#179 Zweimal Lymphdrüsenkrebs und das Leben dazwischen
Shownotes
* Zweimal Lymphdrüsenkrebs und das Leben dazwischen - im Gesräch mit Jana *
„Ich hab euch doch gesagt, ich bin krank.“ Mit diesem Satz scherzte Jana früher oft mit ihren Freunden. Denn sie spürte schon lange, dass etwas mit ihr nicht stimmte. Sie war ständig erschöpft, hatte kaum noch Kraft und zweifelte irgendwann sogar an sich selbst.
Schließlich wurde hinter ihrem Brustbein ein 13 Zentimeter großes Lymphom entdeckt. Es folgten sechs Monate Chemotherapie, die Jana so stark belasteten, dass ihre Eltern bei ihr einzogen, um sie zu versorgen.
Nach der Behandlung erreichte sie eine Komplettremission. Doch Jana fühlte sich weiterhin krank. Bei einer erneuten Untersuchung wurde schließlich eine verdächtige Veränderung entdeckt, die zunächst sechs Monate lang beobachtet werden sollte.
Diese Zeit nutzte Jana ganz bewusst für sich. Sie reiste allein nach Spanien, feierte eine ganze Woche lang Geburtstag und bereitete ihren Körper mit Sport und gesunder Ernährung auf eine mögliche weitere Therapie vor.
Als die Veränderung nach sechs Monaten doppelt so groß war, musste Jana erneut eine Krebstherapie durchlaufen.
Heute erzählt sie, dass sie ausgerechnet in den vergangenen zwölf Monaten so viele schöne Dinge erlebt hat wie nie zuvor. Ihre Erkrankung hat ihren Blick auf den eigenen Körper, auf das Leben und auf das, was ihr wirklich wichtig ist, grundlegend verändert.
In dieser Folge erfährst du:
- wie Jana ihre erste Lymphomdiagnose und die schwere Chemotherapie erlebte.
- warum sie sich trotz Komplettremission weiterhin krank fühlte.
- wie sie die sechs Monate zwischen den beiden Therapien für sich nutzte.
- welche Erfahrungen sie während ihrer zweiten Krebstherapie machte.
- wie sich ihr Verhältnis zu ihrem Körper und ihre Sicht auf das Leben verändert haben.
- warum die Rückkehr in den normalen Alltag für sie manchmal schwierig ist.
Ich hoffe sehr, dass auch diese Folge für dich wertvoll ist und du einige Impulse für dich selbst mitnehmen kannst.
Vielleicht kennst du das Gefühl dich selbst nicht mehr richtig zu erkennen - besonders nach einer intensiven Zeit wie einer Krebstherapie. Genau darüber sprechen wir an meinem kostenfreien Zoom-Abend "Zurück zu dir". Ein Abend für Frauen nach einer Krebstherapie - über den eigenen Körper, Veränderungen und den Weg zurück zu sich selbst. Alle Infos, Termine und die Anmeldung findest du hier: https://www.franziskaguentherfotografie.de/zurueck_zu_dir
Wenn du Kontakt zu Jana aufnehmen möchtest, findest du sie auf Instagram @jana_briesner.
Wie immer freue ich mich riesig, wenn du deine eigenen Erfahrungen oder deine Gedanken zur Folge auf Instagram @franziskaguentherfotografie mit uns teilen möchtest, schreibe gerne in die Kommentare. Hinterlasse mir auch super gerne 5 Sterne und abonniere & teile den Podcast mit deinen Freunden und deiner Familie. So hilfst du dabei den Podcast LEBE SELBSTVOLL weiter in die Welt zu tragen.
Meine auditiven Begleiter "Fühl dich schön" und "Fühl dich ruhig" findest du auf https://www.franziskaguentherfotografie.de. Mit Meditationen und Reflexionsfragen begleiten sie dich dabei, dir bewusst Zeit für dich zu nehmen, deinen Körper wieder mit einem liebevollen Blick zu sehen oder einfach einmal zur Ruhe zu kommen.
Alle Infos zu meiner fotografischen Arbeit, den schön & stark Einzelshootings, dem Podcast LEBE SELBSTVOLL und den schön & stark Gruppenshootings findest du ebenfalls auf meiner Website.
Ich wünsche dir alles Liebe, lebe selbstvoll, deine Franziska
Transkript anzeigen
00:00:09: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Liebe selbstvoll, dem schönen und starken Podcast für mehr Selbstfürsorge.
00:00:17: Hier geht es um Frauen die an Krebs erkrankt sind – um die Erfahrungen, die sie während der Therapie gemacht haben, um ihre Sorgen und Nöte aber auch um mögliche Richtungswechseln, die eine Krebsdiagnose mit sich bringen kann!
00:00:30: Wir sprechen darüber, was dir das Leben erleichtern kann.
00:00:33: Welche Erkenntnisse betroffene Frauen im Laufe der Zeit gewonnen haben und wo die Prioritäten im Leben liegen?
00:00:39: Ich wünsche Dir ganz viel Freude beim Zuhören!
00:00:43: Hallo und herzlich willkommen!
00:00:44: Mein Name ist Franziska Günder-Göhnpfernig.
00:00:46: ich bin Fotografin und fotografiere Frauen, die an Krebs erkrankt sind.
00:00:50: Ich freue mich sehr dass du eingeschalten hast.
00:00:54: heute ist Jana bei mir zu Gast.
00:00:55: sie isst an einem Hodgkin Lymphom erkrankt.
00:00:58: Liebe Jana, schön, dass du da bist.
00:01:00: Herzlich willkommen!
00:01:02: Hallo, danke, dass ich da sein darf.
00:01:06: Jana wie war das damals bei dir?
00:01:08: Wann hast Du denn die ersten Veränderungen an deinem Körper bemerkt und wie war Dein Leben zu der Zeit?
00:01:13: Wie lange ist das Ganze her?
00:01:16: Ich hatte meine erste Diagnose im November, zwei Tausend Dreiundzwanzig Und ich würde sagen, ich habe schon einen bestimmten Jahr davor wenn ich jetzt drückblickend betrachte gemerkt, dass irgendwas komisch ist.
00:01:32: Wahrscheinlich vor allen Dingen hatte ich generell einfach so eine Schlaffheit.
00:01:38: Ich war nicht mehr so fit, ich war ziemlich viel krank was komisch ist weil ich eigentlich nie krank war davor.
00:01:44: Ich habe immer auf den Sport gemacht, betanzt mich viel bewegt und hatte auch nie irgendwie Erkältungen oder sowas.
00:01:50: und dann hatte ich trotz zweier Covid-Impfungen plötzlich viermal Covid hintereinander und eine Gürtelrose.
00:01:58: Ich bin irgendwie nie so richtig fit geworden von all diesen Sachen.
00:02:06: Außerdem hatte ich dann so Sachen wie total steifen Nacken und bin zur Physiotherapie gegangen, da wurde dann sowas gesagt als Frau haben sie auf der linken Seite die Emotionen gespeichert und deshalb ist es dort besonders verschwandt Und ich hab halt immer gedacht, ja okay dann muss das irgendwie daran liegen.
00:02:25: Dann hab' ich scheinbar irgendwie... Also ich habe jetzt sehr nach einer Antwort gesucht warum ich mich so ein bisschen komisch fühle und hab da dankbar alles mögliche angenommen.
00:02:33: Aber es ist nicht richtig besser
00:02:35: geworden.".
00:02:37: Das klingt so ein bißchen esoterisch?
00:02:39: Ich merke dass auch wenn ich irgendwie viel grüble oder wenn ich Stress habe oder wie auch immer, dann hab' die schnell einen steifen Nacken oder sowas.
00:02:46: Oder weiß ich schon alles klar, ist gerade irgendwie zu viel Druck.
00:02:49: aber Also du hast dich erstmal damit zufrieden gegeben.
00:02:52: Hattest du denn vorher, also wenn man die Emotionen und so weiter auf der einen Seite speichert, hattest Du dann vorher eine stressige Zeit?
00:02:58: oder war das einfach weil du schon in die ganze zeit irgendwie ein bisschen dauerkrank warst?
00:03:05: Ich glaube ich hatte schon auch ne stressige zeit.
00:03:07: Ich habe viel gearbeitet.
00:03:08: Ich hab wenig Urlaub gemacht.
00:03:09: Und wie ich ja schon gerade sagte sehr viel sportgemacht was auch oft.
00:03:13: dann so von meiner Familie oder den Freunden wurde dann gesagt, naja du machst halt auch so viel.
00:03:17: Ist ja klar dass du irgendwie erschöpft bist und vielleicht musst du ein bisschen weniger machen.
00:03:20: und ich war Anfang dreißig.
00:03:22: also ich dachte eigentlich bin ich ja jetzt also müsste ich ja total fit sein.
00:03:26: deswegen hat sich das nie so richtig so richtig richtig hat sich es nie angefühlt.
00:03:32: ja also ich hatte auf jeden Fall schon viel Stress auch und habe das natürlich auch darauf geschoben.
00:03:37: einfach weil Ja, man hatte alle möglichen Symptome unter Umständen und auch gerade so psychosomatische Vorgänge.
00:03:44: Vielleicht unterschätzt man das auch mal, weil man ja mittendrin steckt oder sowas?
00:03:49: Ich hatte allerdings noch viel konkretere Sachen wie plötzlich habe ich Migräne mit Aura bekommen, dass ich auch noch nie war bei einer Neurologin.
00:03:58: Es wurde auch ein Schädel-MAT gemacht um zu gucken was los ist und es war aber alles sehr unauffällig hab ein Schilddrüsenknoten diagnostiziert bekommen, der aber nicht gescannt werden konnte weil ich keinen Termin bekommen habe.
00:04:10: Also es sind schon so ein paar.
00:04:12: jetzt rückblickend macht das in dem Bild alles total viel Sinn.
00:04:16: zu der Zeit waren es halt so einzelne Fragmente die niemand richtig zusammengebracht hat.
00:04:21: Naja und vor allem das macht einen ja auch irgendwie fertig wenn du immer zu irgendwelche Symptome hast und du kannst es nicht so richtig einordnen.
00:04:28: Ja und ich hatte natürlich Freunde haben sich auch schon nicht lustig gemacht, aber auch schon immer mal so ein bisschen gelacht darüber.
