:49:34: Ich bin auf Instagram vertreten.

00:49:38: Man findet mich da unter the-meno-Shift heiße ich.

00:49:42: Und genau, am besten dann in die M oder ich hab auch den Link zu meiner Homepage ist dort auch zu finden.

00:49:49: Genau, mich dann einfach kontaktieren ja.

00:49:54: Das verlinke ich natürlich alles auch noch in den Show notes.

00:49:56: Ja,

00:49:56: super gerne!

00:49:59: Gibt es etwas was du zum Ende unserer Folge noch den Hörern mitgeben möchtest?

00:50:05: Also was ich mitgeben möchte ja ist so dieses Vertraue auf dich und deinen Körper und komm wirklich in Kontakt mit dir und deinem Körper weil wir haben oft dieses Thema dass wir denken Der Körper ist gegen uns oder wir müssen irgendwas bekämpfen.

00:50:24: Und ich wünsche mir so sehr, dass gerade wir Frauen verstehen was für ein Geschenk eigentlich unser Körper ist und das ja auch immer mit uns spricht.

00:50:33: Ich wehr mich auch immer so ganz arg gegen dieses Fuck-Känzer und Krebs ist ein Arschloch oder so weil ich auch da oft denke ohne jetzt eine Schulzuweisung zu machen.

00:50:44: Nichts passiert einfach so.

00:50:46: Und ein Körper, der uns Jahre Jahrzehnte trägt und nicht gesehen und nicht gehört wird und nicht geliebt wird für alle.

00:50:54: Da ist für mich die logische Konsequenz das es zu Dysbalancen gibt ja und deswegen wünsche ich mir dass wir unseren Körper mehr als Freund sehen und auch mehr mit uns in Kontakt gehen und liebevoll vor allem mit uns umgehen.

00:51:12: Ich danke dir, dass du deine Geschichte hier geteilt hast.

00:51:15: Super spannend!

00:51:17: Eine Krebserkrankung und ihre Behandlung können dem Blick auf den eigenen Körper verändern.

00:51:22: mit meinen schönen Stark-Shootings begleite ich Frauen mit oder nach einer Krebserkrankung dabei sich selbst wieder mit einem neuen Blick zu sehen.

00:51:31: also ganz unabhängig davon ob Narben geblieben sind, ob sich der Körper verändert hat oder ob dich einfach wieder Wohler mit ihr selbst fühlen möchtest.

00:51:39: Wenn du dir solche Bilder von dir wünschst, dann findest du natürlich alle Informationen zu meinen schönen und starken Shootings über den Link in den Show-Notes oder auf meiner Website.

00:51:50: Dir liebe Nora, wünsche ich für deine Arbeit, für deinen weiteren Weg!

00:51:55: Und ja einfach für dich selbst alles alles Gute und ich danke dir von Herzen für deine Zeit und deine Worte und deine Geschichte die du hier mit uns geteilt hast.

00:52:06: Vielen lieben Dank, liebe Franziska, dass ich hier sein durfte und auch dir alles Liebe.

00:52:12: Ich hoffe sehr, dass auch diese Folge für dich wertvoll war und du einige Dinge für dich selbst mitnehmen konntest!

00:52:18: Auf www.franciskagünder-fotografie.de findest Du mehr über mich und meine Arbeit.

00:52:24: Informiere Dich gerne zu schön und stark ein Fotoprojekt für Frauen mit oder nach einer Krebserkrankung Den schön und stark Einzelshootings, dem Podcast Lebe Selbstvoll und weitere Projekte Die Frauen auf ihrem Weg stärken.

00:52:38: Teile gerne diese Folge mit deiner Familie und deinen Freunden und hilf so dabei den Podcast Lebeselbst voll weiter in die Welt zu tragen!

00:52:45: Lass mir auch supergerne fünf Sterne da und teile deine Gedanken und Erfahrungen zum Thema auf Instagram et Franziska Günther Fotografie mit mir.

00:52:54: Ich wünsche dir alles Liebe, Lebe selbstvoll, deine Franziska.

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