00:04:34: Weil ich halt ständig irgendwas hatte und ich habe mich dann irgendwann auch angefangen lustig zu machen.
00:04:38: Ich hab immer gesagt wenn ich sterbe, dann will ich dass ihr auf meinen Grabstein schreibt.
00:04:43: Ich habe euch doch gesagt, ich bin krank weil ich wirklich dachte... Also irgendetwas ist noch nicht in Ordnung hier, aber ich halt langsam auch oder irgendwann dann auch dachte ich bin selber ein bisschen bescheuert War ich gar nicht.
00:04:57: Nee, warst du gar nicht!
00:04:58: Aber hinterher ist man immer schlauer, ne?
00:05:01: Genau...
00:05:02: Okay, du hast also dann diese ganzen Symptome gehabt und irgendwie ist es ja wahrscheinlich nicht so richtig besser geworden.
00:05:10: hat sich das tatsächlich so über ein Jahr gezogen?
00:05:13: bist du die Diagnose bekommen hast?
00:05:15: Ja, vielleicht ist es sogar ein bisschen länger gewesen Ich kann's gar nicht mehr so genau sagen aber wenn ich jetzt zurückdenke war es in etwa ein Jahr Und dann spitze sich das aber so'n bisschen zu einen Job angefangen, der mir sehr wichtig war und in dem ich mich sehr gefreut hatte.
00:05:31: Und ich war so ungefähr ein Monat da drin, das war dann eben im November.
00:05:35: Ich bin normalerweise sehr viel Fahrrad gefahren auch mit einem Fahrrad immer zur Arbeit gefahren und bin irgendwie nicht mehr mit dem Fahrrad gefallen.
00:05:41: Ich habe es gar nicht so hinterfragt warum eigentlich?
00:05:43: Ich hab's einfach nicht gemacht!
00:05:45: Und habe dann irgendwie Fieber bekommen, ein paar Tage in Folge und hat mich dann krankschreiben lassen und dieses Fieberging halt nicht mehr weg und ich lag irgendwie zu Hause im Bett über zwei drei Wochen Und hab dann auch Antibiotika bekommen, weil man dachte vielleicht habe ich eine typische Lungenentzündung.
00:06:01: Also es gab irgendwie keinen Grund für dieses Fieber und hatte aber sehr schlechte Blutwerte die auch immer schlechter wurden und man konnte das nicht so richtig einordnen.
00:06:10: Und daraufhin also irgendwann konnte ich auch nicht mehr aufstehen und nicht mehr richtig laufen und meine Hausärztin hat mich dann in die Notaufnahme geschickt und meinte also dass ist irgendwie nicht mehr okay und sie kann jetzt nicht helfen, weil das alles zu lange dauert, also nichts zu einem Rentrum zu überweisen oder ähnliches wäre jetzt zu langwierig.
00:06:28: und dann bin ich in die Notaufnahme gegangen.
00:06:29: Und da haben sie einen CT gemacht, und dann hatte ich schon so ein dreizehnt Zentimeter großen Tumor immer hinter meinem Brustbein.
00:06:40: Boah!
00:06:41: Dreizehn Zentimeter?
00:06:42: Das ist riesig...
00:06:44: Ja das ist ganz schön groß ja der hat sich halt sehr gut versteckt dahinter im Knochen.
00:06:49: deswegen konnte also Beim Lymphdrüsenkrebs oder bei einem Lymphom ist es ja an sich so, dass man das häufig dann spürt weil eben ein Lymphknoten vergrößert ist.
00:06:57: Ja und die sind gerne an Stellen wie über allem Körper aber vor allen Dingen auch am Hals oder in der Leiste oder so.
00:07:05: Aber halt auch hinterm Brustbein und da hatte ich einfach Pech sozusagen, bis es dann da wachsen konnte.
00:07:11: Boah okay!
00:07:12: Wie ging das weiter nachdem das entdeckt wurde?
00:07:15: Es war natürlich nicht sofort klar.
00:07:17: also es war eine Raumforderung und das waren sehr toller junger Arzt da in der Notaufnahme, der auch eine gute Verbindung hatte in die Charité.
00:07:26: Also ich war in einer anderen Notaufnahmen und er hatte in der Nacht, das war dann sehr spät abends weil es natürlich wie oft in der notaufnahme dann sehr lange gedauert hat, hat dann in der nacht auch zu meiner mutter und mir gesagt also er könnte sich vorstellen dass es mit dem foam ist aber er weiß das nicht und müssen durch ne biopsy muss das gesichert werden usw.
00:07:45: Das kann er jetzt nicht leisten.
00:07:45: Er würde mich an die charité überweisen.
00:07:49: Dann habe ich eine Nacht in diesem Krankenhaus, wo ich da war verbracht und wurde dann am nächsten Tag in die Charité gefahren.
00:07:55: Und dann war ich da zweieinhalb Wochen oder so zur
00:07:58: Diagnostik.".
00:07:59: So lange hat das gedauert bis sie rausgefunden haben?
00:08:02: Was ist es jetzt wirklich ist?
00:08:04: Ja, das sind ja dann so Prozesse.
00:08:05: also man hat natürlich im CT es würde dann wird ein Scan gemacht, so einen Initial-Scan oder der ganze Körper einmal halt geguckt würde, wo ist das überall und gibt es irgendwie... Hat das irgendwo hingestreut und wie groß ist das?
00:08:17: usw.
00:08:18: danach wird dann irgendwie muss man noch mal eine biopsy machen, muss man es historisch absichern und das dauert halt irgendwie alles im Krankenhaus auch manchmal.
00:08:29: Und dann hatte ich irgendwie drei Tage am Stück gewohne eine Biopsy angemeldet und konnte dann aber erst nicht durchgeführt werden und dann ist man immer wieder nüchtern und so.
00:08:36: also es war schon echt extrem kräftezehrend weil man natürlich auch die ganze Zeit über... Ich hatte ja die ganze zeit immer noch Fieber und mich einfach extrem schlecht gefühlt weil die Blutwerte sehr sehr niedrig und sehr schlecht waren und ich einfach auch vor allen Dingen natürlich sehr, sehr große Angst hatte.
00:08:53: Und wir alle Angst hatten weil er eben noch nicht hundertprozent klar war dass es Hodgkin ist... ...und alle Ärzte mir damals oder Ärztinnen gesagt haben das wenn man sich einen Krebs wünschen kann was auch immer das heißt dann wäre das ein Hodgekin-Lymphom weil es ihm sehr gut behandelbar ist.
00:09:10: und wir wussten aber nicht ob es das ist.
00:09:12: man hat es halt so ein bisschen gehofft an dem Punkt aber wusste es nicht.
00:09:15: Und als man es dann wusste, bekommt man die Chemotherapie oder?
00:09:19: Das ist die Behandlung.
00:09:21: Genau also ich bin ja noch einigermaßen jung und ich habe auch keine Kinder und deshalb stand erst mal im Raum ob ich so fertilitätserhaltende Maßnahmen machen möchte was jetzt in meinem Fall gewesen wäre.
00:09:37: Ich hätte eine Hormonbehandlung bekommen und dann hätte mir Eizellen entnommen und sie werden eingefroren Und die könnte man dann zu einem späteren Zeitpunkt auftauchen und durch eine künstliche Befruchtung dann ein Kind bekommen.
00:09:49: Ich hätte das gerne gewollt, ich habe es auch versucht aber ich war einfach nicht mehr fit genug.
00:09:54: also mir ging's einfach zu schlecht und ich hab's körperlich nicht geschafft so zu sagen.
00:09:59: Also das stand da noch vorne dran innerhalb dieser zwei.
00:10:04: also wurde dann entschieden in diesen zwei Wochen und hat dann in der darauf geäuse Zeit sollte das stattfinden hat angefangen konnte mich war nicht erfolgreich usw.
00:10:13: Und dann, genau macht man eine Chemotherapie und es gibt dann noch die Option eine Bestrahlung hinten dran zu hängen.
00:10:19: Das hängt aber davon ab wie die Chemotherapien anschlägt oder verläuft.
00:10:23: Es war jetzt in meinem Fall nicht der Fall.
00:10:26: Ich hatte dann sechs ... Nee ich sollte vier Zyklen bekommen.
00:10:30: Und das hat sich später im Verlauf nochmal verändert weil festgestellt wurde dass man meinen Stadion, mein Krankheitsstadium falsch bewertet hatte.
00:10:39: Und es wurde da nochmal auf sechs Zyklen erhöht.
00:10:42: Also das klingt auf jeden Fall erst mal sehr dramatisch, dass mit der Kinderwunschbehandlung und der abgebrochenen Kinderwunschbehandlungen wahrscheinlich auch emotional ein ganz schön großes Paket oder?
00:10:52: Ich weiß nicht wie es jetzt ist aber war es zu der Zeit ja bestimmt.
00:10:55: Ja beides also es war damals und jetzt auch ein großes Pakete.
00:10:59: Es war halt damals das Paket, dass ich überhaupt keinen Kinderwünsche hatte akut, aber ich dachte ich will vielleicht einen haben oder werde einen haben Und natürlich möchte mir diese Option Ich hab nie drüber nachgedacht, dass es die Möglichkeit nicht gibt.
00:11:15: Natürlich ist das ja ein Thema für viele Frauen, dass sie die Möglichkeiten nicht haben aus unterschiedlichsten Gründen.
00:11:22: aber so wie ich auch nie dachte, dass ich krank werde weil ich nie krank war und es für mich so mein Selbstverständnis war habe ich halt auch nie darüber nach gedacht, dass sich vielleicht kein Kind kriegen könnte wenn ich das will.
00:11:32: Ja
00:11:32: klar
00:11:33: Und dann war das irgendwie eine sehr komische Entscheidung die mir sehr schwer gefallen ist.
00:11:36: also ich hab dann selbst entschieden, dass Sondern, dass ich jetzt direkt in die Chemo gehe.
00:11:43: Einfach weil es zu viel war und ich dann beschlossen habe also... Ich muss ja erst mal nicht sterben!
00:11:49: Das ist ja sozusagen das Wichtigste, sonst ist auch die Eizelle ein bisschen egal Und der Rest darum muss sich dann irgendwie Zukunftstjana kümmern.
00:11:58: Und jetzt mich halt Zukunftstjaner und jetzt beschäftigt mich dieses Thema schon noch.
00:12:03: aber Ja, es kommt und geht in Wellen ums jetzt mal so kurz zusammenzufassen.
00:12:12: Also du hast diese Behandlung abgebrochen, um dann schnellstmöglich in die Chemo zu starten.
00:12:16: Weil es dir einfach nicht gut ging oder weil du dieses Fieber hattest und dein Körper wahrscheinlich total fertig war?
00:12:23: Ja so eine Hormonbehandlung ist halt ja belastend.
00:12:25: also man hat da auch alle mögliche Symptome Und dann muss es ja auch wieder nochmal einen Eingriff geben, um diese Eizellen zu gewinnen und das haben wir dann irgendwie...
00:12:35: Na klar ich meine Du warst ja schon die ganze Zeit irgendwie krank vorher ne?
00:12:37: Also das darf man ja da auch nicht vergessen.
00:12:41: Also dann, die Chemotherapie bekommen hast.
00:12:43: Hast du ja gleich eine Besserung verspürt?
00:12:46: Nee ich habe mich ganz schlimm gefühlt.
00:12:48: Ich weiß manchmal rückblickend nicht ob das auch sehr viel damit zu tun hatte dass ich eben in so großer Angst und Panik war Und auch meine ganze Familie die auch da war Auch so viel angst hatte In der Situation und wir uns dagegenseitig in So ne ganz schlimme Anspannung ein bisschen reingesteigert haben.
00:13:06: Aber mir ging es unter der chemo total schlecht.
00:13:08: also ich hab's nicht gut vertragen.
00:13:10: Ich hatte sehr, sehr schlimm mit Übelkeit zu kämpfen.
00:13:12: Ich hatte ganz große
00:13:13: Angst.".
00:13:14: Es ist ja dann auch noch so dass man bevor man die Chemotherapie bekommt, bekommt man noch einen Port eingesetzt also einen zentralen Venenkatheter.
00:13:22: der wird unter die Haut gesetzt und verbunden mit einer sehr großen Vene und darüber wird dann die Chemotherapie intravenös verabreicht.
00:13:32: Und das ist halt auch nochmal ein Eingriff der nicht so angenehm und unter örtlicher Betäubung bloß stattfindet.
00:13:38: Und das hat mir auch große, große Angst gemacht.
00:13:40: Ich hatte davor eine Biopsie bei der die Betäubung nicht gewirkt hatte und ich hatte so große Angst vor dieser örtlichen Betäugung.
00:13:47: Also ich bin mit so einer großen Angst- und so einer Versertheit in diese Chemo reingestartet, dass ich irgendwie dieses Gefühl hatte, mir ist so alles entglitten also ich habe meinen Körper nicht mehr gespürt, nicht mehr vertraut, ich hatte das Gefühl es ist...ich hab keine Grenze mehr alle piken irgendwo rein im Milch oder fassen mich an oder so.
00:14:07: Also es war so, ich war in einem totalen Ausnahmezustand eigentlich und deshalb konnte ich halt auch nicht irgendwie jetzt mit Atmung und Fokussiert- oder Bewegungen und Ruhe oder so in die Chemo sondern ich bin da eigentlich so reingeknallt und dachte oh Gott Hilfe, Hilfe!
00:14:20: Ich sterbe.
00:14:22: Ach Gott
00:14:24: Ja das war wirklich sehr wild.
00:14:27: Es ist natürlich auch eine heftige Behandlung.
00:14:29: man hat einfach sehr viel... Oder ich habe sehr viele Nebenwirkungen also von Übelkeit über alle möglichen unangenehmen Sachen.
00:14:38: Wie wurde diese Biopsy gemacht?
00:14:40: Also ich meine, wenn das hinter deinem Brustbein war... wie sind die denn da herangekommen?
00:14:46: Da gab es verschiedene.
00:14:47: Ich hatte ja dann auch im späteren Verlauf sehr viele Biopsien und immer wieder an dieser Stelle.
00:14:53: Und mal gehen sie durch die Rippen also bei diesem sehr großen Thoma am Anfang ging es gut zwischen den Rippendurch weil der halt quasi schon fast an der Oberfläche war so er hat sich halt schon hoch gedrückt zwischen den rippen Und es wurde dann aber später auch noch mal eine Biopsie durch das Brustbein gemacht.
00:15:07: Also man hat da mit so einem kleinen Bohr aus ins Brust-Bein reingepohrt und dadurch die Nadeln geführt, und dann noch andere verschiedene Sachen wo ein bisschen Wasser eingespritzt wurde um die Lunge wegzudrücken um dann mit der Nadel von oben rein zu piken also durch die Schlüsselbeine zwischen dem Schlüssel bein.
00:15:28: Es gab da verschiedene Versuche oder Varianten.
00:15:31: Klingt mega gruselig!
00:15:33: Ja, es ist gruselig.
00:15:34: Es ist unglaublich grusulich und gleichzeitig ist es natürlich total super weil so kann man sichern was es ist und das ist halt auch wichtig weil man natürlich nicht mit so einer heftigen Chemo beballert werden will wenn's nicht sein muss aber es ist keine schöne Situation.
00:15:53: Okay also du hast dann deine Chemo bekommen und ja hast er scheinbar alles mitgenommen was dazu gehört?
00:16:00: Also was dazugehören kann.
00:16:02: Wie lange ging diese Zeit, wo du die Chemo bekommen hast?
00:16:04: Ein halbes Jahr oder noch länger.
00:16:07: Genau ein halbes Ja etwa also ich weiß nicht mehr ganz genau aber so um den Dreh also sechs Zyklen und es ist ja immer so im drei Wochen Rhythmus.
00:16:14: Also man hatte immer eine Woche Chemo und dann drei Wochen Pause.
00:16:19: in denen drei Wochen sollte sich der Körper soweit erholen dass er in die nächste Chemo gehen kann ohne zusammenzuklappen.
00:16:27: Ich hatte aber dazwischen auch immer wieder Phasen, wo man die Pause ein bisschen größer war oder kleiner.
00:16:33: Also kleiner selten, aber größer vor allen Dingen.
00:16:35: Weil dazwingend mal noch ein Infekt lag oder kein Bett frei war im Krankenhaus und so was.
00:16:40: Deswegen waren es in etwa sechs Monaten.
00:16:42: Ich stelle mir das irgendwie schwierig vor.
00:16:44: wenn du jetzt diese Chemo bekommst ja?
00:16:46: Und du weißt gleich okay dir geht's besser!
00:16:48: Das macht ja emotional was mit dir?
00:16:50: dann hast du ja doch dieses Erfolgserlebnis.
00:16:53: Aber wenn du die ganze Zeit irgendwie ... Wenns dir die ganze zeit so schlecht geht Das ist doch bestimmt mega schwer, das irgendwie emotional so ein bisschen abzufedern
00:17:19: oder?
00:17:28: wird alles extrem schwer.
00:17:29: Und auch die Chemotherapie hat bei mir zu einer sehr großen Schwäche geführt, also ich konnte phasenweise kein Wasserglas oder so anheben und dann liegt man halt nur zu Hause und vielleicht habe ich auch ein bisschen halluciniert während den Therapien das weiß ich gar nicht genau aber Ich hatte immer so ein inneres Bild dass sich Kopf über zwischen zwei Teppichen hänge.
00:17:49: So hab ich mich eigentlich durchgängig gefühlt und halt natürlich irgendwie emotional total hilflos und verzweifelt.
00:17:58: Also ich war sehr dankbar, dass meine Eltern sind bei mir eingezogen in der Zeit und haben mich aber halt quasi gepflegt also mir Essen gemacht, mich gewaschen, mir über den sinnvollsten Sachen geholfen und sonst war da nicht so viel und ich habe halt einfach nur gedacht ich muss irgendwie von Chemotherapie zu Chemotherapi kommen.
00:18:16: und ja es war nicht sehr aufbauend.
00:18:17: also dieser Gedanke ach toll jetzt werde ich hier gerade gesund war nicht so da weil ich auch nicht wusste ob.
00:18:24: Natürlich ist das Hochgründungform gut zu behandeln.
00:18:27: Und ich glaube, es sind so ungefähr neunzig bis sogar teilweise ninety-fünf Prozent Heilungsquote.
00:18:33: Aber es gibt ja trotzdem auch noch die fünf oder beziehungsweise zehn Prozent, die nicht geheilt werden.
00:18:38: davon und nachdem der Hochgrün vom generellen sehr seltener Krebs ist und ich ihn ja auch trotzdem bekommen habe war für mich das Thema Statistik ein bisschen durch dass ich dachte naja Das bringt mir nichts.
00:18:50: deswegen war ich einfach auch sehr ängstlich ob das überhaupt alles so klappt.
00:18:54: Na ja klar, das ist ja total verständlich.
00:18:57: Das heißt du hast also irgendwie versucht diese Zeit zu überleben oder?
00:19:01: Ja
00:19:01: ich glaube wir haben es alle irgendwie einfach so versucht auszuhalten und natürlich irgendwie das Beste daraus zu machen und alle haben auch alles um mich herum die Menschen auch alles gegeben was sie irgendwie konnten zu der zeit.
00:19:13: aber es war schon scheiße einfach.
00:19:19: Nachdem du dann mit der Chemotherapie durch warst wie ging es dir dann?
00:19:23: Hast du dich dann irgendwann wieder besser gefühlt?
00:19:26: Hast du irgendwie das Gefühl gehabt, Gott sei Dank, das habe ich überstanden.
00:19:30: Nee!
00:19:31: Ich hatte das gar nicht komischerweise.
00:19:34: Es war dann klar okay, dass es jetzt die letzte Chemo ist und in meinem Kopf drin hab' ich natürlich so... Man hat diese Bilder von irgendwelchen Instagram-Posts, von Leuten mit Ballons und Blumen beschmissen werden und die ganze Familie ist da und alle weinen und man sagt, ah, es ist die letzte chemo und Du bist geheilt.
00:19:52: Es war aber alles in mir drin, überhaupt nicht so.
00:19:54: Aber es war auch draußen nicht so... Also ich bin dann zu meinem letzten Termin gegangen in die Amulanz und mein behandelnder Arzt hat gesagt ja Dann sind sie jetzt fertig und ich habe gesagt hey aber also was heißt das denn jetzt?
00:20:07: Was mache ich jetzt?
00:20:08: Und er hat gesagt ihr habt nichts schillen!
00:20:10: Jetzt schill'n Sie!
00:20:12: Und dann bin ich da rausgegangen und hab auch ein bisschen geweint oder so weil ich irgendwie... Ich wusste nicht.
00:20:19: Also auf dem Papier stand dann, dass ich eine komplettere Mission erreicht habe.
00:20:23: Also das der Krebs nicht mehr MCT im Petscan, nicht mehr auffindbar ist aber ich hab mich überhaupt nicht krebsfrei gefühlt.
00:20:31: also ich hatte das Gefühl ich muss erstmal... Also was heißt es jetzt hier gerade?
00:20:36: Überhaupt alles und natürlich Familie und Freunde waren total glücklich und erleichtert und ich hab's gar nicht gefühelt Und dadurch gab es auch nicht so einen Moment von, wow wir feiern das.
00:20:45: Dass du fertig bist oder wie toll oder so sondern ich habe eigentlich allen gesagt auf dem Papier bin ich krebsfrei und jetzt brauche ich mich... Jetzt muss ich erstmal... Ich weiß nicht, lasst mich erst mal alle.
00:20:56: Ja wäre das irgendwie auch gar nicht so... Also glaube generell geht es vielleicht gar nicht zu schnell dass man so umschaltet weil man fällt ja auch aus einem Netz raus.
00:21:04: also man ist ein halbes Jahr lang ist man ja total eingebunden in eine Struktur, eine medizinische Und auch in der Versorgungsstruktur, dass mir jeden Tag jemand Essen gemacht hat und immer jemand da war.
00:21:17: Ich war nie alleine.
00:21:19: Dann muss man natürlich mal unabhängig vom Krankenhaus, das dann wegfällt zumindest ... In der Form mit meinen Eltern plötzlich okay, brauche ich jetzt noch Hilfe?
00:21:28: Wie viel seid ihr noch da?
00:21:30: Wie könnt ihr das loslassen?
00:21:32: Es war so ein bisschen schwierig.
00:21:34: Okay ist wieder alles okay oder... Das war eine ganz komische Phase Und die ganze Zeit über habe ich aber natürlich trotzdem versucht, weil ich ja eben eigentlich sehr viel Sport und Bewegung und so gemacht hab.
00:21:47: Ich habe einen sehr großen Lebenswillen.
00:21:50: Da habe ich halt versucht mich wieder aufzubauen und irgendwie ein kleines Sportprogramm jeden Tag zu machen und in eine Struktur zurückzufinden mit halben Erfolg würde ich mal sagen.
00:22:02: Bist du dann zur Reha gefahren?
00:22:04: War das auch noch was, was dir vielleicht noch ganz gut getan hat?
00:22:07: Nee,
00:22:08: ich war nicht bei der Reha.
00:22:10: Ich wollte das ursprünglich machen und habe mich dann aber... Ich hatte noch mal einen Antrag gestellt und ich wollte in einer Rehaklinik eine bestimmte.
00:22:23: Und die wurde aber nicht bewilligt.
00:22:24: Dann war ich irgendwie ein bisschen bockig und dachte, ja gut, dann will ich gar nicht.
00:22:30: Es war auch okay, ich hatte irgendwie das Gefühl, ich kann mir das selber so ganz gut zusammen basteln was ich brauche.
00:22:37: Ich hatte eine tolle Physiotherapeutin, bei der ich war.
00:22:40: Ich habe jemanden gehabt, der beim Sporttraining ein bisschen mit mir arbeitet und hab versucht viel Urlaub zu machen,
00:22:49: mich
00:22:50: so zu erholen mit Freunden zu sein.
00:22:53: Und das war dann irgendwie auch okay.
00:22:54: also ich habe mich auch relativ schnell soweit aufgebaut glaube ich dass es wieder so funktioniert hat, also dass sich auch gut alleine klargekommen ist.
00:23:04: Hab eine super Psychotherapeutin, eine Psycho-Onkologin gefunden, die mich auch bis heute begleitet.
00:23:09: Ja sehr gut ich das finde ich auch immer sehr wichtig.
00:23:11: gerade wenn du sagst dass dich das ja kam ja auch alles so auf einmal und wenn du in der Zeit darum sozusagen gekämpft hast es irgendwie durchzustehen hast ja vermutlich noch gar nicht die Kapazitäten gehabt das auch psychisch aufzuarbeiten?
00:23:27: Nee überhaupt nicht.
00:23:28: also das ging gar nicht.
00:23:30: Ich habe auch ein wahnsinnig wenig geweint oder so in der ganzen zeit.
00:23:34: ich hab eigentlich ziemlich Also am Anfang, als es so alles zu viel war, habe ich glaube schon auch mal geweint.
00:23:40: Immer und immer wieder aber dann über den Verlauf sehr wenig weil ich das Gefühl hatte wenn ich diese Tür aufmache, also dann ersticken wir alle daran an dem was daraus kommt.
00:23:51: Das geht nicht.
00:23:53: Und das war schon sehr sehr wichtig dass danach jemand da war professionell oder die das mitgetragen hat und aufgefallen hat.
00:24:02: Ich weiß gar nicht wie ich das sonst alles sortiert hätte jemals.
00:24:07: Du hast erzählt, du hast im November die Diagnose bekommen.
00:24:10: Dann ein halbes Jahr die Akuttherapie?
00:24:14: Dann sind wir jetzt ungefähr Sommer, vierundzwanzig oder?
00:24:18: Wie ging dein Leben dann weiter?
00:24:20: Ich war ziemlich viel unterwegs und habe Urlaub gemacht.
00:24:24: Ich hab versucht wieder in so eine Struktur zu finden.
00:24:27: Und ich bin ja Freilänzerin.
00:24:30: Ich arbeite selbstständig freiberuflich hatte dann halt irgendwann auch das Gefühl, es wäre schon irgendwie super auch wieder in den Job einzusteigen weil ich ja auch da nicht ganz den Anschluss verlieren will und so.
00:24:42: Und habe dann sehr tolles Jobangebot für den Herbst, vierundzwanzig bekommen und hab dann da wieder angefangen zu arbeiten.
00:24:50: Auch mit so ein bisschen Vorbehalt, weil ich dachte, also ist ja schon alles sehr stressig ob ich das dann schaffe viele Wochenstunden, weil es gibt dann natürlich wenn man selbstständig ist, hat man nicht so eine Möglichkeit der Wiedereingliederung oder sowas.
00:25:03: Man steckt halt voll in den Job wieder ein oder man lässt das.
00:25:07: Das hat aber erstaunlich gut funktioniert und es war auch sehr schön, weil ich gemerkt habe Ich hab in all diesem Scheiß des vergangenen Jahr vor hergegangenen Jahres habe ich trotzdem eine enorme Stärke entwickelt oder so eine Art von... Mein Selbstverständnis war ein ganz anderes.
00:25:27: Also ich hatte so das Gefühl, ich hab mir das so hart erkämpft zu leben.
00:25:33: Wenn jemand das Recht hat hier zu sein und wenn ich es doch jetzt so ein bisschen ... Und auch wenn das so leicht überheblich oder so klingen mag aber es hat mir total geholfen in meinem Job einfach viel mehr einzustehen für was ich richtig oder wichtig finde und viel klarer zu kommunizieren und viel ... Ja, ich war irgendwie viel selbstsicherer und das war eine sehr schöne Erfahrung.
00:25:54: Hm, ja, das ist glaube ich... Wenn du dich in diesen Gesprächen wiedererkennst und merkst, dass sich dein Blick auf deinen Körper verändert hat, dann gibt es bei mir einen Raum dafür.
00:26:06: Zurück zu dir ist ein kostenloser Zoomabend für Frauen nach einer Krebserkrankung – ein geschützter Raum, indem genau das Platz haben darf!
00:26:15: Deine Gedanken, deine Gefühle, dein Körper.
00:26:19: Wenn du dabei sein möchtest findest du alle Infos über den Link in den Shownotes.
00:26:26: Das heißt, du hast dann wieder gearbeitet und Du hast also im Herbst dieses Jobangebot angenommen.
00:26:32: Du hast gemerkt du hast auch irgendwie Lust drauf und du hast gemerkt du kannst anders für dich einstehen.
00:26:37: wie war dein Jahr?
00:26:40: Ja ich habe schon.
00:26:42: Also ich hab natürlich gearbeitet das hat alles gut funktioniert und Ich bin wohlgefühlt zwar schön in der struktur zu sein die von außen kommt aber Was mich natürlich irgendwie oder was mich überhaupt nicht losgelassen ist die angst Dass das wiederkommt, dass ich vielleicht gar nicht gesund bin.
00:26:58: Dass irgendwas nicht stimmt in meinem Körper.
00:27:01: Also ich hatte halt auch total des Vertrauen verloren.
00:27:03: Ich bin eigentlich ein Mensch mit einer... So sprüht mir das noch an der Ärztin gesagt.
00:27:07: Mit einer sehr stark erhöhten Körperaufmerksamkeit was vielleicht in so eine Richtung wie Bochondrie auch kippen könnte.
00:27:15: aber also ich bin schon einfach eigentlich sehr verbunden mit meinem Körper und dem was er macht.
00:27:22: Das war ich nicht mehr zu der Zeit.
00:27:23: Ich habe mich total verloren über die Therapie und auch über den Krebs oder die Krankheit generell, weil es mich ... Ich hab mich so ein bisschen veräppelt gefühlt irgendwie von meinem Körper.
00:27:34: Und das hat mich nicht losgelassen auch über diese Zeit hinweg als es dann in den Grundzügen meines Lebens wieder ein bisschen normaler war.
00:27:42: Und ich hatte ja alle drei Monate Nachsorge im Krankenhaus.
00:27:45: also da wird noch mal das Blut untersucht Es wird geguckt, ob immer noch alles gut ist.
00:27:52: Und in diesen Terminen habe ich immer wieder angemerkt, dass sich eigentlich das Gefühl hat, ich weiß nicht, ob alles gut is und ich fühl mich irgendwie nicht... Ich hab Angst und so.
00:28:02: Dadurch, dass mein Krebs sich auch damals so versteckt hatte hinterm Brustbein, hatte ich das Gefühl, naja wenn es jetzt wieder käme dann würde man es doch gar nicht entdecken weil man es ja vielleicht wieder nicht sehen würde!
00:28:13: Wie gehen wir denn damit um?
00:28:14: Und ich bräuchte dort vielleicht doch nochmal ein CT Und ich hatte dann eine sehr tolle Ärztin, die dann irgendwann gesagt hat ja dann machen wir jetzt einfach noch mein CT damit sie beruhigt sind und damit es vielleicht also hilft das auch psychisch ein bisschen.
00:28:27: Einfach zu sehen da ist nichts.
00:28:29: und das war dann so in den vierzehnzig oder war das schon ganz früh im januar zwanzig?
00:28:33: Das weiß ich gar nicht mehr genau.
00:28:34: aber Da wurde dann CT gemacht und Ich habe dann lange nichts gehört aus dem kranken Haus bestimmt zwei wochen und dachte achja super wenn Sie sich nicht melken dann ist alles gut.
00:28:45: Und wenn da jetzt wieder was wäre, dann hätten die natürlich sich gemeldet.
00:28:49: Ich hab aber trotzdem nach zwei Wochen mal angerufen weil ich irgendwie dachte so... So'n Befund wär ja schonmal ganz gut eigentlich.
00:28:55: und in dem Telefonat sagste mir dann die ersten Ja's tut dir wahnsinnig leid Sie war ein Urlauber.
00:29:00: Den hat sie sich gar nicht eher gemeldete.
00:29:01: Aber sie muss halt leider sagen tatsächlich haben wir das jetzt wieder etwas gefunden.
00:29:07: Und ich saß halt gerade in der Arbeit und dann bin ich halt also da bin ich einmal richtig in mich zusammengefallen.
00:29:12: Das war ganz ganz schlimm Ja wirklich fest davon ausgegangen bin, dass das okay ist und es ja wirklich quasi nur so eine Art Sicherheit sein sollte für mich.
00:29:21: Und ich damit überhaupt... Also es war quasi wie so ein Schleife in der ich immer noch drin hing wo ich wieder an dem Punkt war.
00:29:28: jetzt werde ich wieder so kalt überrascht von diesem komischen Thema.
00:29:33: Ich habe dann erst mal nach Hause meine beste Freundin angerufen.
00:29:37: die hat mich abgeholt von der Arbeit und dann finde ich's halt nochmal quasi von vorne an.
00:29:41: man musste dann halt wieder nochmal einen kompletten Scan machen nochmal bio-teen Und da war das jetzt so, dadurch dass es eben sehr früh nach der Ersttherapie war auch diese Tumor sehr klein.
00:29:56: Beim Hodgkin ist die Besonderheit so, dass es gar nicht so viele Tumorenzellen in einem Tumore gibt.
00:30:04: Sondern wenn ich das richtig verstanden habe, ist es eher so dass die Hodgkins Zellen die gesunden Zellen quasi manipulieren aber gar nicht sich selber so extrem vermehren.
00:30:15: Das heißt bei einer Biopsy, wenn ein Stück entnommen wird vom Gewebe kann es sein dass da gar keine Tumorzellen drin sind und das ist über trotzdem Horschen.
00:30:23: Und so war es dann auch die ersten zwei Biopsien lang, dass sie etwas entnommen haben was aber keinen Nachweis gab von Krebs und die Ärztinnen aber dennoch sicher waren, dass es das ist weil es so typisch aussah auf dem CT.
00:30:38: Dann haben wir uns irgendwie dazu entschieden in gemeinsamer Absprache, also die Ärztinnen und ich.
00:30:45: Dass wir warten, dass wir jetzt einfach drei Monate warten und dann nochmal einen Scan machen Und dann gucken ist das jetzt größer geworden oder ist es wieder verschwunden?
00:30:55: Ich habe Glück!
00:30:55: Das war ein falscher Alarm.
00:30:57: Wenn es eben größer worden ist, dann müsste man noch mal eine Biopsy machen und halt nochmal versuchen ob man es nachweisen kann.
00:31:03: Das war so ein bisschen der Knackpunkt eigentlich für mich weil ich auch schon fertig war.
00:31:10: Ich hatte dieses ganze Thema so unglaublich satt.
00:31:12: Ich hatte das Gefühl, ich kann nicht mehr!
00:31:15: Es klaut mir... Also es macht mir alles kaputt hier gerade und irgendwie habe ich dafür mich entschieden.
00:31:20: diese drei Monate in denen ich jetzt warten muss bis zum nächsten Scan schiebe ich dieses Thema Krebs so weit weg aus meinem Leben als würde es nicht existieren Und entweder bekomme ich danach die Info dass ich wieder krank bin und dann muss ich mich damit beschäftigen oder ist es eh weg.
00:31:37: aber diese drei monate sind jetzt einfach frei von Krebs Und alles, was danach kommt, kommt halt danach.
00:31:42: Und das war richtig gut!
00:31:44: Also es hat erstaunlich gut funktioniert... Ich hab mir dann ein Boxwerk gekauft als allererste Handlung.
00:31:50: Weil ich so wütend war auf die Welt und ich dachte, ich kann es nirgendwo hinpacken.
00:31:54: Ich habe keine Kraft im Körper, sodass ich Sport machen kann so richtig.
00:31:57: Und ich weiß gar nicht, was ich machen soll.
00:32:00: Und hab es dann aber irgendwie alles sehr... also jetzt rückblickend will ich sagen, ich hab's eigentlich ziemlich gut gemacht.
00:32:06: Ja, war sehr, sehr deutelnd jetzt Und hab sehr viele schöne Sachen gemacht, hat mir auch noch mal einen Urlaub gebucht.
00:32:12: Alleine und war eine Woche in Spanien wandern... ...und hab meinen Job zu Ende gemacht, war da sehr happy!
00:32:18: Ja das war gut.
00:32:20: Geburtstag habe ich gefeiert.
00:32:21: Das war eigentlich auch das Toilste.
00:32:23: Ich habe eine Woche lang Geburtstag gefeuert.
00:32:25: Habe ich nicht vorgenommen, das war sich ab dann immer so aber habe ich letztes Jahr gar nicht bemerkt.
00:32:29: Aber das kann ich dir erzählen.
00:32:33: Oh Gott, aber das klingt ja total gruselig.
00:32:37: Also ich meine, hast du es ja doch irgendwie gespürt scheinbar?
00:32:41: Oder hast du die Angst jetzt immer noch... Jetzt ist die Angst nicht mehr da oder?
00:32:44: Nein.
00:32:45: Man kann sagen, ich hab irgendwie gefühlt das was nicht stimmt.
00:32:48: Vielleicht hatte ich auch einfach nur Angst, kann aus sein aber so oder so.
00:32:53: Es ist schon verrückt dass es dazu geführt hat, dass es halt einfach sehr früh gefunden wurde und dass es überhaupt gefunden wurde weil die Möglichkeit hätte ja auch bestanden dass es wieder ein Jahr lang oder länger dauert.
00:33:04: also ja irgendwas war da.
00:33:05: Machen die denn nicht bei der Nachsorge?
00:33:08: Machen sie nicht automatisch einen CT, ich hätte gedacht dass das sowieso inklusive ist.
00:33:13: Also es kann also beim Hodgkin-Lymphom nicht, bei anderen Krebserkrankungen möglicherweise und vielleicht ist auch immer davon abhängig wie... Es gibt ja Krebserkrankung bei denen eine Remission erst mal nur eine Remition bedeutet und nicht zwingt ne komplette Remission oder es ist sehr wahrscheinlich dass es zurück kommt und man versucht es eher in Schacht zu halten.
00:33:35: Aber das ist bei Hodgkin nicht so, sondern eigentlich geht man davon aus dass eben fast hundertprozent also neunzig Prozent oder so in der ersten Therapie behandelt und gesund gemacht werden.
00:33:46: Das wird glaube ich keine Zitäge macht weil es nicht so richtig im Verhältnis steht.
00:33:56: Wo war denn dieses Lymphom beim zweiten Mal?
00:33:59: Das
00:33:59: war auch wieder an der Stelle.
00:34:00: Also es war ein bisschen höher, das war dann nicht mehr so in der Mitte vom Brustkorb sondern es war eher hoch Richtung Schlüsselbein und es lag auch denkbar bescheuert weil es lag irgendwie zwischen einer Arterie und noch irgendeinem anderen wichtigen Teil was ich jetzt gerade gar nicht mehr weiß, aber es lag jedenfalls so dass man die Biopsien nur unter CT-Steuerung machen konnte.
00:34:24: Also das heißt, man liegt dann in so einem CT-Aberrat wie man es kennt und ist aber abgedeckt über einer OP und man ist wach.
00:34:32: Und kriegt eine örtliche Betäubung und muss dann immer ein bisschen mitatmen.
00:34:35: also man atmet man hält die Luft und dann wird wieder ein Stück die Nadel ein Stück weiter rein gepiekt.
00:34:40: also wirklich so Millimeter für Millimeter um halt nicht des Umliegende zu verletzen weil natürlich so eine verletzte Arterie nicht so gut ist.
00:34:51: Das war halt noch mal so... Also das habe ich zweimal Vor diesen drei Monaten habe ich das zweimal gemacht.
00:34:56: Und zwar wirklich ganz, auch wieder ganz, ganz schlimm.
00:34:59: und ich dachte also... Ich mein man kann ja nicht!
00:35:03: Das ist ja das Schlimme an so einer Krankheit.
00:35:06: Es ist sehr alternativlos.
00:35:07: Also all diese Sachen... Also für mich war es sehr alternativlos.
00:35:11: Es gibt Menschen die haben dann für sich noch andere Entscheidungen aber für mich waren halt klar nachher wenn ich gesund werden will muss ich diese Dinge jetzt tun.
00:35:18: Also kein schönes Gefühl gewesen Genau und das lag halt sehr ungünstig, deswegen musste man es so machen.
00:35:26: Ja okay du hast also dann die drei Monate und ich finde...das klingt ja auch...das sagt sich wahrscheinlich leicht relativ leicht, ja machen sie mal drei Monate wir warten.
00:35:38: aber also das muss ja unfassbar schwer sein wie krass dass du dich da so ablenken konntest und so im Moment leben konntes.
00:35:47: Eigentlich ist es ja ein bisschen so wie Kinder leben im Moment.
00:35:50: Also eigentlich ist das ja was total erstrehmenswertes?
00:35:53: Ja, ich war auch überrascht dass ich das kann weil ich das auch sonst nicht konnte.
00:35:57: Ich würde sagen in meinem gesamtes Leben habe ich eher die Tendenz...ich trage eher eine gewisse Schwere mit mir um häufig und hänge auch gerne so in der Vergangenheit oder hab tendenziell den Blick eher Richtung Vergangenkeit und so.
00:36:13: aber das war weg.
00:36:14: also es war wirklich weg sicherlich auch ausgelöst durch so eine gewisse Todesangst, einfach weil es plötzlich sehr real wird.
00:36:23: Wenn du die fünf Prozent bist, die nicht gesund offensichtlich ist dann klickt das noch mal einen anderen Anstrich des Ganzen und daraus resultierend habe ich glaube ich so eine.
00:36:37: ja dann ist jetzt auch egal Haltung entwickelt aber nicht in einem destruktiven Sinne sondern ich fand plötzlich jeden moment den ich habe so viel wichtiger und so viel wertvoller.
00:36:52: Und es ist auch so, also nach wie vor das... Ich glaube ich konnte das in der ersten oder nach der ersten Diagnose nicht weil ich so in so einer Art Schock war.
00:37:02: aber jetzt oder auch beim zweiten mal war ich ein bisschen mehr reingewachsen sozusagen im dieses Thema.
00:37:10: Und ich erinnere mich auch, dass ich einen ganz komischen Moment hatte.
00:37:12: Dass ich nach der ersten Therapie zu Ende war.
00:37:15: Irgendwann dachte ... Ich war so wenig anwesend in diesen sechs Monaten.
00:37:19: Ich hab so wenig mitbekommen aktiv und konnte so wenig selber gestalten.
00:37:23: Manchmal habe ich mir oder wünsche ich mir, das ich es noch mal erleben könnte und noch mal aktiver erleben und
00:37:31: gestalten.".
00:37:32: Das klingt ganz komisch!
00:37:34: Weil ich wollte natürlich nicht nochmal erleben.
00:37:38: Und ich hab's ja dann aber noch mal erlebt und ich hatte quasi die Möglichkeit, es nochmal anders zu bestalten.
00:37:42: Die habe ich dann aus dem Grund auch sehr ernst oder wahrgenommen.
00:37:46: Das heißt nachdem du also drei Monate gewartet hast war das Hodgkern-Lymphom immer noch da?
00:37:52: Damals doppelt so groß.
00:37:54: Nein!
00:37:55: Ach Gott... Und es war dann halt klar okay ist jetzt eindeutig kein... Also es wird keine Fehldiagnose gewesen sein man muss irgendwie was machen.
00:38:02: Dann wurde eben noch eine dritte Biopsy gemacht.
00:38:06: Der Befund war dann auch positiv.
00:38:09: Es wurden dann Hodgkin Zellen nachgewiesen und dann war eben klar, man muss jetzt wieder in eine Behandlung gehen.
00:38:15: Also es ist immer noch kurativ.
00:38:17: also der Ansatz ist immer das zu heilen.
00:38:20: aber es gibt nicht mehr so viele Standard-Therapiewege die man gehen kann weil es selten ist bei Hodgkinen Lymphomen dass es ein Rezidiv gibt.
00:38:31: und in meinem Fall wäre eigentlich Nächste Schritt gewesen, eine Hochdosischemotherapie mit anschließender Stammzeltransplantation.
00:38:42: Also man hätte mir meine eigenen Stammzählen entnommen dann hätte ich eine sehr hoch dosierte Chemotherapie bekommen und danach hätte man mir meinen eigenen Stimmzellen zurückgegeben damit die quasi das auf null zerstörte Knochenmark oder das Blut wieder aufbauen können.
00:38:58: Das ist eigentlich der Standardweg bei einem Rezediv.
00:39:00: Ich hatte aber das Glück dass es Zu der Zeit auch gerade eine Studie gab, die in Köln, Jena und noch in einer dritten Stadt stattfand.
00:39:15: Und in der Studie wurde ein Medikament getestet das eigentlich erst viel später in der Therapie zum Einsatz kommt.
00:39:22: Das ist eine Immuntherapie Ein PD-I Checkpoint inhibiter.
00:39:27: Ich erspare das jetzt dir zu erklären was du es genau machst.
00:39:30: Es ist ein bisschen kompliziert aber es ist total.
00:39:33: Das ist natürlich eine faszinierende Wirkweise.
00:39:37: Es ist sozusagen die Idee, den Krebs nicht von außen zu behandeln wie Chemotherapie, die halt einfach alle Zellen von Außen zerstört sondern die Idee ist sozusagen das körpereigene Immunsystem umzuprogrammieren damit es selber die Krebszellen bekämpfen kann.
00:39:51: und diese Studie mit diesem Medikament fand aber eben nicht in Berlin statt sondern nur in diesen anderen Städten.
00:39:59: und das wurde mir damals gesagt Aber nur so ein bisschen nebenher, weil halt alle gesagt haben oder die Papstin meinten.
00:40:06: Sie wollen ja nicht nach Köln oder nach Wiener gehen und ich habe dann aber sofort gesagt naja stopp mal kurz.
00:40:14: also wenn es mir eine zusätzliche Behandlungsoption schenkt... ...und mich gesund macht möglicherweise gehe ich natürlich überhin auf die andere Seite der Welt wenn das sein
00:40:25: muss.
00:40:27: Und dann nach langem hin und her mit der Studienzentrale Ja, das
00:40:54: heißt du hast dann die Chemotherapie trotzdem bekommen oder nicht?
00:41:00: Vielleicht kennst Du das
00:41:01: auch.
00:41:02: Es gibt Tage, an denen der Alltag rundherum sehr laut wird und du einfach mal innehalten und zur Ruhe kommen möchtest.
00:41:10: Genau dafür habe ich meine auditiven Begleiter entwickelt!
00:41:14: Mit Fühl dich schön und fühl dich ruhig begleite Ich Dich mit Meditationen und Reflexionsfragen.
00:41:22: Mal geht es um deinen Blick auf dich selbst und dein Körper Mal darum zu Ruhe zu kommen und wieder mehr bei dir zu sein.
00:41:30: Nimm dir diese Zeit ganz bewusst für dich.
00:41:32: Mach es dir gemütlich, setzt die Kopfhörer auf und lasst dich von meiner Stimme durch die Meditation führen!
00:41:39: Die Audios
00:41:40: kannst du immer
00:41:40: wieder hören – genau dann wenn du merkst dass dir eine kleine Auszeit
00:41:45: gut
00:41:45: tun würde.
00:41:46: Fühl Dich schön und fühl Dich ruhig findest Du auf meiner Website
00:41:55: mit dieser Immuntherapie, wobei es eben keine Hochdosis Chemotherapie ist.
00:42:05: Es ist auch eine sehr starke Variante der Chemotherapien aber sie ist ein bisschen anders zusammengesetzt und wird üblicherweise als Vorbereitung für die Hochdoses eingesetzt wenn ich das richtig im Kopf habe.
00:42:18: Bei mir war's dann eben auch wieder.
00:42:21: ich glaube man ist am Ende vier oder fünf Zyklen Einen Tag Immuntherapie.
00:42:32: Und das Ganze ging dann.
00:42:34: wie lange?
00:42:35: Das ging Juli, zwei Tausendfünfundzwanzig bis Juni, zweitausendsextenzwanziger kann es sein.
00:42:45: Ein Jahr lang!
00:42:45: Ja ein Jahr lang.
00:42:46: genau genau das war nämlich auch noch das Thema dass sie halt gesagt haben wenn ich diese Stammzeltransplantation mit Hochdosis mache.
00:42:54: mit bisschen Glück habe ich das in drei Monaten durch Und dieses ganze Studiending zieht sich unter Umständen sehr lang.
00:43:01: Ich habe das jetzt gerade so aberzählt, aber es war mir nicht sofort klar, dass ich die Studie mache, weil ich hatte schon das Gefühl... Also ich habe es schon versucht wohl überlegt irgendwie zu machen und so und habe da viel hin und her gedacht und geredet und mir Informationen geholt
00:43:18: usw.,
00:43:21: In der Zukunft gesehen ist es schon lang, die Vorstellung ein Jahr lang und dann ist es jener.
00:43:25: Und ich muss sich dann immer nach jener fahren oder muss ich da eine Wohnung suchen?
00:43:29: Oder wie mache ich das alles?
00:43:30: umso?
00:43:31: Genau, aber habe mich dafür entschieden und hab das dann jetzt einen Jahr lang gemacht.
00:43:34: Aber das Jahr ist, muss ich dann extrem schnell vergangen.
00:43:37: Naja du hast wieder so ne Struktur, ne?
00:43:39: Du weißt ja, du bist genau in diesem Netz wieder drin was du ja am Anfang erzählt hast!
00:43:44: Wurde denn zwischendurch dann auch noch mal CT gemacht, um zu gucken ob das anschlägt?
00:43:49: Es wurden unzählige gemacht.
00:43:50: Ich habe auch zwischndurch gedacht ich bin so ein Wandeln des kleines Atomkraftwerks.
00:43:56: Man kriegt ja immer ein Pet-CT gemacht also man kriegt einen radioaktiven Zucker gestritzt der reichert sich in den verschiedenen Körperregionen und es wird immer gesagt man darf nicht in Kontakt mit Schwangeren oder Kindern kommen an dem Tag weil man halt unter Umständen so bisschen was abgibt von diesen von dieser Radioaktivität.
00:44:14: Also ich hatte einfach irgendwie, ich kann es gar nicht mehr zählen wie viele CTS sich im letzten Jahr hat sehr viel also.
00:44:20: ich hatte am Anfang zwei so als Staging um zu gucken wie ist der Status.
00:44:25: dann hatte ich glaube zwei während der Behandlung und jetzt nochmal zweit danach oder so wirklich ausreichend.
00:44:34: Und man hat mal gleich schon gesehen dass das Lymphomkleiner geworden
00:44:38: ist?
00:44:38: Ja!
00:44:38: Das hat ganz toll gut angeschlagen bei mir.
00:44:40: Ich hatte sehr großes Glück.
00:44:43: Ich habe auch Leute kennengelernt, die in der Studie teilgenommen haben und es hat nicht bei all so gut angeschlagen.
00:44:48: Aber bei mir hat das sehr gut... Schon nach den ersten zwei Zyklen war's glaube ich sogar schon im CT nicht mehr nachweisbar, wenn ich mich richtig erinnere.
00:44:57: Also ging es dir während dieser Zeit körperlich wieder so schlecht wie am Anfang?
00:45:01: Nee!
00:45:02: Mir ging's extrem gut.
00:45:04: also ich wusste ja, dass war halt der Vorteil.
00:45:05: Ich konnte mich schon ein bisschen nicht wussten.
00:45:07: dann okay Ende des Sommers werde ich anfangen mit dieser neuen Therapie und bis dahin habe ich Zeit, alles zu tun um meinen Körper so stark wie möglich zu machen.
00:45:16: Und ich hab sehr viel Sport gemacht.
00:45:18: Ich habe mich extrem gesund ernährt.
00:45:20: Hab versucht auch auf mentaler Ebene möglichst stabil und mit möglichst viel Positivität und Zuversicht irgendwie da reinzugehen.
00:45:34: das muss natürlich gut werden.
00:45:36: Das kann jetzt nicht schief gehen, es geht nicht die Option gibt's gar nicht.
00:45:39: also es muss gut werden und deswegen bin ich eigentlich voller Zuversicht auch wirklich gewesen.
00:45:45: Und so bin ich rein gestartet.
00:45:46: und ich habe mir auch fest vorgenommen auch während der Chemotherapie meinen Sportprogramm nie auszulassen einfach weil Ich so Angst davor hatte dass ich wieder so schwach werde und das hat extrem gut funktioniert.
00:46:00: Ich würde jetzt nicht sagen, dass das alles ein totaler Spaziergang im Park war.
00:46:04: Im Gegenteil, es hat mich auch noch mal an andere Grenzen gebracht oder auch drüber hinaus wie ich so auch nur nicht kannte, Physiotherapie.
00:46:10: aber meine Grundhaltung und auch meine grundlegende Verfassung war viel besser.
00:46:20: Boah okay also bist du ja jetzt noch gar nicht so lange aus dieser Therapie raus?
00:46:26: Wie geht's dir seitdem?
00:46:27: Da habe ganz gut wiederholt, also auch die Haare wachsen wieder und so was.
00:46:35: Aber was ich über unterschätzt habe oder was wir alle so ein bisschen unterschätzen haben ist die Immuntherapie hat ja auch Nebenwirkungen.
00:46:43: Und sie sind vor allen Dingen teilweise auch so versetzt.
00:46:45: Also die kamen jetzt auch noch Monate später, da sind immer noch körperlich komisch sind, die nicht ganz richtig rund laufen und die von den Ärztinnen auch immer noch zurückgeführt werden auf die Immuntherapie.
00:47:01: Also ich würde sagen mir geht es extrem gut!
00:47:04: Ich bin sehr fit, ich bin sehr zufrieden ist so ein komisches Wort.
00:47:08: aber ich bin ja doch...ich bin sehr zufrieden, mir geht's wirklich gut Aber ich bin nicht frei von Problemen.
00:47:16: Ich bin überhaupt nicht frei vom Ängsten.
00:47:18: also das ist alles immer noch da.
00:47:19: aber ich habe das Gefühl ich hab es viel besser integriert und kann ... Ja, es wird halt ein Teil von mir geworden.
00:47:29: Und damit kann ich's besser
00:47:31: mitnehmen.".
00:47:33: Aber du hast nicht mehr diese Angst die du nach der Therapie davor hattest oder?
00:47:38: Nee, nicht mehr in der Form.
00:47:39: Also ich hab schon immer noch auch Momente wo ich gekutzt eine Todesangst in mir hochkommt und wo natürlich auch... also man lernt ja über diesen ganzen Prozess dann auch Menschen kennen die auch erkrankt sind an Krebs, an verschiedenen Krebsarten.
00:47:55: Und manche von den Freunden, die man findet verliert man auch über die Strecke weil sie sterben und das sind schon alles immer wieder so Momente.
00:48:05: oder wenn man daran denkt kommt eine ganz große Angst hoch und dies halt sehr existenziell.
00:48:10: es ist nicht so eine diffuse Angst vom Sterben wie ich das früher oder sonst mal hatte sondern die ist halt sehr real und sehr konkret Und die habe ich schon auch immer noch.
00:48:23: Aber es ist nicht mehr so, dass ich das Gefühl hab, es stimmt was mit mir, sondern ich hab eigentlich gerade wieder eine sehr gute, einen sehr direkten Draht zu meinem Körper.
00:48:30: Ja genau, das wäre meine nächste Frage gewesen.
00:48:32: also weil du ja vorhin erzählt hast, du hast da irgendwie dieses Vertrauen in deinen Körper verloren?
00:48:37: Hast du jetzt ein Stück weit wieder gewonnen?
00:48:40: Habe ich wiedergewonnen oder habe ich mir erarbeitet?
00:48:43: Also ich hab da wirklich sehr viel... Mühe reingesteckt, dass das wieder funktioniert weil mir das so wichtig ist.
00:48:48: Weil auch für mich so viel über den Körper funktioniert also Emotionalität und was das angeht ein sehr körperlicher Mensch ich höre da gerne hin ich setze mich gerne damit auseinander und es ist wichtig dass diese Verbindung irgendwie steht.
00:49:05: Ich glaube schon ganz doll, auch immer mehr über den Verlauf der ganzen Behandlungen habe ich gelernt dass es schon zwei verschiedene Dinge sind.
00:49:13: Also mein Körper und meine Seele sind zwei verschiedene Teile aber die müssen eng zusammen in Verbindung stehen damit ich mich gut fühle.
00:49:22: Und das hab' ich mit Psychotherapie, mit Körpertherapie.
00:49:25: also ich war auch bei einer Körpertherapeutin mehrmals und habe sehr viel Sport gemacht Auch mein ganzes Sport-Dings noch mal ganz anders hinterfragt, warum mache ich das?
00:49:35: Wie mache ich was willig davon und so.
00:49:38: Ja, es war irgendwie alles dann ganz gut oder hat ganz gut geklappt und hat mich irgendwie wieder ... Oder hat die Beziehung wieder ein bisschen geheilt zwischen mir und meinem Körper.
00:49:49: Das Vertrauen gestärkt.
00:49:52: Viele Frauen erzählen mehr im Podcast dass sie ja in der Zeit natürlich total viel über sich selber lernen, dass sie stark ihre Persönlichkeit entwickeln.
00:49:59: Das klingt bei dir auch so, dass man irgendwie Auch nichts mehr so wirklich selbstverständlich hinnimmt, oder?
00:50:07: Ja.
00:50:07: Nichts selbst verständlich zu nehmen und auch... Also ich meine das ist ja auch ein bisschen Kalenderspruch aber der kriegt eine oder.
00:50:14: er hat für mich eine sehr große Bedeutung bekommen dass man nicht mehr darauf wartet dass irgendwas passiert oder wenn man einen Wunsch hat etwas zu tun oder etwas zu erleben was man es dann macht Und nicht mehr so viel nachdenkt und nicht mehr Soviel naja was könnte auch oder vielleicht ist so sondern es ist alles ein bisschen unmittelbar geworden.
00:50:35: So würde ich vielleicht beschreiben, ich habe viele, viele Pläne die ich auch schon lange hab oder Ideen oder Wünsche für mein Leben, die ich aber nie in Angriff genommen habe weil ich... Vielleicht hätte ich auch gar nicht gekonnt inhaltlich mich oder so.
00:50:47: Aber das funktioniert jetzt einfach Ich treffe Entscheidungen viel schneller und ich stehe auch viel konsequenter für mich und das was ich mir wünsche ein Das ist vielleicht auch ein bisschen dieses, das nicht als selbstverständlich zu nehmen.
00:51:03: Ich habe es manchmal so gesehen wie so ein Bonusleben, was ich bekommen hab.
00:51:10: Also dank der Medizin, aber eigentlich wäre ich schon zweimal tot und das klingt jetzt komisch hart, aber am Ende kann man es ... oder hab ich das so gesehen oft?
00:51:20: Und hat mir gedacht, ich hab zweimal die Chance bekommen, das nochmal zu machen Und dann muss ich das jetzt auch ernst nehmen.
00:51:26: Dann kann ich nicht rumsitzen und so heulen, weil irgendwas doof ist.
00:51:32: oder irgendwie habe ich mir den Fuß umgeknickt?
00:51:34: Oder ich traf Wasser durch die Decke?
00:51:38: Sondern da muss sich das halt jetzt irgendwie gucken, dass ich es behebe und so schlimm ist es eigentlich gar
00:51:42: nicht.".
00:51:43: Ja klar!
00:51:45: Ich meine du hast ja auch sowas Absolutexistenzbedrohendes erlebt ne?
00:51:49: Das relativiert wahrscheinlich auch vieles.
00:51:52: Das ist relativ vieles und das ist auch sehr schön.
00:51:56: Aber auch nicht ganz einfach merke ich, da bin ich noch.
00:51:59: es ist ein bisschen so ein Thema an dem ich mich abarbeite gerade weil es natürlich jetzt auch so ist wenn man selber wieder ein bisschen mehr in eine Normalität kommt dass auch die Menschen um einen rum ein wieder normaler alles mal behandeln.
00:52:10: also man ist nicht mehr Es wird nicht mehr auf Eierschalen rumgelaufen Und das bedeutet natürlich auch dass Freunde oder Familie auch ihre eigenen Probleme an einem tragen was ich total schön finde Weil ich ja teilhaben möchte und das ist auch ein Zeichen, dass man auch wieder als belastbar empfunden wird.
00:52:29: Und ich habe aber schon bei vor allen Dingen gewissen Themen, aber generell merke ich immer mal wieder, dass es nicht ganz einfach ist so eine Empathie zu empfinden wie ich es früher vielleicht mal empfundet hab weil die Dinge in einem anderen Verhältnis stehen.
00:52:45: Das ist ein sehr dover Gedanke, weil ich will das so nicht.
00:52:48: Ich liebe diese Leute mit meiner ganzen... ich möchte da ganz da sein und mich reinfühlen.
00:52:57: Das tu' ich auch, also ich will nicht sagen dass ich irgendwie so ein bisschen gefühlskalt oder so bin aber es wird halt alles natürlich gleichliches automatisch innerlich ab mit dieser existenziellen Erfahrung und dadurch wird das dann manchmal so ein bißchen schwierig für mich da so ganz rein zu gehen in jegliche Probleme.
00:53:15: Na gut, aber vielleicht ist es ja für deine Freunde gar nicht so verkehrt.
00:53:21: Wenn du dann sagst, na ja vielleicht ist das gar nicht groß?
00:53:25: Das Problem was du da hast also weiß ich nicht aber vielleicht kann es auch ganz gut sein in manchen Bereichen Ja
00:53:32: das ist auch ganz oft so.
00:53:33: Also ich bin damit jetzt auch nicht so geheimnismäßig sondern ich sage das dann auch manchmal wenn ich das Gefühl habe jetzt reden wir gerade über dieses Thema und dann kenne ich ja auch.
00:53:45: man sagt dann ja manchmal, ah das ist das schlimmste was weiß ich irgendwie, der Abflussleuchte.
00:53:49: Aber es ist schlimmste, was mir passiert.
00:53:50: Ich hasse das Abflussen nicht ablöckt und dann muss ein bisschen Lachen verkehrt sein.
00:53:54: Das stimmt wirklich, dass alles schlimmste.
00:53:58: Und dann muss man auch lachen, dann ist es auch so.
00:54:00: Dann ist es glaube ich auch für das Gegenüber vielleicht hilfreicher für das Gespräch, für das, was man gerade hat.
00:54:06: Irgendwie auch schön und breit.
00:54:09: Es ist eine neue Situation wo ich merke, da muss ich noch rausfinden wie ich das für mich fühle oder wie sich das anfühlt die ich das so innerlich mit mir verarbeite und verabrede, dass da so die Verhältnisse sich verschoben haben.
00:54:24: Fährst du denn diesmal zu reher?
00:54:25: Hast Du noch mal einen Andau aufgewagt?
00:54:28: Nee!
00:54:28: Ich habe es wieder nicht gemacht aber ich hab's dieses Mal wirklich ganz bewusst mich gemacht weil ich also... Weil ich wirklich gemerkt hatte über diese zweite Behandlung.
00:54:37: Ich habe so viel darüber gelernt was ich brauche um mich gut zu fühlen und was ich mir eigentlich wünsche und was sind die Orte oder Momente wo es mir wirklich gut geht wo ich versorgt bin, auch.
00:54:48: Also das ist so ein Riesenthema auch versorgt zu sein weil... Auch nach der Therapie eben wenn man rausfällt aus dieser Schwestenstruktur also wer ist dann da oder wie kann man sich einbinden?
00:54:59: und es ist ja eigentlich was eine Reha als Übergang auch ein bisschen darstellt unter anderem.
00:55:04: Auch die Verbindung mit anderen Erkrankten, die ich mir aus einer Reha erhofft habe.
00:55:08: aber das sind alles Dinge, die hab' ich mir eigentlich total gut selber zusammengepasst.
00:55:12: Ich hab immer so gedacht Ich mach ja Reha, aber ich mache es halt so nach meinen eigenen Ideen.
00:55:19: Und ich habe wirklich sehr viel... Also ich hab noch nie so viele schöne Dinge gemacht wie in den letzten zwölf Monaten, würde ich jetzt mal sagen.
00:55:28: Also nehmst du all dem Chaos?
00:55:30: In dieser Therapie habe ich sogar während der Therapie Urlaub gemacht.
00:55:33: also ich war auch da eine Woche am Meer mit Freunden und bin sehr aktiv mittlerweile In einer Selbsthilfegruppe und war jetzt gerade auch eine Woche in den Dolomiten mit einer Gruppe von anderen jungen Menschen, die an Krebs erkrankt sind.
00:55:54: Und wir haben da so ne Art Retreat gemacht was ganz toll war und sehr erholsam und sehr bestärkend und so.
00:56:01: also ich habe glaube ich das ganz gut aufgefangen.
00:56:05: Ja das klingt zumindest so auf jeden Fall
00:56:08: An derseits ist natürlich so, ich weiß nicht was sich entverpasst hat.
00:56:11: Das muss ich auch sagen.
00:56:12: also es kann natürlich sein dass da noch etwas gibt in der Reha was ich nicht selber herstellen kann das ich jetzt verpasst habe.
00:56:18: aber ich glaube das ist erstmal okay.
00:56:20: Naja ich glaube du spürst dir ja selbst.
00:56:22: also ob du jetzt denkst da fehlt hier noch was oder ob es dir jetzt so gut geht Ja Bist du denn jetzt wieder arbeiten?
00:56:29: Nee Noch nicht.
00:56:31: Ich hab mich jetzt angefangen auch mitten in der Chemotherapie Beschlossen auch aus diesem Gefühl heraus.
00:56:37: Ich will nicht mehr auf Sachen warten, wenn ich etwas möchte dann gehe ich los und ich möchte.
00:56:43: schon viele viele Jahre habe ich diesen versteckten Wunsch dass ich noch mal Psychologie studieren will Und das habe jetzt angefangen während der Behandlung eigentlich
00:56:51: ja
00:56:51: und deswegen bin ich jetzt wieder Studentin, obwohl ich eigentlich ein Gefühl zu alt davon bin.
00:56:59: Aber aber das ist super und ich liebe das und ich fange jetzt wieder an zu arbeiten Im Herbst, genau.
00:57:07: Aber wer hat auch anders arbeiten als vorher?
00:57:08: Also es verändert sich jetzt gerade alles so ein bisschen.
00:57:10: ich bin da irgendwie im Umbau und versuche das mit dem Studium in einen Klang zu bringen und da ein paar andere Sachen jetzt mal anzufangen.
00:57:18: Ich finde das klingt großartig!
00:57:20: Ja...
00:57:21: Es ist großartiger, ich liebe es.
00:57:24: Sehr schön.
00:57:25: Hat lange gedauert aber es ruckelt sich gerade wieder ein.
00:57:29: Ja... Liebe Jana Gibt es etwas, was du zum Ende unserer Folge noch der einen oder anderen Hörerin oder dem einen oder andere Hörer mit auf den Weg geben möchtest?
00:57:42: Es gibt natürlich wahnsinnig viele sehr schlaue Sachen die man sagen kann.
00:57:46: Am Ende ist das alles irgendwie Quatsch und dann muss ich für sich selber finden, was richtig und falsch ist.
00:57:52: Ich glaube, dass ich jeden ganz toll rate, der vielleicht auch gerade am Anfang steht oder auch mittendrin ist, auf das eigene Gefühl zu hören Das ist so doof gesagt, weil das auch sehr diffus.
00:58:06: Aber das ist meistens ganz doll richtig und nicht nur in Bezug auf bin ich krank oder nichts sondern auch im Verlauf einer Behandlung darauf zu hören was traurig, was tut mir gut?
00:58:16: Und auch wenn man es nicht genau benennen kann Wenn es sich doof anfühlt dann ist es meistens auch doof und man weiß da eigentlich glaube ich sehr oft sehr gut Bescheid.
00:58:25: Wenn man sich traut hinzuhören Genau.
00:58:27: Also ja Darauf zu hören dass man fühlt auf eine Intuition die zu suchen und wenn man sie findet, dann gut draufzuhören.
00:58:34: Und alles andere wäre fändig vermessen jemanden Ratschlag zu geben.
00:58:40: ich finde es ja selber auch gerade erst raus.
00:58:43: vielen dank auf jeden fall dass du heute bei mir warst und deine geschichte so offen geteilt hast.
00:58:50: wenn du liebehörerin selbst eine Krebserkrankung durchgemacht hast und sich dein Körper durch die
00:58:55: Therapie verändert hat,
00:58:57: dann kann ein schönes Stark-Shooting eine Möglichkeit sein, dich in deinem Körper wieder zu erkennen, dich anzunehmen, anzunähern.
00:59:07: Und die Veränderungen bewusst wahrzunehen und einen neuen Blick auf dich selbst zu entwickeln.
00:59:12: Alle Informationen zu meinen schönen und starken Shootings findest du auf meiner Website oder über den Link in den Show Notes.
00:59:18: Wenn dir der Podcast gefällt, dann freue ich mich sehr wenn du ihn abonnierst oder mir eine Bewertung darlässt.
00:59:24: Damit unterstützt Du mich liebe selbstvoll und hilfst auch anderen Frauen dabei dem Podcast zu entdecken!
00:59:30: Vielen Dank dass Du heute zugehört hast und Dir Liebe Jana wünsche ich von Herzen alles alles Gute!
00:59:36: Danke schön vielen Dank dass ich da sein durfte und dass Du das machst.
00:59:40: Ich hoffe sehr dass auch diese Folge für Dich wertvoll war und Du einige Dinge für dich selbst mitnehmen konntest.
00:59:46: Auch www.franciska-günder-fotografie.de findest du mehr über mich und meine Arbeit.
00:59:52: Informiere dich gerne zu Schön und Stark ein Fotoprojekt für Frauen mit oder nach einer Krebserkrankung, den Schön und Stark Einzelschutings, dem Podcast Lebe Selbstvoll und weitere Projekte die Frauen auf ihrem Weg stärken!
01:00:06: Teile gerne diese Folge mit deiner Familie und deinen Freunden und hilf so dabei, dem podcast lebe selbstvoll weiter in die Welt zu tragen.
01:00:14: Lass mir auch super gerne fünf Sterne da und teile deine Gedanken und Erfahrungen zu dem Thema auf Instagram et Franziska Günther Fotografie mit mir.
01:00:22: Ich wünsche dir alles Liebe, liebe selbstvoll, deine Franziska!
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